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Fester Euro – Deutschland kann damit leben, die Anderen auch

 

Immer wieder wird behauptet, dass die Fähigkeit eines Landes, seine Währung bei Bedarf abzuwerten, unabdingbar sei für robustes Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung. Ich bezweifle das. Sicher, in der kurzen Frist hilft es, wenn man seine Preise senkt – eine Abwertung ist nichts anderes –, auf Dauer aber fördert kaum etwas den Wohlstand so sehr wie ein tendenziell steigender Wechselkurs, genauer: ein moderat steigender Wechselkurs. Zu viel des Guten ist natürlich schädlich, aber noch schädlicher ist es, ständig seine Preise zu senken und den billigen Jakob zu spielen. Die bessere Strategie besteht darin, attraktive Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die sich auch zu vergleichsweise hohen Preisen verkaufen lassen.

Im Blog Social Europe hat Claus Offe von der Hertie School of Governance in Berlin gerade argumentiert, der Euro sei vor allem im Interesse Deutschlands – weil sein Wechselkurs durch die zahlreichen Mitgliedsländer, denen es an Wettbewerbsfähigkeit fehle, tendenziell zur Schwäche neige. Hätten wir noch die D-Mark, wäre die angesichts der gesunden deutschen Fundamentals superfest und die Konjunktur wäre nicht so gut wie sie ist. Der schwache Euro habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Wirtschaft brummt.

Im Umkehrschluss bedeute das, dass viele der anderen Länder mit einem für sie zu starken Euro zurechtkommen müssen. Für sie ist er eine Last. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit und negativer Leistungsbilanzsalden wäre eine Abwertung die richtige Medizin. Da das in einer Währungsunion nicht möglich ist, müssen sie auf andere Weise versuchen, international wettbewerbsfähiger zu werden. Es gibt nur eine Alternative: die sogenannte interne Abwertung. Darunter versteht man im Wesentlichen eine restriktive Finanzpolitik, kombiniert mit niedriger oder sogar rückläufiger Lohninflation. Sie seien gezwungen, die inländische Nachfrage so stark zu dämpfen, dass ihr Preisniveau langsamer zunimmt als bei ihren Handelspartnern. Rezession statt Abwertung und Wachstum!

Offe überschätzt die Vorteile einer abwertenden Währung. Sie ist wie eine Droge, an die sich ein Land gewöhnen kann. Wenn ich nicht mehr richtig wettbewerbsfähig bin, senke ich meine Preise. Das ist vergleichbar mit dem Angestellten, der seinen Job verliert und daraufhin seine Gehaltswünsche zurückschraubt. Das kann man einmal machen, aber langfristig ist das keine gute Strategie. Es geht auch anders.

Grafik: effektive Wechselkurse: Schweiz und Deutschland seit 1995

Das Musterbeispiel ist die Schweiz. Wie die beiden Schaubilder zeigen, lebt die Schweiz seit Jahrzehnten nicht nur mit einer starken nominalen Aufwertung ihres handelsgewogenen Wechselkurses, auch real, also unter Berücksichtigung der Inflationsdifferenzen gegenüber dem Ausland, steigt der Franken seit vielen Jahren kräftig an. Mit anderen Worten, das Land verliert ständig an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Allerdings nur von den Preisen her! Preise sind aber nicht Alles. Die Schweizer Wirtschaft wehrt sich, indem sie auf Forschung und Entwicklung setzt, die Mitarbeiter ständig weiterbildet und ihren Kapitalstock durch eine hohe Investitionsquote vergrößert und modernisiert. Flankiert wird das durch staatliche Ausgaben für Infrastruktur, Bildung und Soziales, die weltweit ihresgleichen suchen.

Die Aufwertungen erzeugen einen Zwang, ständig die Produktivität zu steigern. Da das gelingt, ohne dass es zu Arbeitslosigkeit kommt, erhöht eine solche Strategie den Wohlstand des Landes. Pro Kopf ist das Bruttoinlandsprodukt inzwischen etwa doppelt so hoch wie bei uns.

