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Vernehmung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 

Heute und morgen vernimmt die Staatsanwaltschaft des Schweizer Kantons Bern die Zeugen Peter Anton G. und Hans-Ulrich M. Die Schweizer Staatsbürger gelten als Mittelsmänner bei der Beschaffung der Mordwaffe Ceska 83, mit der Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neun Menschen erschossen haben sollen. Über die beiden Zeugen und weitere Helfer soll die Pistole in die Hände des NSU gelangt sein.

Befragt werden G. und M. im Rathaussaal der Gemeinde Thun, die wenige Kilometer von Bern entfernt liegt. Beide waren zum NSU-Prozess nach München geladen, dort jedoch nicht erschienen. Die Vernehmung übernehmen nun die Schweizer im Rahmen der Amtshilfe, weil das Oberlandesgericht keine Handhabe hat, sie zur Aussage in Deutschland zu verpflichten. Prozessbeteiligte dürfen die Aussage verfolgen, Zuschauer und Journalisten haben jedoch keinen Zutritt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zu ZEIT ONLINE sagte.

Warum beide nicht zu ihrer Vernehmung in München gekommen waren, ist unklar. Falls ihnen bekannt war, zu welchem Zweck die Waffe eingesetzt werden sollte, hätten sie sich als Helfer beim Mord schuldig gemacht.

34 Kommentare


  1. War denn die aufgefundene Pistole denn nun die Tatwaffe, oder nicht? Die Informationen hierüber sind mE widersprüchlich.

  2.   paul

    Warum beide nicht zu ihrer Vernehmung in München gekommen waren, ist unklar.

    Was ist denn da so unklar, wegen des zu geringen Zeugengeldes wird es wohl nicht gewesen sein, oder?
    Sie nicht gekommen, um nicht gegebenenfalls bleiben zu müssen.

  3.   bekir_fr

    Gleich zwei Gutachter hatten am 83. Verhandlungstag “eine ‘Ceska 83′ als Tatwaffe für die neun Morde des NSU-Trios identifiziert. Die Verteidiger jedoch säten Zweifel an dieser Aussage”, berichtete die Presse:
    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/NSU-Prozess-Verteidiger-hegen-Zweifel-an-durch-Gutachter-identifizierter-Tatwaf-1441845537

    Zum Nachweis “sei die an den einzelnen Tatorten sichergestellte Munition” (26 Geschosse von neun Morden) “mit Beschussmunition der im Zwickauer Brandschutt entdeckten Pistole(n) verglichen worden”.
    Bei der zweiten vermuteten Tatwaffe (umgebaute Bruni-Schreckschuss-Pistole), die nur bei zwei der neun Morde zum Einsatz gekommen sein soll und von der nur vier Geschosse gefunden worden waren, sei laut Gutachter keine eindeutige Identifizierung möglich gewesen.

    Allerdings räumten die Gutachter ein, dass nicht nur die Bruni, sondern beide Pistolen nach dem Brand in einem schlechten Zustand gewesen seien.
    Offen blieb zudem, wie viele übereinstimmende Merkmale für eine eindeutige Identifizierung von Waffe und verschossener Munition eigentlich erforderlich sind.

    Durch diese Unsicherheitsfaktoren ließen sich die Gutachter aber nicht in ihrer Überzeugung beirren und sahen sich nicht genötigt, z.B. ergänzend den Schalldämpfer näher zu untersuchen:
    “Nicht genau geklärt werden konnte auch, ob die Aluminiumspuren an den Projektilen der letzten fünf Mordfälle von einem Schalldämpfer stammten. Der Gutachter verwies darauf, dass es keine andere ‘plausible Erklärung’ gebe. Ob der vermutete Schalldämpfer an der ‘Ceska 83′ aber aus Aluminium besteht, sei nicht geprüft worden, räumte der Experte ein. Aus seiner Sicht war das unerheblich gewesen. Auch dieser Experte zeigte sich überzeugt, dass die Spuren an den Projektilen und Patronenhülsen für eine Identifizierung der gefundenen ‘Ceska 83′ als Tatwaffe ausreichen.”

