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284. Prozesstag – Terroristen im Urlaub

 

Immer wieder zog es Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt auf einen Campingplatz auf der Ostseeinsel Fehmarn – der NSU machte Urlaub mit dem Wohnmobil. Eine der Reisen greift das Gericht heute heraus: Auch 2004 waren für das Trio Ferien angesagt. Fotos aus der Zeit sollen die drei glücklich und vertraut zeigen, wie Anwälte der Nebenklage zuvor geäußert hatten – obwohl die beiden Männer kurz zuvor den Kölner Nagelbombenanschlag von 2004 verübt hatten. Zschäpe hatte in ihrer Aussage vom Dezember mitgeteilt, sie sei „entsetzt“ gewesen, nachdem ihre Komplizen ihr von der Tat erzählt hatten.

Vor Gericht erscheinen heute zwei Ermittler, die Indizien zum Sommerurlaub gesammelt haben, außerdem der Vermieter eines Wohnwagens. Es geht um den Aufenthalt des Trios in Schleswig-Holstein und die Miete von Fahrzeugen.

Ein Polizist, der ebenfalls als Zeuge geladen ist, berichtet zudem über einen Banküberfall, den Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt begangen haben sollen. Am 5. Juli 2001 überfielen sie laut Anklage eine Sparkasse in Zwickau.

ZEIT ONLINE berichtet aus München und fasst den Prozesstag am Abend auf diesem Blog zusammen. Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Weitere Berichte stellen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

 

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