So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog

Danke, wir können nicht klagen!

Von 14. Oktober 2010 um 18:25 Uhr

Im Wall Street Journal gab es am 11. Oktober einen erstaunlichen Bericht mit der Überschrift “Wall Street Pay: A Record $144 Billion” – dabei handelt es sich um eine Schätzung für die drei Dutzend größten Finanzunternehmen. Während die amerikanische Wirtschaft insgesamt immer noch darniederliegt, ist die Wall Street “back to normal”. Die Einkommen werden 2010 so hoch ausfallen wie zu besten Zeiten. Ich schätze mal, dass das Durchschnittseinkommen in diesen Unternehmen, also einschließlich der Einkommen von Pförtnern und Sekretärinnen, irgendwo zwischen 200.000 und 400.000 Dollar liegen wird – bei Goldmann Sachs dürften vermutlich sogar mehr als eine halbe Million herauskommen. Die Gewinne des Finanzsektors haben schon wieder einen Anteil von mehr als 20% an den Unternehmensgewinnen insgesamt, so wie es in den Jahren von 1990 bis 2008 zur Regel geworden ist. Dabei arbeiten gerade einmal viereinhalb Prozent aller Erwerbstätigen in der Finanzbranche. Wir haben es mit einer unglaublichen Marktverzerrung zu tun.

Grafik: Gewinne des US-Finanzsektors in % der Unternehmensgewinne insgesamt

Wie schwierig in den USA die wirtschaftliche Lage außerhalb des gesegneten Finanzsektors übrigens sein muss, zeigen die folgenden Zahlen: die Gesamtzahl der Beschäftigten lag im September immer noch um 4,8 Prozent unter dem bisherigen Höchstwert von November 2007 (in Deutschland ist der Beschäftigungseinbruch dagegen bereits wettgemacht!); die Anzahl der Arbeitslosen plus der Gelegenheitsarbeiter plus der aus wirtschaftlichen Gründen notgedrungen nur Teilzeitbeschäftigten liegt bei nicht weniger als 17 Prozent des Arbeitskräftepotentials – verglichen mit 8 Prozent zu Zeiten des konjunkturellen Hochs vor vier Jahren. Es ist keine Besserung in Sicht. Zu den amerikanischen Durchschnittseinkommen: Sie betragen rund 33.000 Dollar pro Kopf und sind preisbereinigt seit Jahren nicht mehr gestiegen. Bei einem Viertel aller Haushalte sind die Hypothekenschulden wegen der stark gesunkenen Hauspreise höher als der Marktwert ihrer Immobilien, was dazu führt, dass die Leute ihre Häuser nur schwer verkaufen können und auf einmal nicht mehr mobil sind, was wiederum die strukturelle, also die dauerhafte Arbeitslosigkeit erhöht. Nach den neuesten Zahlen sinken die Hauspreise, die sich zwischenzeitlich etwas erholt hatten, erneut, so dass immer breitere Bevölkerungsschichten überschuldet sind.

Gemessen an den Zuwachsraten des realen Sozialprodukts ist die amerikanische Wirtschaft seit mehr als einem Jahr im Aufschwung, es kommt den Normalbürgern aber immer noch so vor, als herrsche eine tiefe Rezession.

Umso mehr muss verbittern, dass es an der Wall Street schon wieder hoch hergeht. Ich frage mich, warum der Markt diese wahnwitzigen Einkommensprämien für die Finanzleute hervorbringt. Wo liegt die besondere Leistung, oder wo sind die Innovationen oder der gesellschaftliche Nutzen, der das rechtfertigen könnte? Ich bin nicht der Einzige, der sich da wundert. Sie kennen vermutlich das folgende Zitat von Paul Volcker, dem früheren Chef der Fed – ich wiederhole es, weil er nicht verdächtigt werden dürfte, klassenkämpferische Thesen zu vertreten:

“Ich wünschte, jemand würde mir auch nur den geringsten neutralen Beweis für den Zusammenhang zwischen innovativen Finanzprodukten und dem Wachstum der Volkswirtschaft liefern. [...] Die wichtigste Finanzinnovation, die ich in den vergangenen zwanzig Jahren erlebt habe, ist der Geldautomat, der hilft den Menschen wirklich.” Das findet sich auf Seite 541 in dem sehr lesenswerten Buch “Die Unfehlbaren” von Andrew R. Sorkin, einem 33-jährigen Finanzmarktjournalisten, der für die New York Times arbeitet. Wenn ich ein junger Mann wäre, würde ich versuchen, für ihn eine Weile als Assistent oder Praktikant zu arbeiten – er ist ein echter Profi (so wie Thomas Tuchel von Mainz 05 im Fußball).

