So funktioniert Kapitalismus

Ungleichheit in den USA: It’s politics, stupid!

Von 10. September 2009 um 19:54 Uhr

“It’s the economy, stupid” (“Es ist die Wirtschaft, Dummy!”) war 1992 der Wahlkampfslogan Bill Clintons, mit dem er Anfang der 90er Jahre den glücklosen Präsidenten George Bush aus dem Amt jagte. Mit dem Spruch lag er genau richtig: Ob die Wirtschaft gut läuft, entscheidet in den USA über Erfolg oder Scheitern eines Präsidenten. Aber dass sie gut läuft, liegt auch in seiner Hand. US-Präsidenten haben einen großen Einfluss darauf, wie stark die Wirtschaft wächst – und darauf, wer die Früchte des Wachstums erntet.

Der amerikanische Politologe Larry Bartels weist in seinem Buch “Unequal Democracy” nach, dass gerade die Einkommensverteilung ganz wesentlich von der Politik bestimmt wird. Demnach ist die Parteizugehörigkeit des Mannes im Weißen Haus wichtiger für die Entstehung von Ungleichheit als Globalisierung oder technischer Wandel – also die Faktoren, mit denen Ökonomen normalerweise das zunehmende Auseinanderklaffen der Einkommen erklären.

Bartels zeigt zu Anfang seines Buches, dass der Abstand zwischen Arm und Reich in den USA besonders in den letzten dreißig Jahren krass angestiegen ist. Wie auch Dieter Wermuth hier im Blog neulich geschrieben hatte, hat die Einkommensungleichheit in den USA mittlerweile Ausmaße wie in der Dritten Welt angenommen. Nach einem Vergleich der Entwicklung der Einkommensverteilung unter republikanischen und demokratischen Präsidenten seit 1945 findet Bartels die dafür Schuldigen: Die republikanischen Präsidenten. Unter ihnen ist der Unterschied zwischen den unteren und mittleren Einkommen und den sehr hohen Einkommen stets gestiegen. Unter demokratischen Präsidenten sind die Einkommensunterschiede gleich geblieben oder sogar gefallen.

Das Erstaunliche daran: Bartels findet diesen Zusammenhang bei den Markt-Einkommen, also den Einkommen, die Amerikaner vor der Umverteilung durch Steuersystem und Wohlfahrtsstaat erwirtschaften. Damit erklärt sich die steigende Ungleichheit in den USA nicht durch Unterschiede in der Umverteilung durch Demokraten und Republikaner.

Bartels zeigt, dass es vor allem die Wachstumspolitik war, bei der sich Demokraten und Republikaner voneinander unterscheiden – und dass sich dieser Unterschied in der Einkommensverteilung niederschlägt. Demokratische Präsidenten haben es geschafft, das Wirtschaftswachstum so anzuheizen, dass bei ihnen die Beschäftigung regelmäßig stärker gestiegen ist als unter republikanischen Präsidenten. Die sorgen sich nämlich mehr um Inflation als um Wachstum und Beschäftigung und treten bei Preissteigerungstendenzen eher auf die Wachstumsbremse.

So zeigt sich zumindest bei den US-Demokraten, dass das Vorurteil nicht zutrifft, Linke würden den Kuchen immer nur umverteilen, aber nicht größer machen. Tatsächlich haben es demokratische Präsidenten geschafft, nicht nur einen größeren Kuchen zu backen sondern diesen auch gerechter aufzuteilen. Denn das stärkere Wachstum der Demokraten führt auch zu geringerer Arbeitslosigkeit – und die ist entscheidend für die Einkommensverteilung.

Wenn weniger Menschen arbeitslos sind, steigen besonders untere und mittlere Einkommen. Bei höherer Beschäftigung haben Arbeiter und Angestellte weniger Angst vor Arbeitslosigkeit und können mutiger höhere Löhne fordern; und weil die Unternehmen bei höherem Wachstum ihre Arbeiter brauchen, um die zusätzlichen Aufträge abzuarbeiten, müssen sie die Lohnforderungen auch erfüllen.