Ich denke, dass sich auch in den Problemländern des Euroraums allmählich die Einsicht durchsetzt, dass Abwertungen letztlich keine Hilfe sind. Es wird viel über den Austeritätszwang geklagt, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich einzelne Länder vom Joch des Euro befreien möchten.

An die Adresse Deutschlands gerichtet, darf das „Spardiktat“ allerdings auch nicht übertrieben werden. Der Euro sollte sich aufwerten, aber bitte in geordneten Bahnen, damit es nicht allzu dramatisch mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung geht. Es schadet, wenn die Preissignale zu oft wechseln. Die deutsche Politik könnte eine zu starke Aufwertung und eine zu große Volatilität des Euro-Wechselkurses dadurch verhindern, dass sie zu einer expansiveren Finanzpolitik mit einem Schwerpunkt auf wachstumsfreundlichen Maßnahmen übergeht. An fiskalischem Spielraum mangelt es bekanntlich nicht. Für die schwächeren Länder bedeutet das, dass sie durch Erfolge im Außenhandel (mit den bessergestellten europäischen Ländern) rascher gesunden können. Das wäre nicht nur ein Mittel gegen gefährliche populistische Tendenzen, sondern würde auch dazu beitragen, die Spannungen innerhalb des Euroraums abzubauen und so den Euro dauerhaft zu stabilisieren.

35 Kommentare

  1.   mister-ede

    Punkt 1:
    Nachdem die (moderate) Währungsaufwertung des einen der (moderaten) Währungsabwertung des anderen entspricht, kann das keine langfristige Strategie für alle Länder dieser Erde gleichermaßen sein. Langfristig halte ich daher stabile Wechselkurse für erstrebenswert, die aber bei asymmetrischen Entwicklungen dann auch angepasst werden können.

    Punkt 2:
    In den Jahren nach der Einführung des Euro bis zur Finanzkrise kam es zu erheblichen Fehlentwicklungen, weil in einigen Euro-Ländern Löhne und Inflation wesentlich stärker stiegen als in anderen Euro-Ländern. Ohne den Euro als gemeinsame Währung wäre das so nicht möglich gewesen. Diese Fehlentwicklung dem Euro anzulasten, ist aber dennoch falsch. Vielmehr waren es politische (Fehl-)Entscheidungen, die zu diesem Ergebnis führten.

    Gleichwohl wäre nach diesen Fehlentwicklungen die Möglichkeit der Wechselkursanpassung Gold wert gewesen. Auf einen Schlag hätte die Diskrepanz bei Preisen bzw. Lohnstückkosten ausgeglichen werden können. Mit Hilfe interner Ab- bzw. Aufwertung ist das hingegen selbst nach jahrelangem Bemühen noch nicht gelungen.

    Punkt 3:
    In Irland und Spanien kam zu Bankenpleiten eine Immobilienkrise hinzu. Und in Griechenland wurden im Rahmen der Finanzkrise erhebliche Defizite der Staatsverwaltung offenbar. Das hat asymmetrische Schocks ausgelöst. Solche asymmetrischen Schocks könnten durch Wechselkursanpassungen wesentlich leichter und schneller abgefedert werden als durch interne Abwertungen. Eine andere Möglichkeit wären natürlich Transfers, die es aber in dem für solche Schocks notwendigen Umfang in der Eurozone (bislang) nicht gibt.

    Ich bin also ganz bei Ihnen, wenn Sie schreiben, „Sicher, in der kurzen Frist hilft es, wenn man seine Preise senkt“. Meine Vermutung ist allerdings, dass es manchmal eben genau auf diese kurze Frist ankommt und nicht so sehr auf die langfristigen Wirkungen.

    Punkt 4:
    Ich halte die Argumentation von Offe für schlüssig. So vermute ich beispielsweise, dass nach der Wiedervereinigung die westdeutschen Industriezentren von der bundesweiten D-Mark eher profitiert haben als die ostdeutsche Wirtschaft. Das war ja auch die Argumentation von Oskar Lafontaine anno 1990 als er sich gegen die schlagartige Einführung der D-Mark im Gebiet der ehemaligen DDR aussprach.

