Musik zwischen Disko und Diskurs
Autoren Archiv von Volker Schmidt
Mit “Moon Safari” wurden sie berühmt. Das neue Album der zwei Franzosen heißt “A Trip To The Moon” und lässt den früheren Blümchensexsound hinter sich.

© Wendy Bevan/EMI
Air sind zurück auf dem Mond. Zum zweiten Mal nach ihrem Debüt Moon Safari von 1998 widmen sie dem Erdtrabanten ein ganzes Album [weiter...]
Der Pianist Jens Thomas auf dem Highway To Jazz: Wenn Rockklassiker von AC/DC zu poetischer Kammermusik werden, ist es den einen zu seicht, den anderen zu spröde. Na, und?

© Steven Haberland
Die Debatte ist so vorhersehbar wie absurd: Wenn ein Jazzmusiker Material aus Pop, Rock oder Schlager verarbeitet, schreien selbst ernannte Lordsiegelbewahrer des wahren Jazz auf, er biedere sich an den Mainstream an. [weiter...]
Ein Australier erobert Europa: Gotyes hochpostneomoderner Pop verbindet die Fäden, aus denen der Zeitgeist sich gerade sein Nervenkostüm strickt.

© James Bryans
Vor ein paar Tagen hat Wouter DeBacker getwittert, er sei von Simon Reynolds’ Buch Retromania gefesselt. Das überrascht niemanden, der die Musik kennt, die er unter dem Namen Gotye macht [weiter...]
Erinnerung an Monsieur 100.000 Volt: Vor zehn Jahren starb der große Gilbert Bécaud. Ein neuer Sampler versammelt seine schönsten Chansons.

© Reg Lancaster/Express/Getty Images
Moskau war kalt aber schön, ich glaube, ich sah nur sie,
Auf dem Roten Platz blieb sie stehen, Nathalie. [weiter...]
Nicht nur die Inuit kennen viele Wörter für gefrorenen Regen. “50 Words For Snow” findet auch Kate Bush. Ihr neues Album ist wildes Schneetreiben.

© Fish People
Harsch. Sulz. Griesel. Firn. Neu- und Alt-, Papp-, Feucht- und Pulverschnee. Das sind ein paar der Wörter für Schnee, die wir im Deutschen haben. [weiter...]
Der verlorene Soundtrack zu “Ferris macht blau”: Summer Camp aus London kramen tief in den Achtzigern und bringen einen schizophrenen Retro-Pop hervor.

© Moshi Moshi
Bisher kommt keine Besprechung von Summer Camp um den Namen John Hughes herum – warum sollte diese es tun? [weiter...]
Ein Flüstern, Fisteln, Krächzen, Raunen: David Lynch hat sein erstes Album aufgenommen. “Crazy Clown Time” kann für die Psyche nicht gesund sein.

© David Anew/PIAS
Das erste Album von David Lynch – ja, dem Filmregisseur – klingt genauso, wie man es von ihm erwartet hätte. Ist das jetzt gut oder schlecht? [weiter...]
Awolnation, was soll das heißen? Nehmen die Drogen? Der Amerikaner Aaron Bruno und sein hyperaktives Pop-Projekt sind auf dem Kreuzzug durchs Internet.

© Red Bull Records
Fangen wir mal mit der Musik an – das ökonomische, optische und digitale Drumrum kommt später. Also: Außerirdische haben den unehelichen Sohn von David Bowie und Jerry Lee Lewis entführt, ihm einen Starkstrom-Synthie unter die Pfoten geschoben und ein paar Durchgeknallte vom Planeten der Punks zur Seite gestellt. [weiter...]
Diese Musiker waren im Trainingscamp für libysche Rebellen und zogen später für die Tuareg in den Kampf. Auf ihrem neuen Album besingen Tinariwen die Schönheit der Dürre.

© Marie Planeille
Weltmusik ist zum Schimpfwort geworden. Zahme Exoten musizieren da, heißt es, die sich für Geld von weißen Produzenten an der Kette in die Manege führen lassen. [weiter...]
Eingängiges Zeug, aber keine Gewürze. I’m with you, das zehnte Album der Red Hot Chili Peppers, zeigt: Die Herren sind fad geworden.

© Warner
War ‘ne klasse Fete: Ein Kumpel von einem Kumpel hatte beim zweiten Versuch endlich das Abi geschafft. Aus dicken Boxen wummerten die Red Hot Chili Peppers über den Schulhof, auf dem wir schon ab mittags soffen. Hinterher saßen wir bis zum Morgen im Park und versuchten, unseren billigen Nylonsaitenklampfen ein halbwegs erkennbares Under The Bridge zu entlocken. [weiter...]