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Meryl Trump hat die Haare schön

 

Wenige Stunden vor dem (bisher) größten Triumph für Hillary Clinton tritt im New Yorker Central Park eine ihrer bekanntesten Unterstützerinnen auf die Bühne. Es ist ein Auftritt, der viele Zuschauer erstaunt. Denn die Schauspielerin Meryl Streep hat sich das Gesicht orange angemalt, die Haare zur Tolle frisiert, den Bauch ausgestopft. Sie ist, genau, Clintons wahrscheinlicher Konkurrent um das Präsidentenamt: Donald Trump.

Es war wohl die aufwendigste Verwandlungsaktion der dreimaligen Oscargewinnerin. Streep war am Montagabend zu Gast bei einer Shakespeare-Gala des New Yorker Public Theatre. Zum Ende der Gala – quasi als Höhepunkt – trug Meryl Trump zusammen mit Christine Baranski Brush Up Your Shakespeare vor, ein Stück aus dem Cole-Porter-Musical Kiss Me, Kate. In dem Song, der normalerweise von zwei Männern gesungen wird, geht es um Ratschläge, wie Frauen am besten zu beeindrucken sind. "We could do a deal – you’ll let me know – why it is all the women say no?", sang Meryl Streep und ahmte die typischen Gesten Donald Trumps nach.

Einem Bericht der New York Times zufolge war der Auftritt selbst für die Veranstalter eine Überraschung. Sie hatten nur gewusst, dass Streeps Auftritt irgendetwas mit Donald Trump zu tun haben würde. "Niemand von uns hat zuvor ihr Kostüm oder ihr Make-up gesehen", sagte Oskar Eustis, der künstlerische Leiter des Theaters.

Doch so gut die Aktion auch bei den Zuschauern (darunter der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und Bette Midler) ankam – Meryl Streep will ihr Trump-Kostüm nicht noch ein weiteres Mal hervorholen. "Ich freue mich über das Interesse", ließ sie eine Sprecherin des Theaters ausrichten, "aber das war eine einmalige Sache."


5 Kommentare

  1.   Am_Rande

    Da hat Frau Streep ja Glück, dass es den Vorwurf des „Orangefacing“ in den USA anscheinend noch nicht gibt.

  2.   Oliver

    Ich finde, Jimmy Fallon gibt die perfekte Imitation. Und wenn er dabei auf das Original trifft, kommt so etwas dabei heraus:

  3.   Kick the Trampel

    „Es war wohl die aufwendigste Verwandlungsaktion der dreimaligen Oscargewinnerin“ Glaube ich nicht, absolut nicht. Es war wohl wirksam, original und … einfach gut. Aber aufwendig? Da dürfte manches normale alltägliche „Gesichtsstyling“ (und die Kleiderwahl) schon (deutlich) aufwendiger sein, erst recht für irgendwelche Film(nah)aufnahmen oder für einen Gang auf dem roten Teppich bei einer Gala.

  4.   BPechuchet

    Ich mag auch die Parodie von Jimmie Fallon. Besonders gelungen finde ich dei Idee, wenn er sich beim Publikum mit den Worten „thank me“ statt „thank you“ bedankt. Das trifft die seelische Verfassung von Trump sehr gut.

  5.   faster

    schön, dass man bei Zeit auch zeit für oberflächlichkeiten hat.

    zum trump system gehts hier:

    http://finance.yahoo.com/news/florida-ag-asked-trump-donation-075016133.html

    kurze zusammenfassung: zuerst wird ne anklage von gewählten staatsanwälten in texas und florida gegen trump erwogen, dann wird diese anklage fallengelassen, und kurz vorher oder nachher spendet trump an die gepflegten politiker.

    und beide (der gouverneur aus texas und die politikerin aus florida) sind natürlich heute trump unterstützer. schönes neues politsystem, oder?

 

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