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Der deutsche Konjunkturmotor stottert – Zeit, die prozyklische Finanzpolitik zu beenden!

 

Ich bin überrascht, dass es in diesen Tagen fast nur optimistische Äußerungen zur deutschen Konjunktur gibt, denn die Fakten sind keineswegs so gut wie die Stimmung.

Grafik: ifo Geschäftsklimaindex (Geschäftserwartungen und Lageeinschätzung)
ifo-Geschäftsklimaindex (Geschäftserwartungen und Lageeinschätzung)

Ein Warnsignal ist die Arbeitslosigkeit. Im September hatte es gegenüber August saisonbereinigt eine Zunahme um nicht weniger als 25.000 gegeben, auf 2,975 Millionen. Das war viel stärker als allgemein erwartet und bestätigt den ungünstigen Trend, der im Februar 2012 begann. Bislang war der Anstieg nur moderat, aber ein Aufschwung ohne einen Rückgang der Arbeitslosigkeit ist für mich keiner, der diesen Namen verdient. Von Vollbeschäftigung kann keine Rede sein. Es gibt etwa siebenmal mehr Arbeitslose als offene Stellen. Bei Vollbeschäftigung würde ich mindestens Gleichstand zwischen dem Angebot an Arbeit und der Nachfrage nach Arbeit erwarten. Die Unternehmen haben im Allgemeinen kaum Probleme, Mitarbeiter zu finden. Den Löhnen nach zu urteilen, findet kein Bieterwettstreit um die knappe Ressource Arbeit statt. Es gibt vielmehr ein Überangebot und es scheint größer zu werden.

Grafik: Deutscher Arbeitsmarkt: Erwerbstätige und Arbeitslose
Deutscher Arbeitsmarkt: Erwerbstätige und Arbeitslose

Bei der Beschäftigung sieht es nach wie vor ganz gut aus, aber wer die Daten genauer unter die Lupe nimmt, erkennt rasch, dass ihre Zunahme erkauft wird durch einen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit: Immer mehr Leute arbeiten immer weniger. Wenn das auf freiwilliger Basis geschähe, würde ich mich freuen – es könnte ein Zeichen zunehmenden Wohlstands sein. Ich habe da aber meine Zweifel. Mindestens ebenso plausibel ist, dass sich die Schere zwischen Gutverdienern und Leuten, die knapp am Existenzminimum leben und Teilzeit arbeiten müssen, ständig weiter öffnet. Wer früher arbeitslos gewesen wäre, ist heute gezwungen, sich mit schlecht bezahlten Jobs durchzuschlagen.

Grafik: Entwicklung der Beschäftigung in Deutschland seit dem 1. Quartal 1991
Entwicklung der Beschäftigung in Deutschland seit dem 1. Quartal 1991

Insgesamt haben wir es immer noch mit einer ausgeprägten Schwäche der Nachfrage zu tun. In diesem Jahr wird das reale BIP nur um 0,4 Prozent zunehmen – 2012 waren es auch nur 0,7 Prozent. Die deutsche Wirtschaft steht nur im Vergleich zu den Nachbarländern in der Währungsunion gut da, für sich genommen schrappt sie am Rande einer Rezession entlang.

Wir sollten uns nicht allein darauf verlassen, dass die EZB mit ihrer extrem lockeren Politik die Wirtschaft schon in Schwung bringen wird. In Deutschland hat bisher lediglich der Bau positiv auf die Zinssignale reagiert, nachdem er lange Jahre darnieder gelegen hatte: Im Baugewerbe übertrafen die realen Auftragseingänge im Juni und Juli ihre Vorjahreswerte um 11,3 Prozent. Dagegen stagnieren die Auftragseingänge in der Industrie seit fast drei Jahren und sind immer noch niedriger als vor der Rezession 2008/2009.

Grafik: Realer Auftragseingang in Industrie und beim Bau
Realer Auftragseingang in der Industrie und beim Bau

Vermutlich hat die Geldpolitik lediglich Schlimmeres verhindert. Besonders wirksam ist sie selbst im angeblich so gesunden Deutschland nicht: Im Juni und Juli übertrafen die Kredite an Unternehmen und Privatpersonen ihren Vorjahresstand lediglich um 0,3 Prozent, was inflationsbereinigt einem Rückgang entspricht. Das geht nun schon seit zwei Jahren so. Im übrigen Euroland war es in den beiden Monaten zu einem nominalen Rückgang von 2,2 Prozent und damit zu einem realen Rückgang von fast vier Prozent gekommen. Die EZB tut ihr Bestes, mit negativen Realzinsen und einem unbegrenzten Angebot an Liquidität, aber die Adressaten ihrer Bemühungen zeigen ihr die kalte Schulter. In einer Krise, in der der Schuldenabbau bei Regierungen und Haushalten in den meisten Ländern der Währungsunion Vorrang hat, kann die Geldpolitik nicht viel ausrichten. Wer unbedingt seine Schulden vermindern will, hat keine Lust auf neue.

