Was um alles in der Welt … (vermutlich eine neue Serie)

Äh … ja. Schauen Sie sich erst einmal dieses Video an, dann reden wir drüber.

Laut Meetinx ist das eine Schnapsidee ein Experiment von ein paar Oxford-Studenten, die vermutlich in einer langen, feuchten Nacht so vor sich hin philosophiert haben, wieviel Liter ein Mann wohl so in einem Monat/einem Jahr/einem Leben von sich gibt.

Einen Gewinner gibt es bereits, ein Herr namens Corneto hat die Aufgabe in zwei Monaten bewältigt. Angeblich. Ob in seinem Kanister allerdings nicht eher Milch ist, wird wohl die Jury entscheiden müssen. Man muss ja seinen vollen Kanister wieder zurücksenden. Angeblich.

Der dazugehörige Youtube-Channel ist jedenfalls erst vor einer Woche online gegangen. Und auch sonst klingt das alles nach einem schweren, schweren Hoax.

Vielen Dank an Roland W., nein, ich möchte auch nicht in der Jury sitzen …

 

Sex trotz Keksen!

Nun, da die letzten Weihnachtskekse endlich weg sind, ist wieder Platz, endlich ein paar Mitbringsel auszupacken.

Diese Werbung wurde in Paris aufgenommen, hängt aber vermutlich auch im Rest Europas:

Was will mir die Werbeagentur damit sagen? Dass mir auf Lavazza so heiß wird, dass ich in den nächsten Brunnen springen muss? Dass man diesen Kaffee nur ohne Unterwäsche trinken darf? Ja, Anspielung auf Anita Ekberg in Fellinis „La Dolce Vita“, schon klar. Aber das kennen heute gerade noch Menschen über 40.

Hm.

Dann fand ich in Hamburg dies hier:

Liebe Werbeagentur: Verständlich, dass ihr euch nicht zurückhalten konntet, eine schöne Frau mit hochgequetschten Brüsten in einer lasziven Pose abzulichten. Aber jetzt einmal kurz mit Nachdenken: WER kann nicht so oft, wie er gern würde? Richtig! Bei uns Schreibern nennt man das eine Text-Bild-Schere. In der Werbung vermutlich easy money.

Und dann noch mein absoluter Liebling der Weihnachtsfeiertage:

Stimmt. Das Problem haben sicherlich Millionen von Menschen, dass sie ausgerechnet zu Weihnachten keinen Sex haben. Lesen Sie deshalb in der nächsten Ausgabe … Mist, da versagt leider meine Fantasie. Etwas auch nur ähnlich an den Haaren Herbeigezogenes krieg ich einfach nicht hin.

 

Kein Frühstück? Kürzer Jungfrau!

Das Neue Jahr liegt zwar noch in den Windeln, aber diese Meldung hat schon wieder das Zeug, jene des Jahres zu werden.

In a study of 3,000 people, those who did not regularly eat breakfast when in their early teens said they lost their virginity at an average age of 17.5, versus an overall average of age 19 for all Japanese.

Na gut, immerhin gibt es einen, wenn auch leicht in der Kurve quietschenden, Erklärungsversuch. Zu lesen u.a. hier.

 

Tiefe Einblicke

Hatte ich hier schon jemals bemerkt, dass ich mich nun über nichts mehr wundern würde? Ok, JETZT wundere ich mich über nichts mehr. Und sobald meine erste Konsternation vorüber ist, werde ich das Projekt auch offiziell gut finden.

Versprochen.

Also: Es gibt da eine Frau, die gerade zur Hebamme ausgebildet wird. Sie kam auf die Idee, ihren Gebärmutterhals (Zervix) im Lauf eines Menstruationszyklusses zu beobachten und die Veränderungen fotografisch festzuhalten.

Und dann stellte sie das Ganze ins Netz.

Gut, Annie Sprinkle macht das sogar live, auf Bühnen, und so, dass man weiß, zu wem die Zervix gehört, die man sich da gerade ansieht.

Aber … ein bisschen dran gewöhnen muss ich mich doch noch erst. Aber ich gehör‘ ja auch nicht zu den Menschen, die jeden Tag ihren Organen für klaglose Diensterfüllung danken. (Bei dieser Gelegenheit: Danke, liebe Leber! Bitte halte noch ein wenig durch! Nach Silvester hast du Urlaub, versprochen!)

Aber sagen (und sehen) Sie selbst: Beautifulcervix.com. Und für die mit schwachem Magen: Nicht während des Essens ansehen.

 

Schwule und Lesben ab in den Knast?

Hm.

Die „Sex Poll“ des britischen Observer hat 1044 Briten über 16 Jahre über ihre Erfahrungen und Ansichten bezüglich Sex befragt.

Und natürlich gibt es da auch die üblichen „Wann haben Sie Ihre Unschuld verloren?“- oder „Wie ist Ihr aktueller Partner im Bett?“-Fragen. Doch leider auch diese: „Sind Sie der Meinung, homosexueller Sex sollte verboten werden?“

Raten Sie, wieviele Befragte darauf mit „Ja“ geantwortet haben.

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Drinks, wo man sich erst schöntrinken muss

Vermutlich wird man mit zunehmendem Alter humorlos. Oder entwickelt eine Schwachsinnigkeiten-Intoleranz. Immerhin: Habe ich hierorts nicht schon des öfteren behauptet, mich über gar nichts mehr zu wundern?

Dann hat mich die Firma Krugmann Markenspirituosen hiermit eines Besseren belehrt.

Gestatten? Popsy, „der freche Sahnelikör in der originellen Flaschenform“.

Aus der gleichen Familie: Eisprung, „der ultimative Partylikör zum selber mischen!“ (Grammatik laut Hersteller)

Oder auch: Kleiner Flutscher, „der freche Pflaumenlikör“, der in seinem süßen Überzieher sicher auch pädagogische Wirkung haben soll.

Fragen über Fragen: Muss man besoffen sein, um sich solche Produkte einfallen lassen zu können? Muss man besoffen sein, um sie lustig zu finden? Und wenn ja, wie kann man dann überhaupt erst besoffen werden? (Außer mit Getränken ohne witzische Namen.)

Und wer findet es wohl am lustigsten, wenn Frauen an der Theke „einen Eisprung, bitte!“ bestellen?

Ok, ich bin zu alt. Hallelujah! Wenigstens laufe ich nicht mehr Gefahr, mich in Lokalen herumzutreiben, in denen solche Getränke überhaupt angeboten werden.

Vielen Dank an Klaudius H. „Interessant“ ist tatsächlich noch das Harmloseste, was man über diese Dinger sagen kann.