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So werden Sie zu einem Erfolgstypen

 

Bildschirmfoto 2015-09-02 um 17.11.01Was zeichnet erfolgreiche Menschen aus, was unerfolgreiche? Diese Grafik zeigt es. Quelle: Dave Kerpen / Linkedin

Sie wollen erfolgreich sein? Dann sollten Sie aufhören, TV zu glotzen. Denn das ist angeblich eine Lieblingsbeschäftigung von erfolglosen Menschen. Zumindest wenn man einer Karte glaubt, die derzeit im Netz kursiert. Veröffentlicht hat sie der US-Autor, Unternehmer und bekannte Darsteller in einer Reality-Show, Dave Kerpen. Auf der Karte stehen 16 wichtige Fähigkeiten und Eigenschaften, die erfolgreiche Menschen von erfolglosen unterscheiden. Erhalten hatte Kerpen die Postkarte von einem Geschäftsführer eines Coaching-Unternehmens. Kein Wunder also, dass es vor allem um typische Verhaltensratschläge für Führungskräfte geht.

Nützlich sind die Tipps immerhin: Demnach lernen Erfolgreiche jeden Tag – und statt Glotze zu gucken, lesen sie lieber ein Buch. Sie freuen sich über Veränderungen, auch wenn eigentlich eine negative Situation diese Veränderung bedingt. Erfolglose dagegen fürchten sich vor Veränderungen und scheuen sich davor, Neues auszuprobieren. Sie verbringen ihre Freizeit lieber damit, sich vor dem Fernseher zu entspannen. Und im Umgang mit neuer Technik sind sie oft unsicher – und vermeiden es, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Gerade das ist aber in einer durch neue Technologien immer rasanter werdenden Arbeitswelt fatal.

Die innere Einstellung Neuem und Unbekanntem gegenüber strahlt auch auf das gesamte Verhalten ab: Erfolgstypen reden über Ideen und nicht über Leute. Sie haben auch keine Angst davor, dass andere ihnen ihre Ideen stehlen, sondern glauben fest daran, dass der Austausch mit anderen die Ideen verbessert. Sie halten es daher auch aus, wenn andere glänzen und die Lorbeeren für die Arbeit an einem Projekt einkassieren und reagieren nicht mit Neid, sondern mit Unterstützung.

Klar ist: Wer sowieso schon Führungskraft ist, sollte seinen Mitarbeitern unbedingt den Erfolg gönnen – das macht den Chef beliebt. Es gibt wohl kaum etwas Unsympathischeres als einen Chef, der seinen Mitarbeitern die Verdienste klaut und sich selbst anheftet.

Wer allerdings nur Gleichrangiger unter Kollegen ist, sollte verinnerlichen, dass der Erfolg eines einzelnen auch gut für das gesamte Team ist. Das geht natürlich leichter, wenn man nicht um seine Position kämpfen muss, sondern viele Erfolge vorweisen und sich daher relaxt zurücklehnen kann. Erfolgstypen wünschen anderen daher ebenfalls Erfolg. Missgünstige, ängstliche Typen dagegen reagieren meist mit Missgunst. Sie empfinden auch Schadenfreude, wenn andere scheitern und verbringen viel Zeit mit Lästereien über andere. Doch daraus entsteht selten etwas Gutes. Im schlimmsten Fall gibt es einen Bumerangeffekt. Und es entsteht auch nichts Positives daraus, wenn man anderen gegenüber negative Gefühle hegt – besser ist es, sich mit diesen Gefühlen auseinanderzusetzen und sie in etwas Positives umzuwandeln. Kein Wunder, dass Erfolgstypen dazu in der Lage sind und auch Verantwortung für ihre Fehler und ihr Scheitern übernehmen, statt andere dafür verantwortlich zu machen.

Die Ratschläge hat man schon einmal gehört und vielfach stimmen sie auch – eine hübsche Idee, sie kurz skizziert auf einer Karte darzustellen. Dave Kerpen behauptet, die Karte erinnere ihn täglich daran, an sich zu arbeiten. Erfolg scheint er immerhin zu haben: Derzeit ist er Geschäftsführer des Start-ups Likeable Local, das Social-Media-Software für Kleinunternehmer entwickelt. Und seine Ratgeber Likeable Social Media, Likeable Business und Likeable Leadership stehen in der Bestseller-Liste der New York Times.

Weitere Teilchen finden Sie hier.

14 Kommentare

  1. Avatar  Gerry10

    Hmm…Im grossen und ganzen stimme ich den Ratschlägen zu.
    Aber es macht einen gewaltigen Unterschied ob man „Change“ fürchtet, umarmt oder (!) kritsch betrachtet.
    Nur weil die Masse in eine Richtung läuft, muss sie nicht recht haben…


  2. Ein Paradebeispiel für die versuchte Gleichmacherei der Menschheit.

  3. Avatar  Lapsislazuli

    In einer Umgebung in der das beschriebene, erfolgreiche Verhalten willkommen ist, mag das stimmen.