Insgesamt kommt daher der Finanzpolitik eine viel wichtigere Rolle zu, als es die meisten Kommentatoren und Politiker wahrhaben wollen. Das gilt auch für Deutschland: Dass es nicht so richtig läuft mit der Konjunktur, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass trotz der niedrigen Kapazitätsauslastung so viel Wert auf die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte gelegt wird. Da sich die Outputlücke wegen des unterdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums weiter vergrößert, hat die Reduktion des staatlichen Haushaltssaldos von -0,8 Prozent des BIP im Jahr 2011 auf voraussichtlich +0,1 Prozent in diesem Jahr einen beträchtlichen restriktiven Effekt auf die Konjunktur. Er wird nur dadurch etwas abgemildert, dass die langfristigen Realzinsen, anders als in den Krisenländern der EWU, seit einiger Zeit in der Nähe von null liegen.

Grafik: Finanzierungssalden der öfffentlichen Haushalte in Deutschland
Finanzierungssalden der öfffentlichen Haushalte in Deutschland

Die neue deutsche Regierung wird angesichts der Haushaltslage ausreichend finanziellen Spielraum für Wachstum und Arbeitsplätze haben. Eine Umstrukturierung des Steuersystems ist überfällig, weil sich die Prioritäten geändert haben, aber es wäre für die Konjunktur Gift, wenn versucht würde, die Steuern insgesamt anzuheben, ohne gleichzeitig die Ausgaben zu erhöhen. Es geht aber nicht nur um die Konjunktur, noch wichtiger ist, dass die Produktivität endlich wieder zunimmt – weil sie die Basis für den künftigen Wohlstand ist. Zudem muss die Energiewende zügig vorangetrieben werden. Die Solar- und Windbranche hat sich inzwischen zu einem Jobmotor entwickelt: Es entstehen dort mehr neue Arbeitsplätze als in der traditionellen Energiewirtschaft wegfallen. Die erneuerbaren Energien sind Deutschlands Silicon Valley.

Sehr beunruhigend ist, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion je Stunde, also die Produktivität, zuletzt nicht höher war als im ersten Quartal 2008, vor der Rezession. In den zehn Jahren zuvor hatte sie im Durchschnitt um jährlich 1,6 Prozent zugenommen. Mit anderen Worten: Sie liegt gegenwärtig um etwa 7,7 Prozent unterhalb ihrer alten Trendlinie. Die Outputlücke, die Differenz zwischen aktuellem und potenziellem BIP, bewegt sich im Übrigen in einer ähnlichen Größenordnung (-5,5 Prozent). Noch anders ausgedrückt: So lange so viele Kapazitäten ungenutzt bleiben, verzichtet Deutschland jährlich auf ein Einkommen von rund 150 Milliarden Euro. Dagegen verblasst alles, was in Berlin über neue Steuern und Haushaltskonsolidierung diskutiert wird.

Grafik: Entwicklung der Produktivität der deutschen Wirtschaftt seit 1970
Entwicklung der Produktivität der deutschen Wirtschaft seit 1970

Vor allem die Rentenversicherung ist darauf angewiesen, dass der mittelfristige Wachstumspfad wieder steiler wird. Auf einen Beschäftigten entfallen immer mehr Rentner. Damit die aktive Bevölkerung nicht unzumutbar belastet wird, muss das reale Einkommen dauerhaft wieder kräftiger zunehmen. Der drohende Verteilungskonflikt zwischen Jung und Alt lässt sich nur vermeiden, wenn die zunehmenden Lasten für die Alten aus steigenden Einkommen bestritten werden. Mit anderen Worten, die neue Regierung muss in dieser Hinsicht dringend etwas tun. Das bedeutet, endlich ernst zu machen mit der Umsetzung des immer wieder laut verkündeten Ziels, mehr Ressourcen in die Bildung und die Forschung und Entwicklung zu leiten. Der Kuchen muss größer werden – das ist auf mittlere Sicht wichtiger, als ihn etwas anders aufzuteilen (obwohl das für sich genommen ebenfalls wichtig ist und nicht nur der Gerechtigkeit, sondern vermutlich auch dem Wachstum dient).

