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106. Prozesstag – Sprengstofffund und Verfassungsschützer T.

 

Am 26. Januar 1998 durchsuchten Ermittler eine von Beate Zschäpe gemietete Garage in Jena. Dort machten sie einen gefährlichen Fund: Rund 1,4 Kilo TNT-Sprengstoff lagerten in dem Raum, teils zu Rohrbomben verbaut. Am Dienstag hört das Gericht einen Beamten des Thüringer Landeskriminalamts, der damals bei der Durchsuchung dabei war. Die Aufdeckung der Bombenwerkstatt war für das Trio aus Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt der Anstoß, in den Untergrund zu gehen. Dort begannen sie ihre Mordserie.

Im Anschluss sagt nun schon zum fünften Mal der frühere hessische Verfassungsschützer Andreas T. aus. Er war beim Mord an Halit Yozgat im Jahr 2006 Gast in dessen Kasseler Internetcafé, will den Mord jedoch nicht bemerkt haben. T. war bei seinen vergangenen drei Auftritten vor Gericht immer wieder mit den Widersprüchen und Unzulänglichkeiten seiner Aussagen konfrontiert worden. Zuletzt hatten sich auch ehemalige Kollegen und der damalige Behördenleiter Lutz Irrgang zum Fall T. geäußert.

Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Die Berichte darüber fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

1 Kommentar

  1.   Karl Müller

    Aslo es ist nicht mehr nachvollziehbar wieviel „TNT“ überhaupt sichergestellt wurde und in welchen, sprengstoffphysikalisch gesehen, Zustand sich dies befand.

    Auch die übrige ANALYTIK des mutmaßlichen Sprengstoffs war beklagenswert unzureichend. Keine Bestimmung des TNT-Anteils, kein Fingerprint, keine STV und keine Taggant-Prüfung.

    Die Garage war übrigens ein „Schweinestall“ was die Kontamination mit TNT-Rückständne angeht…ein wahres Wundes das sich keiner der mutmaßlichen Täter dort vergiftet hat? Oder hat man sich doch nicht wirklich darin aufgehalten?

    Ach ja das TNT in Stahlrohr wurde vergossen, wer hat das eigentlich gemacht (und gekonnt?).

    Karl Müller

 

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