Keine Berichte zum NSU-Prozess

Auch am Donnerstag, 24. Mai gibt es keine Berichte in den deutschen oder englischsprachigen Onlinemedien.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Freitag, 25. Mai 2018.

 

Wohlleben-Anwälte lassen Tarnung fallen – Das Medienlog vom Freitag, 18. Mai 2018

Nach drei Tagen ist das Plädoyer der Anwälte von Ralf Wohlleben abgeschlossen. Es endete am Donnerstag mit einer Zuspitzung der Provokationen der Vortage, als Verteidiger Wolfram Nahrath einen Vortrag in rechtsextremer Ideologie hielt. Wie seine Kollegen Nicole Schneiders und Olaf Klemke forderte er Freispruch für Wohlleben.

„Es war am Ende eher eine völkische Kampfrede als ein Plädoyer in einem Strafprozess“, heißt es in einer Meldung der dpa.

Weiter„Wohlleben-Anwälte lassen Tarnung fallen – Das Medienlog vom Freitag, 18. Mai 2018“

 

Die rechte Show floppt

Sie fordern Freispruch: In ihrem Plädoyer im NSU-Prozess haben die Anwälte von Ralf Wohlleben für maximale Provokation gesorgt. Die Richter behielten dennoch die Ruhe.

Veranstaltungen der rechten Szene finden gewöhnlich in Hinterzimmern von Dorfgasthöfen statt, wo sie nur die Eingeweihten finden, in Schulungshäusern von Gleichgesinnten, stets abseits der Öffentlichkeit.

Im Münchner NSU-Prozess gibt es einen solchen Vortrag am Donnerstag vor Gericht zu hören. An diesem Tag endet das dreitägige Plädoyer von Nicole Schneiders, Olaf Klemke und Wolfram Nahrath. Die drei sind Verteidiger von Ralf Wohlleben, der als Waffenbeschaffer des NSU angeklagt ist. Die Bundesanwaltschaft fordert zwölf Jahre Haft wegen Beihilfe zum Mord. Dass Wohllebens Anwälte wie er selbst tief in der rechten Szene verortet sind, ist bekannt. Unklar war bis zuletzt jedoch, wie ihr Plädoyer für den 43-Jährigen aussehen würde: eine nüchterne Abrechnung oder eine Show mit Innenwirkung für die nationalen Kameraden?

Weiter„Die rechte Show floppt“

 

Wohlleben-Verteidiger provoziert vor Gericht – Das Medienlog vom Donnerstag, 17. Mai 2018

Das Plädoyer für den Mitangeklagten Ralf Wohlleben zieht sich: Den ganzen Mittwoch über sprach Anwalt Olaf Klemke. Dabei fuhr er scharfe Angriffe gegen den Kronzeugen Carsten S. und die Bundesanwaltschaft.

„Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten brauchte heute ein dickes Fell“, bilanziert Thies Marsen vom Bayerischen Rundfunk. Ihm warf Klemke vor, S. bei der Befragung falsche Erinnerungen eingepflanzt zu haben.

Weiter„Wohlleben-Verteidiger provoziert vor Gericht – Das Medienlog vom Donnerstag, 17. Mai 2018“

 

427. Prozesstag – Fortsetzung des Plädoyers für Ralf Wohlleben

Am Donnerstag setzen die Verteidiger des Mitangeklagten Ralf Wohlleben ihr Plädoyer fort. Am Vortag hatte Anwalt Olaf Klemke auf die aus seiner Sicht falsche Beweiswürdigung der Bundesanwaltschaft aufmerksam gemacht. Er wird heute weitersprechen, im Anschluss ist der Vortrag des dritten Pflichtverteidigers Wolfrahm Nahrat vorgesehen.

Wohlleben steht vor Gericht, weil er dem NSU die Pistole Ceska 83 beschafft haben soll, mit der die Terroristen neun Menschen erschossen. Die Waffe soll in seinem Auftrag der ebenfalls angeklagte Carsten S. transportiert haben. Die Bundesanwaltschaft klagte Wohlleben deshalb wegen Beihilfe zum Mord an und forderte eine Gefängnisstrafe von zwölf Jahren. Der Angeklagte sitzt seit gut sechs Jahren in Untersuchungshaft.

Kurz nach Beate Zschäpe hatte Wohlleben im Dezember 2015 eine Aussage gemacht. Darin stellte er sich als unschuldig dar und behauptete, er sei davon ausgegangen, das NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt wolle die Waffe zum Selbstmord benutzen. Die Schuld für den Waffentransport sah er bei Carsten S. Dieser wiederum hatte Wohlleben als den verantwortlichen Beschaffer benannt. S.‘ Anwälte forderten deshalb Freispruch für ihren Mandanten.

ZEIT ONLINE berichtet aus München und fasst den Prozesstag am Abend auf diesem Blog zusammen. Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Weitere Berichte stellen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

„Aus dem Satzbaukasten der Neonazipropaganda“ – Das Medienlog vom Mittwoch, 16. Mai 2018

Freispruch für Ralf Wohlleben: Das haben die Verteidiger des mutmaßlichen Waffenbeschaffers in ihren Plädoyers gefordert, die am Dienstag begonnen haben. Nicole Schneiders und Olaf Klemke blieben jedoch nicht nur bei den Vorwürfen gegen ihren Mandanten, sondern kritisierten das Gericht und verlasen auch noch hetzerische Botschaften.

