Zschäpe, die Siegerin – Das Medienlog vom Dienstag, 7. Januar 2014

Der Tod von zehn Menschen war die eine, die direkte Folge der NSU-Taten. Doch die Terrorgruppe hat weit mehr angerichtet: Sie hat einen Staat bloßgestellt. Die deutschen Sicherheitsbehörden und Ermittler sind blamiert, weil sie den rechtsextremen Machenschaften nichts entgegenzusetzen hatten. Das weiß auch Beate Zschäpe – und feiert beim Prozess in München ihren Triumph über den Rechtsstaat, wie Hannelore Crolly in der Welt kommentiert. Zwar werde die Angeklagte wohl zu einer Haftstrafe verurteilt – „aus dem Prozess in München wird sie dennoch als Siegerin hervorgehen, und mit ihr die rechtsextreme Gesinnung“.

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Kiesewetters Kollege hat Angst vor Aussage – Das Medienlog vom Montag, 6. Januar 2014

Der Polizist Martin A. ist wohl der einzige Mensch, der einen der Pistolen-Mordanschläge des NSU überlebt hat: Er saß im April 2007 in Heilbronn neben seiner Kollegin Michèle Kiesewetter, als diese erschossen wurde – Mitte Januar sagt er in München aus. Während die Öffentlichkeit gespannt auf seine Vernehmung wartet, ist dem Zeugen laut einem Welt-Bericht nicht wohl: „Er habe Angst, so heißt es im Umfeld des Polizisten“, schreibt Hannelore Crolly. Unklar sei dabei, ob der 31-Jährige die Rache von Rechtsextremen fürchtet oder das Trauma nicht noch einmal durchleben will.

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Protokolle des Grauens – Das Medienlog vom Freitag, 3. Januar 2014

71 Tage NSU-Prozess im vergangenen Jahr waren ein Kaleidoskop voller Schicksale: Es sprachen Opfer, Angeklagte und Zeugen. Manche weinten, überwältigt von der Grausamkeit der Taten. Anwälte schrien durch den Saal, der Richter schrie zurück. In den Medien produzierte das fast täglich Gesprächsstoff. Daher zieht die Süddeutsche Zeitung Bilanz – über Taten, Ermittlungen und die bisherigen Verhandlungstage. In einer digitalen Reportage fließen Text, Bilder und Videos zusammen. Im Magazin der Zeitung und in einem Video widmen sich die Autoren hingegen ganz nüchtern den Protokollen aus dem Gerichtssaal.

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„Nur wenige Sympathisanten des NSU“ – das Medienlog vom Dienstag, 31. Dezember 2013

Wie die Angehörigen den Prozess erlebt haben, beschreibt Martin Debes in der Thüringischen Landeszeitung. Ein berührender Moment sei der Auftritt von Ismail Yozgat, dem Vater des ermordeten Halit Yozgat, gewesen. Solche Momente erinnerten daran, dass sich hinter den quälend langen Verhandlungstagen das Schicksal vieler Menschen verberge.

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Jahresrückblick im NSU-Prozess – das Medienlog vom Montag, 30. Januar 2013

Neun der zehn Morde des NSU wurden bislang vor Gericht verhandelt, ebenfalls Thema war die Brandstiftung in der Zwickauer Wohnung. Die Medien blicken auf die letzten 71 Verhandlungstage zurück. So etwa Ralf Isermann in der Berliner Zeitung. Im nächsten Jahr wird das Gericht den Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter, die zwei Bombenanschläge in Köln und die Raubüberfälle verhandeln.

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Keine Berichte zum NSU-Prozess

Am Freitag, 27. Dezember gibt es keine Berichte zum NSU-Prozess in den deutschen, türkischen oder englischsprachigen Onlinemedien.

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Das nächste Medienlog erscheint am Montag, 30. Dezember 2013

 

Vom sturen Bock zum hartnäckigen Aufklärer – das Medienlog vom Dienstag, 24. Dezember 2013

An jedem Werktag sichten wir für das NSU-Prozess-Blog die Medien und stellen wichtige Berichte, Blogs, Videos und Tweets zusammen. Wir freuen uns über Hinweise via Twitter mit dem Hashtag #nsublog – oder per E-Mail an nsublog@zeit.de.

Am Ende des Jahres ziehen viele Autoren eine Zwischenbilanz zum NSU-Prozess. So etwa Christian Bommarius von der Berliner Zeitung. Der Autor schreibt, Richter Manfred Götzl hätte sich in 71 Verhandlungstagen den Ruf als Spitzenjurist zurückerobert.

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„Stück dunkle deutsche Zeitgeschichte“ – das Medienlog vom Montag, 23. Dezember 2013

Am vergangenen Freitag wurde die Video-Vernehmung von Beate Zschäpes ehemaliger Nachbarin nach wenigen Minuten abgebrochen, weil die Zeugin desorientiert gewirkt hatte. Es war der letzte Verhandlungstag in diesem Jahr, der NSU-Prozess wird am 8. Januar 2014 fortgesetzt. Frank Jansen blickt im Tagesspiegel auf das Jahr zurück und kommt zu dem Schluss, dass unter anderem der NSU-Prozess dafür gesorgt hat, dass das Thema Rechtsextremismus im Jahr 2013 „eine Aufmerksamkeit erfahren hat, wie es sie in der Bundesrepublik selten gab“.

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Der ahnungslose Professor Mundlos – Das Medienlog vom Freitag, 20. Dezember 2013

Am zweiten Tag der Vernehmung von Siegfried Mundlos ging es um das Verhältnis seines Sohnes Uwe zu seinem Kumpel Böhnhardt, aber auch zu Neonazis wie Tino Brandt oder Ralf Wohlleben. Übereinstimmender Eindruck der Gerichtsreporter: Vater und Sohn Mundlos lebten nebeneinander her.

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