    Einen neueren Sachstand scheint es nicht zu geben. Es sei aber daran erinnert, dass dieser Typ Ceska nur in einer Kleinserie von ca. 50 Exemplaren insgesamt produziert wurde, wovon die “größere Hälfte” in die Hände der deutschen Geheimdienste gelangt sein soll und die “kleinere Hälfte” in die Schweiz.

    Was bringt also jetzt die Befragung der zwei Schweizer Staatsbürger, die als Mittelsmänner die Ceska an ihren damals in Thüringen lebenden Landsmann Hans-Ulrich M. geliefert haben sollen, von wo sie dann über Enrico T. zu Carsten S. gelangte? Da der Mitangeklagte Carsten S. schon umfassend gestanden hat, den Uwes die Ceska übergeben zu haben – hinter Zschäpes Rücken, die er dadurch entlastet -, macht diese “Quellenforschung” nur noch den einen Sinn:
    Argwohn auszuräumen, die Tat-Ceska sei keine aus der Schweiz bezogene, sondern stamme aus den gut zwei Dutzend Ceska-Exemplaren in den Händen der deutschen Geheimdienste.


  4. Ich verstehe es immer noch nicht ganz: muß die Tatwaffe aus dieser Sonderserie stammen oder kann auch eine andere Ceska (gleichen Kalibers) benutzt worden sein?

  5.   Karl Müller

    @ 4.

    eine Kurzwaffe kann sowohl als Spurenträger wie auch als Waffenspuren “produzierendes” Objekt untersucht werden.
    Munitionsseitig sollte zur Beschreibung nie allein der Rohrdurchmesser sondern immer das bauartspezifische Munitionsmuster, hier die Patrone .32 ACP, angeführt werden.
    Für einen Vergleich werden immer eine Anzahl mechanischer und chemsischer Einzelmerkmale benötigt.
    Mechanische Veränderungen finden an der Hülse im Magazin, beim Zuführen über die Rampe und beim Kontakt vom Schlitten (hinten) sowie gleichzeitig beim Kontakt zum Patronenlager (seitlich und vorn) statt. Beim Beschuss der Hülse schließlich wird das Zündhütchen charakteristisch durch den Schlagbolzen deformiert und die Hülse bis zur Ablösung des Geschosses noch elastisch durch die Gasausdehnung deformiert.
    Das Geschoss wird beim Übergangskegel in die Züge gedrückt und hierbei ebenfalls charakterstischer Deformation ausgesetzt.

    Am Geschossboden können dann noch Pulverrückstände sowie ein Schmauchantrag mit spezieller chemischer Zusammensetzung vorhanden sein.

    Die Übereinstimmung der Merkmals sollte möglichst vollständig sein.
    Unsicherheiten ergeben sich durch ungleichmäßige thermische Veränderungen, selbst wenn an sich die Termperatur für Gefügeänderungen nicht ausreicht, so kann doch eine ungleichmäßige Wärmezufuhr die Spannungsverteilung so verändern, dass der Werkstoff sich um 1/10 mm Breich “verzieht”.

    Ein Schalldämpfer darf normalerweise das Geschoss nicht mechanisch berühren, von Gummieinsätzen abgesehen, wird dann entweder gleich der Dämpfer zerstört oder ein gezielter Schuss unmöglich.

    Grundsätzlich sind Alu-Legierungen für Dämpfer wegen deren Wärmeleitvermögen ein zweckmäßiges Baumaterial, warum hier ein Vergleich der Legeirungsbestandteile unterblieben ist, ist angesichts der Bedeutung des Verfahrens nicht nachvollziehbar!

    In toto sind die mechanischen und chemischen Spuren mess- und gut dokumentierbar, eigentlich. Und ergänzen sich auch prima, wenn in einzelnen Punkten Unsicherheiten in der Zuordnung gegeben sind.

    Karl Müller

  6.   A. Gronbach

    Weshalb fordert “Zeit Online” nicht einfach folgende Punkte?

