In eigener Sache / A Note to Our Readers

(English version below)

Für das Blog Störungsmelder arbeiten mehr als 50 ehrenamtliche, freie Autoren, die wir sorgfältig auswählen und deren Beiträge im Störungsmelder-Blog wir vor Veröffentlichung überprüfen.

Wir wurden darauf hingewiesen, dass zwei dieser ehrenamtlichen Autoren, die in der Vergangenheit für den Störungsmelder berichtet haben, im Rahmen von #g20 unethisches Verhalten auf ihren privaten Social-Media-Accounts vorgeworfen wird. Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, verurteilen wir dieses Verhalten scharf und distanzieren uns davon. Es lässt sich mit einer weiteren Mitarbeit beim Störungsmelder nicht vereinbaren.

Was der Störungsmelder ist und wie wir arbeiten, steht hier.

Nachtrag vom 10. Juli: Beide ehrenamtlichen Autoren waren während G20 nicht im Auftrag des Störungsmelders aktiv. Wir haben aber versucht, die Vorfälle gemeinsam mit ihnen zu rekonstruieren. Die Verharmlosung oder Rechtfertigung von Gewalt ist nicht mit einer Mitarbeit beim Störungsmelder vereinbar. Wir werden daher mit beiden Autoren in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten.

A Note to Our Readers

For our blog Störungsmelder (“Malfunction Indicator”), we work together with more than 50 volunteers who are carefully chosen by us and whose posts in the Störungsmelder blog are reviewed prior to publication.

We have been informed that two of these volunteer writers, who have written entries for Störungsmelder in the past, have been accused of unethical behavior on their private social media accounts in the context of the #g20 summit. If these accusations are confirmed, then we will sharply condemn and dissociate ourselves from such behavior and no longer work together with these writers on the Störungsmelder blog.

You can read more about Störungsmelder and our working procedures here.

Follow-Up July 10: The two volunteer writers in question were not assigned to contribute to the Störungsmelder blog during the G-20 summit. We have nevertheless attempted to retrace and reconstruct events together with them. The trivialization and justification of violence is incompatible with contributing to the Störungsmelder blog. We will no longer work with the two writers in the future.

 

Streit um Identitäre bei der AfD-Jugend Niedersachsen

Zusammenstöße der „Identitären Bewegung“ mit der Polizei am 17. Juni 2017, Bild: Michael Trammer/24mmjournalism

Die niedersächsische AfD macht derzeit bundesweit mit formalen Schwierigkeiten bei ihrer Aufstellung zur Bundestagswahl Schlagzeilen. Alarmierend sind jedoch nicht nur die chaotischen Zustände innerhalb des Landesverbandes, sondern auch nun geleakte Mitgliederdaten der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA), welche Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen offenlegen. Zwei JA-Funktionäre traten jetzt mit der Begründung zurück, dass der niedersächsische Landesverband zu einem Sammelbecken für „Mitglieder des rechtsextremen Spektrums“ geworden sei. Weiter„Streit um Identitäre bei der AfD-Jugend Niedersachsen“

 

Weitere Bank kündigt Spendenkonto der Identitären

Die neofaschistische „Identitäre Bewegung“ sammelt Geld für ein Boot im Mittelmeer. Damit sollen Rettungsschiffe von NGO´s blockiert werden. Erst sperrte Paypal ihr Konto, jetzt wurde auch das Spendenkonto in österreich von der Bank gekündigt. Die rassistische Kampagne gegen Rettungsorganisationen gerät ins Stocken. Weiter„Weitere Bank kündigt Spendenkonto der Identitären“

 

Von Postergirls und Dunklen Rittern – Wie man über die Neue Rechte schreiben sollte und wie nicht

Keine Bewegung, sondern eine gut laufende PR-Maschine – Identitäre am 17.06. in Berlin © Michael Trammer/24mmjournalism

Schaut man sich den Journalismus zum „Institut für Staatspolitik“ und „Identitärer Bewegung“ an, so entdeckt man neben einigen guten Artikeln etliche, die auf die Selbstinszenierung der „Neuen Rechten“ reinfallen. So ist es offenbar wichtig geworden, Götz Kubitschek zuhause auf seinem Grundstück zu besuchen und ihn in weichgezeichneten Farben beim Melken seiner Ziege oder vor dem Bücherregal zu zeigen. Weiter„Von Postergirls und Dunklen Rittern – Wie man über die Neue Rechte schreiben sollte und wie nicht“

 

Keine Waffenscheine mehr für Rechtsextreme

Die Affinität zu Gewalt und Waffen ist fester Bestandteil rechtsextremer Ideologie © Kai Budler

Sie hetzen gegen Flüchtlinge, wollen die Demokratie abschaffen und besitzen Schusswaffen – ganz legal. Rund 750 Rechtsextreme haben in Deutschland einen offiziellen Waffenschein. Das soll sich jetzt ändern. Die Innenministerkonferenz berät am Dienstag über Möglichkeiten die Szene zu entwaffnen. Weiter„Keine Waffenscheine mehr für Rechtsextreme“

 

Bilder, Bilder, Bilder – wie Medien mit den Identitären umgehen sollten

Die Gegendemonstranten bekamen Wasserflaschen von Heiko Maas

Am 19. Mai war es mal wieder soweit. Die Identitären schritten unter den Augen interessierter Medien zur Tat, und hoben zum „Sturm“ auf das Bundesjustizministerium an. Vor Ort jedoch sah man deren Aktivisten sich auf dem Boden lümmeln und Parolen skandieren. Bundesjustizminister Heiko Maas, nahm es gelassen und verteilte Wasserflaschen an die Gegendemonstranten. Weiter„Bilder, Bilder, Bilder – wie Medien mit den Identitären umgehen sollten“