Brexit für deutschen Arbeitsmarkt zu verkraften

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Unternehmen in Deutschland sind auf unterschiedliche Weise wirtschaftlich mit dem Vereinigten Königreich verflochten und der Brexit wird sich vermutlich auf deren Personalbedarf auswirken. Gleichzeitig wird mit dem Austritt aus der EU die britische Zuwanderungspolitik restriktiver, was nicht ohne Effekte auf die Wanderungsströme von Arbeitskräften innerhalb der EU bleiben wird. Wie wirkt sich beides auf den deutschen Arbeitsmarkt aus? In der Oktober-Ausgabe des Wirtschaftsdienst analysieren Mario Bossler, Johann Fuchs und Alexander Kubis vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zusammen mit Lutz Schneider von der Hochschule Coburg die möglichen Folgen des Brexit für das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage in Deutschland.
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Mindestbesteuerung multinationaler Unternehmen in Sicht

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Ein System, um multinationale Unternehmen international effektiv zu besteuern, soll bis Ende 2020 ausverhandelt werden. Die Chancen auf einen Erfolg stehen nicht schlecht, meinen Johannes Becker und Joachim Englisch. In der September-Ausgabe des Wirtschaftsdienst skizzieren die beiden Finanzwissenschaftler aus Münster die Hintergründe und den Fortschritt der Verhandlungen und geben einen Ausblick darauf, wie das System ausgestaltet sein könnte.
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Bonds sind viel zu teuer

Zurzeit befinden sich die Zinskurven von zwölf oder 13 europäischen Ländern sowie von Japan im negativen Bereich, vom Tagesgeld bis zu den Renditen zehnjähriger Staatsanleihen. Die Märkte haben den Kontakt zu den Faktoren verloren, die normalerweise darüber entscheiden, wie hoch die Zinsen sind. Das sind vor allem die längerfristigen Inflationserwartungen, die Trendrate der Produktivität oder des realen Sozialprodukts und eine Prämie für das Risiko, dass Inflation oder Leitzinsen irgendwann von heute bis zur Fälligkeit stark ansteigen, oder dass der Emittent Zahlungsprobleme bekommt. Nach dieser Faustformel, ergibt sich für zehnjährige Bundesanleihen ein „normaler“ Zins von 2,2 Prozent. Am Markt werden diese Papiere aber mit einer Rendite von -0,6 Prozent gehandelt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals eine so große Diskrepanz gegeben hat.
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Ein Zukunftsfonds für Deutschland?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: In Zeiten wachsender Herausforderungen für die öffentlichen Haushalte, die sich aus den Zukunftsaufgaben, wie Alterssicherung, Modernisierung der Infrastruktur, ökologische Transformation oder Klimapolitik ergeben, stellt sich verstärkt die Frage nach deren Finanzierung. Mit Blick auf die Erfolgsgeschichte des norwegischen Staatsfonds wird auch in Deutschland über einen staatlichen Fonds als alternatives Finanzierungsinstrument nachgedacht, um die Bonität des deutschen Staats zu nutzen. Die Vorschläge, aus welchen Mitteln ein solcher Fonds gespeist werden soll, reichen von der öffentlichen Kreditaufnahme über Steuern bis zu privaten Beteiligungen. Im Zeitgespräch der August-Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren die Autoren die Möglichkeiten und die Zweckmäßigkeit eines Staatsfonds für Deutschland.
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Blase am Bondmarkt wird platzen – nur eine Frage der Zeit

Keine Frage, ich gehöre zu den Ahnungslosen, die sich bis vor wenigen Jahren nicht vorstellen konnten, dass die gesamte deutsche Zinskurve, vom Tagesgeld bis zu 30-jährigen Bundesanleihen, einmal dauerhaft unterhalb von Null liegen würde. Das hatte es in den vergangenen 40 Jahren nie gegeben, noch nicht einmal bei den realen, also den inflationsbereinigten Zinsen.

Graqfik: kurzfristige Zinsen und Bondrenditen in Deutschland (seit 1975)
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Was eine CO2-Steuer bringt

Die CO2-Steuer kommt. National wächst zusehends der Druck auf die Politik, entschlossener gegen die Emission von Treibhausgasen vorzugehen. Es ist ein internationaler Trend: Weltbank und
Internationaler Währungsfonds
sowie mehr als 3.500 amerikanische Ökonomen haben kürzlich eine solche Steuer gefordert. 26 Länder haben sie bereits eingeführt – fast niemand scheint mehr dagegen zu sein.

