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Wunschdenken reicht nicht

 

Am gestrigen Donnerstag hat die EZB die Zinsen um einen halben Punkt auf 3 ¼ Prozent gesenkt. Gut so. War es genug? Vermutlich sind viel niedrigere Zinsen angebracht, aber immerhin hat Herr Trichet in der Pressekonferenz zugegeben, dass auch ein größerer Schritt diskutiert wurde – ein kleinerer allerdings auch. Ich halte der EZB zugute, dass sich das monetäre Umfeld durch die starke nominale Abwertung des Euro seit dem 11. Juli bereits sehr verbessert hat und dass es insgesamt weniger wirtschaftlich bedrohliche Ungleichgewichte gibt als in den USA oder in Großbritannien, ein vorsichtigeres Vorgehen also gerechtfertigt werden kann.

Realer effektiver Wechselkurs des Euro - Oktober 2008

Der Einbruch der Auftragseingänge bei der deutschen Industrie im September war allerdings ein Schock. Vermutlich ist es im Oktober, wenn man nach den Kommentaren aus den Unternehmen geht, noch schlimmer gekommen. Vor allem die Investitionsgüterindustrie hat plötzlich schwer zu kämpfen – wie das so ist, wenn die Konjunktur weltweit einbricht. Bei den Investitionen lässt sich kurzfristig immer am ehesten sparen. Ich vermute, dass sich ab nun auch die Situation am deutschen Arbeitsmarkt rapide verschlechtern wird; im Euroraum insgesamt steigt die Zahl der Arbeitslosen schon seit längerem, wenn auch nur leicht. Zwar ist inzwischen Konsens, dass Euroland in einer Rezession steckt, aber noch leugnet die EZB, dass es sich um eine wirklich ernste Krise handelt.

Auftragseingang, Industrie - Deutschland - September 2008

Dabei hat sie mehr Spielraum bei den Zinsen, als sie das vermutet. Trotz des schwachen Euro stagnieren die Verbraucherpreise seit Juni, also vier Monate in Folge. Dabei sind die positiven sommerlichen Effekte in der Saisonbereinigung bereits herausgerechnet. Auch wenn das nicht so weitergehen sollte und ich vielmehr unterstelle, dass sich der Preisindex von nun an mit monatlichen Raten von 0,1 Prozent erhöht, bekomme ich für das Ende des zweiten Quartals 2009 im Vorjahresvergleich eine Inflationsrate von etwa 1 Prozent, nach 4 Prozent im vergangenen Juni. Ein Prozent! Die Politiker haben diese Möglichkeit überhaupt nicht im Kalkül, scheint mir.

Herr Trichet wurde gestern nach der Möglichkeit einer Deflation im Euroraum gefragt. Das war offenbar eine despektierliche Frage – da müsste ja eine große Zahl nominaler Werte zurückgehen, war die Antwort. Darum aber geht es natürlich. Bei den Aktienkursen sind wir da schon längst angelangt, und bei den Immobilienpreisen wird es nicht mehr lange dauern, auch in Deutschland nicht. Ist übrigens irgendjemand aufgefallen, dass M1 saisonbereinigt seit Juni rückläufig und im Vorjahresvergleich bei null Prozent angelangt ist?

Geld- und Kapitalmarktzinsen in Euroland

Es ist ziemlich sicher, dass die EZB die Zinsen weiter zurückfahren wird. Die stark rückläufigen Inflationsraten und die immer schwächere Konjunktur werden sie dazu zwingen, ebenso wie die erneute Aufwertung des Euro. Dollar und Yen dürften wieder zu Refinanzierungswährungen in Carry Trades werden, und das Pfund befindet sich wegen der Bankenkrise und des gewaltigen privaten Schuldenbergs, der angesichts der kollabierenden Assetpreise abgearbeitet werden muss, im freien Fall.