Sechs Quartale lang waren die deutschen Bruttoausrüstungsinvestitionen gefallen, ehe sie im zweiten Quartal erstmals wieder leicht gestiegen sind. Damit lagen die realen Ausrüstungsinvestitionen, auf die es insbesondere ankommt, immer noch um 16,6 Prozent niedriger als um die Jahreswende 2007/2008. Die Investitionsquote liegt inzwischen weit unter den Werten, die früher üblich waren. Vor allem die Nettoanlageinvestitionen sind auf ein erschreckend niedriges Niveau gesunken (2,6 Prozent des BIP). Im internationalen Vergleich ist das einer der niedrigsten Werte überhaupt. Hier liegt die wichtigste Erklärung, warum die Produktivität so langsam zunimmt und so viel Wohlstand verschenkt wird.

Grafik: Nettoanlageinvestitionen in Deutschland seit 1970 (in Prozent des BIP)
Nettoanlageinvestitionen in Deutschland seit 1970 (in Prozent des BIP)

Der Grund für diese miesen Werte sind nicht die Löhne, um das einmal klarzustellen: Auf Stundenbasis waren sie seit dem letzten zyklischen Hoch vor knapp fünfeinhalb Jahren im Durchschnitt jährlich nur um 2,3 Prozent gestiegen, verglichen mit einem durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent. Real war das zwar mehr als in den Jahren zuvor, aber trotzdem deutlich unter dem mittelfristigen Anstieg der Produktivität (siehe oben), an dem sich die Lohnabschlüsse ausrichten sollten. Die Politik der Gewerkschaften ist ganz auf die Sicherung der Beschäftigung ausgerichtet und könnte moderater nicht sein. Seit dem Tiefpunkt der Rezession im Frühjahr 2009 nehmen andererseits die Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen rasant zu (+30,2 Prozent). An den Gewinnen kann es also auch nicht liegen, dass es bei den Investitionen nicht läuft. Im Ausland wird allerdings weiterhin kräftig investiert: Dort sind die Grenzerträge wegen der Kapitalknappheit höher als im Inland. Möglicherweise handelt es sich hierbei um einen strukturellen Faktor. Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss von fast sieben Prozent des BIP, der die Netto-Kapitalexporte des Landes widerspiegelt, legt eine solche Sicht der Dinge ebenfalls nahe. In der noch kapitalreicheren Schweiz liegt die Quote sogar bei knapp zwölf Prozent und in Schweden und den Niederlanden sind die Kapitalexporte ähnlich hoch wie in Deutschland.

Ich bin hin- und hergerissen, ob die niedrige Investitionsquote tatsächlich ein Problem ist und ob der Staat etwas dagegen unternehmen sollte. Für die Investitionsneigung wäre es jedenfalls gut, wenn die Nachfrage der Haushalte und des Staates kräftiger zunehmen würde als bisher. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer wäre in dieser Hinsicht auf alle Fälle kontraproduktiv, ebenso wie eine weitere forcierte Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Die Mehrwertsteuer müsste eigentlich gesenkt werden. Wenn die Steuereinnahmen nicht zurückgehen sollen, wäre eher an eine höhere Mineralölsteuer oder eine Steuer auf die Emission von CO2 zu denken. Die Energiewende bleibt ein lohnendes Projekt, nicht nur aus Umweltgründen, sondern auch wegen der beträchtlichen positiven Terms-of-Trade-Effekte (importierte Energie wird relativ billiger – was dem allgemeinen Wohlstand zugutekommt), sowie der vielen neuen Jobs, die im Handwerk und in der Industrie entstehen.

Die Binnennachfrage muss auch deswegen ganz oben auf die politische Prioritätenliste gesetzt werden, weil sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft seit etwa einem Jahr deutlich verschlechtert. Vor allem die europäischen Krisenländer versuchen mit aller Macht, durch niedrigere Löhne und produktivitätssteigernde Entlassungen gegenüber Deutschland aufzuholen. Das Exportieren ist daher nicht mehr so leicht. Neuerdings wertet sich der Euro zudem gegenüber dem Dollar auf und damit gegenüber dem größten Währungsraum der Welt. Auch das dürfte die Exporte zunehmend erschweren. An den Devisenmärkten ist offenbar nicht unbemerkt geblieben, dass Euroland in diesem Jahr in der Leistungsbilanz, die mittelfristig als wichtigste Determinante des Wechselkurses gilt, einen gewaltigen Überschuss erzielen wird. Er reflektiert vor allem die Rezession und die großen Kapazitätsreserven der Währungsunion sowie die Tatsache, dass das BIP im Rest der Welt real mit der immer noch beachtlichen Rate von etwa drei Prozent zunimmt.