    Punkt 5:
    „Das ist vergleichbar mit dem Angestellten, der seinen Job verliert und daraufhin seine Gehaltswünsche zurückschraubt.“

    Das sehe ich anders. Man spricht von der langfristigen Neutralität des Geldes, weil über einen längeren Zeitraum die realen Preise die bestimmende Größe sind. Für den Angestellten würde das in vergleichbarer Art nur gelten, wenn er davon ausgehen kann, dass sein Lohnverzicht über einen gewissen Zeitraum hinweg ausgeglichen wird, weil z.B. alle auf Lohn verzichten und die Güterpreise gleichermaßen sinken werden wie er auf Lohn verzichtet.

    Mein Fazit:
    Aus meiner Sicht haben Auf- und Abwertungen keinen Selbstzweck. Sie können helfen, eine Überhitzung der Wirtschaft eines Währungsraumes zu verhindern oder umgekehrt einen Konjunktureinbruch abzufedern. Entsprechend halte ich aber dauerhafte Auf- oder Abwertungen weder für zielführend noch erstrebenswert.

  2.   NIKYTOELE

    Mir fehlen hier wichtige volkswirtschaftliche Wirkungszusammenhänge:
    wie schon mister ede richtig sagt die Abwertung eines Landes ist gleich einer Aufwertung anderer Länder
    Hätte etwa (unter Le Pen) Frankreich den Franc eingeführt und stark abgewertet, hätte Deutschland Marktanteile zu Gunsten Frankreichs verloren – wahrscheinlich der Beginn eines Handelskrieges mit gegenseitigen Abwertungen , – ein solches Szenario gab es zwischen den Weltkriegen: keine Produktivitätssteigerung sondern der Versuch, dem Nachbarn Marktanteile abzujagen – unberechenbar für die Wirtschaft und letztendlich zum Schaden aller.

    die südeuropäischen Lämder scheuen sich aber auch deshalb diesen Weg zu gehen, weil eine neue, abgewertete Währung mit heftigen chaotischen Übergangsproblemen verbunden ist, viel Eurogeld würde gehortet und zunächst ein Stillstand der Wirtschaft
    Falsch ist die Alternativlosigkeit einer internen Abwertung, etwa für Griechenland – der umgekehrte Weg geht ebenso: die interne Aufwertung Deutschlands, so wie der IWF gelernt hat und höhere Löhne für Deutschland fordert: entscheidend ist, dass die deutschen Löhne deutlich höher als etwa in GR steigen
    …“restriktive Finanzpolitik, kombiniert mit niedriger oder sogar rückläufiger Lohninflation.“ sind für mich verseuchte Begriffe, um flächendeckende und umfassende Lohn- und Rentenkürzungen, verbunden mit Sozialabbau zu beschönigen: Genau diese Austeritätspolitik schädigt aber massiv den Binnenmarkt mit steigender Arbeitslosigkeit, Verarmung und Wirtschafteinbruch, lange bevor aussenwirtschaftlich etwas gewonnen wird.
    Damit wollen und können “ die anderen“ auf Dauer nicht leben, zumal die Dauer dieser geplanten Rezession unbestimmt ist – die europadeindlichen Parteien erhalten immer mehr Zulauf
    … und am Schluss verliert immer der Gläubiger , d. h. Deutschland, das dann auf seinen Forderungen sitzen bleibt
    Wenn ein Land Strukturprobleme hat ist es Deutschland mit seiner extremen Exportabhängigkeit und dem gefähtrlich hohen Exportüberschuss

