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Drei Zahlen, eine Regel

 
Mathematik: Drei Zahlen, eine Regel
Screenshot "A Quick Puzzle to Test Your Problem Solving"; Quelle: NYTimes.com

2, 4, 8 – folge der Regel und trage im unten stehenden Feld eine entsprechende Zahlenfolge ein! Die Aufgabe ist einfach. Aber wie lautet die Regel? Kompakt verpackt verrät ein Mathe-Rätsel der New York Times einiges über Regierungspolitik, Wirtschaft und "warum niemand falschliegen mag".

Es gibt so manches mathematisches Problem, das einem den Kopf schwirren lässt. Das Ziegenproblem etwa, worüber noch immer diskutiert wird, oder Untersuchungen zum Zufall. Hier aber handelt es sich um drei leere Felder, die selbst Kindergartenkinder befüllen könnten. So viel sei verraten: Die meisten stehen sich bei diesem Quiz selbst im Weg.

Da ist es gut, dass Sie so viele Sequenzen testen dürfen wie gewünscht. Ein grüner Haken bedeutet nicht zwingend, die Regel verstanden zu haben. Wer überzeugt ist, sie zu kennen, darf sie formulieren und abschicken. Die Lösung wird mitgeliefert. Man kann sich die Antwort auch einfach anzeigen lassen. Aber welcher ZEIT-ONLINE-Leser hätte das schon nötig?

Mathematik und Logik liegen Ihnen im Blut? Dann lesen Sie mehr Rechnereien im Mathe-Blog. Weitere Teilchen finden Sie hier.


76 Kommentare

  1. Avatar  daCecker

    Hehe, I got it right.

    Man kann uebrigens auch mit negativen Zahlen testen.

  2. Avatar  EmilyC

    @lediable:
    Selten einen derartigen Schuss ins eigene Knie gesehen. Sie sind wohl von der allerintelligentesten Sorte, ne? Nicht so wie diese Idioten von der NYT. Ich lach mich weg…


  3. Es wird keine Regel lediglich suggeriert, es ist ja tatsächlich mindestens eine weitere Regel anwendbar. Zu sagen, daß hier nur eine Regel richtig ist, ist daher unlauter. Kein Wunder, daß man mit der Erklärung dann tendenziell unzufrieden ist: man ist eben kein Kleinkind, sondern „durchblickt“ das Vordergründige. Wurde uns schließlich auch so beigebracht: das müsse man wissen und das sei der Fortschritt. Alles gelogen offensichtlich.


  4. Nein, die Regel ist tatsächlich eindeutig, Adelarus. Es gibt keine andere Regel (semantische Unterscheidungen mal außen vor), mit demselben Ausschlußkriterium.
    Sie sind tatsächlich auf dem Holzweg (und ich kenne den Satz der Linearen Optimierung ebenfalls – nur der produziert dann eben keine negativen Ergebnisse).

    Schönes Beispiel für die Aussage des Tests!

    (Und ja, es geht eben in der Forschung/Wissenschaft/Mathematik eben auch mal darum, eine Hypothese zu WIEDERlegen, statt sie zu belegen. Sonst können manche Regeln nicht erkannt werden)

  5. Avatar  daChecker

    BTW, mein Name ist daChecker (Vertipper) und ich benoetigte 8 Yes‘ und 3 Nos! Man hangelt sich von den komplizierten Regeln zu den einfachen. Nach „1,1,2 => No“ wars klar.

    Muss wohl auch am MINT-Hintergrund liegen …


  6. #14: Na, dann erklären Sie mal. Die geforderte Regel ist offensichtlich a<b<c; meinen nur noch rudimentär vorhandenen mathematischen Kenntnissen nach kann das aber auch der Beginn einer geometrischen Reihe sein, wobei die geforderte Regel zwar ebenfalls vorhanden ist, aber das "<" kein "einfaches" Kriterium darstellt.
    Klar, was ich meine?


  7. Eine Reihe ist keine Folge!

  8. Avatar  dgf

    lediable schrieb:

    > Es ist klar, dass die ersten 3 Potenzen einer Zahl mit der Regel gemeint sein (sollen)

    Leider falsch! Danke trotzdem für diese schöne Demonstration der eigentlichen Fragestellung. Sie haben offenbar von Anfang an geglaubt, das richtige Ergebnis zu haben. Den deutlichen Hinweis darauf, dass Ihre Annahme falsch sein könnte (1, 1, 1 -> NO) haben Sie dann ignoriert. Genau dieses Verhalten soll uns das Experiment wohl zeigen.

    Als Naturwissenschaftler bin ich es vielleicht eher gewohnt, eigene sowie fremde Theorien zu hinterfragen. Mein Verhalten sah jedenfalls deutlich anders aus als der Durchschnitt: ca. 20 Sequenzen mit etwa 30-40% NO-Anteil, bevor ich mir ganz sicher war.


  9. Abgesehen davon erfüllt z.B. 1,1 ; 2,5656 und 3,15426282 die Bedingung aber keine geometrisch aussehende Folge.
    Man findet immer Gegenbeispiele (positiver oder negativer Natur), außer die Folge gehorcht Regeln, die dasselbe sind, wie hier verwendet, nur in kompliziertere Rechnunge verpackt.

  10. Avatar  Jared J. Myers

    War sehr instruktiv.
    Hier keine Ausrede für’s Falschliegen.

    Insbesondere zeigt die Aufgabe, dass man häufig dazu tendiert, Strukturen an Orten zu sehen, an denen keine sind. Wie die Annahme, man müsse ein Glied der Folge verdoppeln, um zum nächsten korrekten zu kommen.

    Vielleicht ist das sklavische Sich-Halten-an-eingebildete-Konventionen eine neurotische Variante dieser Aufgabe :-)

 

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