Grafik: Realer Wechselkurs des Euro für Deutschland
Realer Wechselkurs des Euro für Deutschland

Außerdem wird den Politikern Eurolands zunehmend abgenommen, dass sie den Euro nicht scheitern lassen werden. Statt mit Kapitalflucht haben wir es offenbar seit einiger Zeit wieder mit einer Rückkehr der Anleger in die Wertpapiermärkte der Krisenländer zu tun. Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Renditen spanischer und italienischer Staatsanleihen auf 4,2 und 4,3 Prozent gesunken sind; vor einem Jahr waren es noch 5,8 und 6,1 Prozent. Die Renditen sind immer noch gefährlich hoch, aber sie bewegen sich in die „richtige“ Richtung. Der Nachteil ist allerdings, dass der feste Euro die internationale Konkurrenzsituation verschlechtert. Das ist ein weiteres Argument mehr für eine expansivere Finanzpolitik in den Überschussländern der Währungsunion. Eine Aufwertung dürfte im Übrigen die Inflation, die schon jetzt weit unterhalb ihres Zielwerts liegt, weiter dämpfen.

312 Kommentare

  1.   Michael Stöcker

    @ Dietmar Tischer # 300

    Es hat mit meiner Antwort etwas gedauert, da ich zuerst meinen neuen Beitrag fertig schreiben wollte. Ich habe ihn heute online gestellt. Nun zu Ihrer Analyse:

    Wir haben es hier, bottom line, mit einem STRUKTURELLEN Problem – und eben nicht „cyclical unemployment“, wie Avent meint – zu tun.

    Ja, es sind vor allem strukturelle Probleme die sich über mehr als 40 Jahre lang in einem falsch verstandenen Geldsystem sukzessive aufgebaut haben und nun ihre destruktiven Kräfte entfalten. Wir haben es mit einer klassischen Liquiditätsfalle à la 1929 zu tun, die Keynes damals richtig analysiert hatte, dessen Thesen dann aber später für allen möglichen Unsinn von Politikern missbraucht wurden (Vulgärkeynesianismus).

    Wenn, wie in USA, der Staat sich weiter verschulden kann und eine Anzahl Vermögender ebenfalls, wird die Notenbank versuchen, über QE die Nachfrage bei diesen Akteuren zu generieren.

    Wieso sollte sich ein Vermögender verschulden? Höchstens um über den Leverage am Kursfeuerwerk zu partizipieren. Realwirtschaftliche Effekte? Nahezu null. Dass dies tatsächlich passiert, kann man schön an dieser Grafik erkennen: fuw.ch/article/geldpolitik-heizt-die-vermogensinflation-an/.

    Da Vermögen/Schulden nicht gestrichen werden, findet das scheue Reh eben einen Zufluchtsort. Aber Vorsicht, das Geld verschwindet somit nicht aus dem System sondern ist jetzt nur in der Hand eines anderen. Und der wartet auf den richtigen Moment: When There’s Blood In The Streets

    Der andere Weg ist, das Vertrauen in die Währung zu zerstören…

    Das ist wohl das Verkehrteste, was eine Zentralbank machen könnte. Warum? Geld ist eine Allmende und basiert auf Vertrauen. Zerstören wir aber bewusst das Vertrauen, verlieren wir unsere nationale Souveränität, da andere Währungen dieser Welt als Substitut einspringen werden.

    Wenn dies alles nicht ganz falsch ist, stellt sich die Frage, wie die EZB Inflation erzeugen soll.

    Dann haben Sie meinen unkonventionellen Vorschlag zu einer adjustierten Geldpolitik entweder noch nicht gelesen oder aber noch nicht bis zu Ende durchdacht. Er ist ja auch in der Tat etwas ungewöhnlich und entspricht nicht so ganz unseren bisherigen Vorstellungen von Geld und Stabilität. Also: Raus aus den Schützengräben vergangener fruchtloser Debatten, rein in die ideologiefreie Gestaltung der Zukunft Europas. Es ist noch nicht zu spät!

    Übrigens: Morgen ist Weltspartag. Ein willkommener Anlass, unser Spar- und Investitionswissen auf den Prüfstand zu stellen. Darum geht es unter anderem auch in meinem neuesten Beitrag: zinsfehler.wordpress.com/

  2.   Dietmar Tischer

    @ Michael Stöcker # 301

    >…strukturelle Probleme die sich über mehr als 40 Jahre lang in einem falsch verstandenen Geldsystem sukzessive aufgebaut haben und nun ihre destruktiven Kräfte entfalten. Wir haben es mit einer klassischen Liquiditätsfalle à la 1929 zu tun, die Keynes damals richtig analysiert hatte,…>

    Die Aussage halte ich für falsch.

    Die Liquiditätsfalle wie Keynes sie verstand, beruht darauf, dass Liquidität zu halten u. U. als vorteilhafter erachtet wird als Geld für Konsum oder Investitionen einzusetzen. Es ist also der immanente Liquiditätsvorteil jederzeit verfügbaren, d. h. „flüssigen“ Geldes (Liquiditätsprämie des Geldes), der zu Hortung, Nachfragerückgang und sich verstärkend zu Deflation und Unterbeschäftigung führt.

