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Diese Sprache sollten Sie als Nächstes lernen

 

Diese Sprache sollten Sie als nächstes lernen

Klar, wenn Sie nur nach Masse gehen, sollten Sie sich Mandarin, Hindi oder Urdu aneignen. Aber welche Fremdsprache ist für Sie persönlich am besten geeignet? Die Washington Post gibt Hilfestellung – anhand von vier Fragen.

Sollten Sie bereits Englisch und Spanisch sprechen, nehmen Sie noch Arabisch dazu. Schon können Sie sich theoretisch mit insgesamt 1,38 Milliarden Menschen weltweit unterhalten. Damit liegt der Sprachen-Dreiklang etwa auf Augenhöhe mit Chinesisch, das weltweit derzeit rund 1,39 Milliarden Menschen sprechen.

Wollen Sie Geschäfte in Wachstumsmärkten machen?

Dann sollten Sie unbedingt Chinesisch und Hindi lernen. Nach UN-Angaben werden im Jahr 2050 jeweils rund 1,3 Milliarden Menschen diese Sprachen sprechen. Bengalisch, Urdu und Indonesisch sind auch sehr zu empfehlen.

Wollen Sie sich mit so vielen Menschen wie möglich unterhalten?

Dann ist die Sache geritzt: Chinesisch und Spanisch sind Ihre Sprachen. Und verlernen Sie nicht Ihr Schulfranzösisch: Es könnte Ihnen bei Reisen in westafrikanische Länder helfen. Einer Studie der Investmentbank Natixis zufolge könnte Französisch bis zum Jahr 2050 gar zur Weltsprache Nummer eins aufsteigen.

Sie sprechen nur eine Sprache, wollen aber so viele Länder wie möglich bereisen?

Kein Problem: Mit Englisch kommen Sie in 101 Ländern der Welt wunderbar klar. Arabisch und Französisch folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Welche Sprache sollten Sie als Kulturinteressierter lernen?

Nun, dazu verweisen wir noch mal auf die Washington Post. Die bunten Bubble-Charts sprechen für sich. Auch die Kollegen von ze.tt haben sich unlängst darauf bezogen.

10 Kommentare

  1. Avatar  Markus4711

    „Sollten Sie bereits Englisch und Spanisch sprechen, nehmen Sie noch Arabisch dazu. Schon können Sie sich theoretisch mit insgesamt 1,38 Milliarden Menschen weltweit unterhalten.“

    Nein, ich kann mich mit weitaus mehr Menschen unterhalten, weil dies Zahlen für MUTTERSPRACHLER sind.

    Frei nach dem Motto: glaube keiner Statistik, die du nicht selbst nicht verstehst, was?

  2. Avatar  nozomi07

    Für mich ist der Grund, eine Sprache zu lernen: Weil ich Spass daran habe, weil ich zu Land und Sprache eine emotionale Beziehung habe.

    Ansonsten reicht Englisch, damit komme ich auf der ganzen Welt durch. Und wenn ich in ein anderes Land ziehe oder beruflich damit zu tun habe, sollte ich die Sprache lernen, egal wie exotisch sie ist.

    Insofern scheint mir die hier dargelegte Analyse fragwürdig.

  3. Avatar  Erstmal Deutsch

    Mir ist schleierhaft, wie hier versucht wird, Leute zum Lernen von Fremdsprachen zu bewegen – die meisten scheinen mir des Deutschen nicht ansatzweise mächtig. Nicht falsch verstehen: Ich bin ein großer Fan von Sprachen (und Sprachwissenschaft), und ergo spreche ich bald zehn „Sprachen“ (zzgl. Idiomen, Akzenten oder Dialekten), von akzentfrei-fließend bis radebrechend (ob des Vokabulars). Ich ging zuletzt dazu über, exotischere Sprachen zu lernen, weil ich die Fremdheit von Kulturen liebe. Und es gibt selbst in unserer Nachbarschaft Flecken, wo kein Englisch weiterhilft. In Italien zum Beispiel, abseits der Touristentrassen, oder noch mehr in unseren östlichen Nachbarländern. Und je weiter man weggeht gen Osten oder gen Süden, je weiter man sich von wirtschaftskräftigen Orten entfernt (und also die interessanten, noch nicht globalisierten Flecken der Welt besucht, diejenigen ohne McDonald’s und Wal-Mart und Starbucks und Facebook), desto eher ist man aufgeschmissen, sofern man lediglich des Englischen „mächtig“ ist. Nachdem Kuba nunmehr von US-Touris überrannt wird, bieten sich für einen richtigen Kulturschock allenfalls noch Inselstaaten, Schwarzafrika, Amazonasvölker oder eben Nordkorea an.