Geradezu lächerlich ist, wie die Berliner Wirtschaftspolitik bisher auf die Krise reagiert. Noch dominiert das Bestreben, finanziell möglichst billig davonzukommen, also auch kurzfristig höhere Defizite zu vermeiden. Es wird schon gut gehen! Dabei wird gleichzeitig Industriepolitik in einer Art getrieben, wie ich es nicht mehr für möglich gehalten hätte: Da einer von sechs Arbeitsplätzen in Deutschland von der Autoindustrie abhängt, müsse ihr dringend geholfen werden. Was ist eigentlich mit den fünf anderen Arbeitsplätzen? Ich hätte erwartet, dass Jens Weidmann, früher der Generalsekretär des Sachverständigenrats und jetzt Abteilungsleiter Wirtschaft im Kanzleramt, ein ordnungspolitisch besser durchdachtes Programm auf die Beine gestellt hätte. Er hat schließlich das Ohr der Kanzlerin und kann konzeptionell denken.

Auch in Brüssel wird leider so gedacht wie in Berlin. Dass am Anfang einer stärker koordinierten europäischen Finanzpolitik einmal eine massive Subvention der Autohersteller stehen würde, hätte ich mir im Traum nicht ausgemalt. Wohnen nicht in Brüssel die einzig wahren Wettbewerbshüter? Man kann vielleicht argumentieren, dass der Ernst der Lage bisher nicht erkannt wurde. In dem Maße, wie den Politikern klar wird, dass wir es nicht mit einer Situation zu tun haben, wo „hier ein bisschen, da ein bisschen“, ein „weiter so wie bisher!“ und „jeder für sich, Gott für uns alle“ ausreichen, könnten sie gezwungen sein, ein Konjunkturprogramm oder Wachstumsprogramm zu entwickeln, das seinen Namen verdient. Auch ich gebe mich, wie Sie sehen, gern mal dem Wunschdenken hin.

Der an den Märkten offenbar weitverbreitete Eindruck, dass in Brüssel und Berlin Konfusion herrschen und es an sinnvollen und mutigen Strategien fehlt, dürfte ein Hauptgrund dafür sein, dass der Euro zumindest vorübergehend eine Schwachwährung geworden ist. Er ist jedenfalls, anders als Dollar und Yen, keine Fluchtwährung, trotz positiver Fundamentalfaktoren (Zinsen, öffentliche Haushalte, Leistungsbilanz). Wo bleibt eigentlich Jean-Claude Juncker, der Chef der Euro Group, der finanzpolitische Koordinierungsstelle der Währungsunion? Könnte es sein, dass er voll damit beschäftigt ist, den Hedge Fund Luxemburg zu retten?

57 Kommentare


  1. […] und Berlin Konfusion herrschen hat den Euro zumindest vorübergehend geschwächt. Mehr… Zum Originalartikel: […]

  2.   egghat

    Heute sollten auch die Kreditvergaberegeln für Europa kommen. Eine PM mit der Ankündigung gab es auch, nur finde ich auf der Website der EZB nichts. Es dürfte aber ähnlich aussehen wie in Deutschland: Die Banken stehen (noch immer) auf der Bremse. Da (neue) Geld wird gebunkert, nicht weiterverliehen. Daraufhin wollte ich mir die Geldmengen anschauen, aber auch da habe ich noch keine absolute Zahl gefunden. Das Wachstum ist aber schon von 12,x im Juni auf 8,x im September zurückgegangen. Bei diesem starken Rückgang kann man davon ausgehen, dass auch M3 seit dem Sommer nicht mehr bzw. nur noch ganz leicht wächst.

    Keine gute Aussichten. Die Industrieproduktion im September war auch zum ersten Mal seit 2003 niedriger als im Vorjahr.

