ZEITansage

Hier bloggt die Redaktion. Ein Fenster ins Innenleben von ZEIT ONLINE

Georg von Holtzbrinck-Preis für Investigativprojekt “Großstadtärzte”

Von 28. November 2014 um 17:24 Uhr

Das Investigativteam von ZEIT ONLINE ist mit dem Georg von Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet worden. In der Kategorie Online wurde der Preis für die 7-teilige Serie “Großstadtärzte” verliehen.

Ressortleiter Karsten Polke-Majewski und sein Team analysierten die Zusammenhänge zwischen der Kaufkraft bestimmter Regionen und ihrer medizinischen Versorgung. Das Fazit: Die Medizin folgt dem Geld.

Matthias von Blumencron (rechts) übergibt dem Investigativem den Preis

Mathias von Blumencron (rechts) übergibt dem Investigativteam den Preis.    Copyright Jochen Wegner

Die Georg von Holtzbrinck-Preise für Wirtschaftspublizistik wurden am Donnerstagabend, 27. November, vor rund 140 geladenen Gästen in Frankfurt verliehen. Weitere Preisträger: In der Kategorie Print gewann Lorenz Wagner, der mehr als ein Jahr den Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche begleitete. Sein Porträt “Einsame Spitze” erschien im Magazin der Süddeutschen Zeitung, bei der er arbeitet. Der Fernsehjournalist Kersten Sebastian Schüßler veröffentlichte im ZDF ein Experiment: Zwei junge Menschen wetten darum, wer zuerst einen Job mit Perspektive bekommt. “Kersten Sebastian Schüßler ist ein Meister darin, abstrakte Wirtschaftsthemen greifbar zu machen – sei es das Freihandelsabkommen TTIP oder den deutschen Arbeitsmarkt. Dies gelingt ihm stets mit einer eigenen, unaufdringlichen Handschrift”, sagte Laudator ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner. Eine Reportage über marode Brücken in Deutschland überzeugte die Jury von Stern-Journalist Dominik Stawski, der den Ferdinand Simoneit-Nachwuchspreis für Wirtschafts- und Finanzjournalismus erhielt.

Mit dem Preis zeichnet die DvH Medien GmbH herausragende journalistische Arbeiten über das Wirtschaftsleben aus. Unter den Jurymitgliedern waren in diesem Jahr u.a. Thomas Bellut (ZDF-Intendant), Heike Göbel (FAZ Ressortleiterin Wirtschaft), Miriam Meckel (Chefredakteurin WirtschaftsWoche), Barbara Kux (Aufsichtsrätin von Henkel und Total) und Jochen Wegner (Chefredakteur von ZEIT ONLINE). Die Juroren wählten die Sieger aus insgesamt über 140 Bewerbungen aus.

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Ernst-Schneider-Preis für Dispozins-Recherche

Von 7. Oktober 2014 um 14:37 Uhr

Mit Dispozinsen machen deutsche Banken gute Geschäfte. In vielen Fällen sind die Zinssätze nicht nur hoch, sondern auch schwer vergleichbar, da die Institute ihre Konditionen oft nur ihren Kunden nennen. Anlass genug für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE, für Transparenz zu sorgen.

In einer gemeinsamen Umfrage baten DIE ZEIT und ZEIT ONLINE ihre Leserinnen und Leser, anonymisiert ihre Dispo-Zinssätze zu melden. Mehr als zehntausend antworteten. Es war eines der bislang größten Crowdsourcing-Projekte Deutschlands. Entstanden ist daraus eine Deutschlandkarte der Dispozinsen, die zeigt, wie willkürlich und intransparent Banken die Höhe des Zinses festlegen.

Für ihre Geschichte „Reine Raffgier“, die in der ZEIT-Ausgabe 29/2013 und gleichzeitig auf ZEIT ONLINE erschienen ist, sind die ZEIT-Autorin Nadine Oberhuber sowie die ZEIT-ONLINE-Redakteure Marlies Uken und Sascha Venohr nun mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet worden. Es ist der größte deutsche Wettbewerb für Wirtschaftspublizistik; er wird von den Industrie- und Handelskammern ausgeschrieben.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die ZEIT-Autoren Anita Blasberg und Marian Blasberg für ihr Dossier „Warum muss Joy hungern?“.

