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Männer, ihr wollt Frauen besser behandeln? Fangt mit dieser Liste an!

 

"Danke, Schatzi!", "Na, hast du mal wieder deine Tage?", "Ich mag ja Frauen, die knien!" – kommen Ihnen diese Sprüche bekannt vor? Schon einmal im Büro vom Chef gehört? Dann haben Sie Sexismus erlebt. Die Hashtagaktion #MeToo auf Twitter zeigt gerade, wie allgegenwärtig sexistische Sprüche sind, nicht zuletzt im Arbeitsleben. Die britische Zeitung The Guardian gibt Männern nun eine Liste an die Hand, wie sie Frauen besser behandeln.

Denn das ist bitter nötig. Laut einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben 39 Prozent der Frauen im Berufsalltag schon Kommentare und Witze mit sexuellem Bezug gehört. Liebe Männer, ihr solltet euch diese Ideen also zu Herzen nehmen – und das nicht nur im Job:

  • Wenn du an einem Meeting teilnimmst und siehst, dass nur Männer anwesend sind, mach dich dagegen stark.
  • Wenn ein Mann eine Frau unterbricht, steh für sie ein. Sage: "Hey, sie hat etwas gesagt."
  • Bezeichne Frauen im beruflichen Kontext niemals als hysterisch.

  • Berühr keine Frauen, die du nicht kennst – und ganz ehrlich: Wenn du das generelle Bedürfnis hast, irgendwelche Frauen anzufassen, frag dich, warum.
  • Hast du das Gefühl, Frauen schulden dir etwas? Das tun sie nicht. Selbst wenn du meinst: "Hmm, und was ist mit grundsätzlichem Respekt?" Dann frage dich, ob du ihr denselben entgegenbringst.
  • Schicke einer Frau keine Bilder von deinem Penis. Es sei denn, sie hat darum gebeten.
  • Erlaube dir keine Schlüsse über die Intelligenz von Frauen, ihre Fähigkeiten oder ihre Wünsche nur aufgrund ihrer Kleidung.

Natürlich sollte diese Liste auch für Frauen gelten. Die ganze Handreichung mit 28 Punkten finden Sie bei The Guardian.

Weitere Netzfundstücke gibt's im Teilchen-Blog.

Sexistische Sprüche, die Frauen am Arbeitsplatz zu hören bekommen haben.

Wie sehr Sexismus im Job das Arbeitsklima und die Gesundheit von Mitarbeiterinnen gefährdet, lesen Sie hier.

Wo hört Nettsein auf und wo beginnt Sexismus? Die Haltungen von Vätern und Töchtern können weit auseinanderliegen.

304 Kommentare

  1.   Morrisson

    Ich druck mir das auf meiner Druckerin gleich mal aus.

  2.   Waggeldaggel

    Du musst nicht Zeuge vom Fehlverhalten eines Mannes geworden sein, um zu glauben, dass er sich falsch verhalten hat.
    Glaube und vertraue Frauen.

    Amen,
    vieleicht ein bisschen over the top?

  3.   Quaregnon

    Also, bei aller Liebe…

    Manche Ratschläge kann man ja noch durchgehen lassen.

    Aber beispielsweise: „Glaube und vertraue Frauen.“

    Ich mein, was ist das für eine dumme Plattitüde? Nehmen wir mal diese Aussage, und gehen davon aus, wir sind nicht sexistisch, und Männer sind nicht die schlechteren Menschen, dann müsste man in der Konsequenz sagen: „Glaube und vertraue Männern.“ Und damit: „Glaube und vertraue alle Menschen.“ Ich denke, es ist jedem bewusst, dass man nicht allen Menschen auf dieser Welt vertrauen kann. Und das schließt Männer ebenso ein wie Frauen. Was soll also diese Aussage?

    Genauso könnte man „Du musst nicht Zeuge vom Fehlverhalten eines Mannes geworden sein, um zu glauben, dass er sich falsch verhalten hat.“ in seine Einzelteile zerlegen. Ist mir aber echt zu müßig, da fällt ja einem 6-jährigen sofort auf, was mit dieser Aufforderung nicht stimmen kann.

    Zusammenfassend: Ich bin für die vollständige Gleichberechtigung und Gleichachtung von Männern und Frauen und hoffe, diese auch selbst im Alltag zu respektieren. Und ja, in einigen Bereichen gibt es da noch erheblichen Aufholbedarf. Aber glauben Sie, dass Sie mit solchen Artikeln, die mit Verlaub vor Ignoranz und Falschheit nur so sprühen, irgendetwas bewegen – wenn nicht trotzige Gegenreaktionen.

    Diese Auflistung ist für mich eine Beleidigung jeglicher Intelligenz und ich frage mich ernsthaft, ob die Autorin ernsthaft realisiert, was für einen hanebüchenen Unsinn sie da teilweise verzapft hat?

  4.   Vierauge

    traurig, dass man das überhaupt schreiben muss!
    Eigentlich ist das doch selbstverständlich.

    Vierauge (männlich)

  5.   Reflexbann

    Das ist die größte Ansammlung von Schwachsinn, die ich jemals lesen musste. Sorry… aber was für ein Mensch schreibt so etwas.

  6.   DIE_Kuehlung

    Die Überschrift hat mich sehr an einschlägige Click-Bait Werbung erinnert.

  7.   area

    soll das also Gleichberechtigung sein?
    mit Frauen wie mit rohen Eiern umgehen?

  8.   Zakalwe

    „Wenn eine Frau dir sagt, dass du Mist gebaut hast und du dich deswegen schlecht fühlst, gib nicht Kontra, um dich besser zu fühlen. Entschuldige dich und lass es gut sein.“

    Kommt darauf an ob sie Recht hat, oder? Kategorisches Entschuldigen bei Mist-Vorwürfen scheint mir unangebracht. Dasselbe gilt zudem gegenüber Männern.

    „Glaube und vertraue Frauen.“

    Nicht mehr und nicht weniger als Männern.

  9.   Honorarkonsul

    Meine Güte, was für eine mysandristische Liste…
    Ich kann nicht auf alle Punkte eingehen, aber der hier ist „nicht schlecht“:

    „Du musst nicht Zeuge vom Fehlverhalten eines Mannes geworden sein, um zu glauben, dass er sich falsch verhalten hat.“

    Ergo, Frauen haben immer recht.

    Wie soll „Mann“ so etwas ernst nehmen?!

    P.S. Vielleicht habe ich meinen Humor heute auch im Bett vergessen – ich geh mal nachschauen und lese danach nochmal :-)

  10.   Edgar von Weiß

    Wozu, werte Frau Lauwitz, dient der Punkt „Sexistische Sprüche, die Frauen am Arbeitsplatz zu hören bekommen haben.“? Sollten wir Männer daraus lernen?
    Sonst, ja, so wie aufgelistet behandelt man Menschen! Danke!