Das ist doch mal eine Aussage: All dieser Hokuspokus von Financial Engineering, Dienst am Kunden, oder von der angemessenen Belohnung für die Übernahme von Risiken ist eine Verschwendung von Zeit, Kapital und Talent. Am Ende kommt nichts dabei raus, was der Allgemeinheit nützen würde – den Nutzen haben nur diejenigen, die in dem Bereich arbeiten. Dabei rede ich nicht von den Angestellten bei meiner Sparkasse um die Ecke. Die hohen Gehälter locken eine unangemessen große Zahl intelligenter Leute in den Sektor, die an anderer Stelle echte Wertschöpfung betreiben könnten.

Zudem: Wenn es nur um die hohen Einkommen ginge! Noch ärgerlicher ist, dass der Finanzsektor, nachdem er die Karre mit einem Übermaß an geliehenem Geld in den Sand gesetzt hat, also unter seinen Schulden zusammenzubrechen droht, vom gemeinen Steuerzahler gerettet werden möchte. Und der macht das auch, weil andernfalls etwas ganz Furchtbares passieren würde. Da die Sache so kompliziert ist, weiß er zwar nicht, ob das stimmt, aber da die Banker so smart sind und sich in der Welt auskennen, werden sie wohl recht haben. Lieber den Gürtel für eine Weile enger schnallen als sich auf existenzbedrohende Risiken einzulassen!

Bei der jüngsten Finanzkrise sind die Gläubiger der konkursreifen Institute mehr oder weniger ungeschoren davongekommen, anders als die Aktionäre und die 10 bis 20 Prozent der Angestellten, die entlassen wurden. Wer sind die Gläubiger? Vor allem die Sparer mit ihren Einlagen bei den Banken und Beständen an Bankanleihen sowie die sogenannten institutionellen Anleger wie beispielsweise Versicherungen und Investment Fonds. Weil sie unter Artenschutz zu stehen scheinen, lief die Rettung diskret über die Staatshaushalte. Die Defizite erhöhten sich einfach, die Staatsschulden auch, aber niemand war direkt und fühlbar betroffen. Nicht einmal die Zinsen stiegen, das heißt es kam nicht einmal zu Kursverlusten bei den festverzinslichen Papieren, weil die Inflation im Verlauf der Rezession, die auf die Finanzkrise folgte, eher zurückging als stieg.

Die Gewissheit, dass nach dem Motto “heads I win, tails you lose” (ich gewinne immer!) verfahren wird, die Gewinne an mich, die Verluste an die Allgemeinheit, ist im Grunde nicht erschüttert worden. Die amerikanischen Banken betreiben schon wieder so viel Eigenhandel wie vor der Krise, wobei “Eigenhandel” ein Euphemismus ist: Sie handeln ja überwiegend mit dem Geld fremder Leute.

Schön ist aus ihrer Sicht auch, dass einige Wettbewerber aus dem Markt verschwunden sind, beispielsweise Bear Sterns und Lehman, und dass andere ihre globalen Ambitionen stark zurücknehmen mussten: Stichworte sind Commerzbank, die Landesbanken, einige britische, holländische und französische Banken. Wer überlebt hat, der hat automatisch einen größeren Marktanteil als zuvor. Oder anders: Wenn es schon vorher ein Problem mit dem “Too big to fail” gab, so haben wir heute erst recht ein Problem damit.