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Schriftsteller-Plattform “Freitext” gestartet

Von um 11:28 Uhr

ZEIT ONLINE hat eine neue Schriftsteller-Plattform: Unter dem Titel “Freitext – Feld für literarisches Denken” schreiben mehr als 20 deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller regelmäßig und fortlaufend über Politik, Gesellschaft, Literatur – und ihr Leben.

Mit dabei sind unter anderem Adriana Altaras, Nora Bossong, Jan Brandt, Ann Cotten, Ulrike Draesner, Roman Ehrlich, Thomas Glavinic, Olga Grjasnowa, Robert Gwisdek, Helene Hegemann, Karen Köhler, Jo Lendle, Peter Licht, Thomas Melle, Matthias Nawrat, Thomas Pletzinger, Teresa Präauer, Daniela Seel, Florian Werner und Feridun Zaimoglu. Weitere werden dazukommen.

Mit “Freitext” wollen wir der literarischen Weltsicht mehr Raum und Aufmerksamkeit geben – und auf die stetige Marginalisierung des Diskurses in vielen deutschen Feuilletons reagieren.

“Freitext” soll ein Ort des Austauschs werden, an dem sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller begegnen, miteinander diskutieren und dem Publikum ihre Perspektiven vermitteln können. Neben zahlreichen heiteren, kolumnenhaften Formaten steht der Start der Plattform unter der Frage: “Was empört Euch?”. Thomas Glavinic schreibt über das Phlegma des Nicht-Empörten, Helene Hegemann über die Durchpsychologisierung der Wohlstandsgesellschaft, Teresa Präauer über Erstarrung im Status Quo, Olga Grjasnowa über das im Fernsehen vermittelte Schönheitsideal.

“Freitext – Feld für literarisches Denken” ist ab sofort unter www.zeit.de/freitext zu finden.

 

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Neues Blog: Stufenlos

Von 28. Juli 2014 um 11:29 Uhr

Barrierefreiheit und Inklusion – wie gut steht es darum in Deutschland, in Europa? Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass behinderte Menschen in gleichem Maße am gesellschaftlichen Leben beteiligt sein sollen wie nicht behinderte. Im öffentlichen Raum gibt es Aufzüge, Rampen, Blindenleitsysteme. In Unternehmen, in Schulen und Universitäten hat ein Umdenkprozess begonnen.

Mehr aber auch nicht. Barrierefreiheit ist noch lange nicht die Norm, Inklusion am Arbeitsplatz, in der Schule erst recht nicht. Ständig treffen Behinderte auf Widerstände, auf Unzulänglichkeiten, auf Gedankenlosigkeit.

ZEIT ONLINE startet deshalb ein neues Blog. “Stufenlos” heißt es, ein schönes Synonym für Barrierefreiheit. Die Autorin des Blogs weiß, wovon sie spricht: Christiane Link, vielen bekannt durch ihr privates Blog “Behindertenparkplatz” ist querschnittgelähmt. Ihren Rollstuhl betrachtet sie nicht mit Bitterkeit, sondern mit dem Stolz eines Menschen, der ein schickes Accessoire besitzt. “Rollstühle sind cool”, sagt Christiane Link.

In “Stufenlos” wird die Journalistin und Unternehmerin darüber berichten, wie weit es her ist, mit der Stufenlosigkeit in der Welt. Sie wird über Menschen schreiben, die wunderbar hilfsbereit sind, und auch über solche, die Behinderte ausgrenzen, oft ohne es zu wollen. Sie wird beschreiben, wo Inklusion bislang ein bloßes Lippenbekenntnis geblieben ist, wo behinderte Menschen von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind. Und sie wird Frage nachgehen, warum sich nicht behinderte Menschen und behinderte so selten treffen.

