Seit einigen Wochen fahren die „Freien Wähler“ unter Hubert Aiwanger einen besonders populistischen Kurs: mit montäglichen Kundgebungen und Demonstrationen gegen den ESM und Fiskalpakt versuchen sie in München Wählerstimmen für die nächste Kommunalwahl zu gewinnen. Dabei sprechen sie auch das extrem rechte Spektrum an, was ihnen offenbar nichts auszumachen scheint. Weiter„Neonazis kapern „Freie Wähler“-Demonstrationen“
Neonazis aus den Reihen des „Freien Netz Süds“ haben nun im Nürnberger Stadtteil Langwasser ein „Nationales Zentrum“ eröffnet. Damit erfüllen die Rechtsextremisten wohl die Forderung des FNS-Führungskaders Matthias Fischer, der bereits mehrfach für die Einrichtung von „nationalbefreiten Zonen“ plädiert hatte. Weiter„Neonazis eröffnen in Nürnberg ein „Nationales Zentrum““
Zehn Wochen lang hat ZEIT ONLINE in einer Serie über „Die neuen deutschen Nazis“ berichtet. Jetzt ziehen unsere Redakteure Bilanz und antworten auch auf Kritik von Lesern. Bald wird es auf ZEIT ONLINE eine Themenwoche zum Alltagsrassismus geben.
Neonazis, die ihren Nachwuchs nach völkisch-nationalem Programm erziehen, werden für einige Regionen Deutschlands zunehmend zum Problem. Vor allem, weil sie in den örtlichen Kitas mitsprechen wollen. Ein neuer Beitrag der ZEIT-ONLINE-Serie zum Thema Rechtsextremismus. Extremismus-Expertin Heike Radvan erklärt zudem im Interview, wie rabiat und vielseitig Nazi-Erziehungsmethoden sind.
Die NPD hat den Umweltschutz für sich entdeckt und will damit auch im Schleswig-Holstein-Wahlkampf punkten. Mit der Ökostrategie will sich die Partei salonfähig machen. In Bayern gibt sie gar eine eigene Umweltzeitschrift heraus. Ein lesenswerter Beitrag des Kollegen Christian Pfaffinger bei Spiegel Online.
Unsere ZEIT ONLINE-Serie „Neue deutsche Nazis“ geht in die zweite Woche. Redakteurin Tina Groll hat einen lesenswerten Bericht zu der Schlüsselrolle geschrieben, die Frauen in der rechtsextremen Szene einnehmen. Weibliche Neonazis, das wird klar, sind alles andere als nur Mitläuferinnen.
Unter dem Titel „No Go Area im Landtag“ hat sich unser Redakteur Michael Schlieben mit den sächsischen NPD-Parlamentariern auseinandergesetzt. Wie nutzt die rechtsextreme Partei ihre Präsenz im Landtag? Wie reagieren die übrigen Parteien auf die Nazi-Parlamentarier?
Und in einem einführenden Beitrag hat Redakteur Christian Bangel erklärt, warum uns Nazis näher sind, als wir denken.
Vor dem Landgericht Stuttgart läuft der Prozess gegen Rechtsextreme, die im vergangenen April eine Gartenhütte in Winterbach angezündet haben sollen. Darin hatten sich fünf Männer türkischer und italienischer Herkunft aus Angst vor den Nazis verschanzt. Die Aufarbeitung der Geschehnisse fällt schwer: Die Verdächtigen schweigen. Oder sie spotten über die Opfer. Ein lesenswerter Beitrag von unserem Kollegen Rüdiger Bäßler.
Am Donnerstag kommt „Kriegerin“ in die Kinos, ein Film über junge Nazi-Frauen. ZEIT ONLINE-Autor Martin Schwickert hat den Regisseur David Wnendt interviewt. Frauen in der rechten Szene müssen mit vielen Widersprüchen leben, sagt Wnendt. Er kritisiert außerdem das „Ausmaß der Ignoranz“ gegenüber Rechtsextremismus: „Länder und Gemeinden haben Angst vor der Stigmatisierung. Niemand will das neue Hoyerswerda sein.“
„Gladiator Germania“ – Teil gewalttätiger Nazi-Strukturen aus dem Raum Tostedt
In der Gemeinde Wistedt (Niedersachsen) dringt vergangenen Sonntag in den frühen Morgenstunden eine Horde vermummter Neonazis in eine WG ein, in der politische Gegner vermutet werden. Die Nazis schlagen mit brachialer Gewalt u.a. mittels Spaten auf Köpfe und Körper ein – zwei der Angegriffenen müssen schwerverletzt ins Krankenhaus.
Was passiert? Die eintreffende Polizei stürmt das Haus und nimmt die Personalien der Bewohner und der herbeigeilten antifaschistischen Unterstützer auf. Und die Nazis? Die sind längst über alle Berge, obwohl sie den brutalen Angriff vorher offen und lautstark ankündigten. Weiter„Brutaler Nazi-Angriff – zweifelhafte Rolle der Polizei“
In Anklam will der NPD-Funktionär Andrejewski Bürgermeister werden, in Sachsen hofft die Neonazi-Partei auf Krisen in den Kommunen, damit sich die Chancen für die “nationale Graswurzelarbeit” verbessern. Wer glaubt, die NPD sei tot, weil von der Bundespartei wenig zu hören ist, der irrt. Die NPD setzt auf einen systematischen Aufbau – um das Ziel “Volksgemeinschaft” zu realisieren.