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Gott ist ein Monetarist

 

zumindest wenn man diesem Artikel (via Paul Krugman) glaubt, in dem der oberste Banker des Vatikan Ettore Gotti Tedeschi gegen die keynesianischen Umtrieb im Zuge der Finanzkrise wettert.

„They destroy savings, which is an essential resource to create the base for bank credit; they promote speculation on real estate and securities, create illusory artificial values rather than scaling them down; they push consumption to more risky debt; they alter the market with artificial values and thus lead to belief that the very markets do not know how to correct themselves. Someone is hoping for new taxes to sustain a new statism that reinforces a rather weak political class in the whole western world.“

Wenn ich kein Protestant wäre, müsste ich mir jetzt Sorgen um mein Seelenheil machen.

6 Kommentare

  1.   Thomas Müller

    müsste es im letzten Satz nicht „Satanism“ heissen? 🙂


  2. Gott mag Monetarist sein, aber deswegen ist „Artikel“ trotzdem maskulin und nicht feminin.

    Ansonsten sind die vatikanischen Überzeugungen nur folgerichtig: Papiergeld und fiat-Kredit sind des Teufels, schön herausgearbeitet in Goethes „Faust II“ oder in Binswangers „Geld und Magie“. Außerdem reklamiert die Kirche natürlich das Monopol auf jegliches Heilsversprechen für sich selbst – ergo muss ihr das Ansinnen der Keynesianer zuwider sein.

  3.   Thomas Pittner

    Monetarist, pffff.

    Wer ist denn Monetarist?
    Und/Oder: was ist ein Monetarist?

    Wie wäre es mit der Definition: während der Keynesianer Geld unter die Leute bringen will, um damit die Nachfrage und „die Wirtschaft“ stimulieren will, will der Monetarist Geld unter die richtigen Leute bringen, damit ihre Vermögenspreise steigen (und irgendwie auch „die Wirtschaft“ profitieren soll, aber das muss man schon nicht mehr unbedingt glauben).


  4. Gott vielleicht nicht, aber die Anhänger des Opus Dei, zu denen Ettore Gotti Tedeschi in guter Beziehung stehen soll, sind Monetaristen und meist extreme Anhänger von Friedman, Mises, Hayek und der CIA.

    Der Verfasser des Buches, auf das sich Tedeschi beruft, ist auch ein Anhänger der Austrian school of economics und sitzt in den einschlägigen Organisationen dieser globalen Elite:

    „Lewis has been active in the environmental and natural health fields. He has been president of the Alliance for Natural Health-USA,[7] chairman of the National Environmental Trust,[8] chairman of the Worldwatch Institute,[8] chairman of Shelburne Farms,[9] treasurer of the World Wildlife Fund, trustee of World Wildlife Fund International,[10] member of the Advisory Board of Environmental Health Sciences, and trustee of the Rockefeller Brothers Fund. In addition to natural health and the environment boards, he has also been president of the American School of Classical Studies at Athens, chairman of Dumbarton Oaks,[8] trustee of the Morgan Library,[8] trustee of the Thomas Jefferson Foundation,[8] trustee of the Groton School,[8] and member of the World Bank Pension Finance Committee.“
    en.wikipedia.org/wiki/Hunter_Lewis

    Vom Opus Dei über den Rockefeller Brothers Fund zur Morgan Library ist da alles verzeichnet. Mit ökonomischen Argumenten wird man da sicher nichts ausrichten. Mir fehlt jetzt nur noch der Tietmeyer.

    Sonst wie gewohnt:

    „Das Misstrauen der Ermittler erregten zwei Kontobewegungen von 23 Millionen Euro, die der Banca d’Italia schon Mitte September verdächtig vorkamen. Das IOR hatte die Privatbank Credito Artigiano angewiesen, von einem offenbar anonymen Konto aus einen Betrag von 20 Millionen an die Frankfurter Niederlassung von J.P. Morgan zu transferieren…“
    fr-online.de/politik/banker-gottes-unter-verdacht/…

  5.   Thomas Pittner

    @ Lucas Zeise

    Gibts denn “Vor dem Kollaps” auch hier?
    Oder erst im Februar?

  6.   SteGu

    Schon mal das Buch von Prof. G.Hülsmann „Die ethik der Geldproduktion“ gelesen.
    Die katholische Kirche hat schon vor über 800Jahren vor dem Gelddrucken gewarnt.
    Damals wie heute aktuell. Es wird zur Zerstörung von Volksvermögen führen..
    Es hat sich über die Jahrhunderte nichts geändert. Erst wenn die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden kann sich etwas ändern. Die Gefängnisse müssten voll sein von Investmentmanagern Hedgelingen und unfähigen Politikern…

 

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