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Es ist nur ein dummer Film, haben sie gesagt

 
Zyklon Debbie pustet so manchen Hai in bewohntes Gebiet
Sharknado © Screenshot Qld Fire & Emergency‏, Twitter

Ein Tornado zieht aufs Festland zu. Die Einwohner sind zutiefst beunruhigt, sichern ihre Häuser. Was sie jedoch nicht wissen: Der gewaltige Sturm saugt bluthungrige Haie aus dem Meer und lässt sie über die Menschen regnen. So lautet der Plot des Horror-Trash-Streifens Sharknado. In Australien wurde er nun Realität, zumindest ähnlich. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern ist der Zyklon Debbie auf die nordaustralische Küste getroffen, hat Bäume mitgerissen, Häuser beschädigt – und einen Hai an Land gespült, wie die Feuerwehr von Queensland twitterte.

Der etwa eineinhalb Meter lange Bullenhai wurde tot in einer überfluteten Straße in der Stadt Ayr im Bundesstaat Queensland gefunden. Die Feuerwehr warnte die Anwohner in ihrem Tweet, überschwemmte Gebiete zu meiden: "Glauben Sie, es ist sicher, wieder ins Wasser zu gehen? Denken Sie noch einmal nach!" Die Behörden hatten vor weiteren Überschwemmungen gewarnt. Infolge des Wirbelsturms könnte Starkregen Flüsse über die Ufer treten lassen.

Derweil kommentierten die Sharknado-Macher den bedauernswerten Hai mit den Worten: "Sharknado könne niemals wirklich passieren, haben sie gesagt. Es ist nur ein dummer Film, haben sie gesagt." Bodenloses Haifischgemetzel und hysterisches Geschrei blieben Ayr allerdings erspart.

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10 Kommentare

  1.   Bluto Blutarski

    Nach dieser Reportage habe ich sicherheitshalber gleich alle Tomaten in unserer Küche püriert – man weiß ja nie, was sich sonst noch so bewahrhaitet!

  2.   Renato Sugigan

    Gifitge Spinnen, Schlangen, Quallen und jetzt fallen Haie vom Himmel. Das macht Australien zum gefährlichsten Land der Welt.

  3.   fufuvogel

    Der Bullenhai schwimmt gern die Flüsse hinauf. Daran wird es wohl liegen.

    “ Sein Lebensraum ist in allen wärmeren Küstengebieten von Australien (Brisbane River, Richmond River, Miami Lake/Gold Coast) wo er sich in den Flüssen tief ins Landesinnere vorwagt und auch in Seen anzutreffen ist.“

    Also so sensationell ist das nicht.

  4.   Pentalob

    Ich bin nur selten neidisch auf andere Menschen – aber nach dieser Meldung wäre ich schon gern im Filmteam: Was müssen die gefeiert haben.

  5.   LaMantaraya

    Ich hatte ja gehofft dass wenigstens die Zeit sowas mit mehr Respekt vor dem Tod berichtet. Oder am besten überhaupt nicht – denn ein Bullenhai in Flüssen und Küstennähe ist keine Sensation und das gestrandete Tier damit auch nicht. Also mich machen die Fotos einfach nur traurig.

  6.   LaMantaraya

    Ich hatte ja gehofft dass wenigstens die Zeit sowas mit mehr Respekt vor dem Tier berichtet. Oder am besten überhaupt nicht – denn ein Bullenhai in Flüssen und Küstennähe ist keine Sensation und das gestrandete Tier damit auch nicht. Also mich machen die Fotos einfach nur traurig.

  7.   esteba9

    Ich kann „LaMantaraya“ nur zustimmen. Das Bullenhaie, insbesondere junge, d.h. kleine Exemplare über Flüsse weit ins Landesinnere vordringen ist normal. Ein Exemplar wurde einmal im peruanischen Amazonasgebiet, mehrere tausend Kilometer vom Atlantik entfernt, gefangen. Das tote Tier aus dem Artikel wurde wohl durch den über die Ufer getretenen Fluss in überschwemmtes Gebiet gelockt und hat bei Rückgang des Wassers den Rückweg nicht geschafft.
    Die Ahnungslosen in der „ZEIT“-Redaktion dann ihren sensationalistischen Instinkten gefolgt um den ahnungslosen Teil des Publikums etwas zu bieten.

  8.   Robby_

    Lustig ist‘ s trotzdem. #keinspassversteher

  9.   Peerchen

    „Oh der arme Hai, der tut mit so leid!“

    *Isst jetzt ein Fischbrötchen in seiner beheizten Wohnung in einem Gebiet, dass mal ein Wald war*

  10.   Just a tired fox

    Bullenhaie verirren sich ja bekanntermaßen manchmal in Flüsse. Das arme Tierchen…