Großer Pop oder Bohlens Duschmusik?

Zusammen mit Gotye hatte sie einen Riesenhit. Nun bringt Kimbra ihr Solodebüt heraus: Sie muss sich zwischen spannendem Indiepop und Major-Geballer entscheiden.

© Tom Kerr

Monatelang konnte man ihm nicht entkommen: Gotyes Somebody That I Used to Know war der Song des Winters. Mindestens so allgegenwärtig wie der Indiepophit war das zugehörige Video Weiter„Großer Pop oder Bohlens Duschmusik?“

 

Ein Ocean für den R’n’B

Sexuelle Orientierung? Egal! Hier kommt das unglaubliche Debütalbum von Frank Ocean, der auf dem besten Weg ist, ein moderner Marvin Gaye Prince D’Angelo Wonder zu werden.

© Nabil Elderkin

Was haben Fußballprofis und R’n’B-Künstler gemeinsam? Beide scheinen ausnahmslos heterosexuell veranlagt zu sein. Besonders im Hip-Hop geriert man sich gern als hypermaskuliner Frauenheld – „no homo“ lautet die Devise. Weiter„Ein Ocean für den R’n’B“

 

Tom Waits‘ verstoßene Stieftochter

Fiona Apples Exzentrik und Experimentierfreude erinnern doch sehr stark an den nuschelnden Whisky-Freund. Ihr neues Album bringt so wagemutigen Pop mit, man muss es hören.

© Lionel Deluy/Sony Music

Vergleiche zwischen Musikern sind ja immer so eine Sache. Aber beim Hören des neuen Albums von Fiona Apple drängt er sich geradezu auf: Die gebürtige New Yorkerin klingt wie Weiter„Tom Waits‘ verstoßene Stieftochter“

 

So viel Nastalgie war nie

Mitte der Neunziger hat Nas mit seinem Debüt Hip-Hop-Geschichte geschrieben. Jetzt bringt er sein zehntes Album heraus und beschwört die guten alten Zeiten.

© Universal Music

Das Albumcover zeigt Nas im cremefarbenen Anzug, mit protzigem Goldschmuck und einem halb vollen Glas Champagner in der Hand – so weit, so Klischee. Aber was macht das grüne Kleid auf seinem Schoß? Es gehört seiner Ex-Frau, der R’n’B-Sängerin Kelis. Sie hatte sich hochschwanger von ihm getrennt und die Robe in seinem Haus zurückgelassen. Wird der harte Bursche etwa sentimental? Weiter„So viel Nastalgie war nie“

 

Wenn die Synthies leise seufzen

„Drive“ war der Motor: Italo Disco ist wieder in aller Ohren. Jetzt bekommen auch die Chromatics aus Oregon die Aufmerksamkeit, die sie sich in zehn Jahren verdient haben.

© Italians Do It Better

Kopfkino – so lässt sich dieses Album am ehesten auf den Punkt bringen. Und das liegt nicht nur an der Spieldauer von mehr als neunzig Minuten. Wie ein meisterhafter Neo-Noir-Film entführt Chromatics‘ viertes Studioalbum Kill for Love in eine traumverlorene Welt. Weiter„Wenn die Synthies leise seufzen“

 

Monsterbässe aus dem Mesozoikum

Orlando Higginbottom macht Musik für hippe, tanzwütige Riesenechsen. Als Totally Enormous Extinct Dinosaurs ist er ziemlich umtriebig und liebt große Kostüme.

© Universal Music

Fast jeder Junge macht irgendwann die Dinosaurier-Phase durch. Die ist aber meist mit Beginn der Pubertät vorüber. Nicht so bei einem schmächtigen Mittzwanziger aus Oxford namens Orlando Higginbottom, der erst kürzlich zu Hause ausgezogen ist. Weiter„Monsterbässe aus dem Mesozoikum“

 

Diese Haare, diese Stimme!

Dreeeeeeeampop, hach. Das Duo Beach House aus Baltimore schwebt durch neblige Klanglandschaften. Nach dem Durchbruch mit „Teen Dream“ ist nun das vierte Album „Bloom“ erschienen.

© Liz Flyntz

Victoria Legrand ist die Frau, von der jeder Hipster träumt. Die gebürtige Pariserin singt und spielt Keyboard in einer angesagten Band und ist dabei so cool wie ein Warhol-Superstar. Ihre langen Locken machen Frauen neidisch und Männer nervös. Weiter„Diese Haare, diese Stimme!“

 

Funkraketen mit Rucolaantrieb

Damon Albarn kann nicht still sitzen: Rocket Juice & The Moon heißt seine neue Allstarband. Tony Allen, Flea, Erykah Badu und viele andere jammen mit ihm um die Wette.

Damon Albarn, Tony Allen und Michael Flea Balzary (© Tom Sheehan)

Wie sich die Zeiten ändern: Mit Blur und den Gorillaz soll es bald vorbei sein, dafür ist Damon Albarn jetzt mit seinem einstigen Erzrivalen Noel Gallagher befreundet. Für Abwechslung ist der 44-jährige Engländer immer zu haben. Weiter„Funkraketen mit Rucolaantrieb“