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Jeden Monat wieder: Safet Babic und die NPD-Trier

Viele Menschen sind dem Aufruf des Bündnis gegen Rechts Trier gefolgt und protestieren kreativ gegen die Neonazis © Max Bassin

Mehr als 400 Menschen protestierten am vergangenen Samstag gegen einen Naziaufmarsch in Trier. Dem Aufruf der NPD „Stahlhart für soziale Gerechtigkeit“ folgten nur etwa vierzig Neonazis. Anlässlich der Schließung eines unprofitablen Stahlwerks witterte die NPD ihre Chance „für eine andere Wirtschaftsform“ zu werben und Sympathien der Bevölkerung zu erhaschen. Unterstützung bekamen sie dabei auch von militanten Neonazis aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Doch anstatt Zuspruch zu ernten, wurden sie von den Nazigegner ausgepfiffen. Weiter„Jeden Monat wieder: Safet Babic und die NPD-Trier“

 

Seriösen-Holger und die radikale Verbotsangst

Parteichef Holger Apfel (l.) mit seinem Ziehvater Udo Voigt © Getty

Erst hat man kein Glück – und dann kommt auch noch Pech dazu. Diese alte Fußballerweisheit fasst die bisherige Amtszeit von Holger Apfel als NPD-Chef zusammen. Endlich war Apfel am Ziel – Parteivorsitzender. Doch die NPD steckt in einer Krise, die sich durch die Erkenntnisse über den NSU-Terror immer weiter verschärft. Zudem erweist sich Apfels schnittiges Konzept der seriösen Radikalität bei genauerer Betrachtung als wenig substantiell, geschweige denn besonders neu. Weiter„Seriösen-Holger und die radikale Verbotsangst“

 

Lese-Tipp: Wissenswertes über Nazi-Frauen und NPD-Parlamentarier

Frauen spielen längst eine wichtige Rolle für die Strukturen der Szene © Mark Mühlhaus/attenzione

Unsere ZEIT ONLINE-Serie „Neue deutsche Nazis“ geht in die zweite Woche. Redakteurin Tina Groll hat einen lesenswerten Bericht zu der Schlüsselrolle geschrieben, die Frauen in der rechtsextremen Szene einnehmen. Weibliche Neonazis, das wird klar, sind alles andere als nur Mitläuferinnen.

Unter dem Titel „No Go Area im Landtag“ hat sich unser Redakteur Michael Schlieben mit den sächsischen NPD-Parlamentariern auseinandergesetzt. Wie nutzt die rechtsextreme Partei ihre Präsenz im Landtag? Wie reagieren die übrigen Parteien auf die Nazi-Parlamentarier?

Und in einem einführenden Beitrag hat Redakteur Christian Bangel erklärt, warum uns Nazis näher sind, als wir denken.

 

 

Kameradschaft vs. NPD – Chemnitzer Naziszene spaltet sich

Das "nationale Bildungszentrum" an der Markersdorfer Straße in Chemnitz
Nun ein Zentrum der Freien Kräfte: Die NPD wurde aus der Markersdorfer Straße rausgeworfen © Johannes Grunert

Lange Zeit galt Chemnitz als Musterbeispiel für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen der NPD und den „Freien Kameradschaften“. Seit Mario Löffler Landesvorsitzender ist, hat sich das geändert. Weiter„Kameradschaft vs. NPD – Chemnitzer Naziszene spaltet sich“

 

Neue ZEIT ONLINE-Serie zum Thema Rechtsextremismus

Die Nazi-Szene hat sich in den vergangenen Jahren komplett gewandelt © Roland Geisheimer/attenzione

Medienberichterstattung zur Naziszene gibt es meist, wenn wieder eine besonders schwere Gewalttat, ein Anschlag oder ein rechtsextremer Wahlerfolg das Thema präsent machen. Nicht nur mit dem Störungsmelder versuchen wir deshalb kontinuierlich zu berichten, auch wenn gerade kein spektakulärer Fall bekannt wurde. Es geht um den rechtsextremen Alltag und die gesamtgesellschaftliche Entwicklung.

