Die nächste Rezession könnte vor der Tür stehen – viel zu früh für die EZB

Ich denke manchmal, dass die ständige Reduzierung der Wachstumsprognosen durch den Internationalen Währungsfonds, den Sachverständigenrat oder die OECD ein Frühindikator für die nächste Rezession sein könnte. Eine echte Rezession wird ja bekanntlich nur höchst selten, wenn überhaupt, von solchen Institutionen vorhergesagt. Die EU-Kommission erwartet für das reale BIP Eurolands Zuwachsraten von 1,9 Prozent im nächsten Jahr, und 1,7 Prozent im Jahr 2020. Das ist weniger als in den Vorjahren, sieht aber nicht nach einer Rezession aus. Das hat nicht viel zu bedeuten: Rezessionen werden immer erst im Nachhinein zugegeben.
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Der US-Dollar als Leitwährung – alternativlos?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Die Bedeutung der USA für die Weltwirtschaft nimmt schon seit längerem ab; die Bedeutung Chinas nimmt dagegen weiter zu. Dennoch erfüllt der US-Dollar noch immer die Rolle der Weltleitwährung, auch wenn dies angesichts des amerikanischen Protektionismus zunehmend kritisch hinterfragt wird. Die Zentralbanken halten ihre Währungsreserven vor allem in US-Dollar und der internationale Zahlungsverkehr und globale Finanztransaktionen werden zu großen Teilen in US-Dollar vorgenommen. Für die USA gibt es große Anreize, die Stellung des Dollar als Leitwährung zu halten und sich die damit verbundenen Vorteile zu sichern. Nicht zuletzt erleichtert die Leitwährung den USA auch die Überwachung und Durchsetzung von Sanktionen. Können andere Währungen, wie der Euro oder Chinas Renminbi, dem Dollar die Leitwährungsfunktion streitig machen? Die sechs Autoren des Zeitgesprächs der Oktober-Ausgabe des Wirtschaftsdienst gehen dieser Frage nach.
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Euroland spart sich arm

Aus amerikanischer Sicht sind die Bürger der Währungsunion ziemlich arm. Zum jetzigen Euro-Wechselkurs von 1,14 Dollar dürfte das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in diesem Jahr bei 34.000 Euro liegen, verglichen mit 55.000 Euro in den USA. Das sind nur 62 Prozent des US-Wertes. Außerdem wächst die amerikanische Wirtschaft neuerdings deutlich rascher, und die Arbeitslosenquote ist auf 3,7 Prozent gefallen, während es im Euroraum immer noch 8,1 Prozent sind. Daher kann die Fed weiter die Leitzinsen erhöhen und so die Geldpolitik normalisieren, während sich die EZB das angesichts einer Kerninflationsrate von nur 1,1 Prozent und des mickrigen Wirtschaftswachstums auf absehbare Zeit nicht leisten kann. Europa bewegt sich in Richtung wirtschaftlicher Irrelevanz, meinen vor allem angelsächsische Medien und Wirtschaftswissenschaftler. Die Geschicke der Weltwirtschaft werden von den USA und China bestimmt.
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Italiens Wirtschaft muss wieder wachsen

Was soll die Aufregung über Italien? Die EU-Kommission, fast alle Medien und fast alle institutionellen Volkswirte sind sich einig, dass das Land dabei ist, eine verantwortungslose Finanzpolitik zu betreiben, nämlich 2019 ein staatliches Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent des BIP zuzulassen – statt es, wie versprochen, auf 0,8 Prozent zu reduzieren. Angesichts einer gewaltigen Outputlücke und einer Arbeitslosenquote von fast zehn Prozent ist ein Defizit von 2,4 Prozent immer noch äußerst gering, um das einmal klarzustellen. Im Grunde setzt die neue Regierung damit die restriktive Finanzpolitik der vergangenen Jahre fort. Ob das den Parteichefs di Maio und Salvini klar ist?
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Weniger Leistungsbilanzüberschüsse, mehr Wohlstand

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Die hohen deutschen Leistungsbilanzüberschüsse werden nicht erst seit Donald Trump scharf kritisiert. Auch die europäischen Nachbarn, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Kommission rufen Deutschland dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu reduzieren. Fabian Lindner, Sabine Stephan und Rudolf Zwiener vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) zeigen in der September-Ausgabe des Wirtschaftsdienst, wie es mit einer geeigneten Wirtschaftspolitik gelingen kann, die Außenhandelsüberschüsse abzubauen und gleichzeitig positive Effekte auf Wachstum und Beschäftigung zu erzielen und die Schuldenquote des Staates zu senken.
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Immer mehr Jobs ohne gesellschaftlichen Nutzen

Adair Turner, der Chef des New Yorker Institute for New Economic Thinking, hat vor einigen Tagen in einem Blogpost bei Project Syndicate die These vertreten, dass immer mehr Menschen in Nullsummenjobs landen. Das sind Jobs, auf die eine Volkswirtschaft leicht verzichten kann, selbst wenn die solcherart Beschäftigten nichts gegen diese Art der Arbeit haben oder sie sogar toll finden. Niemandem außer den unmittelbar Betroffenen würde etwas fehlen, wenn es diese Jobs eines Tages nicht mehr gäbe.
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Lehman-Pleite – zehn Jahre danach

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 löste eine globale Finanzkrise aus. Diese kann als außergewöhnliches Ereignis interpretiert werden, aber auch als eine Krise des Systems. Mittlerweile wurden die Banken stärker reguliert (Basel III), beibehalten wurde aber die bevorzugte Behandlung von Staatspapieren bei der Eigenkapitalunterlegung. Fraglich ist, ob die globale Finanzmarktstabilität nachhaltig gestärkt ist und die Finanzmärkte Schocks widerstehen können. Im aktuellen Zeitgespräch der August-Ausgabe des Wirtschaftsdienst setzen sich Martin Hellwig, Jochen Zimmermann, Mechthild Schrooten, Hans-Peter Burghof und Stephan Schulmeister mit diesem Fragenkomplex auseinander.
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Investment Outlook: starker Gegenwind

Noch expandiert die Weltwirtschaft kräftig, aber die Risiken haben zugenommen – durch die Zinserhöhungen der Fed, die in Argentinien, der Türkei und anderen Schwellenländern eine Schuldenkrise ausgelöst haben, sowie durch den eskalierenden Handelskrieg, der auf die Stimmung von Verbrauchern und Unternehmen schlägt und eine globale Rezession auslösen könnte.
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