    1.
    Laut Fax des BfV an SOKO Trio vom 23.08.2012 wurde mitgeteilt, dass von den 38 behördlichen Ceska 83 bis auf 7 alle ermittelt wurden. Fordern sie doch einfach durch unabhängige Gutachter Beschusstests an. Ferner eine vom Bundesministerium des Innern interne Untersuchung über den Verbleib der “7 nicht ermittelten Ceskas 83″. Selbstverständlich sollte dieser interne Bericht dann über das Bundeskanzleramt veröffentlicht werden. Oder hat die Bundeskanzlerin der BRD Angela Merkel 90 Millionen Bundesbürger angelogen, als sie Aufklärung einforderte?

    2.
    Das BKA stellte mit großem Aufwand die angeblichen Polizeiwaffen HK 2000 von PM Martin A. sowie PM Michele Kiesewetter aus. Was in zahlreichen Presseberichten und Bildern dargelegt wurde. Die Waffe von Martin A. ist sauber erkennbar und nicht beschädigt. Seltsamerweise sieht die Waffe von Michele Kiesewetter so aus, als ob man PU Schaum aufsprühte und diesen mit Hitze behandelte. Und zwar genau an der Stelle, wo die Seriennummer eingraviert ist? Einfach mal in euren Bilddateien ansehen. We wäre es, wenn das BKA unter Aufsicht von diversen Presseorganen und eventuell noch Opferanwälten im Verfahren vor dem OLG München diese Stelle der angeblichen Kiesewetterwaffe säubert und man von der unabhängigen Seite die Seriennummer einsehen kann!

    Dann reden wir mal weiter …..
    ___________________________
    Editiert. Der Name des verletzten Polizeibeamten wird aus Datenschutzgründen gekürzt wiedergegeben.

  7.   bekir_fr

    Die einschlägigen Foren bestätigen, dass bei ausreichend Spuren am Tatort nicht nur der Waffentyp ermittelt werden kann, sondern auch das richtige Einzelexemplar unter mehreren baugleichen Waffen einigermaßen sicher zu bestimmen ist: [1]
    (siehe dort auch die 10 Kommentare)

    Allerdings erfährt man aus den Prozess-Berichten kaum etwas über die Anzahl der gefundenen Übereinstimmungen im Vergleich mit der nötigen Anzahl, um die Idenfizierung z.B. als “wahrscheinlich”, “sehr wahrscheinlich” oder “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” einstufen zu können. Auch nicht, ob das an den Gutachtern lag oder an Journalisten, die fachlich überfordert waren.

    Dennoch scheint mir die Meldung plausibel, dass die Bedenken der Verteidiger-Anwälte triftig waren und von den Gutachtern nicht ausgeräumt wurden:

    – Die Bruni soll an zwei Tatorten eingesetzt worden sein: Woher weiß man das, wenn laut Gutachtern ihre eindeutige Identifizierung doch nicht möglich gewesen ist?

    – Beiden Waffen (Bruni und Ceska) wurden nach dem Brand in einem schlechten Zustand aufgefunden: Ob die Vergleichsmerkmale da noch “sauber” übereinstimmen konnten oder gerade bei der Ceska nur mit viel Wohlwollen (Erwartungsdruck!) und “Pi mal Daumen” halt als passend empfunden wurden?

    – Vom 4. bis zum 9. “Ceska”-Tatort wurde keine Patronenhülsen mehr gefunden (evtl. schossen die Täter aus einer Plastiktüte heraus, um die Hülsen vom Tatort wegzubringen – [2] ). Hülsen werden nicht so stark und nicht so variantenreich verformt, so dass sie eindeutigere Spurenvergleiche liefern könnten als die Projektile (“Kugeln”). Aber trotz dieses gravierenden Spurendefizits an zwei Dritteln der Tatorte hielten die selbstbewussten Gutachter es nicht für nötig, sich dann als Ausgleich wenigstens ansatzweise mit dem Schalldämpfer zu beschäftigen.

    Der letzte Punkt – fehlende Hülsen ab dem 4. Tatort und damit ein professionelleres Vorgehen – ist besonders brisant, da der Mitangeklagte Carsten S. den Uwes die Waffe in einem Café [3] übergeben haben will, das nach den Morden 1 bis 3 überhaupt erst eröffnet wurde [4].