Genau umgekehrt ist es, wenn Regierungen aus Inflationsangst – oder weil sie eine andere Einkommensverteilung bevorzugen – das Wachstum drosseln. Die Arbeitslosigkeit steigt dann und die Löhne besonders der Armen und der Mittelschicht stagnieren oder fallen.

Die Frage aller Fragen ist dann natürlich, warum gerade Arme und Mittelschichten immer wieder republikanische Präsidenten wählen, wenn gar nicht sie, sondern vor allem die Reichen von dieser Politik profitieren. Eine häufig vertretene These ist, dass bei vielen Amerikanern mit geringen Einkommen die Wahlentscheidung nicht so sehr von der eigenen Einkommenssituation abhängt, sondern die Kulturkämpfe um Abtreibung, Religion, die Rechte Homosexueller oder den Waffenbesitz letztendlich den Ausschlag geben. Dass der konservative Red-Neck, der zwar arm ist, aber mit der Bibel in der Hand für sein Recht eine Waffe zu tragen kämpft, eben republikanisch wählt.

Bartels prüft diese These genau und kommt nach eingehender Analyse von Umfragen und Wahlergebnissen zum Schluss, dass der Kulturkampf keine Präsidentenwahlen entscheidet. Im Gegenteil: Gerade Arme und die Mittelschicht geben bei Umfragen an, dass ökonomische Themen wie das Wachstum der Einkommen wahlentscheidend ist.

Darüber hinaus ist die Zustimmung zu den Demokraten unter der Arbeiterschicht seit 1945 relativ konstant geblieben oder sogar gestiegen – während sich vor allem Reiche zunehmend mit der republikanischen Partei identifizieren. Es waren also nicht die uns so merkwürdig vorkommenden Kulturkämpfe, die zur Wahl von so vielen republikanischen Präsidenten nach 1945 geführt haben. Es ist – frei nach Marx – nicht das falsche Bewusstsein, dass die Menschen republikanisch wählen lässt.

Die Gründe für die republikanische Erfolge sind subtiler, schreibt Bartels: Republikaner verstehen es, von der Kurzsichtigkeit der Wähler zu profitieren und von den Wahlspenden derer, die durch republikanische Politik reicher geworden sind. Dabei bleibt gültig, dass sich Wähler bei der Wahl dafür interessieren, wie sich ihre Einkommen unter dem aktuellen Präsidenten entwickelt haben.

Der Haken dabei ist, dass die Wähler Einkommenssteigerungen und Politik nur im Wahljahr miteinander in Verbindung bringen. Ist ihr Einkommen vielleicht im zweiten oder dritten Jahr einer Präsidentschaft gestiegen, rechnen sie das nicht dem Präsidenten im Amt zu. Allein Einkommenszuwächse im vierten Jahr – dem Wahljahr – sind für die Stimmabgabe entscheidend.

Und bei Wachstum und Einkommenszuwächsen im Wahljahr scheinen sich die Republikaner offenbar schlauer anzustellen als die Demokraten. Denn während in den ersten Jahren einer republikanischen Präsidentschaft die Einkommen der Armen oft gefallen oder nur sehr leicht gestiegen sind, strengen sich Republikaner im Wahljahr richtig an: Da steigt das Einkommen der Armen viel stärker als bei demokratischen Präsidenten – und die Einkommen der Reichen sowieso. Im Gegensatz dazu haben die Demokraten ihr Einkommenssteigerungsfeuerwerk in den ersten Amtsjahren verbrannt.

Der republikanische Präsident Richard Nixon hat sich dabei besonders geschickt angestellt. Um seine Wiederwahl zu sichern, verfolgte er im Wahljahr 1972 eine extrem expansive Wirtschaftspolitik. Seinen langjährigen politischen Freund und damaligen Zentralbankchef Arthur Burns ließ er munter Geld drucken und die Sozialausgaben wurden mächtig angehoben. Der Erfolg blieb nicht aus. Obwohl die Einkommen vieler Amerikaner in den Jahren zuvor kaum gestiegen waren, wurde Nixon wiedergewählt (Allerdings musste er wenig später wegen des Watergate-Skandals zurücktreten).

