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Warum Sie bei diesen Hotelsafes vorsichtig sein sollten

 

Diese Hotelsafes kennen Sie sicher aus dem Urlaub. Sie legen den Pass hinein, das Portemonnaie, das Smartphone, den Reisepass, vielleicht die Uhr – schließlich soll am Strand nichts verloren gehen oder durch Salzwasser und Sand beschädigt werden. Vier Zahlen als Code, da denken Sie doch sicher: Wenn ich nicht die 1111 wähle, kriegt das so schnell kein Dieb auf. Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.

Der YouTube-Kanal LockPickingLawyer zeigt in einem Video, wie einfach sich diese Safes knacken lassen. Wenn Sie wissen wollen, wie das genau funktioniert, dann schauen Sie sich das Video an. Eine Info noch zur Beruhigung: Sie können ganz einfach herausfinden, wie sicher Ihr Hotelsafe ist.

Übrigens ist der "LockPickingLawyer" tatsächlich Jurist, wie er in diesem Interview mit der Website Art of Lockpicking erzählt. Das Ziel eines Lockpicker ist es, Schließzylinder zu öffnen, ohne einen passenden Schlüssel zu besitzen oder das Schloss zu beschädigen. In verschiedenen Ländern, auch in Deutschland, finden dazu sogar regelmäßig Meisterschaften statt.

Eines ist dem "LockPickingLawyer" besonders wichtig: "Eigentlich sollte ich das gar nicht sagen müssen, aber: Nutzt die Informationen meiner Videos nicht für illegale Zwecke – und knackt niemals ein Schloss, das nicht euch gehört oder in Gebrauch ist."


19 Kommentare

  1.   A higher order of being.

    Wem ist denn tatsächlich schon einmal was aus dem Safe gestohlen worden?

    Wenn man dran möchte, ist so ein Minisafe sowieso nicht sicher, von daher > good enough.

  2.   Lionardo di ser Piero

    Ich würde mal darauf tippen, dass das Vorhandensein eines Zimmersafes eine der zahlreichen Punkte einer lange Liste ist, die man erfüllen muss um eine bestimmte Klassifizierung aka. Sterne zu bekommen. Irgendwann dort drauf gelandet, nie wieder hinterfragt worden – done.

    Wichtige Daten sind auf dem Rechner, die passen nicht in die Zimmersafes, da braucht es eine Verschlüsselung der Festplatte (was aber wenig hilft, wenn der Rechner verschwindet und deswegen der Termin platzt).

    Geld geht bargeldlos oder – im Zweifelsfall – in den Hotelsafe, nicht in den Zimmersafe.

    Damit wäre eine stabile Schublade mit einem ordentlichen Schloss wohl sinnvoller, als diese Safes, die ich noch nie genutzt habe.

    Dagegen spricht die o. a. Vermutung und – der Hersteller der Safes. Ist ja quasi ein wirtschaftlicher Selbstläufer.

  3.   Stephan-K

    Probier ich beim nächsten Mal aus. Wenn das wie im Video gezeigt, nicht funktioniert, könnte ich sicher sein.

  4.   pelmeni

    Ich gehe mal davon aus, dass Hotelsafes IMMER von Hotelangestellten geöffnet werden können, schon allein deshalb, weil vermutlich immer wieder Hotelgäste den Safe verschlossen hinterlassen, wenn sie abreisen.

    Ich konnte einmal in einem Hotel den Zimmersafe nicht mehr öffnen (vermutlich bei der ersten Eingabe des Codes vertippt). Ein Mann vom Roomservice öffnete ihn problemlos mit einem anderen Code. Ich trage auf Geschäftsreisen meine Wertsachen immer bei mir und nehme von vornherein nichts mit, was ich nicht unbedingt brauche.

  5.   Tiroler

    In meinem Lieblingshotel gibt es noch einen Zimmersafe mit Schlüssel. Ob der auch so leicht zu öffnen ist?

  6.   dp80

    Schade, dass ich gerade hier keine Videos ansehen kann.

    Aber eigentlich ist klar, dass nichts wirklich 100% sicher ist. Da ist es immer noch besser, Dinge in den Safe zu packen als sie irgendwo offen im Zimmer herumliegen zu haben.

    Und das Wichtigste überhaupt ist doch, dass das Hotel einen Ruf zu verlieren hat. Bewertungsplattformen im Internet können ein mächtiges Instrument sein. Als Hotel kann man es sich einfach nicht leisten, Putzpersonal weiter zu beschäftigen, das mehr als ein Mal beschuldigt wurde. Selbst wenn es keine stichfesten Beweise gibt – das hätte Folgen für das Personal.

  7.   SoWieSoLaLa

    Standardpasswort nicht geändert. Klassiker.
    Auf der anderen Seite muss natürlich das Hotelpersonal die Safes immer öffnen können, also muss es ein Masterpasswort geben, dass auch regelmäßig geändert wird. Ein Zimmergast könnte es sehen oder ein Ex-Mitarbeiter verraten.
    Sicherheit bedeutet immer Aufwand und Aufwand kostet immer Geld. Und da ist eben oft der Knackpunkt.

  8.   Harlem

    Dieser Beitrag lässt ahnen, für wie intelligent der Redakteur seine Leser hält.

  9.   Mercator1

    Auch wenn der Safe geknackt wird und man seine Wertsachen verliert – es ist immer besser als draußen beklaut zu werden. Den Safe kann man nur knacken, nachdem man vorher das Hotelzimmer aufgebrochen hat oder sich illegal Zutritt verschafft hat. Dann haftet die Hausratversicherung. Bei einem Diebstahl draußen haftet man selbst.

  10.   Warteschlange

    Ich näh mir die Fünfhunderter an den Sack. Bis drei Unzen Gold ist eine Halskette aber schmerzfreier.

 

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