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Zschäpe und ihr neuer Anwalt: ein Verhältnis von Dauer? – Das Medienlog vom Donnerstag, 6. August 2015

 

Beate Zschäpes neuer Anwalt Mathias Grasel hat seinen festen Platz vorn auf der Anklagebank, seine Mandantin setzt ihr Vertrauen in ihn. Doch könnte dieses ebenso verloren gehen wie es im Fall ihrer angestammten drei Verteidiger der Fall war? „Es ist keineswegs ausgemacht, dass sie nicht auch ihn früher oder später fallen lässt, falls er nicht nach ihrer Pfeife tanzt“, gibt Harald Biskup in der Frankfurter Rundschau zu bedenken. Ein potentieller Fehler war seine Bestellung als vierter Pflichtverteidiger durch das Gericht demnach jedoch nicht, sondern vielmehr ein „geschickter Schachzug, um die Krise zu deeskalieren“.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Freitag, 7. August 2015.

7 Kommentare

  1.   Peter

    Ehe jetzt weiter die hätte-könnte-sollte-müsste-ganz bestimmt – Mutmaßungen Dritter wiedergegeben werden oder die täglich Pflicht-Nullmeldungen kommen, könnte der Blog auch dem Prozess folgen und eine Sommerpause einlegen.
    Fakten sind doch keine zu erwarten.

  2.   Reverend

    Es wird so viel über Belangloses spekuliert bzw. erschliesst sich mir absolut nicht der Mehrwert dieses Artikels. Warum spekulieren Sie Herr Sundermann nicht mal zur Abwechslung ausschweifend über den Anteil der verschiedensten Behörden, die Möglichkeit das der „NSU“ vielleicht gar nicht die/alle Taten begangen hat oder thematisieren die „Russlungen-Lüge“ etc..
    Vielleicht wollen Sie uns auch nur darauf hinweisen, welcher Schwachsinn so geschrieben wird, aber dann thematisieren Sie das auch bitte so.

    Ach nein ich habe vergessen, dass Prof. Rainer Mausfeld mit dem Vortrag „Warum schweigen die Lämmer“ ja schon die Antwort gegeben hat.

    … Die Krise ist aus meiner Sicht nicht mal ansatzweise deeskaliert. Es wird nur nicht thematisiert, dass sich unser Rechtssystem hier zum Teil selbst zerlegt, weil weder Richter, Staatsanwälte, Nebenkläger noch (Pflicht)Verteidiger ihrer Rolle gerecht werden. (Wobei sich dies auf meine Sicht bezieht. Aus Sicht anderer Zielstellung werden die Genannten vollständig der zugedachten Rolle gerecht.)

  3.   Karl Müller

    @ 2,

    Tja, wenn es nur die „Rußlungen“ wären…., damit könnte ich bei sehr kurzeitiger Expositin ermittlungstechnisch noch leben, , aber im Sektionsbericht sind ja auch die Blutuntersuchungen auf Cyanid und Kohlenmonoxid negativ beurkundet. Für das ansprechen beider Teste reichen wenige Atemzüge Zigarettenrauch oder Brandgase. Kann man nicht oft genug betonen.
    Was dagegen Frau Z. mit Verteidigern „treibt“ bleibt der schmutzigen Phantasie der Pressevertreter überlassen.

  4.   Noname

    Das kann niemand voraus sagen, ob wie lange Frau Zschäpe den neuen Anwalt Mathias Grasel behält. Wenn sein muss und wenn erforderlich ist schnell wie möglich zu trennen. – Übrigens, Frau Zschäpe wäre gut beraten RA Grasel auch nicht viel zu sagen, außer nur Prozesstechnik bezogenen Sachverhalte.

  5.   Franz

    Warum werden eigentlich nicht unsere amerikanischen (Geheimdienst) Freunde gebeten, von den vernichteten Akten dem Gericht Kopien zu übergeben? Könnte den Prozess verkürzen. Alle Akten sind digitalisiert und die Amerikaner haben Kopien davon.

  6.   hintermbusch

    Die Presse schreibt in diesem Strafverfahren offensichtlich und ausdauernd viel lieber über „Verhältnisse“ und das „Treiben“ der Angeklagten als über die (ausbleibenden) Beweise gegen sie. Das ist sehr peinlich für die Presse, aber ein bewährtes Vorgehen.
    Ich kann nur empfehlen, sich unter diesem Aspekt einmal den Mordfall Praun und die tendenziöse Berichterstattung über die dafür (mit großer Wahrscheinlichkeit zu Unrecht) verurteilte Angeklagte Vera Brühne anzusehen. Sie wurde zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt und hat 18 Jahre gesessen. Es ist erschreckend, dasselbe Muster in der Berichterstattung über Zschäpe wiederzufinden, der bis heute weder ein Mord noch Mitwisserschaft bei einem solchen seriös nachgewiesen ist. So verfolgt man Hexen im 20. und 21. Jahrhundert, mit bewährten Methoden aus der voraufgeklärten Zeit. Was sagen die Frauenbeauftragten der Republik dazu?

  7.   bx16v

    Spielen wir hier Schach?
    Oder doch eher DOKU SOAP oder Kindergarten!
    Anscheinend geht es nicht mehr um Schuld oder Unschuld?
    Da noch keinerlei Schuldbeweise beigebracht wurden und auch keine in Aussicht sind geht man nun zum unterhalterischen Teil über?
    ___________________________
    Editiert. Bitte verzichten Sie auf Polemik.

 

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