Diese Kurzsichtigkeit der Wähler hat republikanischen Präsidenten seit dem zweiten Weltkrieg bei der Wiederwahl klar geholfen, den Demokraten aber geschadet. Und damit die Ungleichheit der Einkommen über die Jahre erhöht.

Zusätzlich haben die Republikaner bei den Wahlkämpfen davon profitiert, dass die während ihrer Regierungszeit noch reicher gewordenen Reichen sich nicht lumpen ließen, und einen Teil ihres Reichtums politisch investierten – bei ihren Wohltätern. Die erhielten seit dem zweiten Weltkrieg stetig höhere Wahlkampfspenden als die Demokraten. Mit gut finanzierten Kampagnen konnten die Republikaner vor allem unentschlossene Wähler auf ihre Seite ziehen – ein Effekt, der auch strengen statistischen Tests standhält.

Überhaupt stützt Bartels alle seine Argumente auf eine Unmenge von Daten und aufwendigen statistischen Tests – das Buch ist kein politischer Essayband. Dadurch ist “Unequal Democracy” nicht immer leicht zu lesen. Aber der Aufwand gibt dem Buch großes Gewicht: Bartels salbadert nicht, sondern überprüft seine Hypothesen genau. Und erklärt damit, dass Politik vielleicht wichtiger für Wachstum und Verteilung ist als die angeblich so mächtigen und von niemandem zu bändigenden Gesetze des Marktes. Glaubt man Bartels, sind der Schlüssel zum massiven Anstieg der Ungleichheit in den USA mitnichten die immer wieder beschworenen ökonomischen Sachzwänge, sondern die Ideologie einer Partei und die Interessen, die sie vertritt.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ich habe es vor einiger Zeit hier schon mal geschrieben und kann es nur wiederholen:
    Ich verstehe nicht, warum gerade Ökonomen, die sich als links betrachten, meist eine inflationäre Geldpolitik favorisieren. Bei Inflation sind die Gekniffenen immer die Kleinsparer, Lohnempfänger und Rentner. Unternehmen und Banken, die mit geliehenem Geld arbeiten gewinnen. Was eine expansive Geldpolitik anrichten kann können wir ja gerade life miterleben.

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    • 10. September 2009 um 22:30 Uhr
    • jmq
  2. 2.

    Überraschend ist eigentlich weniger, dass arme und ungebildete Menschen meist republikanisch und konservativ wählen, sondern vielmehr, dass Milliardäre wie die Kennedys, Bill Gates, Warren Buffett, George Soros und zahllose andere stets links und liberal wählen. Ob das was Sie als “Kurzsichtigkeit der Wähler” bezeichnen lediglich auf die USA beschränkt ist, wird sich schon in vierzehn Tagen bei uns erweisen.

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  3. 3.

    “sondern vielmehr, dass Milliardäre wie die Kennedys, Bill Gates, Warren Buffett, George Soros und zahllose andere stets links und liberal wählen”

    Schön, dass es solche Ausnahmen gibt, aber wie gesagt: Ausnahmen. Schau ich nach Deutschland, schau mir dort die “Eltite” wie Volkswirte, Betriebswirte und Juristen, dann sind die stockkonservativ. Opa hat die Nazis gewählt, Vater seit eh und je die CDU und Sohnemann macht´s genauso. Wenn das Thema Arbeitsmarktpolitik, Hartz IV und dergl. zur Sprache kommt, kommt immer dieselbe Aussage: faules Pack, soll arbeiten, mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, kein Mindestlohn und keine Vermögensteuer. Die sind noch engstirniger als der Opa, der dachte vielleicht noch ansatzweise an die “Volksgemeinschaft”, heutezutage dreht es sich nur noch um das “Ich und wie komm ich persönlich am besten um die Runden – koste es was es wolle”.

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    • 11. September 2009 um 08:37 Uhr
    • Christian Wagner
  4. 4.

    Danke für die Literaturempfehlung und die gelungene Rezension, hört sich richtig spannend an und ist hiermit bestellt.

    Ein gewichtiger Punkt bleibt für mich jedoch vorerst offen.

