‹ Alle Einträge

Lügende Zeugen müssen mit Ermittlungen rechnen – Das Medienlog vom Freitag, 14. August 2015

 

Immer wieder stehen Zeugen aus der rechten Szene im Verdacht, bei ihren Aussagen im NSU-Prozess gelogen zu haben. Dieser Verdacht hat nun Konsequenzen: Die Münchner Staatsanwaltschaft prüfe derzeit in fünf Fällen, ob sie Ermittlungen wegen Falschaussagen einleiten soll, berichtet die Thüringer Allgemeine (Registrierung notwendig). Bis es dazu kommt, wird es jedoch noch dauern: Die Staatsanwaltschaft will nach eigenen Angaben das Urteil des Oberlandesgerichts im Terrorverfahren abwarten. Gegen wen sich der Verdacht richtet, teilte die Behörde nicht mit.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Montag, 17. August 2015.

19 Kommentare

  1.   Noname

    Alte Klassiker trifft alte Klassiker, nichts ist transparent aber Hauptsache die Staatsanwaltschaft München bliebt im Gespräch.
    Bleibt also für uns nicht anderes übrig als nur spekulieren und fantasieren.

  2.   Peter

    So langsam wird der Blog hier arg selektiv:
    Heute habt Ihr Eure eigene ZON zum Thema NSU und Prozesszeugen vergessen
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-08/nsu-straftaten-rechtsextremismus

    Das ist der Artikel, in dem wegen 9 „politisch motivierter“ Gewaltdelikten (nach Abzug von Propagandadelikten usw.) von „NSU-Unterstützern“ in 4 Jahren Alarm geschlagen wird. Beweise zur getroffenen Bewertung der noch laufenden Ermittlungen – keine, Einordnung in die Gesamtlage der Gewaltkriminaltität in Deutschland – Fehlanzeige.

    Zu den „lügenden“ Zeugen ist es doch recht einfach … man beweist ihnen die Lüge/den Meineid und dann kann und soll man sie bestrafen.
    Wenn man allerdings nur das dubiose Gefühl hat, dass „offensichtlich die Unwahrheit gesagt“ wird, dann sucht man doch besser Beweise hierfür, ehe man entsprechende Behauptungen aufstellt..

  3.   Orwell

    Und was ist mit Herrn Ziercke, der dem Bundestag am 21.11.2011 über „Russlunge“ gelogen hat?

  4.   Karl Müller

    @ 3,

    Da das Rußlungenmärchen nicht mal der PUA in Thüringen mehr geglaubt hat, sind hier wietere Schritte zur AUfklärung erforderlich. Denn die Widersprüche und textlichen Manipulationen bei denn u.a. „Brandgase“ mit „Ruß“ gleichgesetzt wurden, oder wo zwar einerseits „Ruß“ aber dann eben auch Brandgase wieder vollständig ausgeatmet worden sein sollen, ohne das sich die Brandgase ans Blut binden, das bedarf doch größerer Aufmerksamkeit.


  5. @ 4 Sollte uwe böhnhardt nach em Uwe mundlos ihm mit der Pumpgun den halben Schädel weggeschossen hat noch ein oder ausatmen?
    Oder sollte Uwe Mundlos nach dem er sich die Pumpgun in dem Mund gehalten hat noch Atemzüge gemacht haben?

    Ein wenige realismus muss schon gewahrt werden, es waren keine Dummköpfe, abr auch keine Superhelden mit übermenschlichen fähigkeiten.

  6.   Karl Müller

    Sie lenken ab.

  7.   Karl Müller

    @ 5 Dann können Sie sicher auch erklären wie M. zu einem veritablen Schmauchantrag am rechten Handrücken kommt, der von einer Polizeipatrone stammt?

    Und warum die in seinem Schädel sichergestellte Geschossteile eines 9X19 mm Projektils als nicht von Bedeutung klassifiziert wurden?

    Unr warum hat man medial zuvor versucht mit aller Gewalt das Rußlungenmärchen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten?

  8.   Orwell

    @5.
    In der Anklageschrift steht: Mundlos hat den Feuer angelegt bevor er sich erschossen hat. In die Zeit zwischen Brandlegung und „Selbstmord“ sollte er atmen.
    Die zweite Variante – Mundlos hat erst sich selbst erschossen und dann den Brand angelegt – hat die Staatsanwaltschaft dummeweise abgelehnt. Schade. Es wäre passend und die Presse hätte nichts dagegen gehabt.


  9. @6 wovon?

    (…)

    Wieviel Millionen hat und wird dieser Prozess kosten?
    Und vorallem was sollen die Opfer sagen wenn der Staat nicht mal in der lage ist eine Lösung zu liefern?
    Nur mit vermutungen kann man niemanden überzeugen oder sich zufrieden geben.

    Die beiden waren keine Ausserirdischen.
    ___________________________
    Editiert. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen.

  10.   Karl Müller

    @ 9.

    Der „Staat“ soll keine in sich schlüssigen Erklärungen liefern, was ja als Formulierung schon ein Geschmäckle hat. Wer hier „die Opfer“ sind, abgesehen von den toten Geschädigten, ist noch lange nicht raus.

    Persönlich hatte ich noch nie einen „Kunden“ der Brandgase eingeatmet hat, diese aber nicht im Blut nachweisbar gewesen wären…
    Bei Suizidenten stammt der Schmauchantrag gewöhnlich vom durch diesen verwendeten Tatmittel. Nicht von Fremdmunition und dann hat der Suzident auch immer nur das selbst abgefeuerte Projektil im Körper, nicht wie in der AUffindungsituation im WoMo auch noch Geschossteile die mit dem behaupteten Ablauf nicht in Übereinstimmung zu bringen sind.

    Usw. Kurz. Das was ich aus den TO-Sachakten und dem Gutachten des Pathologen lese ist weder sachlich nachvollziehbar noch reicht es mir als „Erklärung“ aus.

 

Kommentare sind geschlossen.