    Womit sich die Frage nach einer zweiten Tätergruppe aufdrängt – eine Variante, die die überdicke Anklageschrift ja bekanntlich nicht wahrhaben will.
    Dabei müssen die letzten Besitzer einer Waffe keineswegs die einzigen Besitzer bzw. Benutzer gewesen sein, auch nicht im Zeitraum 2000-2011 (d.h. zwischen Erhalt von Carsten S. und postmortalem Auffinden). Immerhin wurden Fingerabdrücke und DNS-Spuren der Uwes weder an den Waffen noch an den Tatorten gefunden.

    Das Auffinden von Waffen bei Leichen macht übrigens diese noch lange nicht zu deren (Letzt-)”Besitzern”. Solange bei den merkwürdigen Selbstmorden Schlimmeres (nämlich Morde) nicht eindeutig ausgeschlossen werden kann, könnten Mörder der Uwes die Waffen platziert haben, um mit lästigen (bzw. jetzt willkommenen) Sündenbocken auch zugleich ganze Verbrechensreihen zu “entsorgen”.

    Dabei muss man gar nicht unbedingt an den “worst case” (wildgewordene Geheimdienstler als Mörder) denken. Im braunen Sumpf gab (und gibt?) es genügend Schnittstellen zum “unpolitischen” bzw. zum organisierten Verbrechen: Böhnhardt kam vor einigen Tagen durch unbedachte Amts-Äußerungen aus Gera unter “Padöphilie-(Mord-)Verdacht” [5], bei Zschäpe sollen “Kinderpornos” gefunden worden sein [6] und Tino Brandt, langjähriger Chef der NSU-“Mutterorganisation” Thüringer Heimatschutz scheint sich in den letzten Jahren (neben bandenmäßigen Straftaten wie groß angelegtem Versicherungsbetrug) als Zuhälter der Kinderprostitution zu widmen [7].

    Die Neonazi-Szene um das Trio herum könnte folglich nicht nur an einem politisch-“braunen” Untergrund gebastelt haben, sondern auch in einen unpolitisch-mafiösen (“Rotlicht”-?)Untergrund zumindest verstrickt gewesen sein.

    [1] http://www.wer-weiss-was.de/kriminalistik/welche-kugel-aus-welcher-waffe
    [2] http://de.wikipedia.org/wiki/NSU-Morde
    [3] http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-carsten-s-entlastet-beate-zschaepe-1.1693616
    [4] http://www.ulrichhertel.de/khopen.html
    [5] http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2014/06/17/medienlog-boenhardt-mord-ermittlungen/
    [6] http://www.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-mitteldeutschland/staatsanwaltschaft-ermittelte-gegen-nsu-mitglied-zschaepe-wegen-kinderpornos/r-polizeiticker-mitteldeutschland-a-174315.html
    [7] http://www.spiegel.de/panorama/justiz/razzia-bei-tino-brandt-verdacht-auf-zuhaelterei-mit-minderjaehrigen-a-976226.html

