So funktioniert Kapitalismus

Was gegen den Wachstumsschock zu tun ist

Von 23. Juli 2009 um 07:53 Uhr

Inzwischen ist allen klar, dass wir es diesmal nicht mit einer normalen Konjunkturdelle, sondern mit etwas viel Ernsterem zu tun haben: die Zuwachsraten des deutschen BIP werden mindestens sieben Quartale in Folge im Vorjahresvergleich negative Vorzeichen aufweisen, was ungewöhnlich lang ist; im Tiefpunkt der Rezession, der nach unseren Rechnungen im vergangenen Quartal erreicht wurde, lag das reale BIP um 7,6% unter seinem letzten Höchststand (vom 1. Qu. 2008), ebenfalls ein Rekordwert; die Verbraucherpreise stagnieren seit etwa einem Jahr und dürften, wenn man sich die Einfuhrpreise, die industriellen Erzeugerpreise und den Trend bei den Löhnen ansieht, demnächst fallen, so dass es erstmals zu einer Deflation kommen könnte. Sowohl die Geldpolitik als auch die Finanzpolitik bewegen sich, gemessen an den nominalen Notenbankzinsen und den staatlichen Defiziten, auf vollkommen ungewohntem Terrain. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sie, ob gewollt oder nicht, demnächst noch nachlegen müssen, nach dem Motto “Wir haben zwar die Orientierung verloren, aber wir verdoppeln unsere Anstrengungen”, wie es ein Kommentator kürzlich hier im Blog formuliert hatte.

Ein Konjunktureinbruch ist schlimm genug, was sich aber als das eigentliche Problem herausstellen könnte, sind die Langfristeffekte der Krise. Die trendmäßige Wachstumsrate des sogenannten Produktionspotentials könnte stark zurückgehen. Hoffen wir, dass es nicht so kommt wie in Japan, wo die durchschnittlichen Zuwachsraten des realen BIP nach dem Platzen der Aktien- und Immobilienblasen innerhalb von zehn Jahren von fast 4% (in den 80er Jahren) auf etwa 1% (in diesem Jahrzehnt) zusammengeschnurrt waren. Empirische Studien belegen ziemlich eindeutig, dass die Verluste an potentiellem Output dann besonders groß sind, wenn eine Rezession mit einer Bankenkrise größeren Ausmaßes einhergeht, so wie jetzt bei uns und in allen übrigen OECD-Ländern.

In Deutschland ist der Ausgangspunkt noch viel schlechter als damals in Japan: Das Trendwachstum beträgt nämlich seit dem letzten zyklischen Spitzenwert im Jahre 2001 nur noch 1,33%. Die Nulllinie ist daher schnell erreicht, wenn es auch nur annähernd so kommt wie in Japan – dann geht es nicht mehr um Anteile an einem wachsenden, sondern an einem schrumpfenden Kuchen. Fragt sich, ob das unsere Sozialsysteme aushalten werden. Der Aufschrei, den der Vorschlag der Bundesbank ausgelöst hat, das normale Rentenalter ab 2060 (!) auf 69 Jahre anzuheben, gibt einen Vorgeschmack auf die Verteilungskämpfe, die uns drohen.

In ihrem jüngsten Jahresbericht führt die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) auf Seite 82 vier Gründe an, weswegen sich das Potentialwachstum in der Tat kräftig vermindern könnte:

– Da der Prozess der Kreditschöpfung auf Jahre hinaus nicht mehr richtig funktioniert, verlangen die Banken und Anleger höhere Risikoprämien, was zu höheren Zinsen und damit zu geringeren Investitionen führt.

– Die strukturelle Arbeitslosigkeit dürfte zunehmen, da manche Jobs, etwa in der Finanzbranche und bei den Autobauern, für immer wegfallen (ohne dass ausreichend viel neue an anderer Stelle entstehen).

– Es ist davon auszugehen, dass diesmal, noch mehr als in früheren Krisen, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückgefahren werden. Da gleichzeitig die durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche sinken dürfte – Stichwort Kurzarbeit -, vermindert sich die Wachstumsrate der sogenannten Faktorproduktivität, die neben der Zuwachsrate der Erwerbsbevölkerung entscheidend dafür ist, wie stark das potentielle reale BIP wächst.

