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331. Prozesstag – Gutachter stellt Zschäpe-Gutachten vor

 

Die folgenden beiden Tage könnten entscheidend für das Urteil über Beate Zschäpe sein: Der Gutachter Henning Saß stellt das psychiatrische Gutachten über die Hauptangeklagte vor.

Saß beurteilt in seiner Expertise, ob bei einer Verurteilung zusätzlich die Verhängung der Sicherungsverwahrung angebracht ist. Aus einer bekanntgewordenen Fassung des Dokuments ist bereits bekannt: Saß empfiehlt die Sicherungsverwahrung, sofern das Gerichts Zschäpes Selbstbeschreibung als ohnmächtiges Anhängsel ihrer Komplizen als nicht glaubhaft auffasst. Der Gutachter selbst deutet Zweifel an ihrer Version an.

Er hat Zschäpe von Verfahrensbeginn an im Sitzungssaal beobachtet, Schilderungen von Zeugen verarbeitet und Aktenmaterial gesichtet. Einem Gespräch mit dem Gutachter hat sich Zschäpe nicht gestellt, auch seine Fragen im Prozess nicht beantwortet.

ZEIT ONLINE berichtet aus München und fasst den Prozesstag am Abend auf diesem Blog zusammen. Informationen aus der Verhandlung gibt es via Twitter hier. Weitere Berichte stellen wir morgen im NSU-Medienlog zusammen.

1 Kommentar

  1.   PLA-Sachsen

    „SICHERHEITSVERWAHRUNG“ A LA CARTE
    Aus dem Bericht geht hervor, daß der Psychologe, der kein Wort mit Zschäpe gewechselt hat, seine Empfehlung einer „Sicherheitsverwahrung“ von der „Beurteilung“ des Gerichts auf der Grundlage der nach wie vor unbewiesenen Behauptungen der Generalbundesanwaltschaft abhängig macht. Ungeheuerlich, aber offenbar wahr: „Sicherheitsverwahrung“ a la carte!

 

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