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Deutsches Beschäftigungswunder, amerikanisches Produktivitätswunder

 

Ich finde es ziemlich erstaunlich, dass die Anzahl der Beschäftigten in Deutschland trotz der teilweise drastischen Rückgänge der Produktion während der vergangenen fünf Jahre und zuletzt im 4. Quartal 2012 stetig gestiegen ist und nach wie vor steigt. Soweit ich mich erinnern kann, gab es das noch nie. Das Land erlebt ein Beschäftigungswunder. Gleichzeitig stagniert die Produktivität (der Output je Arbeitsstunde) in diesem Zeitraum, also seit dem Beginn der Finanzkrise und der Großen Rezession. Auch das ist neu: In früheren Rezessionen nahm die Produktivität fast immer weiter zu – bei schlechter Auftragslage waren die Beschäftigten der Anpassungsparameter. No more.

In den USA ist es genau umgekehrt. Die Produktivität expandierte von damals bis heute mit jährlichen Raten von 1,1 Prozent, die Anzahl der Beschäftigten ist aber im Durchschnitt jährlich um 0,5 Prozent zurückgegangen und lag im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent unter dem Stand vor der Rezession. Das Gespenst einer „jobless recovery“ geht um. Hierzulande gab es dagegen von 2007 bis 2012 einen Zuwachs von nicht weniger als 4,4 Prozent.

Schröder, Hartz, Rürup, Riester sowie Tarifpartner, die seit einiger Zeit mehr auf Kooperation als auf Konfrontation setzen, haben uns einen Arbeitsmarkt beschert, der seit 2007 pro Jahr 0,9 Prozent mehr Jobs generiert: Es ist offenbar unter den neuen Rahmenbedingungen leicht, Arbeit zu finden, aber bei der Effizienz treten wir auf der Stelle. Aus dem kranken Mann Europas, dem es nicht gelungen war, in den fünfzehn Jahren bis 2006 einen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz zu schaffen, ist eine Jobmaschine geworden. Auf einmal gilt die deutsche Volkswirtschaft als die dynamischste Europas – auch wenn sich bei der Produktivität so gut wie nichts tut, nicht zuletzt wohl, weil die neuen Jobs vielfach im Niedriglohnsektor entstanden sind. Im Grunde ist es nicht so toll, wenn ständig mehr gearbeitet wird, pro Stunde aber nicht mehr herauskommt als in der Vergangenheit. Wo bleibt der technische Fortschritt?

Grafik: Tabelle Vergleich DE-USA 2007-2012

In den USA wird befürchtet, dass, wenn das reale BIP künftig mit jährlichen Raten von 2 bis 2,5 Prozent expandieren wird, dieser Fortschritt vor allem auf eine immer effizientere Produktion zurückzuführen ist. Netto entstehen dann möglicherweise zu wenig neue Arbeitsplätze. Da die Bevölkerung nach wie vor jährlich um etwa 1,0 Prozent zunimmt, müsste auch das Jobangebot in diesem Tempo steigen, wenn der Anteil der Beschäftigten an der Bevölkerung einigermaßen stabil bleiben soll. Das tut er aber nicht.

In einem lesenswerten kleinen Buch („Race against the Machine„, 2011) weisen Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, zwei Ökonomen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), darauf hin, dass sich die amerikanische Bevölkerung in dem Jahrzehnt seit 2000 um 30 Millionen vergrößert hat. Und normalerweise hätten 18 Millionen neue Jobs geschaffen werden müssen. Tatsächlich hat sich die Beschäftigung aber so gut wie gar nicht erhöht, so dass die Erwerbsquote, der Anteil der Beschäftigten an der Gesamtbevölkerung, von 64 auf 58 Prozent gesunken ist.