– Zudem kann es einen negativen außenwirtschaftlichen Effekt geben: Wenn die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital nicht vollkommen mobil sind, wovon auszugehen ist, führt der krisenbedingte Verlust von Exportmärkten zu einem dauerhaften Verlust von Arbeitsplätzen und Fabriken.

Keine Frage, es handelt sich hier nicht um Schwarzmalerei, sondern um ein realistisches Szenarium. Was ist zu tun? Am dringendsten ist eine rasche und gründliche Sanierung des Bankensektors, damit die Kreditvergabe wieder in Schwung kommt. Keine zusätzlichen Investitionen ohne geliehenes Geld! Seit Beginn des Jahres ist die Kreditvergabe in Deutschland ebenso wie im Euroland insgesamt saisonbereinigt leicht rückläufig. Strenge Mahnungen von Seiten der EZB, der Kanzlerin oder des Finanzministers helfen da wenig. Es geht den Banken nämlich vor allem darum, ihre Bilanzen wieder in Ordnung zu bringen – sie enthalten immer noch zu viel überwerteten Schrott, nicht nur amerikanischer Provenienz, und die schwache Konjunktur tut ihr Übriges für die Qualität der Aktiva. Die Banken wollen nicht Kredite vergeben, sondern vielmehr ihr Kreditvolumen herunterfahren, damit es wieder zu ihrem durch Verluste geschrumpften Eigenkapital passt.

Der “Bad Bank”-Plan der Bundesregierung ist gerade mal halbherzig. Die saubere Lösung besteht in einer vorübergehenden, leider vielleicht auch längeren Verstaatlichung der Banken – das würde die Solvenzproblematik und die Frage des Eigenkapitals auf einen Schlag lösen. Allerdings müsste der Staat massiv in die Geschäftspolitik eingreifen, also unprofitable Bereiche schließen, Mitarbeiter in großem Stil entlassen, einschließlich vieler Manager, auf Fusionen drängen, wo es dem Wettbewerb nicht schadet, und die Gehaltsstrukturen und Bonisysteme an die neuen Gegebenheiten anpassen. (Wie wäre es mit Angestelltengehältern à la öffentlicher Dienst? Banking ist kein geistig anspruchsvolles Hexenwerk und rechtfertig daher nicht die bislang üblichen Prämien.) Und dann die solcherart geschrumpften Banken privatisieren!

Ebenso wichtig ist, dass der Staat alles tun muss, damit die Ausgaben für Forschung und Entwicklung nicht schrumpfen. Sie müssten sogar trotz der katastrophalen Haushaltslage durch direkte und indirekte Subventionen gesteigert werden, denn auf die Qualität und Quantität des Humankapitals kommt es an beim Übergang zur Wirtschaftsstruktur der Zukunft. Wir brauchen noch mehr als bisher wissensintensive Arbeitsplätze. Wie wäre es, Frau Merkel, wenn Sie sich mal zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder vornähmen, dass die beste deutsche Universität innerhalb der nächsten zehn Jahre in der internationalen Rangliste auf Platz 20 vorrückt, von Platz 55 heute (Uni München)? Und dass die nächsten neun alle unter den 50 besten sind! Das ist mindestens ebenso wichtig, wie für eine sauberere Umwelt zu kämpfen.

Schließlich: So ungern ich es als Anhänger flexibler Wechselkurse tue, plädiere ich doch dafür, nicht jedwede Aufwertung des Euro hinzunehmen. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit darf nicht zu sehr unter einem überteuerten Euro leiden. Ich schätze, dass die Schmerzgrenze für Deutschland und die übrigen Länder des Euroraums bei 1,6 Dollar liegt. Sollte der Euro weiter zulegen wollen, müsste unbegrenzt interveniert werden. Bei Deflation macht das nicht viel, ist sogar nützlich, und wie wir gerade von Herrn Bernanke gelernt haben (nicht dass wir das nicht ohnehin gewusst hätten), verfügt die Notenbank über genügend Instrumente, mit denen sich die Inflation bekämpfen lässt. Remember: Nach der Weltwirtschaftskrise gab es das Festkurssystem von Bretton Woods, das uns dreißig Jahre Wohlstand und stabile Preise beschert hat, les trentes glorieuses (ich verkürze die Argumentation ein bisschen zu stark, ich weiß). Der Dollar müsste ja nicht wieder die Leitwährung sein!