    Richtig ist, dass der Aufwertungsdruck des Franken die Schweuz zu Produktivitätssteigerung zwingt, umgekhrt hatte die Zerstörung des Flächentarifvertrages die gegenteilige Wirkung: Statt über risikoreiche Innovationen blieben weniger produktive Firmen durch Lohnpressing im Markt , damit sinkt insgesamt die Produktivität und eine Abwärtsspirale von niedrigeren Löhnen und Nachfrageeinbruch im Binnenmarkt ist die Folge und der Ausweg über den Exportkanal geht nicht , wenn ale dies tun:
    Nicht alle Länder können mehr exportieren als importieren – logisch unmöglich

  3.   Dieter Wermuth

    @ mister-ede (#1)

    Klar, nicht alle Währungen können gleichzeitig aufwerten. Aber wenn meine eigene lange Zeit unter Abwertungsdruck stand – weil der Euro wegen der fehlenden gemeinsamen Staatlichkeit der Mitgliedsländer als ein zum Scheitern verurteiltes Projekt galt -, schadet es nicht besonders, wenn er für eine Weile wieder aufwertet. Es muss nur darauf geachtet werden, dass das möglichst beschäftigungsneutral geschieht, und zwar durch eine kompensierende Stimulierung der Binnennachfrage, am besten auf produktivitätssteigernde Weise. Besser, ich versuche meinen Lohn zu erhöhen (meine Produkte zu verteuern) als ihn ständig zu senken. Die Strategie geht nur auf, wenn meine Produktivität mit den Lohnsteigerungen Schritt hält. Nicht einfach, aber es ist der Königsweg zu mehr Wohlstand. Wenn das alle Länder versuchen, hebt das zumindest das globale Produktivitätsniveau, was wiederum eine gute Sache ist. DW

  4.   Dieter Wermuth

    @ NIKYTOELE (#2)

    Stimme zu, die abnehmende Bedeutung des Flächentarifvertrags ist mitverantwortlich für die niedrigen Zuwachsraten der Produktivität, und damit auch für den geringen Anstieg der Reallöhne. Fragt sich, warum die Arbeitnehmer das zugelassen haben. Ein Grund dürfte sein, dass die Unternehmen immer glaubhafter damit drohen konnten, die Produktion ins Ausland zu verlagern, wenn ihnen die Arbeitnehmern nicht bei den Löhnen entgegenkämen – wir sind auf dem Weg zu einem integrierten globalen Arbeitsmarkt.

    Das hat im Übrigen auch verhindert, dass es in Deutschland zu einer internen Aufwertung kam. Die hätte sich ja vor allem in einer höheren Lohninflation niederschlagen müssen.

    DW

  5.   BMMMayr

    Ist die Schweiz wirklich ein guter Maßstab?

    Der riesige Finanzsektor und der Status des Franken führen zu Finanzströmen die kaum was mit Wettbewerbsfähigkeit und relativen Preisen zu tun haben.

    In der Pharmaindustrie können Gewinne sehr verlagert werden, weil intellectual property (Patente) und die Lizenzzahlungen dafür viel Gestaltungsspielraum eröffnen, und da spielen auch Steuersätze (bzw deren individuelle Verhandelbarkeit) eine Rolle.

    Hat die Schweiz tatsächlich einen Handelsbilanzüberschuß, oder „nur“ einen Leistungsbilanzüberschuß?

  6.   Dieter Wermuth

    @ BMMMayr (#5)

    Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Schweiz wird dieses Jahr voraussichtlich 9,6 Prozent des BIP erreichen, der Handelsbilanzüberschuss beträgt dabei etwa 5,6 Prozent des BIP. DW

  7.   mister-ede

    @NIKYTOELE[#2]
    „der umgekehrte Weg geht ebenso: die interne Aufwertung Deutschlands“

    Ich kann Ihnen bei Ihren Ausführungen nur zustimmen. An dieser Stelle würde ich aber sogar noch weiter gehen. Der umgekehrte Weg, die interne Aufwertung in Deutschland, ist nach meiner Auffassung der wesentlich sinnvollere, um die Diskrepanz bei den Lohnstückkosten auszugleichen.