Gegenwärtig liegt die Arbeitslosenquote in den USA bei 7,9 Prozent und damit zwar um Einiges unter dem zyklischen 10,0-Prozent-Hoch von Oktober 2009, die sogenannte Unterbeschäftigungsquote ist aber viel höher, nämlich 14,4 Prozent: Bei ihr werden u.a. auch diejenigen mitgezählt, die nicht mehr aktiv nach einem Arbeitsplatz suchen – weil sie das für aussichtslos halten. Mit anderen Worten, die Situation ist nicht viel besser als in den Krisenregionen Eurolands und erklärt, weshalb die Fed weiter Gas geben will. Da der Deflator des privaten Verbrauchs, der als ihr wichtigstes Inflationsmaß gilt, im Vorjahresvergleich inzwischen auf 1,2 Prozent gesunken und damit eher zu niedrig als zu hoch ist, besteht Handlungsspielraum.

Die Fed kauft zurzeit monatlich Aktiva in Höhe von 85 Mrd. Dollar und bläht damit ihre Bilanz aggressiv auf. Durch das Fluten der Märkte mit billigem Zentralbankgeld sollen Unternehmen und Haushalte animiert werden, Kredite aufzunehmen und endlich wieder mehr auszugeben. Solange der Schuldenabbau bei den Haushalten im Vordergrund steht und die Unternehmen angesichts großer Kapazitätsreserven keinen Anlass sehen, ihre Investitionen deutlich zu steigern, schlägt diese Medizin nicht richtig an. Auch der Staat hat sich die Konsolidierung seines Haushalts auf die Fahne geschrieben und betreibt – nicht ganz freiwillig – eine restriktive Politik. In diesem Jahr dürften die staatlichen Ausgaben real erneut zurückgehen (um rund 1,5 Prozent im Vergleich zu 2012). Trotzdem wird das Defizit des Gesamtstaates laut Internationalem Währungsfonds immer noch bei 7,3 Prozent des nominalen BIP liegen, die Staatsschulden sogar bei 111,7 Prozent (zum Vergleich die deutschen Zahlen: -0,4 und 81,5 Prozent). Insgesamt dürfte das reale BIP der USA 2013 gegenüber 2012 nach meinen Schätzungen nur um 1,5 Prozent zunehmen. Eine nachhaltige Wende am Arbeitsmarkt ist daher nicht zu erwarten.

Die amerikanische Endnachfrage geht seit einiger Zeit nicht zuletzt deshalb kaum über den Produktivitätsfortschritt hinaus, weil die Haushaltseinkommen im Durchschnitt (Median) vier Jahre in Folge gesunken sind: Ende 2011 – neuere Zahlen gibt es nicht – waren sie zudem nicht höher als 1995. Die Haushalte sind stark verunsichert und sind nicht mehr der Konjunkturmotor, der sie in der Vergangenheit stets waren. Nicht nur am unteren Ende der Einkommensskala gehen massenhaft Routinejobs verloren, auch in der breiten Mitte haben technischer Fortschritt und immer intensivere internationale Arbeitsteilung zu Jobverlusten und rückläufigen Einkommen geführt. Die Gewinner sind Leute mit guter Ausbildung, die Besitzer von Kapitalvermögen und die Superstars – die USA entwickeln sich zu einer „winner takes all“-Gesellschaft, in der eine zahlenmäßig kleine Gruppe unverhältnismäßig viel verdient.

Für die Konjunktur, die von robust steigenden Masseneinkommen lebt, sind das schlechte Nachrichten. Die Einkommensverteilung ist zu ungleichmäßig. Die beiden MIT-Autoren schlagen vor, das Problem durch Angebotspolitik zu lösen, also durch bessere Ausbildung, vermehrte Einwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte, die Förderung des Unternehmertums, eine bessere Infrastruktur sowie die Reform von Gesetzen, Regulierungen und Steuern mit dem Ziel, die Wirtschaft flexibler zu machen. Eine Umverteilung durch progressivere Einkommensteuern, höhere Mindestlöhne oder Handelsbarrieren (gegen die Billigkonkurrenz aus Asien) wird dagegen gar nicht erst erörtert. Das wäre selbst für die liberalen Ostküstenökonomen vermutlich zu unamerikanisch.

In Deutschland hatte der Aufschwung nach der Rezession von 2008/2009 ganz andere Effekte auf die Einkommensverteilung: Die Einkommen der Arbeitnehmer sind vom ersten Quartal 2009 bis zum vierten Quartal 2012 mit einer durchschnittlichen Rate von 3,3 Prozent gestiegen, real also um 1,6 Prozent jährlich. Das dürfte der wichtigste Grund dafür sein, weshalb die Verbraucher weiterhin so optimistisch in die Zukunft schauen – abgesehen davon, dass sie sich viel weniger für Immobilien verschuldet haben als in anderen Ländern und jetzt nicht zum Sparen gezwungen sind.

Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich so stark verbessert, dass der Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen am Volkseinkommen seit zwei Jahren kräftig sinkt und der Anteil der Arbeitnehmereinkommen entsprechend steigt. Nicht das Kapital ist knapp, sondern eher das Angebot an Arbeit. Angesichts der immer noch niedrigen Kapazitätsauslastung und hohen Arbeitslosenquote (6,9 Prozent) gibt es aber zurzeit weder beim Einen noch beim Anderen wirkliche Engpässe.

Ich vermute allerdings, dass das Beschäftigungswunder trotzdem nicht mehr lange anhalten wird. Dafür ist die Erwerbstätigenquote in den letzten Jahren zu sehr gestiegen. Auch die Beschleunigung der Lohninflation hat tendenziell gegenläufige Effekte auf die Beschäftigung. Ich kann vor allem nicht erkennen, warum die Produktivität in einem Land, das voll in die internationale Arbeitsteilung eingebunden ist und eine höhere Investitionsquote hat als beispielsweise die USA, nicht wieder kräftiger zunehmen sollte.

In den zehn Jahren bis zum ersten Quartal 2008 hat der deutsche Output je Arbeitsstunde im Trend jährlich um 1,6 Prozent zugenommen, und ist heute immer noch auf dem Niveau von Anfang 2008, ist also per Saldo seit fünf Jahren unverändert. In der Industrie ist es in den fünf Jahren sogar zu einem Rückgang von 3,7 Prozent gekommen! Es kann ja nicht sein, dass der technische Fortschritt auf einmal einen großen Bogen um Deutschland gemacht hat, oder dass es Anzeichen für einen Strukturbruch gegeben hätte, oder dass den Unternehmern und ihren Angestellten die Ideen ausgegangen wären.

Fragt sich also, wann es auch hierzulande wieder einmal ein Produktivitätswunder gibt.

81 Kommentare


  1. Moin,

    es stellt sich die Frage inwieweit das Wachstum des US-amerikanischen BIP ein statistisches Artefakt ist und mehr dem hedonischen Inflator und der Aufblähung der Geldmenge als wachsender Produktivität geschuldet.

    CU

  2.   Ich

    These fuer die Ursachen der unterschiedlichen Produktivitaetsentwicklung:

    – In den USA boomt die produktivere Industrie durch billiges Gas (kostet in den USA ca. 1/3 so viel wie in Deutschland), den schwaecheren Dollar; in Deutschland eher die weniger produktiven Dienstleistungen (die eher die jetzt kaufkraeftigere heimische Nachfrage bedient als den Export).

    – Deutsche Unternehmen neigen aufgrund der demographischen Entwicklung dazu auch bei Ueberkapazitaeten wenig zu entlassen, weil sie fuerchten im Aufschwung keine Arbeiter mehr zu bekommen. Die geringe Produktivitaet ist dann Folge der Ueberkapazitaeten.

    – Messprobleme aufgrund der Energiewende: Leider weiss ich nicht, wie die Statistiker das handhaben, aber wenn z.B. Strom aus Windkraft und Sonnenenergie auf der Produktionsseite wie Strom aus konventioneller Energieproduktion gerechnet wird, ist das natuerlich ein riesiger Produktivitaetsverlust. Man braucht jetzt viel mehr Leute, um das gleiche(?) Gut herzustellen.

  3.   alterego

    „teilweise drastische Rückgänge der Produktion“?
    „Gleichzeitig stagniert die Produktivität“?

