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30 Chorsänger aus Baltimore verzaubern die Welt

 

Chorsänger wissen, wie es ist, wenn die Musik ihren Zauber entfacht. Wenn viele Menschen mit noch mehr Tönen zu einer Einheit verschmelzen, wenn sich Gänsehaut langsam ausbreitet, dann ist das nicht nur für die mehr als 3,5 Millionen Menschen vollkommenes Glück, die in Deutschland regelmäßig in einem Chor singen – sondern auch für die Zuhörer. Manchmal können diese magischen Momente sogar in einer schlecht beleuchteten Vorstadtschule entstehen, wie in der Cardinal Shehan School Baltimore.

Der Chor probte kürzlich für die jährliche Gala der Erzdiözese für katholische Schulen. Leiterin Kenyatta Hardison hatte den Song Rise up von Andra Day ausgewählt, die etwa 30 Schülerinnen und Schüler waren gut mit den Proben vorangekommen und Hardison wollte diesen Erfolg den Eltern zeigen. Sie startete ein Livevideo, ihre Gruppe legte los – und plötzlich war dieser magische Moment da. "Diese Kinder haben die Herzen der Welt erreicht."

Genauer gesagt, ziemlich viele Herzen. Die Facebook-Seite ChoirBuzz wurde auf den Clip aufmerksam und kurze Zeit später hatten fünf Millionen Menschen das Probenvideo gesehen. Die Reaktionen haben Hardison und ihre singenden Schüler überwältigt. "Krebspatienten haben uns aus dem Krankenhaus angerufen und erzählt, dass die Kids ihnen neue Hoffnung gegeben haben", erzählte die stolze Chorleiterin der Baltimore Sun. Und auch der Auftritt bei der Schulgala war ein Erfolg.

Anfragen für weitere Auftritte hat der Chor nun genug. Derzeit sind zwar keine weiteren Konzerte geplant, Hardison überlegt jedoch, künftig mehr Videos ihrer Sängerinnen und Sänger in den sozialen Netzwerken zu posten. Ihre Fans wird es freuen.

Weitere Netzfundstücke gibt's im Teilchen-Blog.

18 Kommentare

  1. Avatar  Landberger

    Ein putziger Chor – über die Qualität mag man sicher diskutieren und am Ende ist allein wichtig, was bewegt wird. Wenn die Kids die Welt bewegen und Anrufer wieder Horizonte sehender Patienten die Schule erreichen, warum soll das schlecht sein?

    Dass der Song allerdings von Andra Ray selbst eingesungen, ein irres Pfund austeilt, darf jeder mal für sich feststellen. Das offizielle (und leider sehr stumpf und überflüssig kommerziell ausgerichtete) Video dazu ist etwas sehr schlicht orientiert, doch das tut dieser Musik keinen Abbruch. Auch die anderen Versionen Rays können begeistern.

    https://youtu.be/lwgr_IMeEgA

  2. Avatar  kla-sch

    >>Ein Germanist an meiner Schule meinte mal:
    Kunst komme von Können, nicht von Wollen,
    sonst hiesse sie Wunst.<<

    Dann hat der nichts von Kunst verstanden. Germanistik auf Lehramt halt. Wenn es dann noch ein Konservativer ist, dann kommt solch ein Unfug dabei heraus.
    Mit der Einstellung kommt man nämlich höchstens zum Kunsthandwerk: Die Kunst des Korbflechtens, die Ingenieurskunst, die Kunst des .

    Bei der künstlerischen Betätigung geht es darum einen Ausdruck zu finden und mit der Gesellschaft zu kommunizieren. Das kann auch funktionieren, wenn es nicht handwerklich perfekt ausgeführt wird. Das Können kann dabei zwar hilfreich sein, ist aber keine Voraussetzung.

    Wie auch hier: Es geht nicht darum, dass irgend ein verdammtes Klavier perfekt gestimmt ist. Es geht darum, dass die Künstler ihren Ausdruck finden und das Werk am Ende in der Gesellschaft einen Resonanz erzeugt. Allein das macht die Aufführung zu einem künstlerischen Akt.

  3. Avatar  Harald4

    Das Thema hat mir jetzt natürlich keine Ruhe gelassen,
    nach all den Kommentaren zu einer Musikerpersönlichkeit in der Entwicklung.
    Man muss die Kirche auch schon mal im Dorf lassen.
    Ich kenne einen Trompeter, der mit seiner band richtig Preise gewonnen hat,
    und nun, als junger Erwachsener andere Interessen verfolgt.

    Gefunden habe ich auf YouTube:
    Manhattan Transfer & New York Voices – Estival Jazz Lugano 2011

    Bilden Sie sich selbst ein Urteil.
    Tim Hauser hatte die 1. Sängerin im Taxi in N.Y. getroffen.
    Der Rest ist history.

    Frauen können schon richtig gut quietschen,
    sie setzten das auch schon mal im Alltag als Waffe ein,
    überflüssig, dass mir danach stundenlang das Ohr in Flammen steht

  4. Avatar  inafrika

    Magischer Moment? Herr Dorfer, das ist ein Schulchor mit durchschnittlicher Leistung. Berichten Sie auch über Schulaufführungen in Neuendettelsau, Magdeburg oder Rendsburg?

  5. Avatar  Mindbender

    Nichts für ungut, aber recht mittelmäßig. Meine damalige Chorlehrerin hätte gesagt: „Nicht schreien, singen!“
    Und das hier die „Welt verzaubert wird“ wage ich mal zu bezweifeln.

  6. Avatar  Merlon

    Viele stark übergewichtige amerikanische Kids in grauenvollen Klamotten mit mäßigem Gesangstalent und unkontrollierten Bewegungen. Merkwürdig…

  7. Avatar  Harald4

    Ein schwieriges Thema: a capella.

    Wie immer in der Musik geht es um Professionalität,

    Ein Germanist an meiner Schule meinte mal:
    Kunst komme von Können, nicht von Wollen,
    sonst hiesse sie Wunst.

    Leute, die singen können und auch touren wollen.
    Da sind schon mal gleich 90% weg.

    Weitere 5% haben es einfach nicht drauf, siehe Wacken.

    Um das abzukürzen, Jon Anderson von Yes ist ein Sänger,
    noch Fragen?

  8. Avatar  Messingsound

    „Chorsänger wissen, wie es ist, wenn die Musik ihren Zauber entfacht. “
    Das weis ich sehr wohl, Herr Dorfer, aber leider muss ich Harald4 recht geben:

    Da stimmt ja gar nichts! Es ist mir vollkommen schleierhaft, wie solch ein Video viral gehen kann. Hören die denn gar nichts? Der Film „Die Kinder des M. Mathieu“ erzählt die nette Geschichte eines Kinderchores, der nachher richtig gut wird.
    einfach mal in youtube nach „les choristes“ suchen!

  9. Avatar  Harald4

    Wenn da mal was Sinnvolles zu uns herüberschwappt,
    hat in usa schlappe 200 Jahre gedauert…

    dann können wir uns abba mal warm anziehen,
    mit unserer Schützenliesl,
    die sich übrigens vor nix zu verstecken braucht

  10. Avatar  Proclamator

    Wahnsinn. Alles kleine Soul-Stars.

 

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