Leser-Kommentare
  1. 33.

    @WIHE (# 31)

    Ihr Optimismus in Ehren, aber alle uns zur Verfügung stehenden Daten sind grundsätzlich Vergangenheitsdaten und in einem turbulenten Umfeld schwer richtig zu interpretieren. Was also macht Sie so sicher, dass die Konjunkturpakete den Aufschwung bewirken werden und dann – sofern ich sie nicht falsch interpretiere – quasi alles wieder in Ordnung kommt? Halten Sie es für unwahrscheinlich, dass wir gegenwärtig schlicht ein Billionen Dollar schweres Strohfeuer erleben – einen gekauften Mini-Aufschwung? Mit so viel Geld bekommt man schon ein ganz ordentliches Feuerchen hin.

    Und: In Japan und in Deutschland stehen Wahlen an, in Großbritannien früher oder später ebenfalls und, nur um ein Beispiel zu nennen, auch Obama braucht dringend Erfolge. Vor einem solchen Hintergrund wird gerne einiges schöner dargestellt und ausgelegt als es in Wirklichkeit ist. Denken Sie dabei auch Russland und an China. Und Sie wissen ja vermutlich auch, welche Weisheit Statistiker hinsichtlich der Aussagekraft von Statistiken geprägt haben.

    Es ist m. E. unglücklich, dass Politiker in dieser Situation scheinbar nach jedem Strohhalm greifen und die Bärenrally als Bestätigung für die Konjunkturwende ausrufen. Das ist das falsche Zeichen für die Finanzmarktakteure, die so weiter machen wollen wie vor der Krise. Herr Wermuth hat es ja gesagt: Es ist kaum zu verstehen, warum die Aktienkurse derart steigen.

    Gruß
    Stefan L. Eichner

    Antworten

    • 28. Juli 2009 um 08:44 Uhr
    • Stefan L. Eichner
  2. 34.

    @Lemming (#27)

    Ich möchte den Blick auf qualitatives Wachstum lenken.
    Ich halte es für eine gute Idee, wenn man den Menschen wieder ins Zentrum rückt und Innovationen, die ein am Menschen orientiertes qualitatives Wachstum zum Ziel haben, betreibt. Dort sehe ich ein ungeheures Potential.
    Dort wäre der Wachstumsschock zu überwinden.

    Warum ein sich angeblich selbstregulierendes System eine solche Möglichkeit nicht erkennt oder sich sogar explizit verweigert ist eine andere Frage.
    Die von Ihnen genannten Perversionen deuten da tatsächlich in eine bestimmte Richtung. Und auch die angesprochenen Konzentrationsprozesse, die Wettbewerb und wahre Innovationen zu untergraben
    suchen sind ein starkes Indiz. Aber wie geht man ein
    derartiges Problem als überzeugter Demokrat in einer demokratisch verfassten Gesellschaft an?

    Gruss,

    Georg Trappe

    Antworten

    • 28. Juli 2009 um 11:30 Uhr
    • Georg Trappe
  3. 35.

    @ Stefan L. Eichner (#26)

    Das Unternehmen wurde 1939 in einer legendären Garage gegründet. Die Entwicklungen, Transformationen und Anpassungen, die dieses Unternehmen bis heute vollzogen hat, unterstützen Ihren evolutionären Ansatz in Bezug auf Unternehmensentwicklung und Wettbewerb beispielhaft. Leider nicht nur im Guten. Die Aquisition von Compaq z.B. widersprach den Prinzipien der Gründer vollkommen. Es gäbe noch weitere Beispiele dafür, das Übergänge von erschliessend zu verteidigend tatsächlich stattfinden. Das Schumpeters Differenzierung von und wahren Unternehmern zutreffend und berechtigt ist.
    Das der Kartellbildung entschieden entgegen getreten werden muss, wenn man ein gesundes, qualitatives Wachstum wünscht. Das Konzentrations- und Konsolidierungsprozesse auch kritisch zu betrachten sind.
    Das eine Monokultur des Denkens in Bezug auf Wirtschaft, die über die Eliteschulen ihre Verbreitung gefunden hat, brandgefährlich ist.