    Betrachten wir einmal die Entwicklung von Ende 2005, dem Ende von Rot-Grün, bis Ende 2012. In dieser Zeit wuchsen:

    * das preisbereinigte BIP um 11,1 Prozent
    * die Arbeitsproduktivität je Stunde (das preisbereinigte BIP je Stunde) um 6,6 Prozent
    * die Beschäftigung (Zahl der Erwerbstätigen) um 6,7 Prozent
    * das Arbeitsvolumen (Zahl der Arbeitsstunden) um 4,1 Prozent

    Das heißt, wir hatten sowohl ein Wachstum der realen Wertschöpfung (Güter zur letzten Verwendung) als auch der Arbeitsproduktivität und des Arbeitsinputs. Die Zahl der Beschäftigten wuchs stärker als der Arbeitsinput. Der einzelne Erwerbstätige hat also immer weniger gearbeitet.

    Die Entwicklung von 2008 bis 2012 ist tendenziell die gleiche. In dieser Zeit wuchsen:

    * das preisbereinigte BIP um 3,7 Prozent
    * die Arbeitsproduktivität je Stunde (das preisbereinigte BIP je Stunde) um 1,1 Prozent
    * die Beschäftigung (Zahl der Erwerbstätigen) um 3,1 Prozent
    * das Arbeitsvolumen (Zahl der Arbeitsstunden) um 1,2 Prozent

    Auch in diesem Zeitraum wuchs die Beschäftigung stärker als der Arbeitsinput, der einzelne Beschäftigte hat also zunehmend weniger gearbeitet (Mehrbeschäftigung mit Arbeitszeitverkürzung). Dass alle Wachstumsraten auf das Jahr bezogen schwächer ausfallen als im Zeitraum 2005 bis 2012 liegt allein daran, dass sich in dem kürzeren Zeitraum die Krisenjahre 2008/2009 stärker auswirken als in dem längeren.

    Der starke Anstieg der Bruttostundenlöhne in den Krisenjahren 2008 und 2009, in denen die Arbeitsproduktivität einbrach, und in 2012, in dem die Arbeitsproduktivität nur noch schwach zunahm, könnte sich künftig negativ auf die Beschäftigung auswirken, insbesondere, wenn die Lohninflation weiter anhält: Wachstum Bruttostundenlohn 2008 bis 2012 6,9 Prozent (Arbeitsproduktivität je Stunde 1,1 Prozent).

    Das Erlahmen des Produktivitätswachstums ist meines Erachtens die direkte Folge der Mehrbeschäftigung mit Arbeitszeitverkürzung. Wenn aber die Verteuerung der Arbeit weiter zunimmt, wird der Beschäftigungsaufbau enden oder sich gar umkehren, und die Arbeitsproduktivität wird wieder stäker zunehmen, damit die überproportionalen Lohnsteigerungen nachträglich verdient werden können.


  4. „Im Grunde ist es nicht so toll, wenn ständig mehr gearbeitet wird, pro Stunde aber nicht mehr herauskommt als in der Vergangenheit.“

    Nach klassischer betriebswirtschaftlicher Sichtweise: Ja.

    Aus gesamtvolkswirtschaftlicher Sicht ist es etwas differenzierter: Wenn Folge von Überkapazitäten ist, dann wäre die Alternative die überflüssigen Angestellten ‚freizusetzen‘. Produktivität und Betriebsgewinne steigen, ein paar Arbeitslose mehr, der Gesamtoutput bleibt gleich, de facto eine Umverteilung der Einkommen von den Lohneinkommen zu den Betriebsgewinnen. Das ist primär weder gut oder schlecht. Die Volkswirtschaft erfüllt in beiden Situationen ihre Aufgabe zu produzieren gleich gut.

    Wenn es nun ein Ziel ist, Geringqualifizierte wieder in Lohn und Brot zu bringen, dann wird das die rechnerische Produktivität drücken keine Frage. Möglicherweise steigt aber sogar der gesamtwirtschaftliche output, wenn mehr Menschen produktiv tätig sind. Die Gesamtwirtschaft hätte mehr zu verteilen, aber es würde anders verteilt werden und manche Kennzahlen würden schlechter aussehen.

    Ob eine Gesellschaft lieber in die eine oder andere Richtung sich entwickeln mag ist auch eine politische, nicht nur eine rein ökonomische Frage.

  5.   Marlene

    Die statistische Aussagekraft des obigen Artikels ist null.

    In welchen Sektoren der Wirtschaft finden Produktivitätszuwachse statt/ nicht statt.