ZEIT ONLINE zeigt in den kommenden Wochen, wie moderner Rechtsextremismus funktioniert und wo die Grenzen zwischen Demokratie und Rechtsextremismus aufweichen. Wir zeigen, wie „Angst-Räume“ entstehen, in denen auch die Zwickauer Terroristen zu ihren brutalen Entschlüssen gelangten. Unsere Serie heißt „Neue deutsche Nazis“, weil die moderne deutsche Neonazi-Szene dynamisch ist. Sie ist vernetzt, vielfältig und einflussreich. Wir sind sicher: Das Problem Rechtsextremismus wird sich nicht von selbst lösen. Jeden Donnertstag erscheint ein neuer Artikel. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf interessante Diskussionen. Hier geht es direkt zur Serienseite.

 

NPD-Funktionär fotografiert bei versuchtem Angriff auf Gedenkveranstaltung

NPD-Politiker Michael Fischer (links) steht in der Gruppe der späteren Angreifer © kombinat-fortschritt.com

Es sollte eine ruhige Gedenkkundgebung für die Opfer der NSU-Mordserie werden, doch dann versuchten Neonazis die Veranstaltung anzugreifen. Im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel hatten sich am Samstag anlässlich des Todestages von Mehmet Turgut rund 120 Personen aus antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, sowie Bürger versammelt. Doch kurz nach Ende der Veranstaltung kam es zu Tumulten. Eine etwa 16-köpfige Gruppe, die meisten von ihnen vermummt, versuchte die noch nicht abgereisten Kundgebungsteilnehmer anzugreifen. Angeführt wurden sie dabei augenscheinlich von Michael Fischer, Kameradschaftsführer und Direktkandidat für die NPD bei den Landtagswahlen 2011. Weiter„NPD-Funktionär fotografiert bei versuchtem Angriff auf Gedenkveranstaltung“

 

Lesetipp: Krach zwischen NPD und militanter Szene in Sachsen

Die Gamma-Redaktion aus Leipzig hat einen interessanten Hintergrundbericht zu den Verbindungen zwischen NPD und militanter Szene veröffentlicht.
Auszug: Interne Dokumente belegen: Das militante Neonazi-Netzwerk “Freies Netz” ist enger mit der NPD verwoben als gedacht. Doch für die Partei werden die radikalen Aktivisten, die an der “Unsterblichen”-Kampagne mitwirken, zur Last. Durch Austrittsdrohungen spielt das “Freie Netz” nun seine letzten Trümpfe aus, führende Aktivisten treten schon den Rückzug an.

 

Deggendorf wehrt sich gegen NPD-Aschermittwoch

Bürger protestieren gegen die NPD-Veranstaltung in Bayern © Johannes Hartl

Mit einem breiten öffentlichen Protest setzte Deggendorf am 22. Februar ein deutliches Zeichen gegen den NPD-Aschermittwoch in der niederbayerischen Stadt. Für den „politischen Aschermittwoch“ der rechtsextremen Partei hatten sich ca. 50 Personen in dem Deggendorfer Gasthof Gruber eingefunden. Als Hauptredner trat der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel auf. Weiter„Deggendorf wehrt sich gegen NPD-Aschermittwoch“

 

NPD zieht es nach Bayern

Holger Apfel, hier mit seiner Landtagsfraktion 2010 in Zwickau, wird in Chemnitz ein Bürgerbüro beziehen
Holger Apfel, hier mit seiner Landtagsfraktion 2010 in Zwickau, soll am Mittwoch in Deggendorf auftreten © Johannes Grunert

Am Mittwoch will die rechtsextreme NPD in Deggendorf ihren diesjährigen politischen Aschermittwoch abhalten – rund 100 Neonazis werden in der niederbayerischen Stadt erwartet, darunter auch der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel. In der Stadt selbst formiert sich derweilen ein geschlossener Protest gegen die erwarteten rechten Umtriebe am 22. Februar. Weiter„NPD zieht es nach Bayern“