    Genau DIES wurde die letzten 40 Jahre vermieden – aufgrund welcher Probleme und mit welchen Folgen, ist eine andere Sache.

    Jedenfalls haben wir es in den letzten Jahrzehnten nicht mit einer klassischen Liquiditätsfalle dem Keynesschen Verständnis nach zu tun.

    >Wieso sollte sich ein Vermögender verschulden? Höchstens um über den Leverage am Kursfeuerwerk zu partizipieren. Realwirtschaftliche Effekte? Nahezu null>

    Der Vermögende, der nicht oder noch nicht zu hoch verschuldet ist, wird sich verschulden, wenn er bei extrem niedrigen Zinsen glaubt, gewinnbringende Investitionen zu tätigen. Das GESCHIEHT auch, in USA im Immobiliensektor, der in erheblichem Umfang durch QE angeschoben wurde. Das ist nicht nur Leverage und Kursfeuerwerk. Es ist allerdings die Frage, ob die dadurch bewirkten realwirtschaftlichen Effekte stark genug sind, um sich trotz Rücknahme von QE und Zinsanstieg zu verstärken oder ob sie so schwach sind, dass sie durch einen Zinsanstieg zunichte gemacht werden und die Wirtschaft in Schrumpfung zurückfällt. Man wird das sehen.

    >…Raus aus den Schützengräben vergangener fruchtloser Debatten, rein in die ideologiefreie Gestaltung der Zukunft Europas.>

    Klingt gut, aber damit wurde schon so manche Schlacht verloren, einmal abgesehen davon ob es in einem ganz strengen Sinne so etwas wie „ideologiefrei“ gibt.

    Wenn man, wie Sie, die Leute mit Geld zuschütten will, kann das durchaus zu Nachfrage führen. Aber da gibt es viel zu bedenken, und alles was man bedenken kann, hat man dann noch lange nicht zu Ende gedacht.

    Ich würde das ausgeschüttete Geld mit einem Verfallsdatum versehen – m. A. n. die notwendige Bedingung, damit es mit Sicherheit NICHT gehortet wird. Aber schon eigenartig, einen Geldscheine in der Hand zu haben, auf denen steht „Nur gültig bis zum x.y.z.“ Welches VERTRAUEN werden die Leute fortan nicht nur in solches, sondern in ALLES Geld haben?

  3.   jmg

    @ Tischer, 302
    „Ich würde das ausgeschüttete Geld mit einem Verfallsdatum versehen – m. A. n. die notwendige Bedingung, damit es mit Sicherheit NICHT gehortet wird.“

    Mit dieser Idee wandeln sie auf den Spuren von Silvio Gesell, Irving Fisher und Keynes, die im Falle einer zu hohen Liquiditätspräferenz ebenfalls Anreize zum Enthorten über eine negative Verzinsung des Geldes geben wollten.
    Dazu Keynes in der General Theory:
    userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/keynes/engl.htm

    und derselbe:
    „Ich glaube, dass die Zukunft mehr vom Geiste Gesells als von jenem von Marx lernen wird.“

    In die gleiche Kerbe haute Gregory Mankiw (Harvard Professor und Multimillionär durchs Lehrbuchschreiben) im Jahr 2009 (Er erwähnt auch „the German economist Silvio Gesell“).
    nytimes.com/2009/04/19/business/economy/19view.html
    Mankiw schlägt aber letztlich eine weniger esoterische Methode vor:
    „If all of this seems too outlandish, there is a more prosaic way of obtaining negative interest rates: through inflation. Suppose that, looking ahead, the Fed commits itself to producing significant inflation. In this case, while nominal interest rates could remain at zero, real interest rates — interest rates measured in purchasing power — could become negative. If people were confident that they could repay their zero-interest loans in devalued dollars, they would have significant incentive to borrow and spend.“
    Er fügt treffend hinzu:
    „Having the central bank embrace inflation would shock economists and Fed watchers who view price stability as the foremost goal of monetary policy. But there are worse things than inflation. And guess what? We have them today.“

  4.   Michael Stöcker

    @ Dietmar Tischer # 302

    Da haben Sie mich vielleicht missverstanden. Wir haben nicht seit 40 Jahren eine Liquiditätsfalle, sondern die zunehmende Verschuldung hat das Wachstum der Vergangenheit befeuert und so zu einem korrespondierenden Geldvermögensaufbau geführt. Die Verschuldung ist dann 2007 an ihre Grenzen gestoßen und ein weiteres kreditgetriebenes Wachstum war nicht mehr möglich. Hier stockt nun das System und die Liquiditätsfalle schlägt gnadenlos zu.

