


Aurélie lebt seit 6 Jahren in Deutschland und beschreibt sich selbst so: “kleine Französin, natürlich mode-, kunst- und küchesüchtig”. Auf ihrem Food-Blog Aux délices d’Aurélie gibt es Crème brûlée mit Lavendel, Nougat, eine Tarte mit Johannisbeeren, Feigen und Tonkabohnen und die Klassiker der französischen Küche wie Blanquette de Veau oder Beouf Bourguignon.
(c) Aux délices d’Aurélie



Es ist Sonntag. Es wird gekocht. Ideen gibt es auf dem Food-Blog La Tartine Gourmande, das in Boston von einer Food-Journalistin geschrieben wird. Gerade ist ihr erstes Kochbuch erschienen (nur auf Englisch erhältlich).
(c) La Tartine Gourmande

Die Dänin Heidi Svømekkjær lebt in Kopenhagen und widmet seit 2007 ihrer größten Leidenschaft – dem Kochen – einen eigenen Blog namens Velbekomme. Hier beglückt sie ihre Leser mit ausgefallenen Rezepten, wie zum Beispiel Toasted Coconut Marshmallows oder typisch dänischem Ribbenstegssandwich, und mit Lebensweisheiten, Anekdoten aus ihrem Alltag und den neuesten Erfindungen im Bereich der Küchenutensilien.
Was ist für Sie das vollkommene Blog? Auf jeden Fall ein Blog, das aus purem und völligem Interesse für ein Thema entsteht. Und natürlich sollte der Blogger auch in der Lage sein, diese Leidenschaft seinen Lesern zu vermitteln
Mit welchem Blogger identifizieren Sie sich am meisten? “The Girl Who Ate Everything”. Ich stelle mir gern vor, dass ich ihre lang vermisste Zwillingsschwester bin, weil ich genauso eine Naschkatze bin wie sie
Was ist online Ihre Lieblingsbeschäftigung? Andere Food-Blogs anschauen (surprise, surprise), Promiklatsch lesen und im Radio die Nachrichten hören. Außerdem kommentiere ich auf meiner Facebook-Seite die lächerlichen Spam-Attacken, denen ich durchgehend ausgesetzt bin. Meine Lieblings-Spam-Attacke kam von www.russianbrides.com. Es war so lustig. Also zumindest für mich
Was ist offline Ihre Lieblingsbeschäftigung? Zum Thema Essen “recherchieren”, klassische Konzerte besuchen, in der Küche herum experimentieren, eingestaubte Museen besuchen – solche mit Schaukästen und toten Fliegen in der Ecke
Bei welcher Gelegenheit schreiben Sie die Unwahrheit? Ich würde nicht über etwas schreiben, das mich zum Lügen zwingt. Das würde dem Sinn, ein eigenes Blog zu haben, ja widersprechen. Wenn es etwas gibt, das ich nicht mit der Öffentlichkeit teilen will, dann schreibe ich schlichtweg nicht darüber
Ihr Lieblingsheld im Netz? Nicht ganz sicher, ob ich einen habe
Ihr Lieblingsheld in der Wirklichkeit? Ich war noch nie Fan von Jemandem, weder in der Realität noch in der Fiktion. Ich hatte als Jugendliche noch nicht mal Fanposter an der Wand. Aber ich bewundere die Menschen, die wissen, was sie wollen, und dafür kämpfen. Ich bin manchmal ein ganz schöner Schussel. Mein Geist und meine Interessen gehen also in verschiedene Richtungen
Was mögen Sie im Netz am wenigsten? Falschen Mut, der manche Leute überkommt, wenn sie glauben, im Internet anonym zu sein und plötzlich all diese verletztenden Dinge über andere Menschen sagen
Was stört Sie an Bloggern am meisten? Die allmählich schwindende Professionalität, die bei vielen einsetzt, sobald sie Geschenke von Labels bekommen. Dass sie dabei ihre Unabhängigkeit verlieren, merken die meisten gar nicht. Es ist so traurig, kluge Blogger zu sehen, die blind über irgendwelche Produkte berichten
Ihr glücklichster Moment als Blogger?Die professionellen Food-Blogger Nicky und Oliver von Delicious Days zu treffen. Es war so eine Freude festzustellen, dass das gemeinsame Interesse für Essen bedeutet, dass man alle Nettigkeiten überspringen kann, um sich gleich auf das Wesentliche zu stürzen: Das Essen
Was stört Sie an sich selbst am meisten? Mich nervt manchmal meine Genauigkeit. Ich arbeite an meinem Blog wie an Hausaufgaben. Ich habe hohe Ansprüche, wie ein Foto auf meinem Blog auszusehen hat oder wie genau meine Restaurantkritiken sein müssen. So fühlt sich der Blog manchmal nach Arbeit an und dann brauche ich für eine Weile Abstand, weil ich denke, meinen Anforderungen nicht gerecht werden zu können. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich der Boss bin und alles genauso machen kann, wie ich es möchte. Wenn ich das wieder begriffen habe, bin ich erleichtert und blogge fröhlich weiter. Das Bloggen sollte eine Möglichkeit sein, sich kreativ auszudrücken – das Gegenteil von Arbeit und Verantwortung
Was halten Sie für Ihre größte Errungenschaft als Blogger? Dass ich es geschafft habe, mein Blog immer noch spielerisch zu halten und den Verlockungen zu widerstehen, Posts zu veröffentlichen, die nicht meiner Idee oder Leidenschaft entspringen, mir aber nützlich sein könnten
Über welches Talent würden Sie gern verfügen? Ich würde gerne, nur für einen Tag, so gut singen oder Klavier spielen können, dass ich Menschen für einen Moment den Atem rauben könnte
Ihre größte Extravaganz? Pralinen zu kaufen, die pro Stück 1,50 Euro kosten
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung? Glücklich und wie immer Lust, etwas anzustellen
Ihr Motto? Nach neuen Möglichkeiten suchen, neue Herausforderungen annehmen und ästhetisch an das Leben herangehen
(c) Kristian Lægdsgaard Madsen