    Und noch ein Tipp: Das leidige Vokabel- und Grammatikpauken geht mit nichtkommerzieller Lernsoftware wie Anki (gibt’s auch fürs Smartphone, eine Dreiviertelstunde auf dem Heimtrainer oder beim Pendeln mit der Bahn) und deren durch andere Lerner gefertigten Decks (Karteikarten inkl. Bilder, Sound usw.; Intervalle etc. sind einstellbar) wirklich prima. Wer will, beherrscht so eine Fremdsprache in groben Zügen innerhalb eines Jahres. Ist natürlich auch für alle anderen Paukereien geeignet (Tests, Examina – es existieren sehr viele Sets für Standardlehrwerke). Fer umme. (Es gibt eine Webseite des Programms – und eine andere für das Herunterladen und Hochladen von „Decks“…)

    Allerdings wäre es den meisten hierzulande wohl anzuraten, erst einmal der Tücken und Selbstverständlichkeiten des Deutschen gewahr zu werden.

  4. Avatar  riurja

    @ Markus4711: Der Fairness halber sollten wir aber schon berücksichtigen, dass der Urheber der „Statistik“ nicht auch Urheber des Textes ist, im Zweifelsfall hilft es, auch das Kleingedruckte zu lesen. Und weil es zudem ja quasi eine Übersetzung ist, die auf einem Artikel der Washington Post basiert, verfehlt Besserwisserei an dieser Stelle ohnehin ihr Ziel. Allerdings gehe ich davon aus, die Webseite der Post hat ebenfalls eine Kommentarfunktion o.Ä., ist unter Umständen nur nicht kostenlos.

    Statt zu verreißen, was das schon ob seiner bedacht simplen Anlage überhaupt nicht verdient, halt ich es für sinnvoller zu unterstreichen, aus welcher Perspektive das geschrieben ist. Die Nordamerikas. Und damit zumindest zu bedenken, ob sich das denn so optimal übertragen lässt auf unsere Sicht und Lage (zentral)europäischer Normalsterblicher. Ein Land wie Amerika (oder Kanada) brauchen Sie nicht mal verlassen und Sie können (~werden) mit *all* den erwähnten Sprachen relativ leicht in Berührung kommen. Bei uns auch? Andererseits setz‘ ich mich ins Auto und bin in 3-4 Stunden bei den Nachbarn in Polen. Da spricht man Polnisch. Hat jemand eine Idee, wie viele Menschen in der BRD zu einem Zeitpunkt in Polnischkurse eingeschrieben sind? Lässt sich rausfinden. ;) Und würde noch den härtesten Kultur-/Europapessimisten überraschen. Dito (logischerweise) Dänisch, Niederländisch, Tschechisch, … Sinn und Zweck von Sprache ist es nicht nur, eine(m) gefällige Weltgewandtheit zu suggerieren, sondern auch zu verbinden. Gerade auch das, von dem man glaubt, es sei doch längst verbunden und das liegt oftmals viel näher als man glaubt.

    Ginge es freilich um rohe Zahlen, was wollt ich dann noch mit Sprachen, wo es eine universelle gibt? Dann sollten wir alle Musik lernen. Damit erreicht man 7,2 Mrd. (Ja! Auch Taube.)

