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Eine Frage wird offenbleiben – das Medienlog vom Donnerstag, 1. Juni 2017

 

Am Mittwoch, dem letzten Verhandlungstag vor zwei Wochen Pfingstferien, haben die Verteidiger des Mitangeklagten Ralf Wohlleben einen Befangenheitsantrag gegen alle Richter des NSU-Prozesses gestellt. Grund ist, dass der Strafsenat am Vortag Beweisanträge der Anwälte abgelehnt hatte. Die Sitzung war „ein Tag, der aus Sicht vieler Angehöriger der zehn Mordopfer des NSU ein vergeudeter Tag ist“, kommentiert Eckhart Querner vom Bayerischen Rundfunk. Diese fragten sich nach wie vor, wieso ausgerechnet ihre Verwandten Opfer der Mordserie wurden. Die Frage werde „am Ende des Strafverfahrens gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte nicht beantwortet werden“.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Freitag, 2. Juni 2017.

8 Kommentare

  1.   PLA-Sachsen

    Daß diese Frage offenbleiben wird, sofern nicht etwas Unvorhergesehenes passiert, dürfte v.a. daran liegen, daß mit dem geheimnisvollen Ableben der Uwes in Eisenach am 04.11.2011 und dem mysteriösen Auffinden diverser Pistolen die Mordfälle sofort als geklärt bezeichnet und die entsprechenden, m.W. bis dahin intensiv betriebenen Ermittlungen eingestellt wurden.

  2.   twistpower11

    von den kosten für den Prozess kann man sicher einige schulen sanieren.toll welche Aufmerksamkeit diese Tante bekommt.dabei redet sie nur mit den gut bezahlten Anwälten.
    einfach eine Riesen verarsche.

  3.   fliegenklatsche

    Vielleicht wurde nach den beiden oder eher dreien gefahndet und man hatte nur keinen punkt wo man ansetzten konnte, aber nach ihrem auffinden war der größte teil schnell geklärt.

    Dann ging und geht es nur noch darum wer hat an was welche schuld zu tragen.

    Im ersten moment wird erstmal alles angeklagt aber vor gericht muss dann die schuld oder auch unschuld nachgewiesen werden, oder?

    Und so fürchterlich mysteriös war das ableben nun doch auch nicht, zeugen haben die schüsse gehört und dann den wohnwagen brennent aufgefunden.

    Warum werden nicht mal satzzeichen verwendet?
    Steht denn immer schon alle fest?
    Ich glaube kaum das jemand in einer glaskugel alle antworten finden wird.

  4.   Hill

    @fliegenklatsche
    Ihr Zitat: Und so fürchterlich mysteriös war das ableben nun doch auch nicht, zeugen haben die schüsse gehört und dann den wohnwagen brennent aufgefunden.

    Welche Zeugen haben was gehört? Hier gibt es sehr vieles das mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Es gibt so z.b. Zeugen die eine dritte Person „flüchten“ sahen.
    Auch merkwürdig das solche eiskalten Killer, die zudem stark bewaffnet waren, sich plötzlich beim Auftauchen von zwei! Streifenpolizisten ohne wirklichen Grund (man war noch nicht auf die Uwes aufmerksam geworden) selbst umbringen.
    Merkwürdig auch das Experten sagen das diese Art des Selbstmordes bzw der Ablauf doch einige Fragen aufwirft.
    Merkwürdig auch das die Uwes offenbar nichts besseres zu tun hat als jedesmal wenn sie sich ein Wohnmobil liehen massig Waffen und das gesamte Geld ihrer Überfälle im Wohnmobil verstauten. Hier wäre es eigentlich logisch das dieses Sachen in einem Versteck deponiert blieben da es ansonsten nur ein unnötiges Risiko einer zufällig Entdeckung bedeuten würde.
    Es sei dabei auch zu berücksichtigten das die Uwes den Polizei-Funk abhörten und somit wussten das die Gefahr entdeckt zu werden gleich null war, weshalb also Selbstmord ohne Grund?