Über Schneiders‘ Vortrag schreibt Julia Jüttner auf Spiegel Online: „Ihr Schlussvortrag beschränkt sich in weiten Teilen auf den Vorwurf der Vorverurteilung ihres Mandanten, Entlastendes hat sie nicht zu bieten.“ Auch die Angaben des Kronzeugen Carsten S. habe sie nicht entkräften können. Für Gelächter unter den Zuschauern habe die Aussage gesorgt, Wohlleben sei „kein Ausländerhasser“: „Viele von ihnen kennen Ralf Wohlleben aus den Neunzigern ganz anders.“

Weiter„„Aus dem Satzbaukasten der Neonazipropaganda“ – Das Medienlog vom Mittwoch, 16. Mai 2018″

 

426. Prozesstag – Wohlleben-Verteidiger setzen Plädoyer fort

Am Mittwoch setzen die Verteidiger des Mitangeklagten Ralf Wohlleben ihr Plädoyer fort und bringen es voraussichtlich auch zu Ende. Am Vortag hatten die Anwälte Nicole Schneiders und Olaf Klemke bereits Freispruch für ihren Mandanten gefordert. Heute sprechen weiterhin Klemke und der dritte Pflichtverteidiger Wolfrahm Nahrat.

Wohlleben steht vor Gericht, weil er dem NSU die Pistole Ceska 83 beschafft haben soll, mit der die Terroristen neun Menschen erschossen. Die Waffe soll in seinem Auftrag der ebenfalls angeklagte Carsten S. transportiert haben. Die Bundesanwaltschaft klagte Wohlleben deshalb wegen Beihilfe zum Mord an und forderte eine Gefängnisstrafe von zwölf Jahren. Der Angeklagte sitzt seit gut sechs Jahren in Untersuchungshaft.

Kurz nach Beate Zschäpe hatte Wohlleben im Dezember 2015 eine Aussage gemacht. Darin stellte er sich als unschuldig dar und behauptete, er sei davon ausgegangen, das NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt wolle die Waffe zum Selbstmord benutzen. Die Schuld für den Waffentransport sah er bei Carsten S. Dieser wiederum hatte Wohlleben als den verantwortlichen Beschaffer benannt. S.‘ Anwälte forderten deshalb Freispruch für ihren Mandanten.

Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Die Berichte darüber fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

Nazi-Botschaft aus dem NSU-Prozess

Die Verteidigung des mutmaßlichen NSU-Waffenbeschaffers Ralf Wohlleben fordert Freispruch. Das Plädoyer ist ein verstörendes Gebräu aus Verschwörungstheorien und rechter Rhetorik.

Der Angeklagte Ralf Wohlleben und seine Anwältin Nicole Schneiders im April 2016 © Tobias Hase/dpa

Nein, er reagiert nicht. Richter Manfred Götzl, immerhin schon 64, hat in seiner Karriere genug an sich abprallen lassen, als dass ihn eine plumpe Provokation auch nur irritiert das Gesicht verziehen lassen würde. An diesem Tag kann er sich eine Menge davon anhören. „Sie, Herr Vorsitzender, sind nicht für Ihre Freisprüche bekannt“, doziert die Anwältin Nicole Schneiders. Und schiebt nach: „Bislang ist dieses Verfahren nicht rechtsstaatlich und fair.“

Weiter„Nazi-Botschaft aus dem NSU-Prozess“

 

Keine Berichte zum NSU-Prozess

Auch am Dienstag, 15. Mai, gibt es keine Berichte in den deutschen oder englischsprachigen Onlinemedien.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Mittwoch, 16. Mai 2018.

 

425. Prozesstag – Schlussvortrag der Anwälte von Ralf Wohlleben

Heute beginnen die Verteidiger des Mitangeklagten Ralf Wohlleben ihr Plädoyer. Die Anwälte Nicole Schneiders, Olaf Klemke und Wolfrahm Nahrat hatten angekündigt, ein bis zwei Tage zu benötigen.

Der 43-Jährige steht vor Gericht, weil er dem NSU die Pistole Ceska 83 beschafft haben soll, mit der die Terroristen neun Menschen erschossen. Die Waffe soll in seinem Auftrag der ebenfalls angeklagte Carsten S. transportiert haben. Die Bundesanwaltschaft klagte Wohlleben deshalb wegen Beihilfe zum Mord an und forderte eine Gefängnisstrafe von zwölf Jahren. Der Angeklagte sitzt seit gut sechs Jahren in Untersuchungshaft.

Kurz nach Beate Zschäpe hatte Wohlleben im Dezember 2015 eine Aussage gemacht. Darin stellte er sich als unschuldig dar und behauptete, er sei davon ausgegangen, das NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt wolle die Waffe zum Selbstmord benutzen. Die Schuld für den Waffentransport sah er bei Carsten S. Dieser wiederum hatte Wohlleben als den verantwortlichen Beschaffer benannt. S.‘ Anwälte forderten deshalb Freispruch für ihren Mandanten.

ZEIT ONLINE berichtet aus München und fasst den Prozesstag am Abend auf diesem Blog zusammen. Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Weitere Berichte stellen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.