“Stufenlos” wird ein subjektives Blog sein, in ihrem Auftakt-Posting schreibt Christiane Link, warum sie nicht laufen können will.

Kategorien: Allgemein, Weblogs

ZEIT ONLINE für drei LeadAwards nominiert

Von 25. Juli 2014 um 09:46 Uhr

ZEITMagazin Online

In diesem Jahr ist ZEIT ONLINE drei Mal für einen LeadAward nominiert. “Deutschlands führende Auszeichnung für Fotografie, Medien und visuelle Kommunikation” wird seit 1992 nach einem aufwändigen Auswahlverfahren vergeben. Dieses Mal haben gleich mehrere unserer Projekte die Vor- und Hauptjury überzeugt:

- In der Kategorie “Webmagazin des Jahres” wurde unser neues ZEITmagazin Online nominiert – und ZEIT ONLINE selbst.

- In die Finalauswahl der Online-Kategorie “Webfeature des Jahres” hat es unser Storytelling-Projekt “Das neue Leben der Stalinallee” geschafft.

DIE ZEIT ist weitere sechs Mal nominiert, das ZEITMagazin gleich 21 Mal.

Ob wir tatsächlich eine der in den Kategorien Gold, Silber und Bronze ausgelobten Medaillen erhalten, erfahren wir bei der Preisverleihung im September.

Kategorien: Allgemein

Neues Format: Der Streitfall

Von 18. Juni 2014 um 09:45 Uhr

Die globale Finanzkrise hat gezeigt, wie kompliziert die Wirtschaftswelt geworden ist. Banken gehen pleite, Staaten brechen unter ihrer Schuldenlast zusammen, ganze Währungsräume stehen vor dem Kollaps. Aber auch unser Alltag ist von ökonomischen Fragen bestimmt: Brauchen wir einen Mindestlohn? Werden die Reichen wirklich immer reicher und die Armen immer ärmer?

DIE ZEIT und ZEIT ONLINE wenden sich diesen aktuellen ökonomischen Debatten intensiver zu. Wir starten deshalb eine neue Kolumne mit dem Namen Streitfall. Alle zwei Wochen ringen ZEIT-ONLINE-Redakteur Philip Faigle und ZEIT-Korrespondent Mark Schieritz um die richtige Antwort auf eine aktuelle ökonomische Frage. Die Kolumne erscheint gleichzeitig in der Printausgabe und online.

Das erste Thema diese Woche ist die europäische Krisenstrategie: Wie geht es weiter in der Euro-Zone? Die Sparpolitik in Europa war erfolgreich, der große Crash an den Finanzmärkten ist ausgeblieben, die Euro-Zone hat sich aus der Rezession herausgearbeitet und wächst wieder, wenn auch schwach.

Sollten die harten Sparauflagen jetzt gelockert werden, um Wachstum und Nachfrage in Gang zu bringen? Oder machen wir damit den gleichen Fehler wie vor der Krise und häufen mit billigem Geld neue Schulden an? Debattieren Sie mit uns unter: www.zeit.de/streitfall.

ZEIT ONLINE mit neuer iOS-App

Von 22. Mai 2014 um 10:51 Uhr

Reportagen, Kommentare, Fotostrecken und Nachrichten von ZEIT ONLINE sind für iPhone-Nutzer mit der iOS-Version 7 ab sofort in einer neuen App verfügbar. Die neue Anwendung wurde parallel mit der neuen Android-App entwickelt und orientiert sich an der mobilen Website von ZEIT ONLINE. Auch diese App ist auf einen möglichst hohen Lesekomfort ausgelegt, sie wurde optimiert auf eine kurze Ladezeit und hohe Geschwindigkeit. Wir haben bewusst auf ein reduziertes Design mit nur wenigen, wichtigen Funktionen gesetzt. So gibt es eine Push-Funktion für Eilmeldungen, eine Rangliste der meistgelesenen Artikel und eine Nachrichtenübersicht. Sobald ein neuer Artikel auf www.zeit.de erscheint, wird dies in der Funktionsleiste im unteren Bereich des Bildschirms angezeigt.

