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Zoon Politikon

 

Man hört und liest ja jetzt immer und überall, die Politik (Sarrazin, Stuttgart 21 etc.) habe sich zu weit vom Volk entfernt und müsse dringend wieder Anschluss finden.

Wie wäre es denn mal andersherum? Vielleicht sollte das Volk sich einmal etwas Mühe geben und sich wieder als aufgeklärtes politisches Wesen mit einer einigermaßen konsistenten Präfenrenzordnung begreifen. Stattdessen: Niedrige Steuern und zugleich ein toller Sozialstaat, moderne Infrastruktur aber bitte keine neuen Bahnhöfe etc etc etc


13 Kommentare

  1.   keiner

    Lass doch den armen Teufeln ihren Bahnhofskloprotest! Die werden bei der „Bankenrettung“, der „Rentenreform“, der „Mehrwertsteuerreform“, der „Energiedebatte“ nach Strich und Faden von der Politik verarxcht und den Oligopolen ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

    Da sollen sie auch noch stillhalten? Da ist Bahnhofsprotest noch die höfliche Form, demnächst dann Ausländerprogrome, angestiftet durch Sarazin und andere Brandstifter. Übersprungshandlungen nennt man das wohl…

  2.   Thomas Müller

    Richtet sich der Bahnhofsprotest nicht in erster Linie gegen die exorbitanten Kosten?

    Unabhängig davon wurden doch durchaus ein den letzten Jahren viele staatliche Leistungen gekürzt und gestrichen, während gleichzeitig die Belastungen für viele (Mehrwertsteuererhöhung, Zuzahlungen,..) gestiegen sind. Von der gesunkenen Steuerquote haben also nur wenige profitiert und bezahlt wurde dies mit Leistungekürzungen bei unteren und mittleren Einkommen.

    Ich plädiere daher weiterhin – obwohl ich selbst von betroffen wäre – für einen deutlich höheren Spitzensteuersatz, der dann jedoch erst ab einem höheren Wert greift, dafür Senkung des Eingangssteuersatzes und Erhöhung des Grundfreibetrages. Dazu Erhöhung der Vermögenssteuern (Erbschaftsteuer, Grundsteuer etc.) zur Finanzierung mehr öffentlicher Investitionen (die seit Jahren netto negativ sind!) und Ausweitung der öffentlichen Beschäftigung (Lehrer, Erzieherinnen, Pflegekräfte, Stadtreinung, Gründanlagenpflege,…).

  3.   keiner

    …alleine: Das alles wird nicht kommen, weil die FDP in Klientelpolitik verstrickt ist und die CDU/CSU klinisch tot.

  4.   Thomas Müller

    Ich befürchte sogar, es würde nicht kommen, wenn die SPD mal wieder mit in der Regierung sitzt, obwohl sie immer 49% Einkommensteuer ab 100.000 zuletzt selbst vorgeschlagen hat.

  5.   keiner

    Wir werden italienische Verhältnisse bekommen: Die Merkel wird (hat) die CDU zu Grunde richten (gerichtet) und so ein Wirtschaftskasper wird eine rechtspopulistische Partei in die Regierung führen. Schlechte Zeiten für Europa, Ausländer, Kranke und Behinderte etc. pp.


  6. Korrekt, auch der Bürger, aber natürlich noch mehr derjenige der gewählt ist, sollte ein ehrliches und unter Umständen auch für sich selbst umbequemes Bild vertreten und auf Heuchelei und Taktiererei verzichten. Es sollte erst die Debatte und dann die Endscheidung geben.In der Demokratie sollte der nicht ganz widerspruchfreie Kompromiss am Ende eines tranzparenten Prozesses stehen. Allerdings, wird nachweislich so nicht verfahren, sondern Machtfragen stehen im Vodergrund, ansonsten ließen sich die Sprechblasen und Abstimmverhalten der einzelnen Fraktionsmitglieder nicht erklären. Würde Ehrlichkeit im Vodergrund stehen, würden mehr devergierende Meinungsäußerungen und Abstimmverhalten vorhanden sein. Der Gruppenzwang in der Gesellschaft ist generell zu groß. Es sollten mehr unterschiedliche Auffassungen innerhalb von Sozialverbänden gefördert werden. Zum Schluss steht aber die demokratische Endscheidung.


  7. Brauchen wir eine neue Partei? Die Unzufriedenen, Meckerer und Miesmacher scheinen momentan die Mehrheitspartei zu sein. Vielleicht sollte man ihnen die Regierung übertragen.

  8.   keiner

    Bei der nächsten Wahl werden die Nichtwähler wieder stärkste Fraktion. Warum? Weil die Minderheiten wieder gut bedient wurden.

    Die einzige Bevölkerungsgruppe, auf die man ungestraft eindreschen darf sind kaukasische Männer mittleren Alters, zufällig die selbe Bevölkerungsgruppe, die diesen Rentner-und-Hartz4-Freizeitpark aka BRD finanziert.

  9.   Martin

    @-keiner:

    vielen Dank – wollte gerade etwas ähnliches schreiben.
    Als deutscher Mann mittleren Alters und mittlerem Einkommen darf man leider von allen beschimpft und finanziell ausgenommen werden. Wenn man das feststellt, gilt man dann als „asozial“ (oder schlimmer).

    Zum Glück muss ich mir das aber nicht auf ewig antun – ich werde demnächst auswandern.

  10.   NKB

    Herr Schieritz,
    Sie haben recht: Die Präferenzordnung von uns Bürgern ist einfach etwas durcheinander.

    Ich selbst bedauere auch heute noch, dass z.B. folgende zukunftsweisende Infrastrukturprojekte nicht verwirklicht wurden: Transrapidstrecke Berlin-Hamburg und dergleichen die notwendige Flugzhafenanbindung in München. Ich finde es u.a. auch unerträglich, wenn die Bevölkerung die Erhaltung des mordernsten Stromerzeugungssystems in Form unserer Atomkraftwerken nicht genügend würdigt und die aufklärerische Arbeit der Bundesregierung in Hinblick auf die Zustände im Atomzwischenlager Asse nicht als Beweis für das mutige Bekenntnis der Bundesregierung zu den Angsten ihrer Bürger feiert.
    Ich finde es unerträglich, dass die segensreiche Rettung unseres Finanzsystems gegenüber den notwendigen Kürzungen im aufgeblähten Sozialstaat aufgerechnet wird.
    Und Sie haben natürlich in dem anderen erwähnten Punkt recht, Herr Schieritz: Die Forderung nach Senkung der Einkommenssteuertarife besonders für die Leistungsträger unserer Gesellschaft mus einfach mit der klaren Ereknntnis von uns Bürgern einhergehen, dass Reallohnzuwächse nun wirklich nicht in die Landschaft der vergangenen 20 Jahre gehörten und dass soziale Forderungen nach Teilhabe an den Segnungen der Ergebnisse der Arbeit unserer Leistungsträger mal endlich auf das reale Maß reduziert gehören.

    Ich nehme Sie in die Pflicht Herr Schieritz! Tun Sie Ihre Pflicht und klären Sie weiterhin uns Bürger auf!

 

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