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Bittersüße Wahrheiten

 
Screenshot "A guide to sweeteners"
Screenshot der Grafik "A guide to sweeteners" von der Washington Post

Zucker macht glücklich. Daher süßt der Mensch gerne nach. Doch zu viel davon ist schädlich. Wir sagen nur: Karies, Übergewicht, Kreislaufprobleme … Also experimentiert die Industrie mit Süßungsmitteln als Ersatz für die Erfolgsdroge. Ob künstlich oder natürlich: Das Angebot an alternativer Süße aus dem Labor ist mittlerweile riesig. Die Washington Post hat daher – ganz im Style der Chemie – ein Periodensystem der in den USA erhältlichen Produkte erstellt.

Entstanden ist eine Tabelle, die zeigt, welche Mittel für wen geeignet sind. Was hat besonders wenig Kalorien? Was ist in hoher Dosis doch zu bitter? Und warum sollten Hunde keinen Kaugummi essen? Nicht aufgeführt sind etwa unerlaubte Null-Kalorien-Proteine gewisser afrikanischer Früchte sowie bereits verbannte Süßungsmittel. Wie etwa Bleiacetat, mit dem die dekadenten Römer sauren Wein bekömmlicher machen wollten. (War keine gute Idee, führt zu Vergiftungen und soll damit laut manchem gar zum Untergang des Römischen Reiches beigetragen haben.)

Das Problem mit der künstlichen Süße: Was als gesunde Alternative zu Zucker galt, schnitt in jüngsten Studien alles andere als gut ab. Eine der Kernbotschaften: Süßstoffe könnten den Stoffwechsel derart durcheinanderbringen, dass der Mensch eine Glukose-Intoleranz – die Vorstufe einer Diabetes-Erkrankung – überhaupt erst entwickelt.

Ein Teilchen genügt Ihnen nicht? Kein Problem: Hier gibt's mehr


9 Kommentare

  1. Avatar  Jorgen Schäfer

    In dem aus dem letzten Abschnitt verlinkten Artikel wird ganz richtig festgestellt, dass die genannten Probleme nur an Mäusen, nicht an Menschen, gefunden wurden, und dass dies nicht so ohne weiteres auf Menschen übertragbar ist. Zudem wird dort relativ deutlich gesagt: Besser als Zucker sind die Süßungsmittel allemal. Das klingt im vorliegenden Artikel ganz anders, was durchaus falsche Reaktionen bei LeserInnen auslösen könnte; ich würde es begrüßen, wenn dies korrigiert würde.

  2. Avatar  ruiin

    Zu der Studie ist noch zu sagen das der getestete Süßstoffmix aus verschiedenen Klassen zusammengesetzt waren die physiologisch ganz anders aufgenommen und verstoffwechselt werden. Saccarin steht schon länger im Verdacht, Nebenwirkungen zu haben. Dh. nützt es nichts einen Mix zu testen und die Auswirkungen auf alle Bestandteile zurückzuführen.

  3. Avatar  tobibo

    Informieren Sie sich über Erythrit, Xylit und Stevia, die gesunde Alternativen zu Zucker darstellen.


  4. „ganz im Style der Chemie“ … – geht’s noch?

  5. Avatar  Carlo Maturi

    Die Verteufelung von Zucker ist völliger Nonsens. In Massen ist er allemal besser als jeder Süssstoff. Diese Chemiebomben sind reines GIFT. Wer hier mit Studien daherkommt, hat noch nicht begriffen, wer hier die Fragen gestellt hat, die untersucht worden sind: DIE HERSTELLER. Bei einer gesunden Lebensführung: Essen in Massen, viel Bewegung in natürlicher Umgebung, Vermeidung von Stress und Stadtleben schadet Zucker überhaupt nicht.


  6. Lieber Carlo Maturi. Ihr Beitrag fängt so gut an, weil Sie gegen eine pauschale Verteufelung von etwas anschreiben. Und dann schreiben Sie pauschal über alle Süßstoffe: „Diese Chemiebomben sind reines GIFT“. Wollen wir nicht auch in dieser Debatte mal ein bisschen differenzieren?

  7. Avatar  Outside_Observer

    Die Verteufelung von Chemie ist Unsinn – als ob ein Glukose- oder Fruktose-Molekül irgendwie weniger „Chemie“ sei als ein Sacharose- oder Saccharin-Molekül.

    Der lesenswerte Original-Artikel von NATURE findet sich hier: http://www.washingtonpost.com/graphics/health/sweeteners-guide/?hpid=z5


  8. Wäre schön, wenn Sie sachlich korrekt übersetzt hätten aus der von Ihnen zitierten Studie.

    Die Quintessenz lautet nämlich frei: nichts ist schlechter als Zucker.

 

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