Internationale Küche

Vor einigen Jahren waren wir im Urlaub auf Kreta. Bei einem Spaziergang in der Nähe unseres Hotels kamen wir an einem kleinen Restaurant vorbei, dessen Speisekarte in vielen Sprachen draußen hing – Griechisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch … Ein Gericht hat uns sehr überrascht und wäre für Englisch sprechende Gäste vermutlich nicht bestellbar. Auf Deutsch: gebratene Auberginen, auf Englisch: fried aborigines!

Margarethe Helmer, Martha Matesich, Münster

 

Internationale Küche

Während eines Spaziergangs durch die Altstadt von Bratislava begegneten mein Mann und ich folgenden exotischen Gerichten: Smoked Knee (Geräucherte Haxe) und Spinach served in a zucchini bowel. Gemeint war Spinat, der in einer ausgehöhlten Zucchini serviert wurde. Der Übersetzer wollte also wohl bowl (Schale) schreiben und nicht bowel (Darm).

Diana Sims-Silbermann, Düsseldorf

 

Internationale Küche

Seit Wochen erheitern meine Frau und ich uns über die Beiträge in dieser Spalte. Bis uns einfiel, dass auch wir zu diesem Thema Substanzielles beizutragen hätten. Während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik nämlich fanden wir am Abendessenbuffet überaus kryptische deutsche Beschriftungen, die wir nur anhand des spanischen »Urtextes« und manchmal der englischen Übersetzungen dechiffrieren konnten. Eine schöner als die andere! Hier eine kleine Auswahl: »Zurück vom Soße-Schwein der Ashiote Zerteilung-Handgranate – Back of Sauce Pig of Ashiote Fragmentation hand grenade« (Lomo de Cerdo en Salsa de Ashiote y Piña) »Päpste Whit Pieze – Papes With Fungi« (Papas Con Hongos) »Übersprung vom Kopf des Viehs – Skepped of Head Cattle« (Salteado de Res) »Päspte Färben Sich mit Mantequilla Zwibel und Thunfisch Gelb – Popes Yellow and Mantequilla Cebolla y Tuna« (Papas Amarilla con Mantequilla, Cebolla y Tuna) »Escalopines des Soßekapfes des Veihs von Pfeffer und – Escalopines of Sauce Head of Cattle of Pepper and Onion« (Escalopines de Res en Salsa de Pimienta y Cebolla) »Handgriff – Handle« (Mango)

Dietmar Berndt, Stutensee

 

Internationale Küche

Urlaub auf La Gomera mit einem liebevoll ausgestatteten Hotelbuffet: Die Speisen wurden – wie man sieht – nicht etwa mittels flüchtig hingekritzelter Zettel angepriesen, sondern es gab jeweils schön gestaltete Keramiktäfelchen. Ganz besonders gefiel uns der »Mansch von vatis« fürs Kartoffelpüree – abgeleitet offenbar vom kanarischen papas für Kartoffeln.

Elfriede Herberg, München

 

Internationale Küche

Wir flanierten über die Promenade von Binz auf Rügen. Stimmengewirr, da schnappte ich die Worte einer älteren Dame auf. »Überall diese ausländischen Wörter«, beschwerte sie sich, »was bitte ist denn ein Kaffee togo?« Im Vorübergehen hatte die Gute das Schild »Kaffee to go« wohl falsch interpretiert. Seither gönnen wir uns immer wieder einen leckeren Kaffee togo!

Julia Panke, Kerpen

 

Internationale Küche

In einem Restaurant in Billund fanden wir folgendes Dessert: Rote Grütze, wirt mit Sahne serviert. Unsere Kinder wollten dann doch lieber Eis.

Maria Bieler, Wissen, Rheinland-Pfalz

 

Internationale Küche

Aus dem »Ländle« kommend, studierte ich in Florenz zur Mittagszeit eine Speisekarte und stolperte dabei über die Bezeichnung »Mundtäschchen«. Da hatte sich der Übersetzer wohl daran erinnert, dass das Wort »Mund« im Hochdeutschen den Menschen zugeordnet wird, während der Begriff »Maul« für die Tiere reserviert ist. Ich bestellte also vergnügt die Mundtäschchen, hinter denen sich tatsächlich Maultaschen oder besser gesagt Ravioli verbargen.

Gisela Mulot, Immenstaad, Baden-Württemberg

 

Internationale Küche

Unsere Lieblingsspeisekarte fanden (und stibitzten) wir in einem Lokal in der Auverne. Neben appetitanregenden »Kaldaunen Hammel Güllen« wurde da auch ein unwiderstehliches »Steack Oberkellner« angeboten. Als unfair erachteten wir es dagegen, dass Deutsche »die fish mit keine gemüse« offeriert bekamen, während für franko- oder anglofone Gäste zum Fisch immerhin petits légumes oder small végétables vorgesehen waren.

Walter und Gertrud Farber, Chicago