    Der Vermögende, der nicht oder noch nicht zu hoch verschuldet ist, wird sich verschulden, wenn er bei extrem niedrigen Zinsen glaubt, gewinnbringende Investitionen zu tätigen.

    Sie dürfen nicht die niedrigen Leitzinsen mit den Kreditzinsen in einen Topf werfen. Da kommt schon noch das Ausfallrisiko oben drauf. Und wenn die Zentralbank eine Blasenbildung sieht (man ist ja hoffentlich etwas schlauer geworden und glaubt nicht mehr an die Fama Morgana der EMH), dann kann sie ja die EK-Anforderungen für solche Kredite erhöhen.

    Wenn man, wie Sie, die Leute mit Geld zuschütten will, kann das durchaus zu Nachfrage führen. Aber da gibt es viel zu bedenken, und alles was man bedenken kann, hat man dann noch lange nicht zu Ende gedacht.

    Bei 3 % bzw. ca. 80 Euro pro Monat in Deutschland kann von zuschütten nun wirklich nicht die Rede sein. Es führt zum gleichen Ergebnis wie Ihr Schwundgeldvorschlag nach Gesell, nur eben viel einfacher und eleganter. Dass hiermit auch gewisse Imponderabilien verbunden sind (Multiplikator- und Akzeleratoreffekte) will ich nicht in Abrede stellen und liegt in der Natur der Sache, wenn man sich auf Neuland begibt. Aber die bisherigen Ideen, die mir bekannt sind, führen uns jedenfalls nicht aus dem Dilemma.

  5.   Dietmar Tischer

    @ jmg # 303

    Die Idee mit dem Verfallsdatum wurde von anderen vor mir diskutiert. Ich finde sie hat etwas Zwingendes, allerdings mit vielen Unwägbarkeiten. Ist Geld dann noch Wertaufbewahrungsmittel?

    Zu Mankiw:

    >”Suppose that, looking ahead, the Fed commits itself to producing significant inflation. In this case, while nominal interest rates could remain at zero, real interest rates — interest rates measured in purchasing power — could become negative. If people were confident that they could repay their zero-interest loans in devalued dollars, they would have significant incentive to borrow and spend.”>

    Das Problem, das ich sehe, liegt zwischen der ABSICHT, erhebliche Inflation zu generieren und der ÜBERZEUGUNG der Menschen, dass es erhebliche Inflation gibt bzw. geben wird, d. h. es sich daraufhin lohnt, Geld zu leihen und es auszugeben.

    Ich bin ja bei Blanchard und anderen, die für Inflation plädieren – jedenfalls KONZEPTIONELL unter der GEGENWÄRTIGEN Situation hoher Verschuldung.

    Nur:

    1.Wie soll das funktionieren, wenn sich VORRANGIG zu viele entschulden wollen und müssen? Wir sehen doch, dass QE keine Inflation geniert, zumindest nicht im entscheidenden Bereich der Konsumgüter.

    2.Vielleicht muss man es wirklich so in Angriff nehmen, wie die Japaner es tun wollen – in einer schier UNVORSTELLBAREN Dimension der Geldschöpfung. Aber hier muss man erst einmal die Nebenwirkungen abwarten. Aus Sicht internationaler Wirtschaftsverflechtungen scheint mir das eher kontraproduktiv zu sein.

    3.Inflation in einem spürbaren Maß ist politisch NICHT durchsetzbar bei und mit uns bei nun schon über EUR 5 Billionen Geldvermögen. Noch bevor wir in Deutschland 4 bis 5% Inflation erreichen, haben wir politische Instabilität.

    Ich sehe nichts, was den Namen Lösung verdiente.

    Am wahrscheinlichsten erscheint mir, dass alle Bestrebungen dahin gehen, das Boot nicht zum Kentern zu bringen, d. h. Deflation zu verhindern und zu HOFFEN, dass sich die Lage allmählich bessert, d. h. Wachstum zurückkehrt. Das soll man nicht kleinreden, vor allem nicht, wenn es heterogene Wirtschafträume mit unterschiedlicher Vermögensbildung betrifft. Aber es könnte mit mehr als einem verlorenen Jahrzehnt wirtschaftlicher Gesundung zu bezahlen sein.

  6.   Dietmar Tischer

    @ Michael Stöcker #304

    O.K. zu den letzten 40 Jahren.

    >Sie dürfen nicht die niedrigen Leitzinsen mit den Kreditzinsen in einen Topf werfen>

    Tue ich ja nicht. QE sorgt für extrem niedrige Kreditzinsen.

    >Aber die bisherigen Ideen, die mir bekannt sind, führen uns jedenfalls nicht aus dem Dilemma.>

    Sehe ich auch so. Deshalb darf man ja auch über den Tellerrand nachdenken.