  3.   edicius

    @DW
    Die Antwort:
    Da einer von sechs Arbeitsplätzen in Deutschland von der Autoindustrie abhängt, müsse ihr dringend geholfen werden. Was ist eigentlich mit den fünf anderen Arbeitsplätzen?
    Auf die guckt keiner. Das ist deutsche Symbol- d.h. Autopolitik. „Wir sind Auto“. Warum man zB Daimler, die dieses Jahr immer noch 6Mrd Gewinn machen wollen, helfen sollte, verstehe wer will. Man versteht aber seitens der Politik, dass die Bänderstilllegungen über den Jahreswechsel das Potential haben, einen allgemeinen Alarm in der Bevölkerung auszulösen. Und nur, ausschliesslich nur, darum geht es der Politik, solches zu verhindern. DAS ist das wahre Elend. Es traut sich niemand an die Ursachen, „Daumen drücken und durch, und auf die öffentliche Psyche achten“.
    Das wird in einer Krise enden, wie sie die Lebenden noch nicht erlebt haben – vollkommen egal, was die EZB jetzt mit den Zinsen macht.

  4.   Methusalem

    @edicus

    Beim besten Willen. Das stimmt so nicht. „Es traut sich niemand an die Ursachen..“
    Liste sie mal auf.
    Und wieso sollte man in Deutschland das Auto geringschätzen? Hier wachsen keine Kokospalmen….noch nicht:)

  5.   Lucas Zeise

    @ Dieter Wermuth

    Deine Verzweiflung über die Blindheit in der Großen Koalition kann ich verstehen. Die Lage ist so ernst, dass man sich darüber gar nicht mehr lustig machen kann. Weniger verständlich ist mir, dass die EZB bei Dir vergleichsweise milde davonkommt. Hier sollten ja eigentlich die Experten zu finden sein, die sine ira et studio und ohne politische Hintergedanken Geldpolitik betreiben. Statt dessen haben sie, als längst abzusehen war, dass Europa von einer konjunkturellen Krise erfasst werden würde, erst einmal die Zinsen erhöht. Besonders entsetzlich haben sich dabei die beiden deutschen Ratsmitglieder Weber und Stark aufgeführt. Ersterer hat, als die Preise kräftig stiegen, laut „Feurio“ gerufen, vor steigenden Löhnen gewarnt und wider besseres Wissen die Leitzinsanhebung als probates Mittel gegen die Ölpreissteigerung empfohlen. Er hat sich gezielt als Falke positioniert, um nach Art der Politiker öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das ist ihm auf Kosten des Gemeinwohls auch gelungen.

    Mit Jürgen Stark, dem Chefvolkswirt der EZB, hat die FTD ein Interview geführt (5.11.08), das allein wegen seiner dort offen zur Schau getragenen Ahnungslosigkeit interessant ist. Das fehlende Vertrauen zwischen den Banken erscheint ihm einmal als das fundamentale, dann als das Grundproblem und schließlich sogar ein strukturelles Problem. Ursachen für das fehlende Vertrauen scheinen ihn nicht zu interessieren. Vielleicht wurde er nicht gefragt. Am Schluss des Interviews fragen ihn die Kollegen, ob die Notenbanken ein explizites Mandat für die Stabilität des Finanzsystems erhalten sollten. Da antwortet Stark allen Ernstes, das würde „die Zuständigkeiten verwischen“ (wer ist bitteschön jetzt für die Finanzstabilität zuständig?), es würden „andere Verteidigungslinien, wie etwa die Selbstkontrolle des Marktes“ in sich zusammenfallen (sind sie nicht längst zusammengefallen? hat es sie je gegeben?).

    Stark ist ein besonders hartleibiger Dogmatiker der deutschen Notenbankerzunft. Dennoch fährt die EZB, wie ihre unter den aktuellen Umständen äußerst zaghafte Zinssenkung ausweist, auf dem irrealen Kurs fort, als wäre nicht geschehen. Es gefällt den Herren und der Dame nicht, was geschieht: weder der Zusammenbruch des Finanzmarktes noch die notwendigen, zaghaften Reparaturarbeiten der Politiker. Aber sie glauben immer noch an das Märchen vom funktionierenden Finanzmarkt, in dem die Notenbank nichts weiter tun muss, als die Inflation in Schach zu halten.