    @DW [#3]
    Ich spreche mich nicht gegen eine weitere Aufwertung des Euro z.B. gegenüber dem Dollar aus. Um das zu beurteilen habe ich schlicht zu wenig Überblick über die aktuelle Wirtschaftslage hier wie dort. Deshalb nur als Beispiel: Man könnte einen Korridor von 1,25 – 1,35 USD pro Euro einrichten und die Geldpolitik soweit abstimmen, dass dieser Korridor möglichst langfristig eingehalten wird. Kommt es allerdings zu asymmetrischen Entwicklungen, könnte im gegenseitigen Einvernehmen ein neuer Korridor, z.B. 1,15 – 1,30 oder 1,30 – 1,45, festgelegt werden. Sind die Korridore glaubwürdig und werden klar kommuniziert, würde das bei Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit schaffen, die gerade bei mittel- und längerfristige Investitionen durchaus von Vorteil wäre.

  8.   BMMMayr

    @ DW
    Vielen Dank für die Daten!

    Ich hab noch mal Ihre Aussage „Schweiz… mit einer starken nominalen Aufwertung ihres handelsgewogenen Wechselkurses, auch real … steigt der Franken seit vielen Jahren kräftig an. … das Land verliert ständig an internationaler Wettbewerbsfähigkeit.“ mit dem Chart verglichen.

    Bis 2014 hat ja die SNB den Franken künstlich niedrig gehalten, dann kam eine plötzliche kräftige Aufwertung. Seitdem sinkt der Franken wieder tendenziell. Interessant ist, dass (und wie) die Schweiz die Aufwertung weg gesteckt hat, aber vielleicht ist die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre bei tendenziell schwächer werdendem Franken nicht ganz so überraschend.

    Ich habe ja immer argumentiert, dass ein Eurozerfall mit starker Aufwertung einer neuen D-Mark Zone Deutschland wirtschaftlich schwer treffen würde, darüber muß ich in der Tat neu nachdenken, wenn die Schweiz das so gut wegsteckt.

    Ich frage mich, warum kann eine Land mit freiem Wechselkurs solche Überschüsse haben? Würde Mundell-Fleming nicht erwarten lassen, dass die Wechselkurse steigen und sich die Handels/Leistungsbilanz tendenziell ausgleicht? Gibt es für die Schweiz noch anderer Besonderheiten außer dass sie klein, ein Finanzzentrum und der Franken eine Währung mit besonderem Status (Zufluchtsort) ist?

  9.   BMMMayr

    Mit dem Verweis auf die Pharmaindustrie in post #5 habe ich auf folgenden Mechanismus angespielt:

    krugman.blogs.nytimes.com/2017/10/11/puerto-rico-trump-and-taxes/

    Ein anderer Bericht (2016/7) sagt:
    „Der Schweizer Aussenhandel ist im ersten Halbjahr gewachsen. Doch das Plus der Exporte um 5,1 Prozent auf 105,4 Milliarden Franken geht vor allem auf gestiegene Medikamentenpreise zurück. Ohne den Schwung der Chemie- und Pharmabranche fallen die Exportergebnisse negativ aus.“

    bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/pharma-sorgt-fuer-schweizer-handelsrekord/story/17891778

    Also nochmal: Vorsicht die Ergebnisse der Schweiz mal so auf andere Länder zu übertragen.

  10.   mister-ede

    @BMMMayr [#9]

    Es geht um die langfristige Entwicklung. Seit Anfang der 90er hat der Franken gegenüber dem Euro um grob 60%, seit Anfang 2000 um grob 40% und seit der Finanzkrise um grob 15% aufgewertet. Die Schweiz ist an dieser Aufwertung erkennbar nicht zugrunde gegangen, genauso wie auch die BRD die kontinuierliche Aufwertung der D-Mark gut verkraftet hat. Ganz allgemein kann man daher wohl formulieren, dass eine kontinuierliche Abwertung oder zumindest das langfristige Schwachhalten des Euro nicht die einzige denkbare Geldpolitik der EZB ist.