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Rechtsruck in der Nordkurve

In der Fanszene von Hannover 96 werden Neonazis toleriert, ihre Gegner von den Rängen verdrängt. Driftet die Fußballkultur nach rechts?

Von Bela Mittelstädt

Fußballkultur: Banner von Ultragruppen hängen in der Nordkurve des Hannoveraner Stadions. © privat
Banner von Ultragruppen hängen in der Nordkurve des Hannoveraner Stadions. © privat

Eigentlich hatte sich eine Gruppe von 60 Ultras am Morgen des Spiels der Erstligisten Hannover 96 und Eintracht Frankfurt zum „Geburtstagsfrühschoppen“ in einer Kneipe der Nordstadt in Hannover angemeldet. Doch Anwohnerinnen und Anwohner hatten die Wirtin gewarnt, es könnte gefährlich werden; an dem Tag Ende Februar blieb der Laden geschlossen. Stattdessen vermummten sich die Fußballfans, streiften Quarzhandschuhe über und gingen auf eine Gruppe Demonstranten los. Es flogen Flaschen und Fäuste.

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Letzte Ehre für einen Neonazi

Die Beerdigung des Chemnitzer Hooligans Thomas Haller wurde zu einem Schaulaufen der rechtsextremen Szene. Über 900 Neonazis erwiesen ihm das letzte Geleit.

Von Johannes Grunert

Letzte Ehre für einen Neonazi
Trauernde Neonazis stehen vor dem Begräbnis von Thomas Haller Spalier für den Leichenwagen. © dpa

Auf den ersten Blick wirkt die Szene im sächsischen Chemnitz wie seit Langem gepflegte Neonazitradition. Schwarz gekleidete Männer mit breiten Schultern tragen Trauerkränze wie jedes Jahr, wenn im März ein Marsch anlässlich der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg abgehalten wird. Doch an diesem Montag ist der Anlass ein anderer: die Beerdigung des Hooligans und Neonazis Thomas Haller. In der vorvergangenen Woche war er im Alter von 54 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

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Aus „Kinder-Hogesa“ wird „Bündnis Deutscher Hools“

"Bündnis deutscher Hools" nennt sich eine neue rechte Gruppierung
„Bündnis deutscher Hools“ nennt sich eine neue rechte Gruppierung

Wer schon gedacht hat, dass die „Hooligans gegen Salafisten“ (HogeSa) an Inhaltlosigkeit nichtmehr zu überbieten sind, wird nun eines Besseren belehrt. Vor allem in Berlin treten Sympathisanten des rechten Netzwerkes neuerdings als „Bündnis deutscher Hools“ (B.D.H.) in Erscheinung. Sie fallen vor allem durch Alkoholkonsum und Straftaten auf. Weiter„Aus „Kinder-Hogesa“ wird „Bündnis Deutscher Hools““

 

HoGeSa-Treffen in Berlin geplant

Teilnehmer der flüchtlingsfeindlichen Aufmärsche in Marzahn fielen bereits mit HoGeSa-Bezugnahmen auf © Theo Schneider
Teilnehmer der flüchtlingsfeindlichen Aufmärsche in Marzahn fielen bereits mit HoGeSa-Bezugnahmen auf © Theo Schneider

Berliner Neonazis planen am Samstag als HoGeSa ein sog. „Kennenlerntreffen für Berlin und Umland“ im Pankower Ortsteil Prenzlauer Berg. Treffen wollen sich die rechten Hooligans zum „kennenenlernen und vernetzen“ um 20 Uhr am S-Bahnhof Greifswalder Straße. Ob die Teilnehmer von dort weiterziehen oder direkt am Bahnhof ihre Versammlung abhalten wollen, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Weiter„HoGeSa-Treffen in Berlin geplant“

 

Gewalttätige Neonazis am 9. November in Berlin

Barhocker auf Demonstranten: Randalierende Neonazis am 9. November am Berliner Alexanderplatz
Barhocker auf Demonstranten: Randalierende Neonazis am 9. November am Berliner Alexanderplatz

