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Der Euro wackelt

Von 21. Dezember 2010 um 18:07 Uhr

Manchmal wird mir doch etwas mulmig. Bisher hatte ich der Eurokrise ziemlich gelassen zugesehen, nach dem Motto, wir kommen in Europa nicht voran, wenn es nicht eine existenzielle Krise zu überwinden gilt – ohne Krise kein Fortschritt in Richtung politische Union und Demokratie und Wohlstand für alle Europäer. Daher fand ich es meistens toll, wenn es mal wieder eine Krise gab.

Nur sind die Summen, um die es jetzt gehen könnte, so gewaltig, dass ein Auseinanderbrechen des Eurosystems nicht mehr auszuschließen ist. Die potenziellen Gläubiger, vor allem Deutschland sowie Holland, Österreich und Finnland, auf die ein Drittel der Bevölkerung und ein etwas größerer Anteil am gemeinsamen BIP entfallen, könnten schon in Kürze an einen Punkt kommen, an dem die Rettungsprogramme politisch nicht mehr zu vermitteln sind. Was haben vor allem die Deutschen davon? In den sieben Landtagswahlen, die 2011 anstehen, wird zu erklären sein, warum es sich lohnt, weiterhin und in immer größerem Maße der Zahlmeister Eurolands zu sein. Das ist kein Thema für Populisten. Frau Merkel wird sich zu einer glühenden Verfechterin des europäischen Projekts wandeln müssen, wenn sie argumentativ die Oberhand behalten möchte. Hat die Bildzeitung eigentlich schon begonnen, sich auf das Thema “zurück zur D-Mark” einzuschießen?

Der Euro ist inzwischen fast unbemerkt zu einer Schwachwährung geworden. Seine handelsgewogene Abwertung, wie sie täglich von der Bank of England berechnet wird, beträgt seit Oktober 2009 – dem letzten Hoch – 12,5 Prozent; in derselben Zeit hat sich die britische Währung um rund ein Prozent aufgewertet, und das trotz eines riesigen Leistungsbilanzdefizits und eines staatlichen Haushaltslochs, das in Relation zum BIP in diesem Jahr mit 13,5 Prozent mehr als doppelt so hoch sein dürfte wie das der Eurozone von voraussichtlich 6,5 Prozent. Das Vertrauen in den Euro ist offenbar hin, wenn ihm selbst das Pfund Sterling vorgezogen wird.

Nun ist sogar die Kreditwürdigkeit Frankreichs ins Gerede gekommen – ich sehe, dass die Kosten für die Ausfallversicherung (“credit default swaps“) französischer Staatsanleihen auf ein Rekordniveau gestiegen sind: Mitte 2009 hatte es, fast so wie in Deutschland, 25.000 Euro pro Jahr gekostet, zehnjährige Anleihen im Nominalwert von 10 Mio. Euro gegen einen Zahlungsausfall zu versichern, heute sind es inzwischen 123.000 Euro. Dabei hat sich der Renditeabstand zu Bundesanleihen bereits auf 35 Basispunkte vergrößert – vor der Krise waren 10 bis 20 Basispunkten normal. Am Markt wird bereits spekuliert, dass die französischen Staatsschulden ihr Top-Rating verlieren könnten. Wenn auch Frankreich gerettet werden muss, können wir das Europrojekt ad acta legen. Schon mit Italien wären die Gläubiger überfordert.

Noch skeptischer sind die Märkte natürlich gegenüber den Ländern in der sogenannten Peripherie. Credit default Swaps kosten für Griechenland 877.000 Euro (11,80 Prozent) (Rendite für Zehnjährige in Klammern), für Irland 589.000 Euro (8,46 Prozent), für Portugal 427.000 Euro (6,29 Prozent), für Spanien 341.000 Euro (5,48 Prozent) und für Italien 218.000 Euro (4,61 Prozent). Im großen Ganzen frisst die Versicherung die Rendite mehr als auf und die Anleger kommen auf einen effektiven langfristigen Zins, der niedriger ist als die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe von zur Zeit 2,97 Prozent.