    Auch Stark wird lernen, dass die Euro-Notenbanken wie die Fed das Geschäft der Kreditvergabe betreiben werden müssen, um den Realsektor zu stabilisieren. Wir werden eine Notenbank brauchen, die wie die KfW das Geld des Steuerzahlers zu den Unternehmen trägt. Auch die EZB macht heute schon Dinge, die bei Stark oder Trichet oder gar im Maastricht-Vertrag nicht unbedingt vorgesehen waren. Die Praxis wird diesen Vertrag etwas überholt aussehen lassen. Die sonderbare Anomalie, dass gerade diese für das Geld in allen seinen Facetten zuständige Behörde keine Weisungen der Regierung zu befolgen hat, wird im Zuge dieser schweren Wirtschaftskrise verschwinden. Je früher allerdings desto besser.

    Grüße, Lucas

  6.   derplangehtauf

    @wermuth
    1. was passiert wenn der „Ernst der Lage“ benannt wird?
    2. die Handlung der Akteure bestimmt das Geschehen
    3. idividuell, egoistisch ist „SPAREN“ das Richtige
    4. wenn`s Alle machen ist es NO MORE GAME
    5. die ersten Ansätze für die Weltregierung sind gedacht

    Was wenn diese sogenannte Krise (wer hat Krise?) die Voraussetzung ist für die vorher erdachten =Lösungen= ist? Weltfinanzkontrolle und was dann noch?

    Was macht der Boschmitarbeiter wenn er nach 12 Monaten mit Arbeitslosengeld auf Hartz IV fällt?

    Wir sind am BEGINN einer grundsätzlichen Krise!!

    Sofern die Prioritäten auf dem Erzielen von Gewinn und Vorteil des Einzelnen (Person oder Firma) verbleiben ist Kampf um Existentielle Bedürfnisse der nächste Level.

    Internet macht den Unterschied zu vorherigen Umbrüchen. Es gibt die Möglichkeit sich kontrovers zu informieren.

    Wer Zugang hat zu ÖFFENTLICHKEIT, sei berufen dies zu nutzen!

    Im Moment geht es darum Auswüchse zu beschneiden. Der nächste Schritt kann sein, neue Regeln zu erstellen die gemeinschaftlich förderliches Vehalten belohnen.

    Ja – es wird eine Diskussion geben was gemeinschaftlich förderliches Verhalten ist. Und genau darum geht es!

    Spiegel, Stern, DIE ZEIT, Süddeutsche, Frankfurter R, FAZ, FTD, braend eins, Welt, etc….

    Bitte Zweifeln…

  7.   Heinrich Kaspar

    Ich stelle meine ketzerische These aus einem anderen Thread hier auch ein, da sie gut passt: solange Banken “enthebeln”, d.h. Assets abstossen um die Eigenkapitalquote zu verbessern, ist die mit Abstand effektivste Verwendung von Steuergeldern die Rekapitalisierung des Bankensystems. Jeder Euro, der die Kapitalbasis einer Bank verbessert, kann da bis zu 10 Euro effektive Nachfrage wert sein (unter der Annahme dass die Bank eine Kapitalisieurugsquote von 10 Prozent abstrebt)—waehrend Staatsausgaben von einem euro einen Euro effektiver Nachfrage wert sind, und Steuerkuerzungen irgendwas zwischen null und 50 Cents.

    Was Zeises Tirade gegen die EZB angeht mag er ja recht haben was Juergen Starks Inkompetenz angeht. Aber mir scheint offensichtlich dass nicht Stark die Politik der EZB bestimmt sondern Trichet, und lezterer faehrt einen ueberaus pragmatischen Kurs.

    Deshalb kann ich mit verschiedenen Einzelurteilen Zeises nichts anfangen:

    Statt dessen haben sie, als längst abzusehen war, dass Europa von einer konjunkturellen Krise erfasst werden würde, erst einmal die Zinsen erhöht.

    Im Juli war die zwei Monate spaeter erfolgende Implosion der Kreditmaerkte keineswegs voherzusehen. Und im Mai-Juli gerieten die Infationserwartungen in der Tat ausser Kontrolle. Die Zinsentschiedung war richtig.