  5.   fliegenklatsche

    @ Hill, hat eine Streifenpolizist icht die schüsse im Wohnwagen gehört?
    (…)
    Wollte man bis zum schluss das Ruder in der hand halten und wollte man auf keinen fall in Haft gehen weil einer der beiden seine eigene erfahrungen gesammelt hat und beide zusammen keinen sinn darin sahen sich vom Staat besiegen zu lassen. Der ganze fall ist merkwürdig, sollte man aber auch mal bedenken das einer der täter eine schule für Hochbegabte besuchte für mathe und Physik? Die Trophäen sollte da bleiben wo die beschaffer sind und es sollte wohl niemand auf ihre kosten in deren genuss kommen. Ein versteck wäre dann nicht umbedingt auf sie zurückführbar, und Funk abhören zeigt nur den stand der flucht und die chancen weg zu kommen oder nicht und so einer verhaftung aus dem weg gehen zu können.

    Es ist das meiste an dem fall schlüssig und ausermittelt, „helfer“ wussten sicher nichts von dem was da passierte, je mehr mitwisser desto größer die gefahr aufzufliegen. Für das wo man „Zeugen“ brauchte wurde ja auch gesorgt.

    ich glaube das dass jetzt so reicht um endlich die größten mythen um den NSU zu wiederlegen.
    ___________________________
    Editiert. Bitte belegen Sie Behauptungen mit einer Quelle.

  6.   Ben

    @fliegenklatsche

    sie führen auf das die Uwes ihre Waffen und das Geld als „Trophäen“ bei sich führten damit „kein dritter“ darauf Zugriff hätte und es so „weniger Zeugen“ geben würde.
    Wenn dem so ist würde dieses Zschäpe entlasten und auch das Gutachten ins Wanken bringen, da es belegen würde das Zschäpe nicht verlässlich war und offenbar auch nicht weiter eingeweiht war.
    Ihre Meinung bringt somit noch mehr Unklarheiten als Antworten.

    Und wo wurde für „Zeugen“ gesorgt?
    Die Anschlagsziele sprechen dafür das es Unterstützer gab, da es fast nur Ziele waren die Ortskundige kannten.
    Auch die Verteilung der Ziele und die lange Zeit sprechen ehr dafür das es weitere Beteiligte gibt.
    Zudem beschreiben Augenzeugen Personen die nicht auf die Uwes als Täter deuten.
    Es gibt weiterhin mehr Fragen als Antworten.

  7.   KunoWimmerzahn

    Die Befangenheitsanträge sind durchschaubare Ablenkungsmanöver.

    Die Anwälte müssen so tun als ob. Da peitschen sie das Wasser.
    Ihr eigentlicher Job wären Gegengutachten und ordentliche Befragungen zum Kern der Anklage, die in allen Punkten nur aus Behauptungen besteht.
    Würde ein Jurastudent erstes Semester schaffen.

  8.   fliegenklatsche

    @ ben, genau das ist es doch jeder muss ja denen das es hlefer gab!
    Waren die orte vorher genau ausgesucht kommt der verdacht auch auf wenn man allein ist.
    Und was ist mit den anderen angeklagten, die nicht wussten was passiert und so zu mittätern gemacht wurden.
    Was ist mit Themme in Kassel, wurde der nicht auch unfreiwillig zum Zeigen gemacht, was war beim Mord an den Polizisten, da wussten auch andere etwas drüber und konnten es nicht mehr berichten.

    Es wäre doch ein triumph wenn jetzt nicht mal jemand verurteilt werden könnte weil man keinen einem schuld oder tat nachweisen kann.

    Man muss das ganz mal aus sicht eines machers sehen, wenn man reingeelgt wurde erkennt man leider erst oft viel zu spät wie wo wann man reingelegt wurde.

    Man unterschätzt oft seine gegner.

 

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