    Die Wahl des Ausgangsjahres.

    Seit 1991 hat sich über 100 mal die statistische Definition von Arbeitslosigkeit geändert.

    Wie hat sich das Arbeitskräftepotential zwischen 1991 bis jetzt geändert.

    Ist es gestiegen und das Arbeitsvolumen gesunken, ist das Beschäftigungswunder wohl eher auf statistische Neudefinitionen und die Wahl des Ausgangsjahres zurück zuführen.

    Nichts aber auch gar nichts ist in Ordnung.

    flassbeck-economics.de/der-einzelhandel-als-konjunkturstutze-oder-wie-die-faz-komplett-verruckt-wurde-2/

    Die Gewinne aus dem Aussenhandel wurden allein dafür verwandt Auslandsvermögen in dem obersten Dezil zu mehren.

    Zu einem breiten Wohlstandszuwachs, der sich in einem höheren Konsum breiter Bevölkerungsschichten zeigt, kam es nicht.


  6. Die volkswirtschaftliche Produktivitätsmessung, BIP pro Arbeitsstunde, ist einfach Schwachsinn und hat schon häufig zu kompletten Fehlschlüssen und Fehlallokation von Kapital geführt, Produktivitätswunder in Griechenland, Spanien (2005: Wir werden Deutschland in 5 Jahren eingeholt und ab dann überholt haben), USA und UK, die der Realität nicht stand hielten. Mit dieser Kennzahl wird keine Produktivität gemessen!!! Produktivitätssteigerung lässt sich nur über den Umweg der Lohnstückkosten abbilden, um letztendlich den Arbeitseinsatz pro Einheit herauszufiltern. Nicht aber in dem das BIP ins Verhältnis zu den Arbeitsstunden setzt wird, dieses insbesondere, wenn das BIP zu 70% durch den Konsum und nur von 10% durch die Industrie generiert wird, wie in den oben erwähnten Ländern.


  7. Weil der Amerikanische Arbeitsplatz im Schnitt 30.000 USD kostet, der deutsche etwa 5.000 USD. Würden die Deutschen ähnlich hoch in Software, Werkzeuge, Equipement, Technik, aber auch Sicherheit und Komfort und Service des Arbeitnehmers investieren würde sich auch die Produktivität Erhöhen. Beispiel: Man kann einen hochwerdigen Farblaserdrucker für 10.000 Euro kaufen und damit sehr effektiv drucken, oder man kauft ein paar Buntstiffe, knauserig wie der Schwabe ist, und lässt senie Arbeitnehmer in unbezahlten Überstunden die Pläne von hand colorieren. Deutschland ist traditionell konservativ gegenüber der Anwendugn von neuen Techniken und relativ Investitionsresistent. In den USA sieht das andders aus, das wir neue Software, sneuer Service und Technik nicht nur sofort bestellt, traibiert und angewendet, da wird das auch erfunden, programmiert, vertrieben und verkauft.

  8.   Infamia

    Wie wäre es mit folgender Antwort. Weil wir einfach schon extrem produktiv sind und irgendwann ein Punkt erreicht ist, wo mehr kaum noch möglich ist? Wieder so ein Artikel, wo ein immer Mehr einfach vorausgesetzt wird. Auf die Idee, dass vielleicht irgendwann eine Grenze erreicht ist, kommt man offensichtlich gar nicht.

  9.   hairy

    Meine Lust, meine Produktivitaet zu steigern, ist wg. arg niedrigen Stundenlohns resp. laecherlich niedriger Lohnzuwaechse nicht allzu hoch.


  10. Könnte es nicht sein, dass in Nordamerika die Produktivität deshalb schneller wächst, weil man dort einen gigantischen Aufholbedarf gegenüber den schon viel früher „ertüchtigten“ (sprich: hochmechanisierten) deutschen Produktionsstätten insbesondere der Automobilindustrie hat? Und was soll das denn, die Produktivität NOCH weiter zu steigern – damit wird doch nur die Abwärtsspirale der Arbeitsplatzentwicklung wieder in Gang gebracht. Lassen Sie doch die Menschen endlich wieder mal einfach _arbeiten_.

 

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