Bei der iOS-Anwendung handelt es sich wie bei der Android-Version um eine Hybrid-App, die sowohl auf gängigen Webtechnologien wie HTML, CSS und Javascript als auch auf betriebssystemeigenen Komponenten basiert. Menüs, Animationen oder Push-Nachrichten können die Hardware des Smartphones nutzen, Inhalte und Darstellung von Artikeln und Übersichtsseiten entsprechen der mobilen Website von ZEIT ONLINE. So können Änderungen und Neuerungen auf www.zeit.de schneller für alle Nutzer von Smartphones zur Verfügung gestellt werden.

Die neue ZEIT ONLINE App im Appstore: zeit.to/zeit-online-app

Die Inhalte des Digital-Pakets der ZEIT können auf iPhones in der ZEIT ONLINE PLUS App genutzt werden, die ebenso für Nutzer mit älteren Betriebssystemversionen weiterhin im Appstore zur Verfügung steht.

Kategorien: Allgemein

ZEIT ONLINE veröffentlicht Android-App

Von 12. Mai 2014 um 12:00 Uhr

Die Inhalte von ZEIT ONLINE sind ab sofort auch mit einer App für Android-Smartphones nutzbar. Bei ihrer Entwicklung haben wir uns an unserer mobilen Website orientiert und auf ein reduziertes Design mit nur wenigen, wichtigen Funktionen gesetzt.

Die App ist auf möglichst hohen Lesekomfort ausgelegt und auf Geschwindigkeit optimiert. Inhalte und Darstellung von Artikeln und Übersichtsseiten entsprechen der mobilen Website von ZEIT ONLINE. So können wir Neuerungen auf www.zeit.de auch den Nutzern unserer App schnell zur Verfügung stellen.

Dank einer Push-Funktion für Eilmeldungen hält die App ihre Nutzer über die wichtigsten Ereignisse stets auf dem Laufenden. Eine Rangliste der meistgelesenen Artikel und eine besondere Übersicht von allen auf www.zeit.de veröffentlichten Artikeln bieten zusätzliche Einstiegsmöglichkeiten in Nachrichten, Reportagen, Kommentare und Interviews. Sobald ein neuer Artikel erscheint, wird dies über ein Icon und einen kleinen Zählerstand in der Funktionsleiste im unteren Bereich des Bildschirms angezeigt. Die Anwendung ist für Smartphones ab der Android-Version 4.0 ausgelegt und auch für kleinere Tablets und Phablets geeignet.

Die ZEIT ONLINE App für Android im Google Playstore: zeit.to/zeit-app

Informationen zur Wochenzeitung DIE ZEIT als App für iOS und Android: www.zeit.de/apps

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Wir starten das ZEITmagazin ONLINE

Von 7. Mai 2014 um 12:30 Uhr

ZEIT ONLINE hat ab heute eine zweite Seite: das ZEITmagazin ONLINE.

Gemeinsam mit der Print-Redaktion haben wir den Internet-Auftritt des ZEITmagazins völlig neu gestaltet und bieten unseren Lesern unter www.zeitmagazin.de von nun an täglich aufwändig gestalteten Magazin-Journalismus in den Ressorts Leben, Essen & Trinken sowie Mode & Design. Unser neues Online-Magazin sehen wir als spielerische Ergänzung, hie und da auch als Antithese zum Journalismus von ZEIT ONLINE.

Die Auswahl unserer Magazin-Themen zum Start lässt erkennen, in welche Richtung sich das neue Zweitmedium entwickeln soll: In einem aufwändigen Storytelling-Projekt berichten wir über die Erfolgsgeschichte der Berliner Schaubühne, die mit ihren Stars Nina Hoss und Mark Waschke in Paris gefeiert wird. Karl Lagerfeld spricht über das stilvolle Altern, Kolumnist Harald Martenstein kommentiert zwei Wochen lang jeden Tag einen Leser-Kommentar auf ZEIT ONLINE.