    Grüsse,

    Georg Trappe

    Antworten

    • 28. Juli 2009 um 12:48 Uhr
    • Georg Trappe
  4. 36.

    @georg trappe
    Ich sehe, wir haben gemeinsame Probleme, aber keine gemeinsame Lösung:
    Warum ein sich angeblich selbstregulierendes System eine solche Möglichkeit nicht erkennt oder sich sogar explizit verweigert ist eine andere Frage.
    Diese Frage ist beantwortbar, denn das System reguliert sich nur über einen Parameter. Und der heisst weder “Mensch” noch “Qualität”. Diese Art von Regulierung funktioniert nur quantitativ.
    Die von Ihnen genannten Perversionen deuten da tatsächlich in eine bestimmte Richtung. Und auch die angesprochenen Konzentrationsprozesse, die Wettbewerb und wahre Innovationen zu untergraben
    suchen sind ein starkes Indiz. Aber wie geht man ein
    derartiges Problem als überzeugter Demokrat in einer demokratisch verfassten Gesellschaft an?

    Das weiss ich leider auch nicht. Ich bin zwar auch überzeugter Demokrat, aber nicht mehr so ganz davon überzeugt, wirklich in einer demokratisch verfassten Gesellschaft zu leben. Vielmehr scheint hier der obige Quantitätsfaktor das Regime zu führen. Von oben bis unten, zum gemeinsamen Verderben. Man müsste, als ersten Schritt, das, was wir “qualitativ” nennen, irgendwie messbar, prüfbar, bewertbar machen. Andererseits scheint mir das wieder ein Rückfall in manipulierbare Maßstäbe von Quantitäten. Also schlicht und dumm: Ich weiss es eben auch nicht. Vermute aber, dass gerade diese Ratlosigkeit ein Fundament des Geschehens ist, das wir eben nur zur Kenntnis nehmen müssen, weil und solange wir keine Alternative plausibel machen können.

    gruss, lemming

    Antworten

    • 29. Juli 2009 um 00:00 Uhr
    • lemming
  5. 37.

    @Dieter Wermuth #30

    bezüglich:

    “Manchmal denke ich, der Dollar ist trotz der (bis vor kurzem) riesigen Leistungsbilanzdefizite und – jetzt – der Haushaltsdefizite so stark, weil die Anleger sehen, dass die US-Wirtschaft im Kern sehr gesund ist. Warum? Weil die Unternehmen so unglaublich kreativ sind.”

    kann ich Ihnen nicht zustimmen, da ich Gelegeheit bekam, einen Wechsel von deutschem auf angelsächsisches Management zu verfolgen. Sicher sind Amis üblicherweise privat ganz nett. Aber alles andere….

    Von langfristigem, kreativen Denken konnte ich ich keine Spur entdecken. Im Gegenteil. Kurzfristig Gewinne rauschlagen und von Quartal zu Quartal die Zahlen und Bonusse optimieren. Bis der Schwindel aufflog und innerhalb eines Tages der bereits um 80% gefallene Börsenkurs nochmal um 2/3 nachgab.

    Auch die hohe amerikanische Personalfluktuation kann ich nicht als Zeichen von Kreativität sehen. Als kreativ erachte ich vor allem etwa deutsche Mittelständler, bei denen im Team loyal mindestens mittelfristig zusammengearbeitet wird und wirkliche Wunder geschafft werden. Dort werden wirkliche Innovationen und hochkomplexe Produkte geschaffen, die unsere Welt nachhaltig verändern. Die Produkte etwa von Zeiss oder KSB (eigentlich schon fast zu groß, aber eben relativ allgemein bekannt) verändern langfristig die Welt und werden trotz Schwankungen aufgrund Ihrer Alleinstellungsmerkmale immer nachgefragt. Solange ein Land eine breite heterogene Basis aus solchen Firmen besitzt, kann eigentlich nichts wirklich schief gehen. Auch globale Wachstumsschocks gehen dort relativ folgenlos vorbei. Was tun dagegen Unternehmen wie Wal-Mart, Coca Cola oder Starbucks für den langfristigen Wohlstand? Wo sind denn (außer einigen Ausnahmen wie Apple etc. ) die kreativen amerikanischen Firmen? Die Zahl qualifizierter Ingeneure hat dort ständig abgenommen. Bin nicht sicher, ob der Dreamliner von Boing jemals starten wird und ob GM et al in 5 Jahren noch amerikanische Autos bauen werden.