    In einer Umgebung, in der es üblich ist neidisch zu sein, zu tratschen, …
    wird derjrnige, der sich anders verhält, gemobbt, bis er sich anpasst, die Umgebung wechselt oder seiner Erfolgschancen endgültig beraubt ist.

    Wenn also jemand in das falsche Umfeld gelangt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: schnellstmöglich verschwinden um sich in anderer Umgebung richtig zu verhalten,
    oder sich an die tratschende, mobbende, neidische Umgebung anpassen.
    Erfolg hat dort nur, wer die Gerüchte in die Welt setzt und steuert.
    (Belege dafür gibt es in der Politik genug)

  4. Avatar  Markus

    „Erfolgstypen wünschen anderen daher ebenfalls Erfolg.“ Aber das ist nur solange ehrlich gemeint bis es dem eigenem Erfolg im Weg steht.
    „Missgünstige, ängstliche Typen dagegen reagieren meist mit Missgunst.“
    Missgünstige sind also ängstlich. Introvertierte sind meistens ängstlicher? Da haben wir die fiesen Typen ausgemacht! Die Introvertierten, wusst schon immer das die ganz fies sind!!!

    Fehlt noch das Geldperfüm.

  5. Avatar  Erfolg Reicher

    Das kommt natürlich darauf an, wie man Erfolg definiert. Erfolg kann auch sein die Muße zu haben sich vor der Glotze zu entspannen :)

    Kleiner Scherz. Aber was ist Erfolg wirklich? Der Titel auf der Visitenkarte? Das Jahresbrutto? Oder das Stundengehalt? (Zwischen den beiden letzteren gibt es erhebliche Unterschiede in der Rangliste). Oder Gene zu verbreiten? Oder Meme? Und wenn letzteres, dann bei Twitter für einen Tag bei Milliarden Nutzern oder bei Nature für 100 Jahre bei Dutzenden Lesern? Oder doch der Kontostand? Dann könnte man Erfolg erben.

    Vermutlich alles zusammen: reicher Papa, in jungen Jahren Gold bei Olympia im Zehnkampf und Modeljobs, später als Professor die Grundlagen der Physik umkrempeln, selbiges in einer eigenen TV-Show unterhaltsam vor Millionenpublikum erklären, acht Kinder mit vier schönen Frauen, einträgliche Gutachterjobs, ein Haus am Starnberger und eins am Genfer See; hier ein Porsche, da ein Ferrari in der Garage. Und zur Krönung kurz vor Schluss Bundespräsident.

    Das ist Erfolg. Drunter geht es nicht. Aber kann man zufrieden sein, wenn man sich nicht mehr die Zeit nehmen kann einfach mal TV zu glotzen?


  6. „Its not enough that I should succeed – others should fail.“

  7. Avatar  Heldmut

    Sie wollen erfolgreich sein? Dann sollten Sie aufhören, TV zu glotzen!
    Wer hat das gesagt?: Dave Kerpen (bekannte Darsteller in einer Reality-Show) :)


  8. Kinderkram, bzw. Beratergelaber. Was ist Erfolg? Hat ihn schon jemand überlebt.
    Keiner von uns wird jemals PERSÖNLICH „erfolgreich“ sein! Am Ende sind wir immer tot und als Individuum somit definitiv „gescheitert“ Wir sollten uns damit langsam mal abfinden. Das wirklich wertvolle, was es mit größter Hingabe zu schützen gilt, ist dieser bisher völlig unverstandene Planet und seine Fähigkeit aus toter Materie lebende zu schöpfen, das Leben selbst und eine Menschheit mit einem Bewusstsein dies begreifen zu können. Unser Pseudoindividualismus ist eine Farce.

  9. Avatar  Anja62

    Likeable business ist wirklich ein hervorragendes Buch für all die diejenigen, die sich näher mit Erfolg und Misserfolg beschäftigen wollen: http://www.amazon.de/gp/product/B009Q0CR38/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B009Q0CR38&linkCode=as2&tag=937628-21
    Natürlich sind solche Ratschläge nicht für jeden etwas, weil jeder eine andere Sichtweise auf Erfolg und Misserfolg hat. Dies hängt auch zwingend mit der Vorstellung davon ab, was uns als Individuum glücklich macht. Es soll Menschen geben, die sind ganz glücklich mit ihrem sicheren 9to5 job und dem abendlichen TV glotzen ;-)

  10. Avatar  J-M

    Frau Groll, bitte lassen Sie es einfach sein!

    „Missgünstige, ängstliche Typen dagegen reagieren meist mit Missgunst.“

    Say what?!

    Auf der einen Seite ist es schön, dass unsere Arbeitswelt so kleinteilig geworden ist, dass Sie das verbreiten plattester (ich betone das nochmal: plattester!) Allgemeinplätze vor Hartz4 bewahrt. Gleichzeitig zerstören sie mit dem jedem Buchstaben aber das, was die Zeit noch an intellektueller Reputation übrig hatte. Bitte! Hören Sie damit auf!

 

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