Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs
Kategorie:

Rock

Da werden die Bohnen im Blechnapf verrückt

Von 23. Juli 2014 um 14:41 Uhr

Die australische Band Graveyard Train entstaubt den Wilden Westen. Ihr Album “Hollow” reitet auf Country und Alternative Rock durch die Prärie.

© Off the record

© Off the record

Gibt es in Australien eigentlich Cowboys? Und falls doch – heißen die dann etwa Sheepboys und sind ganz anders drauf als ihre rindertreibenden Kollegen aus dem Wilden Westen? Weiter…

Kategorien: Country, Rock

Ein Wolpertinger gibt Laut

Von 9. Juli 2014 um 14:46 Uhr

Krautrock, Stoner und Techno aus einem Guss: Die Tiny Fingers aus Israel passen auf jeden anständigen Rave genauso wie aufs Wacken-Festival.

© Anova Music

© Anova Music

Teppiche sind total aus der Mode. Fußböden flächendeckend mit Textilien zu belegen stammt schließlich noch aus einer Epoche, als Stuck schwer rückständig war und baulicher Kubismus das Maß aller Dinge. Weiter…

Kategorien: Elektronika, Metal, Rock

Streit um die Luftgitarrenhoheit

Von 25. Juni 2014 um 10:25 Uhr

Das Gitarrensolo kommt zurück. Tim Showalter zeigt mit seiner Band Strand of Oaks, wie Lagerfeuermusik mal so richtig das Spanferkel rauslassen kann.

© Dusdin Condren

© Dusdin Condren

Das Gitarrensolo hat’s nicht leicht. Im Präkambrium des Rock als quirliges Accessoire strukturierender Riffs erfunden, verkam es irgendwo zwischen Kraut, Glam und Heavy Metal zum selbstreferenziellen Masturbationsritus. Weiter…

Kategorien: Folk, Rock

Der Himmel über Brooklyn

Von 18. Juni 2014 um 08:00 Uhr

New York kann auch ruhig und besinnlich sein: In gemäßigtem Tempo breiten The Antlers ihre epischen Songs aus. Ihr Album “Familiars” hält eine verblüffende Erkenntnis bereit.

© Cooperative

© Cooperative

Ist ja zu verstehen: Man kann ja nicht immerzu übers Sterben singen. Dieses Gejammer die ganze Zeit. Das drückt auf Dauer ja ziemlich auf die Stimmung. Macht man sich auch keine Freunde mit. Deswegen singen The Antlers zur Abwechslung über etwas völlig anderes. Zum Beispiel übers Totsein. Weiter…

Kategorien: Pop, Rock

Guter Rock, wie er immer war

Von 13. Juni 2014 um 08:00 Uhr

Bob Mould, früher bei Hüsker Dü, ist ein lebendes Fossil. Mit dem Album “Beauty & Ruin” gibt er dem Rock seine vier Buchstaben zurück, ohne sich darauf auszuruhen.

© Off the record

© Merge Records

Musikstile, das ist ein Merkmal unser zeichensatten Zeit, kommen kaum ohne Präfixe aus. Selbst Subgenres wie Punk kriegen ihr subsubgenriges Post- oder Skate- bis Fun- und Folk- verpasst. Weiter…

Kategorien: Rock

Das Schlechte an der schlechten Laune

Von 6. Juni 2014 um 10:40 Uhr

Zehn Indierock-Songs zum Flüchten: Gut drauf waren Clap Your Hands Say Yeah noch nie. Aber seit das Kollektiv personell zerfallen ist, bleibt bloß ein gut arrangierter, mieser Nachgeschmack.

© Matt Barrick

© Matt Barrick

Mit Understatement hat es Alec Ounsworth nie so richtig gehalten. Bereits vor neun Jahren legte der Sänger, Songwriter, Kopf und Bauch von Clap Your Hands Say Yeah seine Stimme so melodramatisch übers bandbetitelte Debütalbum Weiter…

Kategorien: Rock

Drei Frauen zum Rock’n'Roll

Von 4. Juni 2014 um 14:31 Uhr

Jack White ist Blues-Bewahrer, Gitarrengott und menschliches Fragezeichen. Auf seinem zweiten Soloalbum “Lazaretto” verschwindet die Musik hinter dem Mythos.

© Mary Ellen Matthews

© Mary Ellen Matthews

Jack White ist nicht das letzte Rätsel der Rockmusik. Er ist nicht einmal das größte Rätsel in seiner eigenen Ex-Band. Weiter…

Kategorien: Rock

Hardcore für Feinmotoriker

Von 30. Mai 2014 um 10:49 Uhr

Diese Band ist so kaputt, dass sie Fucked Up heißen muss. Kaum jemand spielt Hardcore-Punk so progressiv wie sie. Dafür zahlen die Kanadier einen hohen Preis.

© Brendan George Ko

© Brendan George Ko

Fucked Up sind eine kaputte Band. Ihr Frontmann Damian Abraham hasst das Leben auf Tour, vermutlich weil er den Leuten Abend für Abend eine grandiose Show als blutiger, schwabbelnder Schweißball liefert. Weiter…

Kategorien: Punk, Rock

Englische Dickbrettbohrer

Von 28. Mai 2014 um 11:33 Uhr

Was kommt nach The Verve, Arcade Fire und Maxïmo Park? Hier sind Revere, die mit ihrem freundlichen Pathosrock noch eine Schippe Britishness drauflegen.

© V2

© V2

Dicke Bretter, so viel lässt sich auch als architektonischer Laie feststellen, halten meist besser als dünne. Wer am Material spart, könnte sein blaues Wunder erleben, wenn der erste Herbststurm an den Wänden zerrt und von oben das Dach bewässert. Weiter…

Kategorien: Pop, Rock

Wut und Melodrama

Von 30. April 2014 um 08:00 Uhr

Brody Dalle klingt so, wie Gwen Stefani mal klingen wollte. Ihr Album Diploid Love erinnert an den rebellischen Glamour von Blondie und der schillernden Aufsässigkeit von Hole.

brody

© Carolina International

Punk ist sicher der am häufigsten falsch verwendete Begriff im zeitgenössischen Popdiskurs. Ähnlich wie das Wort “Revolution” muss er von dilettantisch über renitent, laut oder ungepflegt bis hin zu irgendwie links für alles herhalten, was sich dem aktuellen Mainstream musikalisch widersetzt. Da reichen manchmal schon zerrissene Hosen, brachiale Riffs oder schiefe Töne, um dem “Rock” ein “Punk” voranzustellen. Weiter…

Kategorien: Pop, Rock