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Götzl befragt Zschäpe zum Vorfall in Berlin – Das Medienlog vom Donnerstag, 13. Oktober 2016

 

Erneut hat Richter Manfred Götzl Fragen an Beate Zschäpe gestellt. Er wollte wissen, ob sie sich am 7. Mai 2000 in Berlin aufgehalten habe – und nahm damit Bezug auf den Beweisantrag, laut dem ein Polizist beobachtet hatte, wie sie an dem Tag gemeinsam mit anderen Personen eine Synagoge in der Hauptstadt ausspähte. Ihr Anwalt Mathias Grasel kündigte an, die Antwort schriftlich zu verfassen. Über die Frage berichtet Wiebke Ramm auf Spiegel Online.

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Gleichzeitig schwelte der Konflikt zwischen Beate Zschäpes drei Altanwälten und ihrem neuen Pflichtverteidiger Mathias Grasel weiter: Am Mittwoch beschwerten sich die ursprünglichen drei Rechtsbeistände, weil sie vom Gericht nicht über ein wichtiges Schreiben informiert wurden, Grasel hingegen schon. „Wir sind hier im Blindflug unterwegs“, empörte sich Anwalt Wolfgang Stahl. Den erneut offenkundig gewordenen Zwist beschreibt Ina Krauß vom Bayerischen Rundfunk.

Das Dokument ist brisant: Es handelt sich um eine Stellungnahme von Robin S., dem Beate Zschäpe 2013 aus der Untersuchungshaft Briefe geschrieben hatte. Ein Nebenklagevertreter fordert, eins dieser Schreiben im Prozess zu verlesen. In der Stellungnahme, verschickt bereits am 22. September, spricht sich S. dagegen aus. Erst heute wurde bekannt, dass das Gericht S. aufgefordert hatte, sich zu dem Antrag zu äußern. Der Brief aus der Haft soll Einblicke in die Persönlichkeit der Angeklagten geben.

Das nächste Medienlog erscheint am Freitag, 14. Oktober 2016.

 

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