    Andererseits AGIEREN die Notenbanken schon jenseits herkömmlicher Geldpolitik an Stelle der Politik, die explizit keine „Experimente“ wagen kann. Damit beginnt Nachdenken, was die gegenwärtige Situation betrifft.

    Und noch etwas:

    Was ist, wenn an der Sättigungsthese etwas dran ist, d. h. mehr Geld, ob GESCHENKT oder GEBORGT, irgendwann nicht mehr HINREICHEND Nachfrage generiert?

    Wenn wir die Krise nicht im REALWIRTSCHAFTLICHEN Bereich des Systems bestimmt haben, kann es sein, dass wir mit jeder noch so intelligenten Maßnahme nur an Symptomen herumoperieren.

  7.   alterego

    @ Stöcker
    Klar, durch Geldgeschenke der ZB an Inländer würde die Nachfrage nach heimischen Gütern künstlich erhöht.

    Aber
    – Nur gut die Hälfte des Geldes würde in Falle Deutschlands für den Erwerb heimischer Güter ausgegeben.

    – Geschenktes Geld verleitet zu dessen ökonomisch unsinniger Verwendung, bei welcher der Aufwand zur Erzeugung eines Gutes den Wert desselben übersteigt. Das ruiniert auf Dauer die Volkswirtschaft.

    – Sie erhöhen einseitig die Passiva der Zentralbank, vermindern daher c.p. deren Eigenkapital bzw. treiben sie so in die Überschuldung, die der Staat auszugleichen hätte. Konsequenz wäre c.p. eine Erhöhung des staatlichen Finanzierungsdefizits mit der Folge steigender Staatsverschuldung bzw. steigender Belastungen für den Bürger oder verminderter staatlicher Leistungen. Das wäre aus Sicht der Bürger im günstigsten Fall ein Nullsummenspiel, aber realistischerweise eher ein Verlustgeschäft.

  8.   Michael Stöcker

    @ Dietmar Tischer # 305

    Ist Geld dann noch Wertaufbewahrungsmittel?

    Geld war noch nie ein absoluter Wertspeicher. Auch nicht im Goldstandard, denn Preise sind immer relativ (Relativpreise = Austauschrelationen; Stichwort: König Midas). Dies ist eine verabsolutierte Illusion, die aus einer der Geldfunktionen abgeleitet wird. Die Hauptfunkton von Geld liegt aber darin, dass es für die Vertragserfüllung einen einheitlichen Erfüllungsstandard gibt (=gesetzliches Zahlungsmittel). Alles Weitere sind doch mehr oder weniger bemühte Geldfunktionen, die darauf verweisen, dass ein einheitlicher Erfüllungsstandard den Tausch von Waren- und Dienstleistungen extrem vereinfacht. Die juristische Sichtweise scheint mir hier ausnahmsweise mal prägnanter. Der Robinsonade geschuldet spricht der Volkswirt dann gerne von der Tauschmittelfunktion des Geldes. Diese wird ja auch nicht umsonst als erste Funktion genannt. Aber ohne Verträge brauche ich auch keinen Erfüllungsgegenstand.

    Wie gut dieser relative Wertspeicher funktioniert, hängt vor allem an der Unabhängigkeit der Zentralbank, da vollkommen politisierte Zentralbanken doch zu sehr dazu neigen, dass Füllhorn der Begehrlichkeiten im Übermaße zu nutzen. Hieraus schlussfolgerte dann ja auch Friedman, dass eine kontinuierliche Geldmengenexpansion das beste Instrument sei, um in der mittleren Frist für Kontinuität und Stabilität zu sorgen. Und somit erhält Geld dann den relativen Wert, der der Natur der Sache entspricht (Abschreibungszeiträume 2 – 50 Jahre). So gesehen ist Geld mit 2 % Inflation schon ein toller Wertspeicher. Die Zeit ist eben doch die wichtigste Dimension und relativiert alles scheinbar Absolute. Wir sollten eben nicht alles für bare Münze nehmen. 🙂

    Ein Vortrag von Weidmann aus dem letzten Jahr, an dem auch der von mir sehr geschätzte Prof. Binswanger teilgenommen hatte, gibt weitere Einblicke in die faustische Alchemie des Geldes: bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2012/2012_09_18_weidmann_begruessungsrede.html

  9.   Michael Stöcker

    @ Dietmar Tischer # 306

    Tue ich ja nicht. QE sorgt für extrem niedrige Kreditzinsen.

