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212. Prozesstag – Gefährliche Schüsse beim Überfall

 

Im Dezember 1998 beging der NSU seine erste bekannte Straftat im Untergrund: Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt überfielen einen Supermarkt in Chemnitz, um an Geld zu kommen. Dabei wäre es beinahe schon blutig zugegangen: Bei der Flucht folgte ihnen ein 16-Jähriger auf den Parkplatz, die Täter schossen mehrmals in seine Richtung. Heute sagt der Zeuge von damals, Falco K., in München aus. Der Sachverständige Oliver Peschel schätzt in einem Gutachten ein, wie stark K. durch die Schüsse gefährdet war. Auch ein anderer Kunde, der den Überfall miterlebt hatte, ist in den NSU-Prozess geladen.

Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Die Berichte darüber fassen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

3 Kommentare

  1.   Paul

    „Mit dem Überfall auf einen Supermarkt soll sich der NSU erstmals Geld für sein Leben im Untergrund beschafft haben“
    das war der Kenntnisstand vom 11.05.2015, was ist seither passiert, dass es nun heißt
    „Im Dezember 1998 beging der NSU seine erste bekannte Straftat im Untergrund: Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt überfielen einen Supermarkt in Chemnitz“

    Wurde irgendwas bewiesen, geurteilt etc. pp.?

  2.   Karl Müller

    @ 1,

    die ganzen Vorhaltungen sind fragwürdig. Es wurden weder Projektile noch Munitionsteile wie Hülsen gefunden, von denen nachweisbar gewesen wäre dort verschossen worden zu sein!

    Ohne zu wissen ob überhaupt mit Projektilen geschossen wurde, ist die Ableitung eine Gefährdungsgrades schon ziemlich lächerlich…

  3.   tacheles

    2@
    Deshalb sieht das angelsächsische Rechtssystem einen „Anwalt des Toten“, den Coroner, vor.
    Nach der gerichtsmedizinischen Begutachtung wird in einer öffentlichen Anhörung das Ergebnis mitgeteilt und jeder Anwesende kann Fragen und Zweifel Fragen vortragen.
    Nur wenn ALLE Fragen geklärt sind wird der Totenschein ausgestellt!
    Im Übrigen scheinen die einzigen Verbindungen zu den Banküberfällen die fetischgleich mitgeschleppten Summen und Geldverpackungen zu sein?
    Auf denen merkwürdigerweise keine DNA- oder Printspuren nachzuweisen sind?

 

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