Es ist nicht gelungen, die Banken zu zerschlagen, wie es etwa Mervin King von der Bank of England oder Paul Volcker vorgeschlagen hatte, oder wie es auch Barack Obama einst im Sinn hatte. Der Armee von Lobbyisten sind die Politiker, die die Gesetze machen, einfach nicht gewachsen. Ein immer wieder überzeugendes Argument derjenigen, die alles beim Alten lassen wollen, besteht zumindest in den USA und in Britannien darin, dass die großen “national champions” – jedenfalls die gesunden unter ihnen – wichtige Devisenbringer, Steuerzahler und Arbeitgeber sind. Auch was die Parteispenden angeht, sind sie zusammen mit den Rechtsanwälten immer ganz vorne mit dabei. Es wird also keine Aufspaltung in ein langweiliges Brot- und Buttergeschäft einerseits und, salopp gesagt, Zockerbuden andererseits geben. Es wurde diskutiert, die Einen streng zu beaufsichtigen und mit einer staatlichen Überlebensgarantie zu versehen – Eigenhandel in Devisen, Aktien, Derivaten wäre ihnen untersagt -, die anderen dürften dagegen keine Kundeneinlagen annehmen, dürften aber mehr oder weniger frei spekulieren – mit ihrem eigenen Geld. Daraus ist nichts geworden. Die neuen Basler Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen werden für die wiedergeborenen Giganten keine echten Bremsen darstellen.

Auch die Pläne, die Boni der Banker zu begrenzen, sind bisher ins Leere gelaufen. Höchstens bei staatlich kontrollierten Banken wie der Commerzbank, der Hypo Real Estate oder den großen französischen Banken lässt sich das machen, in den USA gelingt aber selbst das nicht, wie am Beispiel der Citigroup zu sehen ist. Warum nicht? Weil ihnen sonst angeblich die besten Leute abgeworben werden, was wiederum für die Betroffenen existenzgefährdend sei. Dabei gibt es hier ein gutes Gegenargument: Wer sich unterbezahlt fühlt, weil er höchstens armselige 500.000 Euro im Jahr verdienen darf, kann sich ja selbständig machen – die guten Leute mauserten sich zu echten Unternehmern, was den Wettbewerb im Finanzsektor befeuern und uns Marktwirtschaftlern sehr gefallen würde.

Andere Vorschläge, die dazu beitragen würden, das Größenproblem bei den Banken ein für alle Mal zu lösen, haben es allesamt nicht über die Diskussionsphase hinaus geschafft, etwa die Mindestreserve, die bei der Zentralbank zu halten ist, progressiv mit der Bilanzsumme anzuheben, oder die Eigenkapitalpuffer stark zu erhöhen, wenn sich kreditgetriebene Blasen an den Märkten für Immobilien und Aktien bilden.

Ich muss zum Schluss noch mal Paul Volcker zitieren. Ich habe die Stelle in einem anderen tollen Buch gefunden, den “13 Bankers” von Simon Johnson und James Kwak (S. 189): “Auf was das Ganze (die Reformen und Rettungsaktionen) hinausläuft, ist eine unbeabsichtigte und überraschende Vergrößerung des Auffangnetzes. […] Es besteht eindeutig die Gefahr, dass das Eingehen von Risiken im Laufe der Zeit wieder zum guten Ton gehören wird und Vorsichtsmaßnahmen (prudential restraint) in den Wind geschlagen werden. Letztlich nimmt die Wahrscheinlichkeit neuer und immer größerer Krisen zu.” Klingt nach Karl Marx, oder?

Leser-Kommentare
  1. 1.

    obwohl alles den Bach runtergeht nimmt man sich selber reichlich, bläht den Markt auf, hofft auf die FED die noch mehr und unendlich kohle in den Markt pumpt, um dann nochmal kräftig abzusahnen bevor es in den tiefen keller geht. nach uns die Sinnflut, die Bürger zahlen ja die zeche und natürlich ist keiner Schuld.

    • 14. Oktober 2010 um 19:22 Uhr
    • Reiner Tiroch
  2. 2.

    @Reiner Tiroch

    Nicht nur ist es aber paradox, die müssten doch am besten wissen dass die “Leistungsträger” an den Schreibtischen zuerst baden gehen und bei einem Systemwechsel nichts zu lachen hätten (da sind wieder Handwerker und Facharbeiter, die tatsächliche Arbeit erbringen, gefragt; kaum noch “Papierschubser” die die selbstgeschaffene Komplexität verwalten).

    Und die Masters of the Universe scheinen mit ihren Boni auch keine privaten Erdöllager und autarke Grundstücke zur Eigenversorgung, für “The Day After”, anzulegen.