    MfG

    Antworten

    • 4. August 2009 um 23:29 Uhr
    • PS
  6. 38.

    @ PS (# 37)

    Aus diesem Grund finde ich es aberwitzig, dass sich die deutsche Wirtschaftspolitik seit vier Dekaden so sehr darum bemüht, amerikanische Verhältnisse zu schaffen und der Mittelstand – auch aktuell – so stiefmütterlich behandelt wird. Es wird nicht gesehen, dass es wachstumspolitisch und auch im Hinblick auf Beschäftigungsziele viel mehr Sinn machen würde, den dynamischen Mittelstand zu fördern anstatt vor sich hin dümpelnde Großunternehmen um jeden Preis am Leben zu erhalten.

    In der Politik wird ja gerade wieder mal von Industriepolitik gesprochen. Ich kann allerdings nicht erkennen, ob diejenigen, die diesen Begriff verwenden, auch wissen, was genau sich dahinter verbirgt und unter welchen Voraussetzungen eine solche Politik zu Wachstum und Beschäftigung beitragen kann. Klassische Industriepolitik, das sei hier einmal der Ordnung halber gesagt, fokussiert jedenfalls die „National Champions“, keineswegs den Mittelstand.

    Gruß
    SLE

    Antworten

  7. 39.

    @ PS

    So kann es natürlich auch sehen. Aber denken Sie an andere Firmen, wie ebay, Google, Apple, Amazon, Bloomberg, Oracle, oder die Pharmaunternehmen. Auch finde ich, dass Firmen wie Coca und Pepsi Cola, GE, McDonalds, Exxon, Proctor&Gamble durchaus langfristige Strategien haben. Schon richtig, dass wir dazu tendieren, unser Licht unter den Scheffel zu stellen. Das ist aber manchmal auch nützlich, weil es den Druck aufrecht erhält, die Qualität unserer Ausbildung und Forschung zu verbessern.

    Gruß, DW

    Antworten

    • 7. August 2009 um 10:30 Uhr
    • Dieter Wermuth
  8. 40.

    @ Dieter Wermuth

    Eine erschöpfende, präzise Beurteilung der Wirtschaftskraft der USA inclusive Prognose wäre sicher Thema einer (anspruchsvollen) Doktorarbeit. Deshalb möchte ich nur einige Schlagworte aufführen.

    - Der riesige politische und wirtschaftlich einheitliche Binnenraum der USA, sowie die großen natürlichen Resourcen sind natürlich ein riesiger Vorteil.

    - Die globalen Unternehmen, die sie aufführen, sind natürlich sehr bedeutend. Aber ist es von so großer Wichtigkeit, wo sich der offizielle Firmensitz globaler Firmen befindet? Sind auch die wirklich wichtigen Standorte, die Alleinstellungsmerkmale besitzen, in den USA? Bleibt das Know dieser Firmen auf Jahrzehnte hinaus dort?

    - Viele dieser Unternehmen (ebay, google, Amazon, Blomberg, Coca, Pepsi, McDonalds) sind Dienstleistungsfirmen, die eigentlich nicht wirklich und langfristig investieren müssen. In diesen Bereichen ist die amerikanische Hauruck Mentalität wahrscheinlich von Vorteil. Aber was ist wirklich unersetzbar an diesen Produkten? Denn wer Unersetzbares anbieten kann, der ist stark. Austauschbare Massenware, wie von diesen Firmen angeboten, gibt meines Erachtens einem Land keine wirklich starke Position.

    - Die Infrastruktur der USA (dazu zähle ich auch das Bildungssystem) war früher wohl einzigartig. Aber nach meinem Überglick verschiebt sich seit langer Zeit der Vergleich zu Ungunsten der USA. Heute ist diese doch nicht mehr einzigartig.

    Mit freundlichen Grüßen
    PS

    - Amerikaner selbst sagten mir, dass

    Antworten

    • 13. August 2009 um 23:31 Uhr
    • PS
  9. Kommentar zum Thema

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