    Am Schluss des Interviews fragen ihn die Kollegen, ob die Notenbanken ein explizites Mandat für die Stabilität des Finanzsystems erhalten sollten. Da antwortet Stark allen Ernstes, das würde “die Zuständigkeiten verwischen”

    Immerhin zieht die EZB bei ihren Zinsentscheidungen breite Geldmengen- und Kreditaggregate in Betracht. Was einem Mandat fuer Finanzstabiliatet sehr viel naeher kommt als das reine Inflation Targeting der meisten anderen Zentralbanken.

    Dennoch fährt die EZB, wie ihre unter den aktuellen Umständen äußerst zaghafte Zinssenkung ausweist,

    100 bsp innerhalb eines Monats sind „zaghaft“? Wenn die EZB so weiter macht ist sie anfang Februar auf null.

    Aber sie glauben immer noch an das Märchen vom funktionierenden Finanzmarkt, in dem die Notenbank nichts weiter tun muss, als die Inflation in Schach zu halten.

    Der Unsinn ist nun wahrhaft schwer zu verdauen. Hat Zeise mitbekommen was in den vergangenen zwei Monaten passiert ist? Sich irgendwann mal auf die Web-Seite der EZB verirrt und das EZB Balance Sheet studiert? Die EZB hat ihre Aktiva fast verdoppelt, um den implodierten Geldmarkt zu ersetzen — und das alles ohne dass eine Treasury hinter ihr stehen wuede, (wie bei der Fed), welche die unkalkulierbaren quasi-fiskalische Risiken abdecken kann.

    Auch Stark wird lernen, dass die Euro-Notenbanken wie die Fed das Geschäft der Kreditvergabe betreiben werden müssen, um den Realsektor zu stabilisieren.

    Ob Stark das lernt weiss ich nicht, aber die EZB tut es de facto laengst.

    Und vielleicht lernt das ja mal Zeise.

  8.   equityshark

    @ Zeise und alle Monetaristen
    solange ihr nicht begreift, dass die gegenwärtigen „Krisen“ nicht alle über den Liquiditäts-Kamm geschoren werden können, werdet ihr keine sinnvollen Problemlösungen finden, also bemüht euch endlich einmal, zwischen Finanzkrise und Wirtschaftskrise zu differenzieren.

    Die Finanzkrise ist Produkt einer durch Politikversagen ermöglichten grandiosen Fehlentwicklung in der Finanzwirtschaft. Die derzeitigen Bonitätsprobleme der Banken können durch noch soviel Liquidität nicht gelöst werden. Schön herausgearbeitet hier:
    nachdenkseiten.de/?p=3567

    Es gibt keine Kreditklemme in der Realwirtschaft, kein Unternehmen muss Investitionen wegen fehlenden Geldes oder Kredite verschieben. Es fehlt an Nachfrage. Dieser Mangel ist Folge fehlgeschlagener Wirtschaftspolitik. Mit neoliberalen Angebotsdogmen haben Regierungen weltweit die Wirtschaft ruiniert. Das lässt sich mit ein paar kosmetischen Zinssenkungen nicht korrigieren. Hierzu bedarf es eines grundsätzlichen Paradigmenwechsels. Der Politik, wie von Zeise seit langem propagiert, stattdessen die Hoheit über die Zinspolitik zu geben, hieße in der Tat, den Bock zum Gärtner zu machen.

  9.   EuroOptimist

    @ Lucas Zeise
    Man kann zuversichtlich sein, dass die deutschen Hardliner in der EZB in den nächsten 12 Monaten in die Enge getrieben werden. Deutschland wird die Wahl haben zwischen dem Euro und der „Bundesbank“. Die Bundesbank wird (hoffentlich) verlieren. Politisch führt nämlich der Bundesbank-Kurs nach nirgendwo. Man muss hoffen, dass die deutsche Politik das versteht, bevor sie das Nirgendwo (mal wieder) tatsächlich erreicht hat.

  10.   Heinrich Kaspar

    Es gibt keine Kreditklemme in der Realwirtschaft, kein Unternehmen muss Investitionen wegen fehlenden Geldes oder Kredite verschieben.

    Das ist ja was ganz neues. Haben Sie sich schon mal die Spreads auf Corporate Bonds angeschaut?

 

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