    …manche Leute betteln einfach darum dass ihrem Gegenüber der Geduldsfaden reißt. Gut möglich dass einmal mehr die Geschichte über die ach so sicher geglaubte geltende Ordnung hinweg fegt. Gerade wir Deutschen haben darin ja größte Erfahrung, kein europäisches Land hat in den letzten 100 Jahren mehr Verfassungen verschlißen, Systeme an die Wand gefahren und neue Währungen eingeführt.

    Ich bin ein sehr optimistischer Mensch, von manchem sauertöpfischen Bekannten werde ich auch mal kopfschüttelnd als “Phantast” bezeichnet, aber ich steh dazu und man soll eh nicht alles so schwer nehmen dazu ist das Leben zu kurz. Aber diese Situation, zumal sie ja nicht auf einzelne Staaten beschränkt ist sondern wahrhaft global, ich weiss nicht wie wir da noch rauskommen, gar zu “guten alten Zeiten” zurück finden sollen. Durchwurschteln wird schon als Großleistung angesehen (siehe der erklärte “Aufschwung XL”), selbst wenn das erwartete “Wachstum” 2010 und 2011 in D so eintrifft dann sind wir 2012 gerade wieder dort wo wir vor der Krise waren. Und wer weiss wieviel dann schon wieder auf Sand gebaut ist, da die vermeintliche Erholung ja von den Staaten herbeiverschuldet wurde und jetzt halt die Staaten als “Bad Banks” fungieren.

    Vielleicht bin ich mit meiner Lethargie da nicht alleine und darum steigt nun sogar die Konsumneigung der Deutschen. Wieso noch sparen wenn das Geld zukünftig eh in einer großen Währungsreform verschwindet (“bestenfalls” in starker Inflation, das würde wohl noch als Erfolg angesehen werden den Euro zu erhalten und “nur” den Geldwert zu verlieren…). Vielleicht denken sich das ja auch die selbsternannten Leistungsträger, ganz nach dem Motto “Nobel geht die Welt zugrunde”.

    • 14. Oktober 2010 um 20:22 Uhr
    • Landburli
  3. 3.

    Die Erregung über die Prämien verstellt den Weg zu einer viel tiefer liegenden Frage. Wieso können die Banken überhaupt so viel Profit machen, dass sie sich solche Prämien leisten können?

    Solche Margen gibt es eigentlich nur in Märkten, in denen der Wettbewerb nicht funktioniert.

    • 14. Oktober 2010 um 20:35 Uhr
    • jenss
  4. 4.

    @ Dieter Wermuth

    Sie sagen uns, dass es mit der Finanzwirtschaft wieder so ist, wie es war.

    Warum ist das so?

    Es ist so, weil es keine Macht bzw. Institution in dieser Welt gibt, die das Monster wirklich zähmen kann.

    Die Gemeinschaft der Staaten, die eine solche Institution bilden könnte, wird sie nicht schaffen. Oder sie schafft nur eine Alibi-Institution, wie z. B. die UNO.

    Solange – falls alle zur Tat schreiten würden –, irgendeiner der großen, maßgebenden Staaten MARIGINALE Nachteile gegenüber der bestehenden Situation für sich erkennt, wird nichts geschehen. (Anmerkung: Bei der Lehman-Krise hat JEDES Land erhebliche Folgenachteile für sich gegenüber der Krisensituation erkannt, wenn nicht gemeinsam gehandelt würde. Das war eine andere Situation.)

    Einen REALEN Nachteil heute für die Verhinderung einer MÖGLICHEN zukünftigen Krise nimmt kein Land in Kauf. (Anmerkung: Regierungen und Institutionen werden mit nahezu allen Mitteln versuchen, heutige reale Krisen zu vermeiden oder das, was sie dafür halten, z. B. unzumutbare hohe Arbeitslosigkeit, auch wenn sie DADURCH die Bedingungen für mögliche zukünftige Krisen schaffen. Siehe u. a. „quantitative easing“ der Fed.)

    Wenn dieses eine Land nicht mitspielt, haben ALLE anderen ihm gegenüber einen Nachteil – und lassen das Projekt deshalb fallen.

    Dieses Muster kann man immer wieder beobachten, z. B. auch bei Klima-Gipfeln.

    Das ist eine traurige, aber wie mir scheint realistische Einschätzung.

    Aber es gibt Hoffnung:

    Wenn es – wie Sie meinen – nach Karl Marx klingt, dass die Wahrscheinlichkeit neuer und immer größerer Krisen zunimmt, dann können wir beruhigt sein.