    Sie schreiben:
    >>>
    Bartels findet diesen Zusammenhang bei den Markt-Einkommen, also den Einkommen, die Amerikaner vor der Umverteilung durch Steuersystem und Wohlfahrtsstaat erwirtschaften. Damit erklärt sich die steigende Ungleichheit in den USA nicht durch Unterschiede in der Umverteilung durch Demokraten und Republikaner.

    Demokratische Präsidenten haben es geschafft, das Wirtschaftswachstum so anzuheizen, dass bei ihnen die Beschäftigung regelmäßig stärker gestiegen ist als unter republikanischen Präsidenten. Die sorgen sich nämlich mehr um Inflation als um Wachstum und Beschäftigung und treten bei Preissteigerungstendenzen eher auf die Wachstumsbremse.
    >>>

    Auf den Nachweis Bartels bin ich jetzt schon gespannt. Expansive Geld- und Fiskalpolitik ist keineswegs eine Domäne der Demokraten.

    Tatsächlich wurde in den USA Angang der 80er Jahre geldpolitisch wegen der hohen Inflationsraten auf die Bremse getreten. Nachdem drei Dekaden lang die Leitzinsen mehr oder weniger kontinuierlich angestiegen waren, fielen sie in der Folgezeit, nach Absinken der Inflationsrate, bis auf das heute herrschende, historisch niedrige Niveau zurück. Auch in der Fiskalpolitik kann ich keine eindeutigen Tendenzen erkennen. Die 70er waren von hohen Inflationsraten geprägt und sowohl Nixon und Ford als auch Carter haben verschiedene Anstrengungen unternommen, die Inflation in den Griff zu bekommen. Carter gilt eigentlich als eher zurückhaltend in der Fiskalpolitik und baute das Haushaltsdefizit sukzessive ab, was aber an den Inflationsraten nichts änderte, während unter Reagan expansive Fiskalpolitik betrieben und von Bush sen. fortgesetzt wurde. Schließlich war es der Demokrat Clinton der sogar einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftete – eine Entwicklung die der Republikaner Bush gründlich veränderte.

    Auch bei Wachstums- und Inflatonsraten kann ich keine Tendenz erkennen. In den 50er unter Eisenhower und in den 60er unter Kennedy und Johnson waren die Inflationsraten durchgängig niedrig, in den 70er durchgängig hoch, nach der drastischen Leitzinserhöhung Anfang der 80er gingen sie relativ schnell zurück und stiegen nur unter Bush sen. nochmal über 5%.

    Alles in allem bin ich mir nicht sicher, ob sich die Bartels These des Zusammenhangs von Markteinkommen i.V. mit Wachstumspolitik und Einkommensverteilung so halten lässt. Ich denke der Umverteilungsfaktor spielt hier eine gewichtigere Rolle als Wachstumspolitik.

    Wie sehen Sie seine These, bzw. können Sie noch näheres über seine Begründung sagen?

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    • 11. September 2009 um 10:50 Uhr
    • Stichwort
  5. 5.

    Damit wäre wohl ein- für allemale zweifelsfrei geklärt, wer die “Guten” und wer die “Bösen” sind. Schön, dass wissenschaftliche Studien nun zweifelsfrei untermauern, dass die Republikaner objektiv die schlechtere Partei sind, wenn man nicht gerade ein steinreicher Manager-Geier ist.

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    • 11. September 2009 um 12:02 Uhr
    • Pyr
  6. 6.

    “Diese Kurzsichtigkeit der Wähler hat republikanischen Präsidenten seit dem zweiten Weltkrieg bei der Wiederwahl klar geholfen, den Demokraten aber geschadet.”

    Das kann man so ausdrücken, wenn man die Schuld gerne bei den Wählern sucht. Man könnte auch sagen: der Betrug und die Manipulationen der Parteien am Volk, führt zu den beobachteten Resultaten. Denn ist es nicht so, dass Reformen angeblich immer eine Weil brauchen um zu wirken? Nun, wenn sie gerade noch rechtzeitig im Wahljahr greifen, warum sollte der Wähler das nicht belohnen. Der Wähler, der die perverse parteipolitische Taktiererei zu durchschauen in der Lage ist, muss erst noch erfunden werden… so ist das halt in Wahlokratien. Kein wirklich gutes System.

