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Rechtsextreme fordern Freilassung von Wohlleben – Das Medienlog vom Mittwoch, 31. Dezember 2014

 

Immer wieder protestieren Aktivistengruppen vor dem Strafjustizzentrum in München, wo der NSU-Prozess stattfindet. Im März sollen dort auch Rechtsextreme eine Kundgebung abhalten, wie der Blick nach Rechts berichtet. Das Motto des Aufmarsches soll demnach „Schluss mit dem ‚NSU‘-Schauprozess – Freiheit für Ralf Wohlleben!“ lauten. Wohlleben ist als Unterstützer des extremistischen Trios angeklagt und sitzt in Untersuchungshaft.

Hinter der Aktion steht der Münchner Kreisverband der extremistischen Partei „Die Rechte“. Wohlleben erhält aus rechten Kreisen weiterhin Unterstützung, etwa durch Besucher, die ihn von der Tribüne aus grüßen. Kameraden verkauften auch T-Shirts, auf denen seine Freilassung gefordert wurde. Im Sommer scheiterten seine Anwälte mit dem Antrag, ihren Mandanten aus der Haft zu entlassen.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Freitag, 2. Januar 2015.

6 Kommentare

  1.   Hr. Schulz

    Da „Rechtsextreme“ auch Menschen sind, sollte ihnen genau so viel Gehör geschenkt werden wie jedem. Die reine Information darüber schafft nur weitere Konfrontation. Das Image grüßender Zuschauer ist doch weit verbreitet gerade wenn Nebenkläger hochwinken oder lächeln. Klatschende Pressevertreter nicht zu vergessen. Die gerügt wurden.

    MFG

  2.   Harald Arndt

    bleibt ja nur zu hoffen das nach dieser Kundgebung nicht auch von „Verständnis“ für die „Sorgen“ dieser Bürger schwadroniert wird.


  3. @1: Richtig ist: Auch Rechtsextreme haben ein Demonstrationsrecht.

    Falsch ist: Man muss ihnen kein Gehör schenken; insbesondere wenn sie die Freilassung eines vermutlichen Straftäters fordern und den Strafprozess als Schauprozess diffamieren. Rechtsextreme Einstellungen ist keine Meinung sondern menschenverachtend.

  4.   tacheles

    Schon seit den RAF Zeiten gab es Unterstützung von unter Terroranklage befindlichen mutmaßlichen Straftätern durch Einzelpersonen oder gleichgesinnte Gruppierungen.
    Die derzeit bekannteste und erfolgreichste Organisation zur Verteidigung von beschuldigten Extremisten ist die „Rote Hilfe“!
    Solange die Unterstützer ihr Anliegen friedlich vorbringen geht das i.O.

  5.   KuK

    Was man eben so melden muss, wenn in der Sache beim Jahrtausendprozess so gar nicht rauskommt.

    Monatelang war Zschäpes Kleidung der Aufmacher.

    Das wurde später ersetzt durch „Zeugen aus der Rechtes Szene“, die den Prozess behindern in dem die „sich auf Gedächtnislücken berufen“.
    Das klingt erst mal ganz schrecklich, aber wenn man hinterhergoogelt kommt dann raus, dass die sich nicht erinnern können welche Hose die vor 18 Jahren angezogen hatten.
    Als wenn dass angeklagt wäre.
    ___________________________
    Gekürzt. Bitte beachten Sie das Artikelthema.

  6.   Alöscha Popovic

    Wenn es gegen Wohlleben keine Beweise gibt, muss er Freiheit geniesen. Da ist aber der Fall, wo einer wegen seiner Weltanschauung auf der Anklagebank sitzt. Und deswegen ist die Forderung „Freiheit für Wohlleben“ die richtige Zivilcourage.

 

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