    Trotz aller seiner Krisen hat sich der Kapitalismus entgegen seiner Auffassung unterm Strich über lange Zeit prächtig entwickelt.

    Der Mann lag schlichtweg falsch.

    • 14. Oktober 2010 um 21:43 Uhr
    • Dietmar Tischer
  5. 5.

    @Dietmar Tischer:
    Der Kapitalismus hat sich in der Tat prächtig entwickelt, aber auch erst seit dem ersten bzw. erst richtig seit dem zweiten Weltkrieg. Die Art und Weise auf die er sich entwickelt hat, um letztendlich als das bessere System dazustehen, und die Art und Weise wie er sich seit 20 Jahren entwickelt sind jedoch ziemlich Gegensätzlich. Für die Allgemeinheit schafft der Kapitalismus wie er jetzt gelebt wird keine Vorteile. Unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und Arbeitskraft, Zerstörung der Umwelt und der Gesellschaft. Wenn es so weiter geht, gibt es in spätestens 20 Jahren die ersten Neo-Kommunistischen Staaten. Oder es gibt ungeheuren Reichtum bei einigen wenigen, und extreme Armut bei vielen.
    Das jetzige Wirtschafts und Finanzsystem wird sich gar nicht oder extrem verändern, denn die Wirtschaft ist viel zu sehr mit der Politik verflochten. Der Bürger ist alle vier Jahre Wahlvieh, danach herscht wieder Lobbykratie.

    Marx hat nicht ausgedient, er könnte wohlmöglich das einzige sein, was diese perverse System wieder zurecht biegt. Entweder durch die Angst der herschenden Klasse oder aber durch Revolution.

    • 14. Oktober 2010 um 21:55 Uhr
    • Omti
  6. 6.

    ….bis jetzt. Reden wir nochmal in 5 Jahren. Das nächste “Bankenrettungspaket” kann keiner mehr stemmen. Dann kommt der Totalreset. Und hoffentlich baumeln dann die Banker an den Bäumen. Erst dann ist Ruhe.

    Als man in Frankreich erkannt hatte, welches Prozent der Bevölkerung das Problem darstellt, wurde dann auch eine Lösung gefunden. Noch ist wohl hier die Reizschwelle nicht überschritten.

    • 14. Oktober 2010 um 22:00 Uhr
    • keiner
  7. 7.

    Na was die Kapitalakumulation angeht lag Karl keineswegs falsch (auch wenn da wohl der Einfluss von Engels größer war)… Spitzfindigkeiten…
    Wenn clearing und settlement sich von einander entfernen, ist das Derivatgeschäft nicht mehr zu retten.
    Wir sollten nie vergessen, dass US-Richter Ansprüche aus CDO´s vom Tisch gefegt haben, weil die wirklichen Besitzer der Hypotheken sich nicht mehr ermitteln hat lassen können…
    Eigentlich ist es doch ganz einfach:
    Wenn man ein Minus 4-mal -verschachtelt, nested scopes, kann und wird am Ende nie ein nachhaltiges Produkt entstehen.
    Es entsteht nur Schrott und derjenige der die CDO´s in den Büchern hat, hat verloren.

    Also: Innerbankenhandel nur mit 100% Kapitaldeckung – minus der BIP Wachstumsquote des Vorjahres als erlaubtes Volumen… Das verkaufen von Risiken in die Zukunft muss mindestens mit einer Mehrwertsteuer belegt werden…
    Außerbörslicher Handel ist in sich schon eine Perversion…
    Warum haben den die Nationalstaaten Börsen und Spielcasinos geschaffen???
    Doch nur, um die Wetten in den Griff zu kriegen…
    Und das soll jetzt einfach Schnee von Gestern sein…?
    Ich glaube da ja nicht dran, Geschichte ist zum lernen da…

    • 14. Oktober 2010 um 22:20 Uhr
    • Gutmensch13
  8. 8.

    Die Banker bedienen sich, weil sie direkt an der Krippe sitzen. Als man vor Jahren einen Bankräuber fragte, warum er es ausgerechnet immer auf Banken abgesehen habe, erwiderte der Mann erstaunt: “Das ist doch wo das Geld ist!”

  9. Kommentar zum Thema

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