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Was dem BER noch zum Flughafen fehlt

 
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Ist der BER schon fertig? Screenshot: Berliner Morgenpost

Bevor falsche Gerüchte entstehen: Nein, der Hauptstadtflughafen ist noch nicht fertig. Er ist, genau genommen, weit entfernt davon, in den Betrieb zu gehen. Irgendwann in der zweiten Jahreshälfte 2017 – sechs Jahre später als ursprünglich geplant – soll der BER eröffnet werden. Aber auch das glauben die Berliner erst dann, wenn es tatsächlich so weit ist.

Ist es wirklich nur die Brandschutzanlage? Oder gibt es noch mehr zu tun auf Deutschlands bekanntester Baustelle? Immerhin gibt es einen Terminplan – und diesen haben Julius Tröger und sein Team der Berliner Morgenpost auf der Website www.istderberschonfertig.de interaktiv umgesetzt. Die To-do-Liste umfasst Punkte wie "Pier Süd fertig gebaut", "Sanierung der Nordbahn beendet", "Alle Anträge für Schallschutz bearbeitet" – Aufgaben, die Außenstehende wohl schon als abgehakt wähnten.

Zehn grüne Häkchen müssen bis Jahresende gesetzt sein, dann ist das Projekt im Zeitplan, wobei "Zeitplan" – wie jeder inzwischen weiß – ja auch relativ ist. Notfalls könnte der neue Chef Karsten Mühlenfeld noch eine Bewerbung an den rbb schicken und den Airport als dritten Hauptdarsteller für den neuen Berlin-Tatort ins Gespräch bringen. In der ersten Folge, die kürzlich ausgestrahlt wurde, hat sich der BER schon ganz gut geschlagen.

Weitere Teilchen finden Sie hier.


11 Kommentare

  1. Avatar  manmaz

    Zum gleichen Thema, mein Kommentar vom 24. Oktober 2013:

    Es ist doch offensichtlich, daß das Ganze an die Wand gefahren wurde.
    Handelt es sich hierbei nicht um Konkursverschleppung.
    Zumal der Flughafen (ich nenne ihn mal so), wenn er denn fertig wird
    den Anforderung nicht genügt.
    Meim Vorschlag:
    Sofort alles stoppen, alle gehen nach Hause.
    Über eine alternative Verwendung nachdenken, z.B. Vergnügungspark Erfahrungen hierzu liegen vor (z.B. Schneller Brüter in Kalkar)


  2. Wie der Leiter eines Projektmangementseminars es mal ausdrückte: „Wenn sie einen Politiker auf Entscheidungsebene in einem Großprojekt haben, lassen sie die Finger davon! Das hat noch nie funktioniert…“
    Aber immherin hat irgendwer noch einen Überblick, und wenn es nur die Verfasser der Website sind.

  3. Avatar  Mars_macht_mobil

    Was ist der Unterschied zwischen dem BER-Airport und dem Mars? Auf dem Mars werden eines Tages Menschen landen.


  4. @manmaz

    Stand heute (31.12.2017) sieht ihr Kommentar ziemlich dumm aus. Warum hätte man vor vier Jahren die Brocken hinschmeißen sollen und viele Milliarden liegen lassen? Im Nachhinein hat es sich durchaus gelohnt noch mal 2 Milliarden reinzustecken und den Flughafen fertig zu stellen.


  5. Ich muss meinen Vorrednern Recht geben, die Wahrscheinlichkeit, dass der BER fertig wird / jemals wie gedacht funktioniert gleicht ungefähr den Wiederwahlchancen von Gerhard Schröder als Bundeskanzler – obwohl bei letzterem noch eine Hoffnung besteht, falls Russland Deutschland annektiert.
    Hätte man versucht ihn in Bayern zu bauen, so wäre er längst als Problembär identifiziert und erschossen worden. Aber gut – die CSU hat uns die Autobahnmaut eingebrockt, was das Ganze irgendwie wieder ausgleicht.
    Lektion gelernt: Politiker und Verkehrsmanagement vertragen sich nicht.


