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115. Prozesstag – Die Waffengeschäfte von Ralf Wohlleben

 

Zu Beginn der neuen Verhandlungswoche in München ist Andreas Re. in den Zeugenstand geladen. Re., ein früherer Schulfreund von Uwe Mundlos aus Jena, kannte auch den Angeklagten Ralf Wohlleben. Vor Gericht soll er zu einem möglichen Waffengeschäft von Wohlleben nach dem Jahr 2000 befragt werden. Der seit seiner Festnahme im November 2011 schweigende Wohlleben wurde von seinem Mitangeklagten Carsten S. im vergangenen Juni schwer belastet. S. hatte gestanden, in Wohllebens Auftrag im Jahr 2000 eine Waffe für 2500 D-Mark gekauft und sie nach Chemnitz zu Mundlos und Böhnhardt gebracht zu haben. Dabei handelt es sich mutmaßlich um jene Pistole Ceska 83, mit der Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neun Migranten erschossen.

Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Die Berichte darüber fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

1 Kommentar

  1.   Karl Müller

    „Waffengeschäfte“, wirklich Plural?

    Für das Geld hatte der W. jenseits der Ostgrenzen ne ganze Kist CZ 83 bekommen.

    So eine Beschaffung bleibt schwer nachvollziehbar, zumal mit vielen Zeugen im Zwischenhandel.

    Karl Müller

 

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