Gleich mehrere rechte Gruppen hatten sich ausgerechnet den diesjährigen 9. November als Datum für Versammlungen in Berlin ausgewählt. Während am Alexanderplatz rechte Hooligans und Neonazis aufmarschieren wollten, mobilisierten neurechte „Friedensaktivisten“ und Reichsbürger zu Kundgebungen im Regierungsviertel. An beiden Orten kam es zu gewalttätigen Zwischenfällen. Ein kleiner Überblick. Weiter„Gewalttätige Neonazis am 9. November in Berlin“

 

Nazi-Angriff auf Fußballfans in Berlin

 

Fans von Tennis Borussia fordern ein entschlossenes Handeln des TSV Rudow. © Sören Kohlhuber
Fans von Tennis Borussia engagieren sich seit jahren gegen Rechtsextremismus © Sören Kohlhuber

Am Mittwochabend ereignete sich im Berliner Stadtteil Köpenick ein gewaltsamer Übergriff auf Fans des Berliner Traditionsvereins Tennis Borussia. Etwa 40 Anhänger des Charlottenburger Sechstligisten befanden sich auf dem Heimweg mit der Tram von einer Partie gegen den Köpenicker SC, als zwei Neonazis beim Aussteigen einen Teil der Gruppe gezielt mit Pfefferspray attackierten. Zuvor skandierten die Angreifer „Sieg Heil“. Weiter„Nazi-Angriff auf Fußballfans in Berlin“

 

„Kategorie C“ kündigt Konzert im Raum Trier an

Kategorie C im Raum Trier und Ruhrpott West
Screenshot von der Homepage der Band “Kategorie C”.

Die extrem rechte Hooliganband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ hat ein Konzert für den 5. Dezember im „Raum Trier“ angekündigt. Seit Anfang Oktober bewirbt die Band zwei Nikolaus-Festivals zusammen mit „Pitbullfarm“, „The Firm“ und „Tattooed Mother Fuckers“. Neben der Veranstaltung im Raum Trier will Kategorie C am 6. Dezember im Raum Ruhrpott-West auftreten. Seit einigen Jahren versucht die Band regelmäßig in Rheinland-Pfalz Konzerte durchzuführen. Für die Region Trier ist es jedoch die erste Ankündigung. Weiter„„Kategorie C“ kündigt Konzert im Raum Trier an“

 

Mannheimer Fußballverein wehrt sich gegen Neonazis

Im Stadion nicht mehr erwünscht – Neonazi Christian Hehl © Wikimedia

Seit geraumer Zeit gibt es die Befürchtung, dass es zu einem „Rollback“ innerhalb vieler deutscher Fußballfanszenen kommt. Von einem „Comeback der Alten“, sprechen Szenekenner. In einigen Stadien kam es zu Neonazi-Propagandaauftritten sowie Übergriffen rechtsoffener Hooligans gegen andere Fangruppierungen des selben Vereins, weil diese sich offen antirassistisch positionierten. Erstaunlich für die Öffentlichkeit war, dass dieses an Bundesliga Standorten in Westdeutschland und nicht im Osten, wo sonst der Neonazismus verortet wird geschah. Die bekanntesten Bespiele hierfür sind sicherlich entsprechende Transparente bei Borussia Dortmund sowie Alemannia Aachen und Eintracht Braunschweig, wo ganze Ultragruppen von rechten Fans und Hooligans mit Gewalt aus der Fanszenen gedrängt wurden. Weiter„Mannheimer Fußballverein wehrt sich gegen Neonazis“

 

Nazipropaganda statt Fußballspiel

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Bei der vergangenen NPD-Veranstaltung im Februar gab es lautstarke Proteste © Jesko Wrede

Die NPD plant erneut eine Veranstaltung in Neukölln. Während sie bislang dafür meist Räume in Rudow oder Britz in Beschlag nahm, wollen die Rechtsextremisten am Samstag dem 13. Juli jetzt direkt nach Nord-Neukölln. Eine Sporthalle direkt an der Sonnenallee, nur fünf Minuten von Kreuzberg entfernt, soll als Veranstaltungsort dienen. Weiter„Nazipropaganda statt Fußballspiel“