So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog

Wir haben die Mark zurück

Von 13. Juni 2012 um 10:33 Uhr

Durch Zufall ist mir die morgige Ausgabe der Welt in die Hände gekommen:

Bevor hier jemand Panik bekommt oder Freudentänze aufführt – es ist die Ausgabe vom 19. Juni 1948. Aber vielleicht können sie die Schlagzeile ja bald wieder machen.

In der Ausgabe wird übrigens über eine interessante Rede eines gewissen Oberdirektors Dr. Pünder berichtet zum Thema Währungsreform. Ich zitiere:

Was die Währungsreform nimmt, das sind keine echten Vermögenswerte mehr gewesen, sondern zerstört werden eigentlich nur Illusionen. Wenn die Millionen deutscher Sparer in den nächsten Wochen über das endgültige Schicksal ihrer Spargelder aufgeklärt werden, dann mögen sie sich sagen: Diese Spargelder wurden vernichtet, als Adolf Hitler seinen verbrecherischen Krieg vorbereitet und führte, als er Hunderte von Milliarden deutschen Volksvermögens sinnlos vergeudete. 

Auch etwas in diese Richtung wird man vielleicht schon bald wieder lesen können.

 

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Dieses erinnert mich daran, dass bei der Einführung des neuen Geldsystems jeder 60DM geschenkt bekommen hat, dass Geld also nicht über Sicherheiten und Zinsen über die Geschäftsbanken in Umlauf gebracht wurde. Das jetzige Geldsystem ist halt ungerecht, die einen drucken Geld, Eurokrisenstaaten, Geschäftsbanken und die anderen, westdeutsche Arbeitnehmer, werden gezwungen es ihnen durch Arbeit dieses wieder abzujagen. Das verschenkten eines Kopfgeldes ist ehrlicher, gerechter und wirtschaftsfördernder als das jetzige Geldsystem mit dem privilegierten Finanzmoloch, der seine Macht und Stellung nur aus dem Geldsystem bezieht.

    • 13. Juni 2012 um 10:59 Uhr
    • Bernd Klehn
  2. 2.

    Sie müssen die Währungsreform auf Griechenland übertragen. Das Land braucht sie und damit einen kompletten Neuanfang nach dem selbst verschuldeten Zusammenbruch. Deutschland hat gezeigt, dass man sich erfolgreich selbst helfen kann: durch Fleiß, vernünftige Ordnungspolitik und stabiles Geld.

    • 13. Juni 2012 um 11:39 Uhr
    • HagenT
  3. 3.

    Die 60DM gehören zu einem Kredit der Bundesbank an den Staat, der auch noch heute(!) in der Bundesbankbilanz zu finden ist.

    • 13. Juni 2012 um 12:02 Uhr
    • Jackle
  4. 4.

    @ Jackle

    Jackie klar, dass dieses Geld in der Bundesbankbilanz auftauchen muss. Dieses hat aber nichts mit der Tatsache zu tun, dass Geld im Eurosystem (M1), ca. 13000Euro in der EU pro Kopf, ohne Sicherheiten und Zinsen per Geschenk zum 18ten Geburtstag anstatt, nach dem jetzigen System, auf dessen Konstrukt der Finanzmoloch beruht, in den Umlauf gebracht werden könnte. Dieses System würde den wahren Charakter des Geldes (des gesetzlichen Zahlungsmittels) viel ehrlicher offenlegen.

    • 13. Juni 2012 um 12:35 Uhr
    • Bernd Klehn
  5. 5.

    @ HagenT

    Griechenland Neustart:

    Dieses würde bedeuten, Auslandsschulden und alte Staatsschulden zu 100% streichen, Lastenausgleich zwischen arm und reich und verschenkten von 13OOOEuro pro Kopf über 18, die andererseits als neue Staatsschulden in den Bilanzen auftauchen.

    • 13. Juni 2012 um 13:00 Uhr
    • Bernd Klehn
  6. 6.

    Münchau(sen) vom Spiegel ist auch schon ganz verzweifelt.

    spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-a-838581.html

    • 13. Juni 2012 um 14:44 Uhr
    • PBUH
  7. 7.

    @ 3, Jackie
    Oh Gott, die Währungsreform war also nichts anderes als eine durch die Notenpresse finanzierte Staatsverschuldung?
    Psst, behalten sie das bloß für sich! Wenn das der Rest Europas mitkriegt, das wir schon damals gegen die ehernen Grundprinzipien solider Staatsfinanzierung verstoßen haben, dann halten die uns doch für hemmungslose Opportunisten. Oder könnten uns gar Doppelmoral vorwerfen. Es ist also im nationalen Interesse das sie dazu schweigen. :)

    • 13. Juni 2012 um 15:27 Uhr
    • jmg
  8. 8.

    @ 6, PBUH

    “Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.”(Orsina in Emilia Galotti)
    Gotthold Ephraim Lessing

    • 13. Juni 2012 um 15:43 Uhr
    • jmg
  9. Kommentar zum Thema

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