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Glücksspiel

So kein Zufall!

Hacker tricksen Glücksspielautomaten aus
CC BY-SA 2.0 Jeff Kubina /flickr.com

Hacker lieben die Vorsilbe „pseudo“. Denn „pseudo“ heißt sinngemäß „nicht so richtig“. Und nicht so richtig heißt: kann man hacken, austricksen, rückgängig oder kreativ kaputt machen. Das Wesen von pseudonymen Daten etwa ist, dass es irgendwie möglich ist, sie nachträglich doch wieder bestimmten Personen zuzuordnen. Ein anderes Beispiel sind Pseudozufallszahlengeneratoren, kurz PRNG für pseudo random number generator. Die finden sich in allerhand Computerprogrammen wieder, unter anderem zur Erzeugung von kryptografischen Schlüsseln – oder auch in der Software mancher Glücksspielautomaten, den Einarmigen Banditen. In ihnen sollen die PRNGs dafür sorgen, dass niemand vorhersagen kann, wie ein Spiel ausgeht.

Wie es geradezu bewundernswert einfallsreiche Hacker aus Russland geschafft haben, solche PRNGs zu durchschauen und Kasinos in aller Welt um Zig- oder gar Hunderttausende Dollar zu betrügen, hat Brendan I. Koerner sehr anschaulich für Wired aufgeschrieben. Weiter„So kein Zufall!“

 

Künstliche Intelligenz

Wie ein Toter als Chatbot weiterlebt

Wie ein Toter als KI-Chatbot weiterlebt
Eugenia Kuyda und Roman Mazurenko © Screenshot „The Verge“

Eugenia Kuyda und Roman Mazurenko waren beste Freunde. Dann starb Mazurenko nach einem Verkehrsunfall, im Alter von 34 Jahren. Daraufhin tat Kuyda etwas, das ansonsten Stoff von Science-Fiction-Filmen wie Transcendence ist: Sie versuchte, ihren Freund mithilfe einer künstlichen Intelligenz (KI) nachzubilden. Als Chatbot.

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Gehen Sie in das Gefängnis

Beim Guardian beginnt das Virtual-Reality-Zeitalter in einer Gefängniszelle. Genauer: in einer virtuellen Einzelhaftzelle. Klingt … spannend?

Ist es auch.

Das erste VR-Experiment der Zeitung heißt 6×9 und lässt Nutzer nachempfinden, wie es ist, in Isolationshaft zu sitzen. In einer sechs mal neun Fuß kleinen Zelle mit nichts als einem schmalen Fenster, einer Pritsche, einem Schreibtisch, einem Hocker ohne Rückenlehne und einer Wasch- und WC-Ecke. Bis zu 100.000 Menschen sitzen allein in den USA in solchen Zellen, zwischen 22 und 24 Stunden am Tag, manchmal für Jahre. Weiter„Gehen Sie in das Gefängnis“

 

Chef, sollen wir Trump verhindern?

Soll Facebook Donald Trump verhindern?
Trump verhindern? Die Mitarbeiter von Facebook träumen von großer Politik. © Gizmodo

Manche Fragen verraten unangenehm viel über den Fragesteller. Ein schönes Beispiel dafür lieferte kürzlich ein namentlich nicht bekannter Facebook-Mitarbeiter. Jede Woche, so berichtet Gizmodo, dürfen die Facebook-Angestellten an einer internen Umfrage teilnehmen. Gesucht werden Fragen, die ihr Chef Mark Zuckerberg beim nächsten, ebenfalls internen, Q&A beantworten soll. Die Frage des unbekannten Mitarbeiters lautete: What responsibility does Facebook have to help prevent President Trump in 2017? – Welche Verantwortung hat Facebook, dabei zu helfen, Präsident Trump zu verhindern?

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Opa erzählt vom Kriech

Wie Facebook und ZEIT ONLINE vor zehn Jahren aussahen
Facebook 2004, als es noch Thefacebook hieß

Früher ™ war bekanntlich alles besser. Natürlich auch das Internet. Freier war es, unregulierter, nicht so schwerstkommerzialisiert. Allerdings auch langsamer. Langsamer als heutzutage das WLAN im ICE, langsamer als Edge in der Lüneburger Heide. Wie dieses Internet aussah und wie es sich anfühlte, zeigt die Seite oldweb.today. Sie emuliert alte Browser vom Netscape Navigator über den Internet Explorer 4.0 und Safari 3.2.3 bis hin zu alten Firefox- und Chrome-Versionen sowie verschiedene Betriebssysteme und streamt diese virtuellen Gesamtwerke auf den Rechner der Nutzer.