Im ZEITmagazin-Wochenmarkt gab es diese Woche einen Salat aus Steckrübe und Sellerie. Unser Leser Jörn Grenzer betreibt sein eigenes Onlinemagazin D.dorfer und findet die Kombination Sellerie und Steckrübe so interessant wie wir. Er schickte uns Bilder von seinem Eintopf mit Steckrübe, Sellerie und Senf.
(c) Jörn Grenzer

Nicht nur leckere Rezepte mit frischen Zutaten kann man auf dem Blog kitchen guerilla finden. Sondern auch Einladungen zum Guerilla-Dinner. Die wilde Horde bezeichnet sich selbst als “mobile Kocheinheit”, die Restaurants, Segelschiffe, Landgasthöfe und andere Feuerstellen und Garküchen heimsucht und für einen Abend das Küchenkommando übernimmt. Und das quer in ganz Deutschland, rund um die Welt. Das selbsterklärte, recht unbescheidene Ziel der Küchenmeister: Kochen als Ursprung jeder Kultur wieder den gesellschaftlichen Stellenwert, den es mal hatte. Also, Zeit nehmen, Gemüse putzen und ran an die Töpfe!
(c) Olaf Deharde

(c) Stiftung Warentest
Normalerweise empfehlen wir hier keine Diätbücher. Dieses ist aber so seriös, dass wir es trotzdem mal tun: Abnehmen mit Stiftung Warentest, und das ist schon Band 2

Starbucks-Becher stehen nur Anna Wintour. Wir anderen nehmen brav wiederverwendbare Becher wie diesen von Keep Cup (auch in Espressogröße)
(c) Cameron Murray

(c) Zotter
Diese Schokolade enthält aberwitzigerweise Weihrauchöl, Rotwein, Schweineblut und Kornblumen. Auf die Idee kam die von uns verehrte, lustige, leicht morbide Sängerin Soap & Skin, eigentlich Anja Franziska Plaschg. Aber der Schokoladenmanufaktur Zotter in der Steiermark vertrauen wir blind.

(C) FormaggioKitchen.com
Die Brüder Mast verkaufen eine Schokolade, die nicht nur toll schmeckt, sondern fair gehandelt ist

(C) Thomas Henry GmbH & Co. KG
Wie sollte Tonic Water schmecken? Und wie Bitter Lemon? Genau so wie diese Getränke der Firma Thomas Henry