Relativ am besten sieht es in Griechenland aus. Dort kostet übrigens, um einmal kurz abzuschweifen, die Anleihe, die im Juni 2010 fällig ist, nur noch 69,00 Euro (Kupon 6 1/4 Prozent, Nominalwert 100). Wenn der sogenannte Haircut eines Tages, nach einer Umschuldung, 30 Prozent betragen sollte, haben die Anleger, die zum heutigen Kurs kaufen, nichts verloren, derweil ihr sogenannter laufender Zins (6,25/69 =>) 9,06 Prozent beträgt, was ja nicht schlecht ist. (Ein “Haircut” ist das Maß dafür, um wie viel die Verbindlichkeiten eines Landes bei einer Umschuldung zu Lasten der Anleger reduziert werden.)

Ein anderer Indikator für die Zunahme des Risikos ist der steile Anstieg der Renditen in den letzten Wochen. Das gilt auch für Deutschland: Seit August haben die Renditen der zehnjährigen “Bunds” von 2,12 Prozent auf 2,97 Prozent zugelegt, und die Kosten der Kreditversicherung sind ebenfalls kräftig gestiegen, auf jetzt 76.000 Euro. Sie sind jetzt höher als die für US Treasuries.

Ich behaupte, dass der Zinsanstieg am langen Ende der Kurve weniger mit anziehenden Inflationserwartungen zu tun hat als vielmehr mit den Problemen staatlicher europäischer Schuldner in Verbindung mit den vermutlich noch größeren Problemen der Banken. In Irland und Spanien wurden ja bekanntlich nicht die Maastricht-Kriterien verletzt – beide Länder galten in dieser Hinsicht bis zuletzt als Musterknaben -, vielmehr waren die Regierungen gezwungen, ihren Bankensektor herauszuhauen. Dadurch kamen sie dann selbst ins Schleudern.

Sowohl die nationalen Notenbanken als auch die nationalen Aufsichtsbehörden als auch die EZB hatten nicht bemerkt, wie sich gewaltige kreditbefeuerte Immobilienblasen bildeten und wie sich dadurch die Qualität der Bankaktiva existenzbedrohend verschlechterte. Oder sie hatten es vermutlich gemerkt, in ihrer Marktgläubigkeit aber darauf gesetzt, dass es keine systemischen Krisen mehr geben könnte. Oder sie hatten einfach vergessen, wie gefährlich Vermögensblasen sind, und wie hilflos die Geldpolitik ist, wenn sie einmal geplatzt sind. Dabei hätten sie nur nach Japan schauen müssen – aber Japan wurde als irrelevanter Sonderfall abgetan: So dumm und lahm wie die japanischen Wirtschaftspolitiker würde man schon nicht sein.

Die Probleme der Schuldner aus der Peripherie des Eurolands betreffen natürlich nicht nur die Gläubiger aus dem Euroland, sondern die ganze Welt, so wie ja auch die Pleite von Lehman Brothers globale Schockwellen ausgelöst hatte. Wir haben es hier mit einem noch gewaltigeren Gefahrenpotenzial zu tun. Daher steigen die Renditen jetzt weltweit. Die Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die als Zentralbank der Zentralbanken gilt, hat in ihrem jüngsten Quartalsbericht gezeigt, dass die Banken der Welt Ende Juni allein gegenüber den vier Ländern Griechenland, Irland, Portugal und Spanien Forderungen (“foreign exposures“) von insgesamt 2281 Mrd. Dollar in ihren Büchern hatten. Bei Lehman ging es damals um etwa 600 Mrd. Dollar. Es fragt sich, wie es um die Qualität der Aktiva und die Zahlungsfähigkeit der Schuldner aus diesen Ländern bestellt ist. Der Markt jedenfalls ist zunehmend skeptisch. Wo ein Überangebot an Immobilien existiert, sind sowohl ein Preisverfall als auch eskalierende Bankenprobleme vorprogrammiert.

Die Anleger haben zur Zeit schlichtweg Angst, dass die Probleme Eurolands einen Dominoeffekt haben könnten. Sachwerte sind daher wieder gefragt, obwohl die nach wie vor niedrige Auslastung des globalen Produktionspotenzials und die hohe Arbeitslosigkeit eigentlich dafür sprechen, dass es keine ernsthaften Inflationsgefahren gibt. Wer sein Geld einigermaßen sicher anlegen wollte, hat in den vergangenen Monaten schwedische, mexikanische, kanadische, amerikanische, deutsche, japanische und australische Aktien gekauft und erst einmal die Gewinne mitgenommen, die seit Anfang der achtziger Jahre bei festverzinslichen Wertpapieren aufgelaufen sind. Damals hatte es den Wendepunkt bei den Bondrenditen gegeben – als es für zehnjährige Bundesanleihen kurzzeitig einmal 10,7 Prozent gab. Auch Rohstoffe sind als angeblich sichere Anlage zur Zeit sehr beliebt.