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Der Wer-hat-Sony-gehackt-Generator

Die Nordkoreaner haben Sony gehackt. Nein, kriminelle Bulgaren. Nein, es waren Amerikaner im Auftrag der Regierung … Wer den Sony Hack Attribution Generator aufruft, kann dort nachlesen, woher die Täter kamen und welche Spuren sie hinterlassen haben. IP-Adressen, Serverstandorte, verräterische Codezeilen – das ganze Programm. Sieht auf den ersten und auch den zweiten Blick nach ernsthafter Analyse aus, ist aber ein Scherz. Bei jedem Refresh zeigt die Seite andere Schuldige an.

Es ist ein amüsanter Kommentar zu den Spekulationen um die Sony-Hacker, die sich Guardians Of Peace nennen. Denn auch wenn das FBI seit Tagen behauptet, beweisen zu können, dass es Nordkoreaner waren, hat bisher niemand einen echten Beleg zu Gesicht bekommen. Alle vermeintlichen Indizien lassen sich auch ganz anders deuten, wie zum Beispiel der Sicherheitsexperte Bruce Schneier wiederholt betont hat.

Noch am heutigen Mittwoch aber will FBI-Direktor James Comey den Kritikern entgegentreten und neue Details bekannt geben, die auf die Nordkoreaner hindeuten. Das jedenfalls berichtet The Intercept. Wir denken spontan an Computergrafiken von Lastwagen, die mit seltsamen Geräten beladen sind.

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Gangnam Style sprengt den YouTube-Zähler

Es ist irgendwie beruhigend zu wissen, dass nicht einmal Google gewusst hat, wie groß dieses Internet mal wird. Den Beweis dafür lieferte nun die Unternehmenstochter YouTube. Die Videoplattform zählt, wie oft ein Clip aufgerufen wird. Das Video Gangnam Style des südkoreanischen Künstlers Psy aber hat es geschafft, den Zähler zu sprengen. Weiter„Gangnam Style sprengt den YouTube-Zähler“

 

Smartwatch mit … ähem, Killer-App

Sogenannte Smartwatches sind noch ein ganzes Stück davon entfernt, wirklich attraktiv für die Massen zu werden. Bisher taugen sie mehr schlecht als recht als Ersatz-Benutzeroberfläche fürs Smartphone, aber unsere bisherigen Tests zeigen: Ihnen fehlt schlicht die Killer-App. Die Armbanduhr von Patrick Priebe hat diese Killer-App: Sie schießt Laserstrahlen ab.

Priebe ist Bastler, er hat diverse Laserwaffen konstruiert, eine Laserbrille und ein Gerät, das aus dem Handgelenk eine Harpune samt Seil verschießt, ein bisschen so, wie es Spiderman kann. Viele von Priebes Gadgets sind Nachbauten von Filmwaffen, auch die Laseruhr. Die taucht im Bond-Klassiker Sag niemals nie auf.

Der 1.500-Milliwatt-Laser von Priebe kann aus mehreren Metern Entfernung ein Streichholz anzünden, Luftballons zum Platzen bringen oder Löcher in Plastik brennen:

Natürlich ist das nicht ganz ungefährlich, weshalb der Bastler auch nicht vorhat, die Laseruhr zum Massenprodukt zu machen. Aber vielleicht wird er einzelne Exemplare über seine Website verkaufen. „Deutlich mehr als 300 US-Dollar“ würde er dafür verlangen, sagte er cnet.com.

Wer bereit ist, 400 Dollar und mehr für eine Apple Watch auszugeben, wird sich von dem Preis für die Laseruhr nicht abschrecken lassen. Und mal ehrlich: Was ist cooler – die eigene Herzfrequenz an jemand anderen schicken, wie es die Apple-Watch können wird, oder einen Laser aus dem Handgelenk abfeuern?

Die Batterie hält die Lasershow allerdings nur wenige Minuten. Aber mit mangelhaften Akkulaufzeiten haben andere Smartwatch-Hersteller ja auch zu kämpfen.

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