  6. Liebe Miforisten,

    Ihr habt (leider) recht. Das Ding ist, war und wird es wohl auch immer ein Disaster bleiben.

    Zu den angemerkten Punkte kann ich nur noch einen ergänzen, der sicher anderenorts schon vielmals genant wurde, nämlich der Umstand, dass der Standort Schönefeld von Anfang an falsch war. DIeser Standort ist viel zu dicht an der Stadt, es gibt viel zu viele davon Betroffene, Nachflüge sind deshalb generll unmöglich. Das Land Brandenburg hatte Speerenberg favorisiert, was sicher die bessere Wahl gewesen wäre. Doch statt dessen hat sich die Berliner Kleinkrämerei durchgesetzt, der neue Flughafen muss auch zumindest zum Teil auf Berliner Grund stehen.

    Die Resultate dieser Fehlplanung sind heute schon spürbar. In Schönefeld, auf dem aktuellen Flughafen, gibt es z.B. regelmäßig Ärger unter den Taxifahrern aus Berlin und dem Land Brandenburg, die sich hier in verschiedenen Warteschlangen einreihen! Die einen düren dann Fahrgäste nach Berlin reinfahren, aber anchließend keine mehr aufnehmen, für dei anderen gilt das Gleiche in Richtung Brandenburg. Solche Beklopptheiten sind ja erst der Anfang.

  7. Avatar  aaaron

    Seit mehr als 20 Jahren eine Spielwiese für Nieten in Nadelstreifen:

    Wer es schon vergessen hat: die ganze Geschichte begann kurz nach der Wende und lange vor der Entscheidung für den Standort Schönefeld mit Grundstücksspekulationen und einer Orgie aus Dummheit (und vermutlich Korruption) bei den handelnden Personen. Hier ein hübscher Bericht aus dem Spiegel vom August 1994:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13691618.html

    Gefühlt könnte man mit den bis heute für die Gesamtverluste verantwortlichen Politikern und sogenannten Managern ein komplettes Gefängnis füllen.

    Die meisten der bisherigen Probleme wären nie aufgetreten, hätten sich die Verantwortlichen auch verantwortlich verhalten und für den geeigneteren Standort Sperenberg entschieden, worauf der Mitforist in #6 korrekt hinwies.


  8. BER fehlen – wie unserer gesamten Republik – kompetente und qualifizierte Planer und Entscheider.

    Statt all der submediokren Parteischranzen, die durch ihre Seilschaften an alle Schalthebel des Landes gehievt wurden.

  9. Avatar  Siri W.

    Wie sollen kompetente Planer (und bitte auch Planerinnen, auch wenn es bei manchen ihr Gender stört) und EntscheiderInnen denn in die entsprechende Positionen kommen? Jedenfalls in die Postitionen welche dann solche Desaster verhindert? (und die sind ja nicht nur in Berlin in Massen zu finden) .

    Also läuft das ganze wieder über Seilschaften ab! Das ist die Realität!

    Vielleicht sollte man sich endlich eingestehen das es keinen Osterhasen gibt und das dieses uralte Märchen das man in Amerika vom oder durch Tellerwaschen zum Milionär wird begraben. Vielleicht sollte man sich auch klarmachen, das bei Ausschreibungen die ja ganz offiziell gemacht werden müssen um die verschiedenen Angebote einzuholen im Grunde schon längst die Entscheidung für einen Kandidaten gefallen ist!

    Die gesamte Gesellschaft besteht aus Seilschaften! Es sei man verbietet Freundschaften schon in sehr jungen Jahren, denn daraus entwickeln sich die ersten Konstrukte von Seilschaften. Ist aber nichts neues.

  10. Avatar  Heinz

    Es ist ja nun wirklich alles gesagt und geschrieben.
    Das totale Versagen der Verantwortlichen wird auch nach einer Eröffnung des BER wetergehen. Nachtflugverbot,Kapazitätsengpässe auf allen Ebenen usw und so fort. Überschrift; Dilletanttismus³.

 

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