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Zschäpes Brief – das Medienlog vom Freitag, 16. August 2013

 

Um einen der Briefe, den Beate Zschäpe im Juni an den Rechtsextremisten Robin S. geschickt hat, geht es in der Welt. Schon im Juni hatten mehrere Medien aus Briefen zitiert, die Zschäpe an S. geschickt hatte, der in der JVA Bielefeld eine siebenjährige Haftstrafe absitzt. (Vergleich Medienlog vom 13. Juni 2013)

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„Mal sehen wie ich mich heute in Schale werfe“, betitelt die Welt den Artikel und zitiert damit Zschäpe, die sich Gedanken um ihr Erscheinungsbild im Prozess gemacht hätte. Über ihre Mitangeklagten äußere sich Zschäpe ebenfalls, die sie die „Aussagewilligen“ nenne. Autor Per Hinrichs schreibt, dass es sich dabei um Holger G. und Carsten S. handele, auf deren Aussage Zschäpe „seit Monaten“ gewartet habe. Nicht alle Seiten des Briefes seien Teil der Akten, das habe Zschäpes Anwältin Anja Sturm „erfolgreich verhindert“.

Die Thüringer Allgemeine veröffentlicht eine Chronologie, in der Autor Kai Mudra die Verhandlungstage jeweils kurz zusammenfasst (bis zum 17. Verhandlungstag).

Keine Berichte in türkisch- oder englischsprachigen Onlinemedien.

Das nächste Medienlog erscheint am Montag, den 19. August.

2 Kommentare


  1. Das ist übrigens eine Verletzung des Brief- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10 GG) durch den kriminellen Verrat von Dienstgeheimnissen.

    Der Inhalt von Briefen von Strafgefangenen hat in den Medien nichts zu suchen. Das muss einem schon der Anstand sagen. Oder der Schreiber gehört zu dieser Gruppe von Schnüfflern, die Mülleimer durchwühlen und Telefone abhören. Journalisten kann man die ja nicht mehr nennen.


  2. das ist keine verletzung von briefgeheimnis! warum werden täter mehr geschützt als opfer! zschäpe soll reden, dann gehts den opfern besser!