Wie hoch aber sollte sie sein? Die einfache, aber operational nicht befriedigende Antwort lautet: so hoch, dass sich die Menge an CO2, die jährlich, vorwiegend durch Verbrennungsprozesse, freigesetzt wird, gemäß den politischen Zielvorgaben vermindert. Dazu müssen die Preise für fossile Brennstoffe fühlbar steigen. So viel ist klar, aber wo liegt das Einstiegsniveau?
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Rezession und überbewertete Aktien – ein gefährlicher Mix

Bisher ist der Rückschlag am deutschen Aktienmarkt zwar heftig, nämlich etwa fünf Prozent vom letzten Hoch Anfang Juli, aber im Vergleich zu manchen Crashs der Vergangenheit noch nicht besonders groß. Auf der folgenden Grafik lässt er sich praktisch nicht erkennen. Die Marktkorrekturen der Jahre 2018, 2015, 2011, 2008 oder März 2000 bis März 2003 waren jeweils um Einiges größer. Jedoch haben wir es diesmal, wie 2008, gleichzeitig mit einer Rezession zu tun, also wahrscheinlich mit einem starken Rückgang der Gewinne sowie demnächst auch mit Kürzungen der Dividenden. Es wird diesmal nicht leicht fallen, Gründe für eine rasche Erholung der Kurse zu finden.

Grafik: Aktienmärkte und Rezessionen
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Draghi erwartet keine Rezession, hat aber Angst davor

Offenbar haben wir es für die Wirtschaftspolitiker nur dann mit einer Rezession zu tun, wenn die Zuwachsrate des realen BIP im Vorjahresvergleich ein negatives Vorzeichen hat. Der Internationale Währungsfonds hat gerade vorhergesagt, dass Euroland in diesem und nächsten Jahr um 1,3 Prozent und 1,6 Prozent expandieren wird (Deutschland um 0,7 Prozent und 1,7 Prozent). Das deckt sich vermutlich mit den internen Prognosen der EZB. Danach haben wir es lediglich mit etwas schwächerem Wachstum zu tun. Gegen eine Rezession sprächen die nach wie vor rasche Zunahme der Beschäftigung – zuletzt 1,3 Prozent im Vorjahresvergleich, auf 160 Mio Erwerbstätige – , der kräftige Anstieg des durchschnittlichen Haushaltsvermögens infolge steigender Immobilienpreise, Aktienkurse und Bondpreise, die robuste Baunachfrage und der stabile Dienstleistungssektor, sowie die neuerdings leicht expansive Fiskalpolitik. Ein Problem, so Draghi am Donnerstag, gäbe es in Ländern wie Deutschland und Italien, in denen das verarbeitende Gewerbe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Hier habe man es aber mit einem „idiosynkratischen Schock“ zu tun, als Folge der Sonderfaktoren „Trump“ und „Brexit“, die den internationalen Handel und die Unternehmensinvestitionen beeinträchtigen.
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Wachstum vs. Umwelt – ein unlösbarer Konflikt?

Logo: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für WirtschaftspolitikExklusiv aus dem Wirtschaftsdienst: Der ersten Bericht an den Club of Rome 1972 hat eine breite öffentliche Diskussion zur Frage nach den ökologischen Grenzen des wirtschaftlichen Wachstums und damit nach möglichen Alternativen zum vorherrschenden Wirtschaftsmodell angestoßen, die bis heute andauert. Mit der Post-Wachstumsökonomie, der Gemeinwohlökonomie und dem grünen Wachstum diskutiert Thomas Döring von der Hochschule Darmstadt in der Juli-Ausgabe des Wirtschaftsdienst drei neuere wachstumskritische Ansätze, die aus unterschiedlicher Perspektive unterschiedliche Antworten auf den Zielkonflikt zwischen Wachstum und Erhalt der Umwelt finden.
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Deutsches BIP wird erneut zurückgehen

Wie die Auftragseingänge so die Industrieproduktion – so das reale BIP! Obwohl das verarbeitende Gewerbe nur noch 23 Prozent zur Wertschöpfung beisteuert, nach 30 Prozent vor der Wiedervereinigung, und die Dienstleistungen entsprechend zugelegt haben, gilt diese Faustformel immer noch. Darauf hat gerade Klaus Borger von der volkswirtschaftlichen Abteilung der KfW hingewiesen (KfW Research Nr. 180, 10. Juli). Die Abläufe sind in diesem Konjunkturzyklus bisher so, wie sie eigentlich immer waren, und das bedeutet mit einiger Sicherheit, dass das reale BIP in mindestens zwei der kommenden Quartale gegenüber dem jeweiligen Vorquartal zurückgehen wird. Die Outputlücke vergrößert sich. Ich muss sagen, dass ich damit bis vor Kurzem nicht gerechnet hatte. Weiter„Deutsches BIP wird erneut zurückgehen“