Dank einer neuen Kooperation mit der stilbildenden Fotoagentur Magnum werden wir jede Woche eine Auswahl der besten Bilder aus ihrem Archiv zeigen. Die aus dem gedruckten Magazin bekannte Rubrik Gesellschaftskritik reflektiert – ab sofort täglich – die erstaunliche Welt der Prominenten. Viele weitere Kolumnen und Rubriken ergänzen das Angebot.

Großformatige Bilder und Videos bringen die grafische Opulenz des ZEITmagazins ganz neu ins Netz. Auch die kleinen Formen – Modestrecken etwa oder Produktrezensionen – haben wir neu gestaltet.

Trotz des aufwändigen Designs passt sich ZEITmagazin ONLINE übrigens dem Bildschirm beliebiger Geräte an – auch auf Ihrem Handy oder Tablet sollte es stets gut aussehen.

Ein interdisziplinäres Team aus Programmierern, Designern, Print- und Online-Redakteuren hat den Start vorbereitet und wird die Seite betreuen. Redaktionell verantwortlich sind die Online-Redakteurin Maria Exner und Tillmann Prüfer, Style Director des ZEITmagazins.

Zur Homepage des ZEITmagazin ONLINE.

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Themenwoche Perfektes Leben

Von 7. April 2014 um 09:55 Uhr

Das ist doch kein Vorbild: Ein Mädchen, das die Zeit umkehrt, nur um noch mehr Schulfächer besuchen zu können, als sie ohnehin schon in ihren übervollen Stundenplan gepackt hat. Man mag Hermine Granger mögen, aber das geht zu weit. Obwohl: Ein Zeitumkehrer, wie ihn Harry Potters beste Freundin um den Hals trägt, wäre sicherlich ein Verkaufsschlager. Denn was fehlt uns mehr als Zeit?!

Unser Leben ist zu einer Art Leistungssport geworden. Wir wollen ein möglichst perfektes Leben. Ständig arbeiten wir an uns, um noch schneller, effizienter, leistungsfähiger, einfach besser zu werden. Dauernd kämpfen wir darum, Arbeit, Freizeit, Partnerschaft und Familie ins Lot zu bringen. Dabei sollen wir dann auch noch gesünder und glücklicher sein als zuvor. Irgendwem gelingt das auch. Jedenfalls treffen wir immer wieder auf Leute, die davon schwärmen, wie zufrieden sie mit ihrem Leben sind. Andere allerdings brechen unter den gewaltigen Anforderungen zusammen. Der große Rest? Kämpft sich irgendwie durch. Nie war der Wunsch so groß, sich selbst zu verwirklichen.

Wie konnte es dazu kommen? ZEIT ONLINE geht dieser Frage in der Themenwoche “Perfektes Leben” nach. Sieben Autoren haben versucht, das Geröll aus Therapeuten-, Soziologen- und Psychologensprech zur Seite zu räumen, das die Debatte beherrscht. Dahinter fanden sie ein Bündel von Idealen, die unsere Gesellschaft prägen. Sie etablieren Normen, denen wir folgen, oftmals ohne uns ihrer bewusst zu sein: die ideale Kindheit; die romantische Liebe; Berufung; Selbstoptimierung; Pflichtbewusstsein; Leidenschaft; Genügsamkeit.

Alle diese Begriffe entwerfen Muster einer vollkommenen Welt. Doch wer sie zu erreichen sucht, gerät schnell in eine Falle. Der Zeitgeist hat uns eingebläut, dass wir alles erreichen können, wenn wir uns nur genug anstrengen. Bei Idealen ist das jedoch unmöglich. Zumal sie nicht alle zueinander passen. Einige arbeiten sogar gegeneinander. Wir müssen uns deshalb damit auseinandersetzen, welche Hoheit über unsere Lebensgestaltung wir diesen Idealen zugestehen. Sieben Texte sollen entschlüsseln, wie sie uns antreiben, herausfordern, überfordern. Und wie wir lernen können, angemessen mit ihnen umzugehen.

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