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Trotz Haft: Zeuge Tino Brandt sagt aus – Das Medienlog vom Montag, 30. Juni 2014

 

Der vergangene Woche verhaftete Thüringer Neonazi Tino Brandt wird wahrscheinlich zum geplanten Termin Mitte Juli in München aussagen. Das Gericht habe „keine Veranlassung die geplante Terminierung zu ändern“, zitiert die taz eine Sprecherin. Kommt Brandt vor seinen drei Vernehmungen vom 15. bis 17. Juli nicht frei, wird er somit aus der Haft vorgeführt werden.

Der Zeuge war am Mittwoch festgenommen worden, weil er des Kindesmissbrauchs verdächtigt wird. Er hatte in den neunziger Jahren die rechtsextreme Organisation Thüringer Heimatschutz gegründet und nebenbei als V-Mann für den Verfassungsschutz gearbeitet.

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Die frühere Nachbarin von Beate Zschäpe kann sich nicht mehr an den Brand erinnern, den Zschäpe am 4. November 2011 gelegt haben soll. Bei ihrer Befragung in einem Zwickauer Altenheim Mitte Mai habe Charlotte E. die Angeklagte auch nicht auf Fotos erkannt, berichtet der Focus. Die 91-Jährige leidet an Demenz. Sie sagte demnach, es habe nicht nach Rauch gerochen. Außerdem lebte sie ihrer Erinnerung zufolge allein in dem Mehrfamilienhaus. Das Gericht hatte die Befragung vor Ort angeordnet, weil der betagten Zeugin eine Fahrt nach München nicht zuzumuten war.

Das nächste Medienlog erscheint am Dienstag, 1. Juli 2014.

 

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