    “Und erklärt damit, dass Politik vielleicht wichtiger für Wachstum und Verteilung ist als die angeblich so mächtigen und von niemandem zu bändigenden Gesetze des Marktes.”

    Das überrascht nur die jungen gehirngewaschenen neoliberalen Marktanbeter. Kurz nach dem Krieg war obige Erkenntnis noch Allgemeingut (man lese etwa das Ahlener Programm der CDU). Erschreckend wie schnell solche Erkenntnisse wieder verloren gehen können.

    Insgesamt: Danke für den Artikel. Sehr informativ und wichtig!

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    • 11. September 2009 um 15:01 Uhr
    • johaupt
  7. 7.

    @ Stichwort

    Ja, wie die Demokraten mehr Wachstum hin bekommen haben, ist nicht so ganz klar. Darauf geht Bartels auch nicht richtig ein (das Buch zu lesen lohnt sich aber trotzdem) – er ist ja Politologe.

    Ein politischer Konjunkturzyklus, der von der Regierungspartei (links oder rechts) abhängig ist, ist auch schon früher festgestellt worden. Douglas Hibbs hat solche Zusammenhänge für verschiedene Länder, vor allem für GB und die USA schon 1977 festgestellt (“Political Parties and Macroeconomic Policy “, in: The American Political Science Review, http://www.jstor.org/stable/1961490 – gibts leider nur online, wie es aussieht).

    In einer Paneldiskussion zum Bartels Buch hat auch Paul Krugman noch mal mit anderen Daten hinterlegt, dass die Zusammenhänge, die Bartels aufdeckt, keine statistischen Schimären sind (http://www.youtube.com/watch?v=VJHrw8tO0U8).

    Aber er sagt auch, dass er noch nicht genau versteht, wie die verschiedenen Präsidenten das genau gemacht haben – weil Sie ja richtig schreiben, dass es durchaus unterschiedliche Inflations- und Wachstumszahlen gab.

    Hier übrigens noch ein interessanter Graph aus Bartels Buch, den Dani Rodrik mal verlinkt hatte und der den Unterschied zwischen Einkommenszuwächsen für die verschiedenen Einkommensquantile zeigt:

    http://rodrik.typepad.com/dani_rodriks_weblog/2008/03/american-politi.html

    @ Pyr

    Nur zur Info: Bartels schreibt in seinem Buch, er würde normalerweise nicht wählen, nur einmal hätte er das getan und zwar 1984 für Reagan.

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    • 11. September 2009 um 15:05 Uhr
    • Fabian Lindner
  8. 8.

    @ Stichwort

    Larry Bartels hat noch mal selbst was zu Ihrer Frage geschrieben:

    How do presidents produce these substantial effects? One of my aims in writing Unequal Democracy was to prod economists and policy analysts to devote more attention to precisely that question. Douglas Hibbs did important work along these lines in the 1980s, documenting significant partisan differences in post-war macroeconomic policies. He found that Democrats favored expansionary policies producing substantially higher employment and growth rates, while Republicans endured and sometimes prolonged recessions in order to keep inflation in check. (Not coincidentally, unemployment mostly affects income growth among relatively poor people, while inflation mostly affects income growth among relatively affluent people.) In recent decades taxes and transfers have probably been more important. Social spending. Business regulation or lack thereof. And don’t forget the minimum wage. Over the past 60 years, the real value of the minimum wage has increased by 16 cents per year under Democratic presidents and declined by 6 cents per year under Republican presidents; that’s a 3% difference in average income growth for minimum wage workers, with ramifications for many more workers higher up the wage scale. So, while I don’t pretend to understand all the ways in which presidents’ policy choices shape the income distribution, I see little reason to doubt that the effects are real and substantial.

    Hier: http://rodrik.typepad.com/dani_rodriks_weblog/2008/04/larry-bartels-r.html ist er auch noch mal darauf eingegangen, wie robust seine Ergebnisse sind.

    Grüße,

    Fabian Lindner

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    • 11. September 2009 um 15:12 Uhr
    • Fabian Lindner
  9. Kommentar zum Thema

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