Grafik: Renditen 10-jähriger deutscher Staatsanleihen seit 1973

Ich glaube nicht daran, dass uns jetzt schon wieder jahrzehntelang steigende Inflationsraten und steigende langfristige Zinsen bevorstehen, ich kann die Sorgen der Anleger aber nachvollziehen. Sie beobachten ja zudem auch mit Grausen, wie vor allem in den USA die Nachwirkungen der geplatzten Immobilienblase dadurch bekämpft werden, dass durch den Ankauf von staatlichen und halbstaatlichen Anleihen immer mehr Geld gedruckt wird. Das erinnert fatal an die Geldpolitik nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Frühjahr 2000, oder an einen Drogenabhängigen, der angeblich nur mit immer größeren Dosen an Heroin überleben kann. Hier werden neue Blasen aufgepustet. Bei Rohstoffen sieht es schon jetzt danach aus.

Was ist zu tun? Die Zeit drängt, und mutige Entscheidungen sind gefragt. Wenn der Euro erhalten werden soll, müssen belastbare Lösungen gefunden werden: Der Rettungsschirm muss drei- bis viermal größer sein als bisher, es sollte unvoreingenommen über gemeinsame Euroland-Anleihen und den Einstieg in eine eng koordinierte Finanzpolitik gesprochen werden. Alles muss auf den Tisch. Und es fehlt nicht an vernünftigen Vorschlägen. Da Deutschland der Hauptgläubiger ist, kann es Bedingungen stellen, beispielsweise, dass es kein Steuerdumping mehr geben kann (Irland, Luxemburg, Österreich), dass die Bankenaufsicht stark zentralisiert werden muss, dass die Geldpolitik auch dafür sorgen muss, dass keine neuen Assetblasen entstehen (sie braucht also ein breiteres Mandat), und dass die jetzigen Schuldnerländer gezwungen werden, ihre Haushaltsdefizite in einem überschaubaren Zeitraum auf das Niveau ihrer Investitionen zurückzufahren und dann dort zu belassen. Strikte Konditionalität ist dringend geboten.

Wenn es so laufen sollte, dann war es am Ende doch eine gute Krise.

Leser-Kommentare
  1. 9.

    War es denn nicht völlig klar, dass die Regierungen (und Notenbanken) mit allem dem Geld, das sie für die Stabilisierung der Finanzmärkte ausgaben, sich a) nur Zeit für eine effektive Lösung der die Krise verursachenden Probleme erkauft haben und b) für den Fall, dass sie sie nicht finden, die Lösung, am Ende die Staaten selbst in Schwierigkeiten geraten würden, weil sie ja für die Banken ins Risiko gegangen sind?

    Kurz: Die Regierungen haben bezahlt, aber den Casino-Betrieb nicht beendet und jetzt wird gegen sie gezockt.

    Das weiß aber doch jeder.

    Das Problem der EU ist, a) dass deren Mitglieder nicht glaubwürdig für den Erhalt und die Weiterentwicklung der EU eintreten und b) die Staatschefs nicht begriffen haben, dass mit dem Quasi-Kollaps der Wirtschaft der kleinen Staaten an der Peripherie das europäische Wachstumsmodell – salopp ausgedrückt – den Bach runter gegangen ist.

    Alles, was sie gegenwärtig tun, ist, über die Schuldenfinanzierung zu debattieren und Austeritätsprogramme zu verordnen. Austeritätspolitik ist aber ein Anti-Wachstumskonzept. Das wissen wir seit Heinrich Brüning. Wie ein neues, tragfähiges europäisches Wachstumsmodell aussehen könnte, daran verschwendet niemand auch nur einen Gedanken.

    Es scheint die Auffassung vorzuherrschen, die Schuldensaaten müssten selber sehen, wie sie Wachstum generieren können. herzlichen Glückwunsch! Das ist einmal nicht sehr europäisch und außerdem läuft an den Finanzmärkten ohne Wachstumsstory leider gar nichts. Weiß aber auch jeder, nur die Staats- und Regierungschefs der EU eben nicht.

    Gruß
    SLE

  2. 10.

    Vermögenspreisblasen und Geldpolitik.