  5. Avatar  MündigerLeser

    Wer viel, viel Geld und Zeit zum Reisen hat, und möglichst allein lebt – für den ist diese Analyse geeignet. Auch für diejenigen, deren Hauptmotivation sich aus Karrierechancen ableitet.
    Ansonsten sollte man sich nicht verkrampfen – sonst geht es einem wie dem Esel vor den zwei Heuhaufen, angesichts derer er verhungert, weil er sich nicht entscheiden kann, welches der Bessere ist.
    Einfach anfangen – mit einer Sprache, die einen interessiert.
    Das wäre mein Rat.
    Und nicht darüber nachdenken, dass es als Kind doch viel einfacher gewesen wäre. Meine Kindheit ist fast 50 Jahre her…
    Ich spreche nur Deutsch und Russisch fließend, und lerne gerade Hebräisch – und habe viel Spaß dabei. Um des Lernens, und nicht um irgendwelcher Vorteile oder persönlicher Umstände willen.

  6. Avatar  ostatne

    Mensch kann sich auch gern jenseits der großen Sprachen entscheiden.

    Ob eine neue Fremdsprache nun ein Potenzial besitzen sich mit einer halben Milliarde Menschen zusätzlich unterhalten zu können oder mit 100.000 ist doch unrelevant. Mensch wird weder in diesem noch in jenem Fall die Zeit dazu finden, dies tatsächlich umzusetzen.

    Letztendlich zielt die hier genannte Orientierung auf ein Nutzen/Aufwand
    Potenzial. Da fällt in hiesigen Breite die Wahl neben der Muttersprache zunächst auf das Englische (so dies nicht schon die Muttersprache ist).

    Das Potenzial einer weiteren Fremdsprache solle man m.E. weniger
    den oben genannten „Nützlichkeitskriterien“ unterwerfen, sondern
    seine persönliche Bindung zu dieser Sprache oder sein Engagement
    mit und zu anderen Sprechern glasklar machen. Bis auf eine Minderheit
    an Sprachbegabten leidet die Mehrsprachigkeit leicht an Oberflächlichkeit.
    So mensch diese Lage erkennnt, heißt es auszumisten und sich nicht an die
    Vielfältigkeit seiner Kenntnisse zu klammern.

  7. Avatar  CarstenH

    Ein wenig merkwürdig kommt mir der Artikel schon vor, aber das liegt vielleicht an mir: ich habe mich bislang nicht mit einer Sprache beschäftigt, um Geschäfte in Massenmärkten zu machen, sondern weil ich Leute kennengelernt habe, mit denen ich mich gern in ihrer Muttersprache unterhalten wollte. So habe ich Ungarisch gelernt, später Finnisch.

    Von daher gesehen ist mir die Quintessenz des Artikels in der Washington Post (meine ad-hoc-Übersetzung: „Es gibt nicht nur eine Sprache der Zukunft. Stattdessen werden sich Sprachschüler zunehmend über ihre Ziele und ihre eigenen Motivationen klar werden müssen, bevor sie eine Entscheidung fällen“) etwas dünn. Statt einer groß angelegten Studie hätte es auch gesunder Menschenverstand getan.

  8. Avatar  ManRai

    Welches Chinesisch bitte? Mandarin, Hokkien, Hakka, Kantonesisch oder eine der vielen anderen??????? Die Leute verstehen sich nicht mal untereinander, im Extremfall kommt man mit dem erlernten Chinesisch nicht gerade weit, und dann noch die Dialekte…

  9. Avatar  dingensda

    132 Millionen sprechen Deutsch als Muttersprache? Wo haben die sich denn alle verkrochen? Das muss mir mal jemand aufdröseln – beim allerbesten Willen und mit den allergroßzügigsten Annahmen kommt man kaum auf mehr als 110 Mio., realistischer sind aber 95.

  10. Avatar  Jimmy III.

    @Manrai
    …natürlich das was die meisten sprechen und verstehen können…und mit dem die großen TV Sender der VR senden…Mandarin…

    Wenn sie Deutsch lernen stellt sich ja auch nicht ernsthaft die Frage, ob sie bayerische Grammatik, oder die Österreichische Rechtschreibung lernen…

 

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