  8.   the good kkkop

    @4 :
    Die Sachverständigen Pfoser und Nennstiel wurden am 83sten und 83/89sten Verhandlungstag angehört. Es gibt Gruppenmerkmale und Individualmerkmale. Als Gruppenmerkmal hatten alle bekannten sogenannten Stasi-Ceskas mit gestecktem Schalldämpfer gerade Linien am Stossboden, alle bekannten sogenannten Luxik-Ceskas mit geschraubtem Gewinde gebogene Linien dort. Aber damit lässt sich die Waffe wohl nicht hundertprozentig einer Gruppe zuordnen, das Merkmal gerade Linien ist die Regel, doch auch gebogene können ausserhalb der Gruppe auftreten. Pfoser dazu :
    ” Er könne sich an eine Waffe erinnern, die sei aber bezüglich der Waffennummern völlig außerhalb von diesen ca. 30 aufeinander folgenden Seriennummern. ”
    In Verbindung mit den Aluminium-Anhaftungen sollte es aber einen unübersehbaren Hinweis auf die Gruppenzugehörigkeit sein, der Spur hatten die Ermittler der BAO-Bosporus allerdings jegliche Bedeutung abgesprochen.
    ( Für die Waffen mit geschraubten Gewinde wurden wohl andere Werkzeuge als bei den meisten fürs Entgraten und Fräsen verwendet )
    Die eindeutige Zuordnung hat man dann aber durch die Individualspuren, die Sachverständigen sind sich sicher das die im Brandschutt gefundene Waffe identisch mit der Waffe ist, die für die Ceska-Mordserie verwendet wurde.
    Dubios ist jedenfalls dies hier :
    ” Götzl hält vor, dass im Gutachten stehe, bei der Sammlungsnummer 44320 sei eines der ursprünglich zwei Geschosse im Verlauf der Vergleichsarbeit vertauscht worden und unauffindbar. Nennstiel bestätigt das. “( auf nsu-watch zum 83. )
    Da gibt es keine Anzeichen dafür das man dem nachgeht wie das wohl zustande gekommen sein kann. Vielleicht versucht ja jemand der an diese Beweismittel kommt die Ermittlungen zu sobotieren ? Aber so wichtig ist das anscheinend nicht, es bleibt bei der einen Frage.
    ( Warum man den Schalldämpfer nicht untersucht hat verstehe ich auch nicht )

    @6 :
    Seltsamerweise lag die Dienstwaffe von Kiesewetter nahe dem Brandherd, die von A nicht. Die von Kiesewetter sieht so aus :
    http://p5.focus.de/img/fotos/crop193821/9540849226-cfreecrop-w961-h541-ocx0_y33-q75-p5/nsu-2501.jpg
    Ist das in der Mitte nicht die Seriennummer ? Ich gehe nicht davon aus das man beim Wohnmobil reinen Wein eingeschenkt bekommt, aber ihren Ausführungen kann ich auch nicht folgen.

  9.   Karl Müller

    @ 8,

    Beschusszeichen und S.-Nr.

    Die SD-Montage fasst das Rohr ja von Außen, gleich ob Gewinde oder Klemmring.

    Der Al-Antrag dürfte aus konstruktiven Gründen so nicht vorhanden sein, ein konstruktionsmäßig korrekt angesetzter SD darf keinen mechanischen Kontakt zum Geschoss haben. Zudem ahndelt es sich immer um Legierungen, nicht Reinaluminium, das wäre viel zu weich.
    Solche Legierungsbestandteile lassen sich mit bestimmten EDRFA-Methoden (Bremsstrahlung) auf der Geschossoberfläche zerstörungsfrei nachweisen.

    Das gezeigte Griffstück ist leider total aufgekohlt und zuvor darauf befindliche Markierungen sind kaum uverlässige rekonstruierbar, was bei in Metall eingeschlagenen Ziffern immer noch machbar ist, auch wenn die weggefräst wurden.

  10.   Karl Müller

    @ 7,

    Es ist üblich das Schusswaffen bei der bestimmungsgemäßen Funktion jeder Menge Spurenmatreial ansammeln können. Nicht nur von den Funktionselementen der SW selbst, auch Backspatter bei Nahschüssen, sowei DNA vom Schützen werden durch den Ladevorgang in den Schließmechanismus zwischen Schlitten und Griffstück befördert. Selbst im Rohr kann sich nach dem letzten Schuss noch DNA finden.

    Und Hülsen zeigen gern auf der Oberfläche Ätzspuren von Körperflüssigkeiten, bei daktyloskopischen Spuren werden diese sogar wie einegrfäßt erscheinen.

    Zur schillernde Person Tino B., stellt sich nach wie vor die Frage, warum disere eineige Rechtsextremisten mit offenkundig illegalen Schießübungen auf deustchem Boden kompromittiert hat, sonst ist es für diese Kreise eigentlich üblich, “legal” im Ausland zu trainieren…

    OK-Verbindungen werden seit Verfahrensbeginn generell in Abrede gestellt, mit wenig überzeugenden Argumenten.