    Überrascht mich, dass die Zentralbanker ungerechtfertigte Preiserhöhungen besser erkennen können als der Markt. Hätte ich solche Fähigkeiten wäre ich mit einem Zentralbankergehalt nicht zufrieden.

    wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=1&ukatid=1&sid=9&artikelid=3355&pagenr=0

    Wie hoch müssen Zinssätze sein, damit sich Betrug nicht mehr lohnt?

    Die Verschuldung Irlands wäre ohne fehlende Vorschriften , die den Banken in Deutschland zuviel Spielraum für Aktivitäten in Irland gaben, auch nicht möglich gewesen.

    Machen wir das beste daraus.

    Veringern wir die Lohnspreizung wieder.
    Die Geldpolitik sollte dies unterstützen und die Beschäftigung fördern.
    Und wir brauchen höhere direkte Steuern.

    Wenn wir weiter Sozialversicherungsbeiträge über die Mehrwertsteuer senken und immer höhere Kombilöhne für Alle einzuführen , verschieben wir die relativen Wettbewerbspositionen zunächst zu unseren Gunsten.
    Langfristig machen wir die Unternehmen von der Droge Kombilohn abhängig. Und zerstören unseren Wohlstand.

    Ein Konjunkturpaket III im Umfang von 200 Milliarden Euro wäre nicht schlecht. So kann die Infrastruktur verbessert, Innovationen finanziert und die Position der Arbeitnehmer in Lohnverhandlungen gestärkt werden.
    Das würde den notwendigen Drogenentzug der Unternehmen erleichtern.
    Und ein Teil des Geldes könnte Vermögen zurück in die öffentlichen Hände führen.

    • 21. Dezember 2010 um 23:40 Uhr
    • Marlene
  3. 11.

    Aha, diese angeblichen “Versicherungen” , diese “Credit Default Swaps” sind gar keine:

    Land: Rendite – Versicherung = effektiver Zins

    Griechenland: 11,80 – 8,77 = 3,03%
    Irland: 8,46 – 5,89 = 2,57%
    Portugal: 6,29 – 4.27 = 2,02%
    Spanien: 5,48 – 3,41 = 2,07%
    Italien: 4,61 – 2,18 = 2,43%

    Lebensversicherungen und Pensionsfonds die normalerweise die Anleihen kaufen werden ja nicht so dumm sein und die Credit Default Swaps kaufen.

    Da kauft man ja wirklich besser eine Bundesanleihe die 2,97% Zinsen bringt.

    Jetzt stellt sich natuerlich die Frage wer die kauft und warum?

    Hier ist die Antwort: Die Spekulanten die darauf hoffen dass ein Land umschuldet, aus dem Euro austritt, oder “haircuts” einfuehrt. Dann werden diese Credit Default Swaps faellig. (Haette der Autor dieses Beitrags ja mal darauf hinweisen koennen, warum nicht?)

    Die Spekulanten koennen sich die folgenden Summen einstreichen wenn die 1 Milliarde Euro investiert haben.

    Griechenland: 11,4 Milliarden Euro
    Irland: 17,0 Milliarden Euro
    Portugal : 23,4 Milliarden Euro
    Spanien: 29,3 Milliarden Euro
    Italien: 45,9 Milliarden Euro

    Gigantische Summen.

    Diese Summen wuerden faellig wenn eintritt was bis jetzt in diesem Blog gefordert wird:

    1. WIHE – Zurück zur Währungsschlange
    2. WIHE Man sollte nicht versuchen einen totkrankes Pferd wieder auf die Beine zu stellen und zu reiten.
    3. suraf (ueber Griechenland) halte ich es nicht für sinnvoll “Solidarität” zu üben
    5. Landburli: dieses politische Machwerk “Euro” endlich wieder verschwindet.
    7. Thomas Pittner: (ueber den Autor Dieter Wermuths Beitrag) kurze Zusammenfassung: Aus die (Euro)Maus.

    Wenn also irgendwer wissen will, warum Panikmache erzeugt wird und woher die Eurokrise stammt, der sollte sich noch mal genau ueberlegen, was hier fuer finanzielle Interessen im Spiel sind.

    Jeder der Sachen fordert die nicht politisch machbar sind (z.B eine 3-4 fache Erhoehung des Rettungsschirms) erzeugt mehr Panik als es vorher gab. Je mehr Panik es gibt um so eher kommt es zu haircuts, Umschuldungen, Euroaustritts. Je mehr Spekulanten Panik machen, umso eher machen sie mit den Credit Default Swaps das dicke Geld. Man weiss natuerlich nie ob die Autoren und Blogger ein finanzielles Interesse haben und Eigentuemer dieser Credit Default Swaps sind.