    Was ist für Sie extrem? Sind es die aktuellen 6,98 % der Santander Bank, die zu Konsumexzessen einladen? Oder etwa die 7,5 % Jubiläumsvorteil von easy credit? Vom Dispozins sowie der geduldeten Überziehung ganz zu schweigen? Aber auch die Autofinanzierung kalkuliert aktuell mit 5 – 6 Prozent. Und selbst ein Immobilienkredit mit z. Z. 2 – 3 Prozent, bei Laufzeiten bis 5 Jahren ist nicht wirklich günstig, wenn das zu erwartende Deflationsszenario sich weiter seinen Weg bahnt. Wir sollten uns nicht durch relativ niedrige Nominalzinsen täuschen lassen.

    Was ist, wenn an der Sättigungsthese etwas dran ist, d. h. mehr Geld, ob GESCHENKT oder GEBORGT, irgendwann nicht mehr HINREICHEND Nachfrage generiert?

    Dann machen wir es alle wie Porsche. Sie hatten doch selbst hierauf (# 269) aufmerksam gemacht!

  10.   Michael Stöcker

    @ alterego # 307

    Schön, dass Sie sich wieder einklinken. Meine schärfsten Kritiker sind mir intellektuell die Liebsten!

    Klar, durch Geldgeschenke der ZB an Inländer würde die Nachfrage nach heimischen Gütern künstlich erhöht.

    Ob es sich tatsächlich um ein Geschenk handelt, ist wohl nicht so einfach zu beurteilen. Für mich ist dies eher ein makroökonomisches Steuerungsinstrument im Sinne einer negativen Einkommenssteuer nach Friedman, damit nicht nur formal die Geldmenge steigt, sondern auch die potenziell nachfragewirksame Geldmenge. Aufgrund der bisherigen Fehlkonstruktion in unserem Geldsystem müssen die relativ weniger erfolgreichen Unternehmen aus Liquiditätsgründen die Löhne kürzen, da aus betriebswirtschaftlicher Sicht Kredite zu bedienen sind, dies aber aus Makro-Sicht nicht möglich ist, wenn sich hohe Cash-Bestände bei den Siemens und Appels dieser Welt konzentrieren. In dieser Interpretation werden so nur die aus geldsystemischer Sicht gekürzten Löhne wieder auf das angemessene Maß angehoben.

    – Nur gut die Hälfte des Geldes würde in Falle Deutschlands für den Erwerb heimischer Güter ausgegeben.

    Ist das aus Ihrer Sicht nun gut oder schlecht? Ihrer bisherigen Argumentation folgend wohl eher letzteres. Aus meiner Sicht ersteres, da so ein Beitrag geleistet wird, um dem Stabilitätsgesetz (außenwirtschaftliches Geleichgewicht) gerecht zu werden. Übrigens haben Sie vergessen zu erwähnen, dass natürlich auch die Griechen und Spanier die Hälfte für deutsche Güter ausgeben können oder eben zur Schuldentilgung.

    – Geschenktes Geld verleitet zu dessen ökonomisch unsinniger Verwendung, bei welcher der Aufwand zur Erzeugung eines Gutes den Wert desselben übersteigt. Das ruiniert auf Dauer die Volkswirtschaft.

    Dies träfe zu, wenn Geld im Übermaß verteilt würde. Dies will ich aber gerade nicht. Ich möchte lediglich eine ganz kleine Schraube im komplexen System adjustieren, um den systemimmanenten Fehler unseres Geldsystems zu korrigieren. Mache ich dies nicht, dann ruiniert dies auf Dauer die Volkswirtschaft in einer destruktiven Deflationsspirale.

    – Sie erhöhen einseitig die Passiva der Zentralbank, vermindern daher c.p. deren Eigenkapital bzw. treiben sie so in die Überschuldung, die der Staat auszugleichen hätte.

    Sie haben hier eine sehr betriebswirtschaftliche Sicht auf die Bilanz einer Zentralbank und die ist auch noch fehlerhaft. Was meinen Sie mit einseitig? Einseitig geht formal nicht, da eine Bilanz immer ausgeglichen sein muss. Bilanztechnisch gesehen handelt es sich bei meinem Vorschlag um eine Bilanzverlängerung, bei der auf der Aktivseite eine ewige Forderung der Zentralbank an die Bürger ihres Währungsraums gebucht wurde und auf der Passivseite habe ich dann einen Merkposten, dass ich dies auch wirklich getan habe. Dieser Vorgang ist absolut ergebnisneutral.

    Eine Zentralbank kann in ihrer eigenen Währung auch niemals illiquide werden. Sie kann lediglich bei zu exzessiver Bedienung der Druckerpresse das Vertrauen in die Stabilität ihres Zahlungsmittelstandards gefährden. Aber warum sollte sie das tun? Diese Gefahr besteht eben nur dann, wenn wir eine vollkommen politisierte Zentralbank hätten. Und ein negatives Eigenkapital ist für eine Zentralbank zwar nicht schön, aber kein wirkliches Problem, dass einen Aufreger wert wäre.

 

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