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Ton aus, Augen auf – staunen

 

Das müssen Sie sehen! Mit gleich zwei Unterwasserfahrzeugen erkundet ein Forscherteam an Bord des Schiffs Nautilus nie besuchte Orte in der Tiefsee. Mal vor Kanada, mal vor Kalifornien oder Hawaii. Das Besondere: Sie können dank Kameras an Bord live mittauchen.

Bis zu 4.000 Meter tief geht die Entdeckungsreise der ferngesteuerten Tauchroboter Hercules und Argus. Mit ihnen will das Team die Geologie, aber auch die Pflanzen- und Tierwelt am Ozeanboden erkunden. Größtenteils entspannend ist die Reise hinab; es rauscht, blubbert, flirrt. Die Vehikel gleiten über Geröll, Felsvorsprünge und Spalten. Weil es sich um eine wissenschaftliche Mission handelt, werden zwischenzeitlich Marker gesetzt und Proben bisher unbekannter Strukturen und Spezies genommen – falls den Forscherinnen und Forschern dabei nicht eine Krabbe zuvorkommt (wie in diesem Video bei Minute 17:00).

Jederzeit kann Unerwartetes geschehen. Die Autorin beispielsweise wird während der Lōʻihi-Mission einer außergewöhnlichen Beobachtung am Pele's Pit rund 35 Kilometer südlich von Hawaii zuteil: Ein Geisterhai zieht an der Kamera vorbei. Zumindest vermuten die kommentierenden Wissenschaftlerinnen, dass es sich um einen erstmals 2002 entdeckten Vertreter der Spezies Hydrolagus trolli handelt. Selten erst gelangten Filmaufnahmen der Tiere in der Tiefsee. Dem nicht genug, hängt diesem speziellen Schwimmer sogar noch etwas Rotes am Kinn. Sein Mittagessen? Ein parasitärer Fisch? Ein Auswuchs? Man ist sich nicht einig.

Weltraum trifft Tiefsee

Zugegeben: Die Kommentatoren und Kommentatorinnen sind nicht immer hilfreich, sondern zwischenzeitlich in ihrer Begeisterung geradezu anstrengend. Zudem ist es theoretisch möglich, die Entdecker live auszufragen, solange das grüne Lämpchen auf der Website leuchtet. Doch der Ton lässt sich ausstellen, das Eingabefeld ignorieren, was es dem Betrachter ermöglicht, einfach nur die Schönheit der Tiefsee zu bestaunen.

Beteiligt an der Lōʻihi-Mission sind Meeresforscherinnen – logisch. Aber auch Weltraumforscher tauchen mit. Die Zusammenarbeit von Nasa, Noaa und diversen wissenschaftlichen Instituten ist in dieser Form bisher einmalig. Bis zum 11. September dauert die Erkundung der Vulkanregion an, drei Tage später beginnt der nächste Trip im Gebiet des Papahānaumokuākea Marine National Monuments. Eine Karte zeigt die Highlights aller bisherigen Ausflüge.

Die Teams steuern die Unterwasserroboter vom Entdeckerschiff Nautilus aus, das 64 Meter misst und dem Ocean Exploration Trust gehört. Dessen Leiter wiederum ist Robert Ballard, bekannt für die Entdeckungen des Wracks der 1912 untergegangenen Titanic sowie dem der Bismarck, einem Schlachtschiff der deutschen Kriegsmarine, das 1941 gesunken war.

Ob ein Oktopus mit Kulleraugen, belebte Schwarze Raucher oder ein Schwarm Springkrebse – in den vergangenen Missionen hat das Team eine Menge Sehenswertes vor die Kamera bekommen. Welche Kreatur die nächste sein wird? Entdecken Sie selbst. Hier können Sie die Mission live im Video verfolgen.

Alle weiteren Fundstücke aus dem Netz finden Sie in unserem Teilchen-Blog.

14 Kommentare

  1.   Max Tiefgang

    Die interessantesten Artikel auf ZON, wer hat es geschrieben?
    Frau Schadwinkel, wie meist.

  2.   stolzaufnix

    Also ich mag Frau Schadwinkels Artikel auch, das ausgewogene benutzen der weibl. und männl. Form und die runde Sprache.
    In diesem Fall ist für mich das Thema auch sehr interessant. So lockt die Tiefsee ebenso wie der Weltraum, alles was wenig bekannt und kaum zu besuchen ist, ist spannend und weckt Interesse.
    Lieben Dank!

  3.   Alina66

    Dem Dank schliesse ich mich an !
    Ganz bestimmt werde ich immer mal wieder schauen, was sich in der Tiefsee tut und im nächsten Leben strebe ich gezielter eine Karriere als Meeresbiologin an.
    Sehr spannendes Gebiet !

  4.   Andrea

    Faszinierend.

  5.   Landberger

    Alina wieder… sehr großartig!

  6.   Weissvielesbesser

    Fantastisch

  7.   Weissvielesbesser

    Tiere,Fische, kommunizieren untereinander, genau so als wei Menschen.

  8.   Tiezian

    Zuerst heißt es die Kommentatoren seien weiblich dann wieder ausdrücklich von beiden Geschlechtern und sie seien zuweilen nervig aufgeregt.
    Die Lust mich mit der Aktion näher zu beschäftigen ist mir schon im Ansatz vergangen!

  9.   Gravitationswellen

    @Tiezian
    Sonst hätten Sie ja auch bemerkt warum Frau Schadwinkel das anmerkt und das Sie recht hat. Ich habe den Ton auch schnell ausgemacht.
    Und was Sie uns mit ihrem Kommentar sagen wollen, ist mir auch unklar, irgendwas mit Gender? Bleibt wohl ihrer Fantasie vorbehalten.

  10.   stolzaufnix

    @Tiezian
    „Die Lust mich mit der Aktion näher zu beschäftigen ist mir schon im Ansatz vergangen!“
    Aber die Lust das zu kommentieren hatten Sie dann doch. Wenn Ihnen das in meinen Augen sehr gut gelungene Gendering von Frau Schadwinkel nicht gefällt, und ihn wegen eines innen oder eines wechselnden Gender den Inhalt nicht mehr lesen, dann ist das zweifelsohne auch nicht Ihr Artikel.
    (Ich weiß, dass Sie nur Ihren Unmut darüber äußern wollen, dass unsere Machosprache hier gezähmt wird.)
    Das nächste Mal darauf achten wer es geschrieben hat und dann einfach nicht lesen. Sie würden dann ja eh die Lust am Inhalt verlieren.

 

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