    Sollen wir uns das gefallen lassen, den Euro und ganz Europa schlecht zu reden, und sollten wir ein Verbot von Credit Default Swaps fordern? Sollten wir erlauben, das der Autor Dieter Wermuth hier auf die Seite von Project Syndicate verweist? Project Syndicate wird von Geoge Soros, einem Hedgefond manager finanziert. Der spekuliert gewaltig mit Credit Default Swaps. Der will dass alle Laender Europas Pleite gehen. Raten Sie mal was da in jedem 2. Beitrag steht: Richtig, man soll umschulden. Was nicht da steht ist dass dann George Soros viel Geld verdient, das 30-fache seines Einsatzes wenn Spanien zum Beispiel umschuldet.

    Ich meine es ist an der Zeit die Spekulanten zu entmachten und die Credit Default Swaps einzukassieren. Dann haette keiner mehr ein Interesse daran irgendwas schlecht zu reden, und die Eurokrise waere vorbei. Von einen Tag auf den anderen haette der Spuk ein Ende.

    Sonst noch wer fuer das Verbot von Credit Default Swaps?

    • 22. Dezember 2010 um 00:22 Uhr
    • matt_us
  4. 12.

    @ 11 matt_us

    Ganz schön verständlich die Analyse und Berechnung.
    Dann wissen wir jetzt alle , was von den Politikern zu fordern und umzusetzen ist – in 2011. Die Wahlen werden es schon zeigen.

    • 22. Dezember 2010 um 01:54 Uhr
    • Rebel
  5. 13.

    Im kommenden Jahr finden in diversen Euroländern Wahlen statt. Damit steht eine hitzige Anti-Eurodebatte bevor, und mehr Euro-Gegner dürften in die Regierungen gewählt werden. Sobald der internationale Geldmarkt gewahr wird, dass sich das politische Klima langsam gegen den Euro wendet, wird man massiv aussteigen und den Euro zu Fall bringen.
    Entweder hängen die Europäer jetzt zusammen oder sie hängen einzeln.

  6. 14.

    Dann sind die Bestrebungen, die FDP durch eine SPD und grosse Koaltion zu ersetzen, aus dem Verständnis der ehemaligen Volksparteien verständlich bzw. nachvollziehbar.
    Auf jeden Fall steht ein sehr abwechselungsreiches Jahr vor uns Europäern. Es wird sich zeigen, wer den Generationenwechsel positiv, kreativ und humorvoll führen wird. Keiner wird später sagen können er hätte nichts gewußt. Mittendrin statt nur dabei – was für ein Privileg!

    • 22. Dezember 2010 um 04:27 Uhr
    • Rebel
  7. 15.

    @Dieter Wermuth

    Ja es kann einem wirklich mulmig werden, wenn man erkennt, mit welcher Konsequenz man auf etwas beharrt, das uns im besten Fall an den Rand des Zusammenbruchs gefuehrt hat. Und es ist ebenfalls erstaunlich wie ungestreift die “Shock Doctrine” (siehe Naomi Klein) von denen durch gesetzt werden kann, die es aus dem Ruder laufen liessen und nun die “Opportunity” nutzen ihre verbohrte, menschenverachtende, neoliberale Agenda ein Stueck weiter durchzusetzen.

    Gegenauflklaerung, Restauration und Re-Feudalisierung pur!

    Sapere Aude!

    Georg Trappe

    • 22. Dezember 2010 um 04:50 Uhr
    • GeorgT
  8. 16.

    @ WIHE (#1)

    Nun haben wir den Euro, und es wäre dumm, ihn aufzugeben. Feste Wechselkurse oder der Goldstandard oder eben eine Währungsunion sind flexiblen Kursen vorzuziehen, wenn die Spielregeln klar sind und von allen eingehalten werden – in unserem Fall muss der Wille hinzukommen, auf dem Weg zu einem europ. Bundesstaat voranzugehen. Wenn das nicht alle wollen, oder ihnen nicht klar ist, dass das unumgänglich ist, muss der Kreis der Mitgliedsländer in der Tat neu bestimmt werden.

    Gruß, DW

    • 22. Dezember 2010 um 09:13 Uhr
    • Dieter Wermuth
  9. Kommentar zum Thema

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